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Buchhaltung (Fach) / Teil 1: Grundlagen der Buchhaltung (Lektion)

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  • Was kann anhand der Buchhaltung eines Unternehmens überprüft werden?  z. B. wie viel Umsatz in einem bestimmten Zeitraum erzielt wurde oder wie hoch der Anteil der gezahlten Löhne und Gehälter am Umsatz ist.
  • In welcher Hinsicht ist die Buchhaltung grundlegendes Instrument für das Controlling eines Unternehmens?  bei Maßnahmen wie z. B. eine Verkaufsförderung oder wenn die Einstellung und Freisetzung von Mitarbeitern geplant und durchgeführt wird
  • Wann stellen Banken und sonstige Geldgeber ihre Mittel im Regelfall zur Verfügung (gegenüber Unternehmen) und was wird durchgeführt, bevor es zur Zahlung kommt?  wenn sie davon ausgehen können, dass ein Unternehmen in der Lage ist, die Mittel sowie die zusätzlich anfallenden Zinsen auch zurückzuzahlen. Dazu wird in der Regel eine Prüfung der wirtschaftlichen Sitaution des Unterenhemens durchgeführt, die auf die agregierten Daten der Buchhaltung zurückgreift.
  • wer hat außer der Unternehmensleitung, der Eigentümer, Banken und andere Geldgeber noch ein berechtigtes Interesse an der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens und warum?  der Staat, da anhand der wirtschaftlichen Situation die zu zahlenden Steuern bemessen werden.
  • Wann besteht für ein Unternehmen die allgemeine Informationspflicht gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit?  wenn das Unternehmen eine bestimmte Größe erreicht hat.
  • Wann ist die entsprechende Größe eines Unternehmens erreicht, wenn diese eine allgemeine Informationspflicht gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit bekommt (§ 1 Abs. 1 PublG)  wenn für drei aufeinander folgende Jahre am Abschlussstichtag zwei der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:  1. Die Bilanzsumme am Abschlussstichtag übersteigt 65. Mio €  2. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres übersteigen 130 Mio €  3. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr im Durchschnitt mehr als 5.000 Arbeitnehmer beschäftigt
  • Wann ist die entsprechende Größe eines Unternehmens erreicht, wenn diese eine allgemeine Informationspflicht gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit bekommt (§ 1 Abs. 1 PublG)  wenn für drei aufeinander folgende Jahre am Abschlussstichtag zwei der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:  1. Die Bilanzsumme am Abschlussstichtag übersteigt 65. Mio €  2. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres übersteigen 130 Mio €  3. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr im Durchschnitt mehr als 5.000 Arbeitnehmer beschäftigt
  • in was wird das wirtschaftliche Handeln eines Unternehmens eingeteilt?  in Geschäftsjahre, wobei jedem Geschäftsjahr die Geschäftsvorfälle buchungstechnisch zugeordnet werden sollen, die wirtschaftlich dem jeweiligen Geschäftsjahr zuzurechnen sind.
  • soweit keine anderen Angaben gemacht werden, womit soll das Geschäftsjahr eines Unternehmens übereinstimmen?  mit dem Kalenderjahr (1. Januar - 31. Dezember)
  • In welchen Gesetzesbüchern sind die rechtlichen Grundlagen der Buchführung vor allem aufgeführt?  im HGB und in der AO
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  • Wozu ist jeder Kaufmann gem. der Buchfühungspflicht verpflichtet? (§ 238 HGB)  jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung ersichtlich zu machen.
  • wie muss die Buchführung beschaffen sein? (§ 238 HGB)  sie muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann.
  • Welche Sprache muss der Kaufmann bei der Führung seiner Handelsbücher anwenden? (§ 239 HGB)  eine lebende Sprache
  • wie müssen die Eintragungen in Büchern und die sonst erforderlichen Aufzeichnungen vorgenommen werden? (§ 239 HGB)  vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet
  • Was darf mit einer Eintragung (im Handelsbuch) oder einer Aufzeichnung nicht gemacht werden (§ 239 HGB; Führung der Handelsbücher)  es darf nicht in einer Weise verändert werden, dass der ursprüngliche Inhalt nicht mehr feststellbar ist.  Auch Veränderungen, bei denen man nicht nachvollziehen kann, ob sie ursprünglich oder erst später gemacht worden sind, dürfen nicht vorgenommen werden.
