30
bayerisches wörterbuch f (Fach) / f (Lektion)
Anzeige
- fad (Adj.) [fá:d] träge fade Molln = l fad (Adj.) [fá:d] 1. abgestanden, geschmacklos, schal 2. einschläfernd, geistlos, ermüdend, langweilig, träge fade Molln = langweilige, unfreundliche Frau
- Fahrer, der [fa:rà] Fahrer, der [fa:rà] 1. kurze, hastige Handbewegung, Geste 2. Strich, Schriftzug 3. Kratzer, Streifen
- Faim, der [foàm] faimen [foàmà] Faim, der [foàm] Bierschaum, Schaum faimen [foàmà] schäumen (Bier)
- Faimzuzler, der [foàmzu:zlà] Faimzuzler, der [foàmzu:zlà] 1. Bierdimpfel, Stammtischbruder 2. Kleinbürger, Spießer
- Fallen, die [fåin] Fallen, die [fåin] Bett (Flohfalln)
- Falott, der [falodd] Falott, der [falodd] Betrüger, Gauner, Lump älter französisch falot = komischer, belustigender Mensch Falodn (der) Altbayern Gauner, Betrueger
- Fangeisen, das [fangaisn] Fangeisen, das [fangaisn] 1. Fangeisen z. Erlegen von Wildtieren 2. Verlobungsring, Ehering
- Fankerl, der [fànggàl] Fankerl, der [fànggàl] Teufel
- Fatschen, die [fà:dschn] Fatschen, die [fà:dschn] 1. Bandage, Binde 2. breiter Gürtel
- Fäustel, der [faissdl] Fäustel, der [faissdl] Steinmetzhammer (Schlegel)
- Anzeige
- Fäustling, der [faisdling] Fäustling, der[faisdling] Fausthandschuh
- faggänarrisch faggänarrisch Altbayern Ferkelnärrisch , dh. sehr erzürnt,wütend, außer sich
- Fährten Fährten Altbayern voriges Jahr
- Fechser, der [fäxà] Fechser, der [fäxà] 1. Pflanzenableger 2. Kind, Kinder (…deine Fechser san ja scho groß!)
- Fechtbruder, der [fächbruàdà] fechten [fächdn] Fechtbruder, der [fächbruàdà] Bettler, Landstreicher fechten [fächdn] betteln (…nach’m Fechten geh zum Wirt!) Duden: [von Tür zu Tür, Haus zu Haus o. Ä. gehen und] bettelnHerkunft rotwelsch (17. Jahrhundert), nach den wandernden Handwerksburschen, die für Geld ihre Fechtkünste zeigten
- Federwisch, der [fedàwisch] Federwisch, der[fedàwisch] Handkehrgerät, bestehend aus einem Gänse- oder Entenflügel
- Fegeisen, das [fe:gaisn] Fegeisen, das [fe:gaisn] 1. Frau, die ständig auf Vergnügungstour unterwegs ist 2. bissiges, zänkisches Weib
- fegen [fe:ng] fegen [fe:ng] pöbeln, sticheln (..geh nur her, wennst fegn wuist!)
- Feger, der [fe:gà] Feger, der [fe:gà] 1. Angeber, Aufschneider 2. attraktives weibliches Wesen
- Feggei Feggei Altbayern Taschenmesser
- Fehlboden, der [fäibon] Fehlboden, der[fäibon] Einschubdecke, Blindboden Weitere Informationen Der Fehlboden wird auch Einschubdecke oder Blindboden genannt- "Blindboden" beschreibt auch unzugängliche, kleine Räume z. B. im Kniestock oder Firstbereich eines Dachstuhl. Der Fehlboden ist ein bewährtes Verfahren um in Holz-Deckenkonstruktionen einen wirksamen Schallschutz zu erstellen.Er besteht aus loser (rauhe) Holzschalung, auf Lagerleisten, im Feld zwischen den Deckenbalken.Auf die Fehlböden wurden häufig Schuttreste, Schlacke und dergleichen etwa 5-7 cm hoch verteilt. Das Gewicht dieser Stoffe verbessert den Schallschutz insbesondere den Trittschallschutz maßgeblich. Dabei liegt dieses Gewicht eben nicht direkt auf der Untersichtbekleidung der Decke auf. In den Decken zum Dachgeschoss finden sich in Altbauten aber auch Materialien wie Torf und Spreu - zur Wärmedämmung. Auch heute noch wird diese raumhöhensparende Konstruktion gern eingesetzt. Dabei werden jedoch moderne Baumaterialien (zB Kies, Gehwegplatten, Wärmedämmung) aufgelegt. Um ein Durchrieseln loser Schüttungen durch den Fehlboden zu vermeiden, wird zusätzlich eine Rieselschutzbahn auf die Fehlbodenbretter aufgelegt. In historischen Gebäuden finden sich statt der Lattenauflager noch V-Nuten in die angespitzte Fehlbodenbretter eingeschoben wurden - zum Teil auch als sichtbare Deckenbekleidung.
- Feichten, die [faichdn] Feichten, die [faichdn] Fichte
- Feigen, die [faing] Feigen, die [faing] 1. Feige 2. schlechtes, liederliches Frauenzimmer 3. abwertend für Vagina, Vulva
- feist (Adj.) (foast) [foàsd] feist (Adj.) (foast)[foàsd] dick, rund, wohlgenährt („guad beinand“) Duden: Bedeutung INFO[unangenehm, widerlich] fett, dick BEISPIEL〈in übertragener Bedeutung:〉 mit einem feisten Grinsen
- Feitl Feitel, der/das [faiddl] Feitl – Feitel – Faitl – Faitel – Fältel Feitl Feitel, der/das[faiddl] Feitl – Feitel – Faitl – Faitel – Fältel kleines Messer, Taschenmesser, Klappmesser (…mei Feitl is stumpf! …mei Feitel schneidt guad!)
- Felbern, die [fäiwà(n)] Felbern, die [fäiwà(n)] Weidenbaum
- fensterln [fensdàln] fensterln [fensdàln] durchs Fenster ins Schlafzimmer der Geliebten einsteigen
- ferchten [feàchdn] ferchten fiachtn [fiàchdn] ferchten [feàchdn] ferchtenfürchten (…brauchst di ned ferchten, da Papa is scho do!) Partizip Perfekt gforchten fiachtn[fiàchdn] fiachtnfürchten (…brauchst di ned fiachtn, i bleib bei dir!)
- Feichta Feichta Altbayern Feiertag
- femen femen Altbayern ganz leicht schneien