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Volkswirtschaft (VWL) (Fach) / Kapitel 15& 16 (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Freddyahr erstellt.
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- Verteilung von Volkseinkommen auf Unternehmer und Arbeitnehmer Seit dem Jahr 2007 hat sich die Verteilung wieder etwas zugunsten der Arbeitseinkommen verbessert, ohne jedoch die Umverteilung der Jahre 2000 bis 2007 voll zu kompensieren
- Die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung (Gragen) (Kap. 16) Wie wurden das gesamtw. Angebot und die gesamtw. Nachfrage finanziert? Wie hoch war die Ersparnis und wie wurde diese auf unterschiedliche Anlage formen aufgeteilt?
- Der Zusammenhang zwischen Strom- und Bestandsrechnungen Bestand zu Beginn einer Periode + Zufluss in einer Periode - Abfluss in einer Periode = BEstand am Ende einer Periode Stromgrößen: - immer für eie Periode - z.B. Jahr 2014 - Gewinn- und Verlustrechnung - Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen Bestandsgrößen: - Zeitpunkt - z.B. 31. Dezember 2014 - Bilanz eines Unternehmens Ströme: -Einzahlungen -Einnahmen -Erträge -Auszahlungen -Ausgaben -Aufwand Bestand - Zahlungsmittel -> Summe aus Bargeld und Sichteinlagen - Geldvermögen d.h. der Differenz zwischen den gesamten Forderungen und den Verbindlichkeiten - Reinvermögen -> Eigenkapital
- Von Zahlungsmittelbestand zu Reinvermögen (Kap. 16) Zahlungsmittelbestand + sonstige Geldforderungen - Verbindlichkeiten = Geldvermögen Geldvermögen + Sachvermögen = Reinvermögen
- Zahlungsmittelbestand (Einzelwirtschaftliche Betrachtungsweise) - verändert sich durch Einzahlungen oder Auszahlungen auf dem Bankkonto oder Bareinzahlungen oder Barauszahlungen
- Geldvermögen (Einzelwirtschaftliche Betrachtungsweise) verändert sich durch vorgenommene Einnahmen und Ausgaben - Käufe, Vermietung, Arbeitsleistungen - Leistungstransaktionen - Einnahme eines Wirtschaftssubjektes stets eine Ausgabe eines anderen gegenübersteht - keine Forderungen ohne eine Verbindlichkeit
- Reinvermögen (Einzelwirtschaftliche Betrachtungsweise) - Differenz zwischen Einkommen und Konsum -> Ersparnis - verändert sich durch laufende Erträge und Aufwendungen - Eigenkapital
- Einzahlungen, die keine Einnahmen sind (Kap. 16) - Kunde begleicht ausstehende Rechnung bei Unternehmern - Geldvermögen unverändert, Zahlungsmittelbestand steigt - Unternehmen nimmt bei Bank Kredit auf -> Geldvermögen unverändert, höherer Bestand an Forderungen (Giroguthaben) auch höherer Bestand an Verbindlichkeiten -> Transaktionen, die nur Struktur des Geldvermögens verändern -> aber dessen Niveau unverändert lassen kennzeichnend: Zusammentreffen von zwei Finanzströmen
- Einahmen, die keine Einzahlungen sind - Produkt auf Ziel verkauft: Finanztransaktion in einer Kreditgewährung an das andere Unternehmen -> Forderung entsteht -> Zahlungsmittelbestand ändert sich nicht Leistungstransaktion -> Transaktionen, die das Niveau des Geldvermögens ändern
- Einnahmen, die keine Erträge sind - Erhöhung des Geldvermögens eines Wirtschaftssubjekts -> Reinvermögen bleibt unverändert -> Sachvermögen gesunken - Bsp. Verlauf eines im Vorjahr auf Lager produzierten und in der Bilanz aktiviertes Gutes an einen Kunden
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- Erträge, die keine Einnahmen sind - Reinvermögen steigt bei einem konstanten Geldvermögen -> Sachvermögen ist gestiegen - Unternehmen produziert ein Gut, das im Lager landet -> in Bilanz als Bestandsveränderung und in der GuV als Ertrag -> auch selbst erstellte Anlagen und Güter für Eigenverbrauch
