MbI (Fach) / Begriffe (Lektion)
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Begriffe
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- Zugang zum Handlungssystem - geprägt durch die in Gebrauch befindliche Fachsprache (gekennzeichnet durch Fachbegriffe für das organisationale Handeln) - auf Kommunikation von Menschen gerichtet (v.a. natürliche Sprache)
- Diskurswelt - kennzeichnet den sprachlichen vermitteltenZ Zugang zum Handlungssystem - Stellt eine sprachliche Abstraktion über das Handlungssystem dar (besteht aus Sätzen, die (eigen-)Namen für Dinge/Sachverhalte und Begriffe umfassen)
- Domäne - oft anstelle von "Handlungssystem" - Gestaltung betrieblicher Informationssysteme muss sich nicht auf Handlungssysteme einer konkreten Organisation beziehen, sondern kann sich auch auf (zukünftig mögliche) Handlungssysteme einer Klasse von Organisationen (zB Branche) beziehen
- Domänenexperte - beherrschen das Fachwissen und die entsprechende Fachkompetenz einer Domäne - sprechen die einhergehende Faschsprache einer Diskurswelt - Abgrenzung zu IT-Experten - in praxi meist die an der Gestaltungsaufgabe beteiligten prospektiven Anwender (Fachkräfte) und die involvierten Entscheider (Führungskräfte)
- Zugang zum Informationssystem - durch Fachsprache geprägt (Fachsprache der Softwaretechnik) - zu den Fachbegriffen der Softwaresysteme gehört Programmiersprache, Programmcode, Funktion, Methode, etc. - Fachsprache des Informationssystem ist auf (maschinelle) Verarbeitung durch Rechner gerichtet -> setzt präzise Kodierung voraus
- Zwecksetzung/Funktionen konzeptuelle Modelle - gezielte, anschauliche und perspektivenspezifische Reduzierung der Komplexität der fokussierten realen Sachverhalte - Ermöglichung bzg. Förderung der Kommunikation über komplexe organisationale Sachverherhalte und korrespondierenden Informationssystemen - Gestaltung der Flexibilität betrieblicher Informationssysteme - Förderung der technischen und organisatorischen Integration während der Gestaltung betrieblicher Informationssystem, dabei Verbesserung der Wiederverwendung von organisationalem Wissen und von Softwareartefakten
- Sprachebenenmodelle - aus Gründen der Vereinfachung und Beherrbarmachung werden Sprachebenen/Abstraktionsebenen der konzeptuellen Modellierung unterschieden - zur Beschreibung dieser Ebenen werden Sprachebenenmodelle/Abstraktionsebenenmodelle verwendet -Object Management Group (OMG): Instanzebene M0 Typebene M1 (hier sind konzeptuelle Modelle zu verorten) Metatypebene M2
- Instanzierungsbeziehung - Beziehung zwischen einem Typ und seiner Instanz - Da sich die Instanz im Kontext der konzeptuellen Modellierung auf der Sprachebene unter der des Typs befindet, findet ein Sprachebenenwechsel statt - grafisches Symbol: gestrichelte Linie
- Abstraktion im Kontext der Wissenschaft Wirtschaftsinformatik - bezeichnet den mentalen (kognitiven) Akt des Abstrahierens als auch das Ergebnis dieses Akts - "Anstrahieren können" als fundamentale, intellektuelle menschliche Fähigkeit - Reduktion von Komplexität mit dem Ziel, einen komplexen realen Sachverhalt gezielt aufzubereiten und so für eine weitere gedankliche Durchdringung zugänglich zu machen - Aufbereitung durch 1. gezieltes Weglassen von Aspekten, die für den gewählten Zweck unerheblich sind bzw. Fokussieren auf relevante Aspekte 2. Entdecken, Konstruieren und Hinzufügen von Aspekten, die für den gewählten Zweck erforderlich sind 3. Befreiung von der Normavitität des Faktischen (also dem Ausschauhalten nach besseren Gestaltungsoptionen für den gewählen Zweck) - Abstraktion = mentale Konstruktion, nicht nur oberflächliche Vereinfachung
- Primäres Gestaltungsziel betrieblicher Informationssysteme - rechengestützte Informationssysteme kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zur Erreichung von übergeordneten Zielen (zB UN-Zielen) - Annahme, dass rechengestützte Informationssysteme einen wesentlichen, positiven Beitrag uum UN-Erfolg leistet - rechnergestütztes Informationssystem sollte das Handeln in Organisationen so unterstützen, dass die Wirtschaftlichkeit erhöht wird - Realisierung des Potentials passiert nicht von selbst, sondern bedarf einer auf das primäre Gestaltungsziel gerichteten Planung und Umsetzung
