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Finanzwirtschaftliche Steuerung des Unternehmens (Fach) / Inhalte zur Selbstüberprüfung Kapitel 3 (Lektion)

Inhalte zur Selbstüberprüfung Kapitel 3

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  • Beschreiben Sie die betriebliche Finanzwirtschaft und wie sie organisatorisch in das Unternehmen eingegliedert werden kann Die betriebliche Finanzwirtschaft umfasst alle Maßnahmen der Planung, Durchführungund Kontrolle der betrieblichen Einnahmen und Ausgaben. Im finanzwirtschaftlichenProzess wird Kapital beschafft, verwendet, wieder freigesetzt undverwaltet. Organisatorisch kann die Finanzwirtschaft im Unternehmen unterschiedlicheingegliedert sein. Bei kleinen und mittleren Unternehmen ist dieFinanzwirtschaft häufig in das Rechnungswesen integriert, denn von hier auswerden die Beschaffung von Kapital (Finanzierung), die Verwendung des Kapitals(Investition) und dessen Verwaltung (Zahlungsverkehr) überwacht und gesteuert.
  • Welches Ziele verfolgt die betriebliche Finanzwirtschaft und wie wird dieses erreicht? Als oberstes Ziel eines Unternehmens ist die Sicherung und der Ausbau der Existenzanzusehen. In der betrieblichen Finanzwirtschaft wird die Existenzsicherung durchLiquiditätssicherung, Rentabilitätssicherung, eine gute Kapitalausstattung und eineangemessene Kapitalstruktur erreicht.
  • Was wird mit den Deckungsgraden ausgedrückt? Geben Sie die Gleichungen für die Deckungsgrade A, B und C an. Die Deckungsgrade drücken den Zusammenhang zwischen Kapitalbeschaffung undKapitalverwendung aus durch die Gegenüberstellung von langfristigen Passiva undlangfristigen Aktiva. Sie zeigen, in welchem Umfang langfristig angelegteVermögensteile langfristig finanziert sind.???????????? ? =??????????????????????ö???∙ 100 ??????????? ? =???????????? + ????????????? ??????????????????????ö???∙ 100 ???????????? ? =???????????? + ????????????? ??????????????????????ö??? + ????????????? ??????????ö???∙ 100
  • Erklären Sie die goldene Bilanzregel und geben Sie an, wie sich die goldene Bilanzregel ieS und die Goldene Bilanzregel iwS zusammensetzen. Die goldenen Bilanzregeln geben an, in welchem Umfang das Anlagevermögendurch Eigenkapital bzw. durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedecktsind. Die goldene Bilanzregel im engeren Sinne fordert, dass das Anlagevermögendurch langfristiges Kapital gedeckt sein soll. Nach der goldenen Bilanzregel imengeren Sinne soll das Anlagevermögen durch das Eigenkapital finanziert sein.??????? ??????????? ??? =??????????????????????ö???≥ 1 Die goldene Bilanzregel im weiteren Sinne bezieht das langfristige Fremdkapital mitein. Demnach soll das Anlagevermögen durch Eigenkapital und langfristigesFremdkapital gedeckt sein. ??????? ??????????? ??? =???????????? + ????????????? ??????????????????????ö???≥ 1
  • Die Börsenzulassungsverordnung schreibt vor, welche Angaben der Prospekt enthalten muss. Welche sind das bei Emission der Aktie? Die Gesellschaft, z. B. Name, Sitz, Gegenstand des Unternehmens, die Art und Anzahlder Aktien, das Grundkapital, der Zeitpunkt der Dividendenberechtigung sowiedie Abschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre.
  • Was ist Rating? Welche quantitativen und qualitativen Merkmale liegen im Allgemeinen einem Rating zu Grunde? Nennen Sie einige Rating-Codes und ihre Bedeutung. Ein Rating ist eine Einstufung von Unternehmen in eine Rangordnung nach Kreditwürdigkeitder Unternehmen. Auch Länder werden von Unternehmen nach Bonitäteingestuft. Dem Rating werden qualitative und quantitative Merkmale zu Grunde gelegt.Zu den qualitativen Merkmalen zählen z. B. die Qualität der Unternehmensführung,Entwicklungsmöglichkeiten, Controllingaufbau, Wettbewerbsposition, Lieferanten-und Kundenbeziehungen. Zu den quantitativen Merkmalen zählen z. B. Verschuldungsgrad,Liquidität, Rentabilität, Anspannungsgrad, Eigenkapitalquote, erwarteteForderungsausfälle.
  • Erklären Sie eine Inhaberschuldverschreibung, gehen Sie dabei auch auf die Emission ein. Eine Anleihe, die ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft emittiert, ist eine Industrieobligation.Der Gesamtbetrag einer Obligation wird in (Teil-)Schuldverschreibungenaufgeteilt.Im Allgemeinen werden Anleihen als Inhaberschuldverschreibungen ausgegeben.Eine Anleihe kann vom Unternehmen selbst oder von einer Bank bzw. von einemBankenkonsortium herausgegeben werden; man spricht dann von Selbst- oder Fremdemission.Der Käufer einer Inhaberschuldverschreibung hat das Recht auf Rückzahlung desausgewiesenen Betrages (i. d. R. des Nennwertes) und auf eine feste Verzinsung.Am Ende der Laufzeit ist die Anleihe getilgt. Häufig wird in Raten getilgt durch Rückkaufoder Auslosung. Durch den Handel an der Börse kann sich für das Papier einKurs ergeben, der vom Ausgabekurs und vom Rückkaufkurs abweicht.
  • Ist für die Begebung einer Anleihe ein Rating erforderlich? Begründen Sie Ihre Aussage. Wenn ein Unternehmen eine Anleihe aufnehmen will, muss es im Emissionsprospektauch Angaben über seine Bonität machen. Mit der Bonitätsprüfung wird eine Ratingagenturbeauftragt, die sie auf der Grundlage einer Bilanzanalyse und anderer Informationendes Unternehmens ausführt. Die Agentur gibt ein Urteil ab, das in einemRating-Code ausgedrückt wird.
  • Erklären Sie das Handelssegment Bondm der Stuttgarter Börse. An der Stuttgarter Börse besteht ein Handelssegment für Anleihen mittelständischerUnternehmen, der Bondm. Käufer der Papiere sind vor allem Privatanleger.
  • Erläutern Sie die Bedingungen dafür, dass Ausgabe- und Rücklaufkurse vom Nennwert der Schuldverschreibung abweichen. Die Teilschuldverschreibung hat einen Nennwert. Ausgabe- und Rücklaufkurse könnenihm in der Höhe entsprechen (pari), sie können aber auch darunter (unter pari)oder darüber liegen (über pari).Bei einem Ausgabekurs unter pari will der Emittent den Kauf anreizen. Für den Käufererhöht dieser Vorteil beim Kauf die effektive Verzinsung, weil der Rücklaufkurs mindestensdem Nennwert entspricht. Bei einem Rückkaufkurs über pari besteht ebenfallsein Kaufanreiz, da sich auch in diesem Fall die effektive Verzinsung verbessert.
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