- Für die Analyse des gesamtwirtschaftlichen Geldvermögens ist welche Volkswirtschaft notwendig? - geschlossene Volkswirtschaft ∑ Forderungen - ∑ Verbindlichkeiten = Geldvermögen geschlossene VWS = 0 In einer geschlossener Volkswirtschaft ist der gesamtwirtschaftliche Geldvermögensbestand = 0 -> globale Geldvermögen auch = 0
- Offene Volkswirtschaft -> Geldvermögen kann größer oder kleiner als null sein ∑ Forderungen der Inländer gegenüber Ausländern - ∑ Verbindlichkeiten der Inländer gegenüber Ausländern = ∑ Geldvermögen offene VWS Veränderung des Geldvermögens nur wenn Forderungen u. Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland ändert Vorraussetzung: Leistungstransaktion mit dem Ausland -> in Zahlungsbilanz unter Leistungsbilanz aufgeführt also gilt: Einnahmen aus dem Ausland - Ausgaben an daas Ausland = Δ Geldvermögen = Saldo der Leistungsbilanz
- Erpsarnis Veränderung des Geldvermögens ist eine wichtige Komponente der gesamtwirtschaftlichen Ersparnis, d.h. der Veränderung des Reinvermögens einer Volkswirtschaft -> Ersparnis (S) Erparnis gesamtwirtschaftliche Ebene Δ Sachvermögen + Δ Saldo der Leistungsbilanz = Δ Reinvermögen = Δ Sachvermögen Mit anderen Worten, wenn man von den Beziehungen zum Ausland absieht, kann eine Volkswirtschaft nur dadurch sparen, d.h. ihr Reinvermögen erhöhen, indem sie zusätzliches Sachvermögen bildet. Es gilt also S = Δ RV. Die Erparnis kann nur über Investitionen (I) geschehen: I = Δ Sachvermögen Dieser Zusammenhang wird häufig auch in der Identitätsgleichung S = I dargestellt. Diese besagt, dass in einer geschlossenen Volkswirtschaft die Ersparnis (S) ex-post zwangsläufig identisch mit der Sachvermögensbildung d.h. den Investitionen (I) ist.
- Vier Bedeutungen von "Sparen" 1. Ausgaben in einer Periode gegenüber der Vorperiode einschränken 2. in einer Periode weniger auszugeben als man einnimmt -> Einnahmeüberschuss -Erhöht entweder Bestand des bereits vorhandenen Geldvermögens oder erlaunt den Schuldenstand abzubauen -> (Netto-) Geldvermögensbildung 3. In Makroökonomie und VW Gesamtrechnungen -> Zunahme des Reinvermögens - Erparnis = Investition 4. Wirtschaftspolitik -> Neuverschuldung d.h. negative Geldvermögensbildung reduzieren -> dabei setigt die Staatsverschuldung aber weiterhin an
- Die Zahlungsbilanz -> zeichnet alle Leistungs- und Finanztransaktionen auf, die in einem Zeitraum zwischen Inland und Ausland stattfinden -> ausschließlich Stromgrößen -> nach Prinzip der doppelten Buchführung: alle Transaktionen in zwei Teilbilanzen verbuchen 1. Leistungsbilanz -> alle Leistungstransaktionen zwischen Inland und Ausland 2. Kapitalbilanz -> wie Leistungstransaktionen finanziert wurden -> welche reinen Finanztransaktionen gab es? -> i.d.R. Transaktionen mit inländischer Notenbank, gesondert abgebildet
- Die Leistungsbilanz 1. Handelsbilanz - Ein- und Ausfuhr von Waren - größte Teilbilanz - Deutschland -> Hoher Handelsbilanzüberschuss 2. Dienstleistungsbilanz - Leistungstransaktionen von Reiseverkehr, Transporte, Finanzdienstleistungen, Patente, Lizenzen - deutschland -> defizitär -> große Reiselust 3. Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen - Kapitalerträge und -aufwendungen (Zinszahlungen aus und in das Ausland) - Einkommen aus unselbstständiger Arbeit 4. Bilanz der laufenden Übertragungen - unentgeltliche Leistungen an Ausland oder erhalten - Deutschland -> Transfer der öffentlichen Hand an Europäische Gemeinschaft und andere internationale Institutionen - Überweisungen von Gastarbeitern an Herkunftsländer 12 Mrd. Euro in 2012 5. Einmalige Vermögensübertragungen - (Erbschaften, Schenkungen, Schuldnererlasse) - sofern Veränderung des Geldvermögens gegenüber Ausland - Käufe und Verkäufe von immateriellen nichtproduzierten Vermögensgütern