- Prinzip der Zweckmäßigkeit - Beschränkung der Modellierung auf die Aspekte, die für den gewählten Zweck bzw. insbesondere für das zu gestaltende rechnergestützte Informationssystem relevant sind - Begründen von Modellierungsentscheidungen mit gesetzte Zwecke, Ziele udn Anforderungen an das zu gestaltende Informationssystem - zu erwartende Änderungen der Zwecksetzungen müssen sich angemessen berücksichtigen lassen, um Zukunftsfähigkeit des Modells zu gewährleisten
- Prinzip der Integrität - soll unzulässige Zustände und Zustandsänderungen in einem konzeptuellen Modell verhindern und Redundanzen vermeiden, um die Integrität zu erhöhen - Vermeidung unzulässiger Zustände, indem untersucht wird, ob ein Zustand des Modells eintreten kann, der bzgl. eines realen Sachverhalts des Diskurswelt als unzulässig anzusehen ist - um unzulässige Modellzustände zu verhindern, werden uU Integritätsbedingungen formuliert - Redundanzvermeidung:Modell untersuchen, ob ein realer Sachverhalt der Diskurswelt mehrfach modelliert ist
- Prinzip der Anschaulichkeit - impliziert die Orientierung an etablierten Fachsprachen, mit deren Begriffen die zukünftigen Modellnutzer vertraut sind und - impliziert eine visuelle Gestaltung, die den Modelladressaten das Lesen und die Interpretation von Modellen möglichst einfach macht - intersubjektiv deutlich unterscheidliche Beurteilungen der Anschaulichkeit -> wird auf einen möglichst breiten Adressatenkreis gerichtet
- Zentrale, übergeordnete Zielsetzung des Wissensgebites (Modellierung von Informationssystemen) 1. Vorbereitung und Unterstützung der Softwarentwicklung sowie 2. Unterstützung betriebswirtschaftlicher Analysen, Entscheidungen und Gestaltungsaufgaben
- Gegenstand der Gestaltung betrieblicher Informationssysteme Gegenstand ist das rechnergestützte Informationssystem und korrespondierende Handlungssysteme, in denen das rechnergestützte Informationssystem eingesetzt wird bzw. werden soll
- Primäres Gestaltungsziel Primäres Gestatltungsziel betriebliches Informationssysteme ist die möglichst wirtschaftliche Unterstützung des organisatorischen Handlungssystems (d.h. betriebliche Entscheidungen, Handlungen und Abläufe) unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit der Entwicklung, Einführung und Wartung des rechnergestützten Informationssystems
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- Zentrale Gestaltungsaufgabe = das zielgerichtete Aufeinanderabstimmen von rechnergestützten Informationssystemem, gestützt auf Modellierungsmethoden
- Zentraler Lösungsansatz Zentralen Herausforderungen der Gestaltung betrieblicher Informationssysteme ist durch Abstraktion zu begegnen, welche einen Bedarf nach geeigneten Modellen betrieblicher Informationssysteme begründen.
- Modellbegriff zweckgerichtete Konstruktion und abstrahierte Rekonstruktion des Modellierten.
- Konzeptuelles Modell entsteht durch eine (re-)konstruierende Abstraktion auf Begriffe der Diskurswelt, die für die Modellierungszwecke relevant sind.
- Konzeptuelle Modellierung umfasst die Gesamtheit der zugrundegelegten Annahmen, Prinzipien, Paradigmen, Theorien, Techniken, Verfahren, Methoden, Sprachen, Werkzeuge und die korrespondierende Fachtermonologie iVm dem wissenschaftlichen Wissen und dem Erfahrungswissen über das konzeptuelle Modellieren.
- Modellierungssprache - besteht aus präzise spezifizierten Modellierungskonzepten und präzise definierten Regeln dafür, wie diese zu formal zulässigen Modellen verknüpft werden - Modellierungssprache im Kontext MbI umfasst zudem die Festlegung einer grafischen Notation, die eine anschauliche Darstellung der Modellierungskonzepte unterstützt
- Typbildung Für die Konstruktion konzeptueller Modelle -> Abstraktion von konkreten realen Sachverhalten auf geeignete Typen dieser Sachverhalte Typbildung durch Zusammenfassung gleichartiger Sachverhalte (fraglich was Gleichartigkeit bedeutet)