  • wie können die Handelsbücher und die sonst erforderlichen Aufzeichnungen bestehen? (§ 239 HGB; Führung der Handelsbücher)  diese können in der geordneten Ablage von Belegen bestehen oder auf Datenträgern geführt werden, soweit diese Formen der Buchführung einschließlich des dabei angewandten Verfahrens den Gründsätzen ordnungsgemäßiger Buchführung entsprechen.
  • Was muss erfüllt sein, dass Einzelkaufleute die Buchführungspflicht nicht anwenden müssen? (§ 241a HGB; Befreiung von der Buchführungspflicht)  Einzelkaufleute, welche an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 500 000 Euro Umsatzerlöse und 50 000 Euro Jahresüberschuss aufweisen, müssen die Buchführungspflicht nicht anwenden
  • Welche Unterlagen muss der Kaufmann geordnet aufbewahren? (§ 257 HGB; Aufbewahrung von Unterlagen, Aufbewahrungsfristen)  - Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Einzelabschlüsse, Lageberichte, Konzernabschlüsse, Konzernlageberichte  - die empfangenen Handelsbriefe  - Wiedergaben der abgesandten Handelsbriefe  - Belege für Buchungen
  • Was sind Handelsbriefe?  Schriftstücke, die ein Handelsgeschäft betreffen
  • Welche Unterlagen müssen 10 Jahre aufbewahrt werden? (§ 257 HGB; Aufbewahrung von Unterlagen, Aufbewahrungsfristen)  Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Einzelabschlüsse, Lageberichte, Konzernabschlüsse und Buchungsbelege
  • Welche Unterlagen müssen 6 Jahre aufbewahrt werden? (§ 257 HGB; Aufbewahrung von Unterlagen, Aufbewahrungsfristen)  die empfangenen Handelsbriefe, Wiedergaben der abgesandten Handelsbriefen
  • Wann beginnt die Aufbewahrungspflicht?  mit Schluss des Kalenderjahres
  • welche Verpflichtungen hat derjenige, der nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat? (§ 140 AO; Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach anderen Gesetzen)  Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erüllen
  • Was ist Gegenstand der Geschäftsvorfälle?  Geld und Wirtschaftsgüter in ihrer wertmäßigen Dimension (Menge mal Preis)
  • Womit ist die Verbuchung von Geschäftsvorfällen gleichzusetzen?  mit der Erfassung von Geld und Wirtschaftsgütern = Werten
  • was sind externe Wertbewegungen?  durch die Betätigung der Unternehmung werden Wertbewegungen zwischen der Umwelt und der Unternehmung verursacht.
  • Was sind interne Wertbewegungen?  Wertbewegungen innerhalb der Unternehmung
  • Durch was wird ein Geschäftsvorfall bei externen Wertbewegungen ausgelöst?  entweder von der Unternehmung; z.B. durch Übergabe von Ware an den Kunden, Zahlung der Rechnung an den Lieferanten oder von fremden Wirtschaftseinheiten; z.B. durch Lieferung von Rohstoffen durch den Lieferanten, Anzahlung eines Kunden, Steuerbescheid des Finanzamtes
  • Was betreffen vorwiegend die innerbetrieblichen Wertbewegungen?  den Einsatz der Produktionsfaktoren (Verbrauch von Rohstoffen, Abschreibungen auf Anlagegegenstände, Verrechnung von Personalaufwand).
  • Durch was werden i.d.R. die externen Wertbewegungen eingeleitet?  durch den Abschluss von Verpflichtungsgeschäften, wie z.B. Kaufverträgen, Mietverträgen, Pachtverträgen, Beteiligungsverträgen, Kreditverträgen u. dgl.