- Die Bilanz des Kapitalverkehrs In 4 Unterbilanzen aufgeteilt Bilanz der Direktinvestition -> welcher Umfang der Beteiligung von Inländer an ausländischen Unternehmen (oder umgekehrt) Bilanz der Wertpapieranlagen - alle Käufe und Verkäufe von Aktien, festverzinslichen Anleihen und Geldpapiere durch Inländer im Ausland und umgekehrt Grenzüberschreitende Transaktionen mit Derivaten - Optionen sowie Finanztermingeschäfte direkte Kredite - durch Banken, den Staat sowie Unternehmen und Privatpersonen Außerdem in Kapitalbilanz: Änderung des Nettoauslandsaktiva der Notenbank (d.h. insbesondere deren Währungsreserven)
- Die doppelte Buchführung in der Zahlungsbilanz Leistungstransaktionen -> immer die Leistungs- und die Kapitalbilanz berührt Buchung reiner Finanztransaktionen -> ausschließlich in der Kapitalbilanz Die Summer der Salden aller Teilbilanzen (Leistungsbilanz, Vermögensübertragungen, Kapitalbilanz, Devisenbilanz) = 0 Saldo Leistungsbilanz + Saldo Kapitalverkehrsbilanz = 0 Es sit für die Zahlungsbilanz charakteristisch, dass sie einen hohen Betrag als Saldo der statistisch nicht aufgliedbaren Transaktionen aufweist. Dies liegt daran, dass häufig Finanztransaktionen vorgenommen werden, die aus steuerlichen und anderen Gründen (Kapitalflucht) nicht gemeldet werden und deshalb von der Statistik nur unvollständig erfasst werden können.
- Saisionbereinigung - unterschiedliche Arbeitszeiten in verschiedenen Jahreszeiten - starke saisionale Einflüsse auch auf -> Produktionsdaten -> Zahlen aus der VGR -> Arbeitslosenstatistik --> in Deutschland ausgeprägtes saisionales Msuter Saisonbereinigung: - Verfahren ermittelt Saisonfaktor d.h. eine Größe, die angibt, um wie viel der Wert für einen bestimmten Monat im langfristigen Durchschnitt über oder unter dem Jahresdurchschnitt liegt Einfachste Verfahren der Saisonbereinigung: Inflationsrate Nachteil: - wegen Bezug auf die ltzten zwölf Monate -> nicht für Analys ganz kurzfristiger Entwicklungen
- Umrechnen auf Jahresdaten - eingetretene prozentuale Veränderung auf eine Jahresrate umrechnen Nachteil: dass es nicht nur von der Entwicklung im jeweils letzten Quartal, sondern in den drei davor liegenden Perioden bestimmt ist. Deshalb kann man auch nur Veränderung des aktuellen Quartals gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Quartal ermitteln Durch die Verwendung von Jahresraten können Entwicklungen, die in unterschiedlichen Zeiträumen beobachtet werden, kompatibel gemacht werden. Das Problem: - nur sinnvoll, wenn man unterstellen kann, dass sich in einem Quartal beobachtete Veränderunge auch in Folgequartalen fortsetzen wird. Das Verfahren ist also recht anfällig für temporäre Schocks, wie z.B. einem extrem kalten WInter, da es diese im Prinzip für die nächsten drei Quartale fortschreibt In USA: - Quartalsveränderungen annualisiert angegeben -> bestimmtes Verfahren - s.a.a.r = seasonally adjusted annual rate
- Verwendung logarithmischer Werte logarithmische Darstellung -> bei längerfristiger Betrachtung den Vorteil --> konstante Zuwachsraten können optisch durch eine Linie abgebildet werden exponentiell verlaufende Kurve - Kann Eindruck vermitteln, in dem betreffenden Land sei ein sich beschleunigender Wachstumsprozess am Werk. Logarithmiert man die Werte: -> man erhält ene Reihe, die linear verläuft - Optisch vermittelt dies ein zutreffendes Bild eines stetigen Wachstumsprozesses Wenn logarithmierte Werte voneinander abziehen, entspricht der Differenz in etwa der prozentualen Veränderung zwischen diesen Größen Konkret auf Veränderung zwischen Periode 1 und 2 4,7 - 1,61 = 0,09 -> 9% annähernd an tatsächlichen Veränderung von 10 %