3

Entwicklungspsychologie (Fach) / E - VL 12 (Lektion)

Erwachsenenentwicklung - Vorlesung 12

Diese Lektion wurde von Linaddam erstellt.

Lektion lernen

  • Warum haben Menschen im mittleren EA die meiste Angst vor dem Tod? Der  Verlauf  der  Angst  vor  dem  Tod  ist  nicht  linear,  sondern  ein  kurvi-linearer  Effekt,  der  den Hochpunkt  im  mittleren  Erwachsenenalter  findet,  da  diese  Generation  durch  das  Sterben  der Eltern realisiert, dass sie nun selbst die älteste Generation der Familie ist, zudem spielt sich auch in diesem Alter etwa die Erkenntnis ab, dass man mehr als die Hälfte des Lebens schon hinter sich und nicht mehr vor sich und die körperliche Verfassung wird auch schlechter. Mit fortschreitenden Alter kommt es dann zu einer Zunahme der Akzeptanz
  • Beschreibe das Modell von Vehling zur Auseinandersetzung mit dem nahen Tod Dynamisches Modell: Sterben beinhaltet zwei Prozesse. Sterbende bewegen sich zwischen diesen zwei Prozessen hin- und her und mal dominiert der eine, mal der andere. 1. Loss orientation: Sich mit dem Tod auseinander setzen, Vorkehrungen treffen (zB Beerdigung planen). Außerdem: Trauer, Angst und Wut 2. Life engagement: weiter am Leben teilnehmen, soweit wie möglich noch positive Dinge erleben, Hoffnung haben, noch weiter am Leben zu bleiben  Aktueller Gesundheitszustand spielt eine Rolle: wie viele Möglichkeiten hat man noch, am Leben aktiv teilzunehmen?
  • Welche beiden Prozesse gibt es im Trauermodell von Stroebe und Schut? Wie tragen diese beiden Prozesse zur Depressivität bei? Trauer als Pendeln zwischen verlustorientierten und wiederherstellungsorientierten Aktivitäten. Verlustorientiert = Auseinandersetzung mit dem Verlust, Trauerarbeit, Intrusionen, Auflösung der Bindungen, verstorbene Person als solche wahrnehmen, Verleugnung, Vermeidung) Wiederherstellungorientiert = Bewältigung, indem Verwitwete den veränderten Anforderungen des Lebens gerecht werden. zB Lebensänderungen aufmerksam verfolgen, neue Dinge unternehmen, sich ablenken, Verleugnen, Vermeiden, neue Rollen, bzw Beziehungen aufnehmen. Verlustorientierter Prozess führt häufiger zu Depressionen, während Wiederherstellungsorientierter Prozess eher Entlastung von den starken Emotionen bietet.