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  • was bedeutet "relative Rechtsbeziehung"?  eine Rechtsbeziehung nur zwischen bestimmten Rechtssubjekten
  • was entsteht bei den Verpflichtungsgeschäften zwischen den Beteiligten?  Schuldverhältnisse (sog. relative Rechtsbeziehungen)
  • Zu was wird der Verkäufer durch den Kaufvertrag verpflichtet ? (§ 433 BGB; Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag)  Der Verkäufer wird verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen
  • zu was ist der Käufer durch den Kaufvertrag verpflichtet? (§ 433 BGB; Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag)  dem Verkäufer den Kaufpreis zu zahlen und die Sache abzunehmen
  • was erfolgt im Zuge der Verfügungsgeschäfte?  der Übergang aus dem einen Vermögen in das andere
  • Wann wird ein Käufer Eigentümer der Ware?  Wenn der Verkäufer ihm die Ware übergibt und beide darüber einig sind, dass das Eigentum übergehen soll
  • wer hat die uneingeschränkte Verfügungsgewalt über die Ware?  der Eigentümer
  • Was gehört zu der Übertragung des Eigentums an einem Grundstück?  die dingliche Einigung (Auflassung) sowie die Eintragung ins Grundbuch 
  • wann werden Verpflichtungen in der Buchhaltung erst aufgezeichnet?  wenn sieim Rahmen eines Verfügungsgeschäfts tatsächlich erfüllt worden sind
  • wie nennen sich die Verpflichtungsgeschäfte im Rahmen der Finanzierung?  schwebende Geschäfte
  • was sind schwebende Geschäfte?  Geschäfte, bei denen am Bilanzstichtag noch von keiner der beiden Vertragsparteien mit der Erfüllung begonnen worden ist.
  • wann besteht die Pflicht der Bilanzierung im Falle eines schwebenden Geschäftes?  nur, wenn Verluste aus dem schwebenden Geschäft vorauszusetzen sind.
  • sind zu erwartende (nicht realisierte) Gewinne aus einem schwebenden Geschäft bilanzierungsfähig?  nein
  • was sind schwebend unwirksame Rechtsgeschäfte?  Geschäfte, deren Gültigkeit von der Erteilung einer Genehmigung abhängig ist
  • was passiert bei Erteilung bzw. Nichterteilung einer Genehmigung im Falle eines schwebend unwirksamen Rechtsgeschäfts?  Bei Erteilung wird das Geschäft mit rückwirkender Kraft gültig, bei Verweigerung mit rückwirkender Kraft nichtig.
  • wann kann eine Verbuchung im Falle eines schwebend unwirksamen Rechtsgeschäfts stattfinden und warum? eine Verbuchung kann erst zum Zeitpunkt der Vertragsgenehmigung erfolgen, da vorher die realte Rechtswirksamkeit nicht gegeben war
  • durch was werden Verpflichtungsgeschäfte außerhalb der Buchhaltung nachgewiesen?  durch evtl. vorhandene Vertrags- oder Kontrollunterlagen, durch Schriftwechsel oder Aktennotizen
  • wo müssen Kapitalgesellschaften schwebende Geschäfte größeren Umfanges erwähnen?  im Geschäftsbericht
  • was bedeutet der Grundsatz der wirtschaftlichen Zugehörigkeit  Einbeziehung fremden Eigentums in das Vermögen der Unternehmung
  • Beim Grundsatz der wirtschaftlichen Zugehörigkeit können aus Sicht der Buchhaltung drei Möglichkeiten auftreten, welche?  1. Im Zeitpunkt der Verbuchung ist das Wirstschaftsgut noch fremdes Eigentum, der Übergang des Eigentums erfolgt später 2. Es werden in Eigentum befindliche und verbuchte Wirtschaftsgüter an  Dritte übereignet oder abgetreten; das Eigentum wird aufgegeben; die buchhalterische Erfassung bleibt unberührt 3. Der Verbuchung folgt kein Eigentumserwerb, das Wirtschaftsgut bleibt fremdes Eigentum