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Entwicklungspsychologie (Fach) / KJ - VL 5 (Lektion)

Kinder- und Jugendentwicklung Vorlesung 5

Diese Lektion wurde von Linaddam erstellt.

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  • Zusammenhang zwischen frühkindlichem Temperament und Verhalten im Jugend- und Erwachsenenalter. Temperamentsmaß der „Schwierigkeit des Kindes“ sagt spätere internalisierende und externalisierende Störungen vorher. Schwierigkeit meint Ausdruck starker negativer Emotionen, Impulsivität, Ruhelosigkeit, Ablenkbarkeit. Temperamentsmaße der Gehemmtheit und Nichtangepasstheit stehen vor allem mit späteren internalisierenden Störungen (Angst, Depressivität) in Verbindung Der Zusammenhang des Temperaments mit späteren Verhaltensproblemen ist im Mittel allerdings nur gering bis mäßig stark. Kumulative Konsequenzen (Entwicklungs- kaskaden): Folgen des Temperaments häufen sich an (z.B. Temperamentausbrüche mit 10 Jahren schlechter Bildungsabschluss geringerer beruflicher Status   geringere berufliche Stabilität; Caspi et al., 1989) Aktuelle Konsequenzen: direkte Verbindung zwischen Temperament und Verhalten (z.B. Schwierigkeit bei Impulskontrolle erhöht Wahrscheinlichkeit für Wutausbrüche)
  • Wodurch entsteht Kontinuität und Veränderung in der Persönlichkeit? Je 3-4 Punkte wissen. a) Das Temperament beeinflusst Lernprozesse. b) Auslösen von Reaktionen der Umwelt, die wiederum das Kind beeinflussen c) Selektive Interpretation der Umwelt (und entsprechende Reaktion darauf) d) Selektion der Umwelten (so dass diese gut zum eigenen Temperament passen)
  • Erik Erikson: Welche fünf psychosoziale Krisen nahm er an? 1. (1. Lebensjahr) - Urvertrauen vs. Urmissvertrauen 2. (2.-3. Lebensjahr) - Autonomie vs. Scham & Zweifel 3. (4.-5. Lebensjahr) - Initiative (Neugier) vs. Schuldgefühl 4. (6. Lebensjahr) - Fleiß & Wissensaufnahme vs. Unterlegenheitsgefühl 5. (Jugend) - Identität vs. Identitätsdiffusion
  • Wie verändert sich der Selbstwert im Kindes- und Jugendalter (versch. Verläufe)? • Anfänge bereichsspezifischer Selbstbewertungen im 2. und 3. Lebensjahr. Selbstbewertungen sind anfangs konstant hoch. • Entstehung globalen Selbstwerts ab dem 8. Lebensjahr • Mittlere Kindheit: Selbstbewertungen werden zunehmend realistischer • Im Querschnitt wurde ein Absinken des Selbstwerts von mittlerer Kindheit bis zum mittleren Jugendalter um etwa eine Standardabweichungseinheit gefunden (Robins et al., 2002). Im Längsschnitt findet man bei Jugendlichen dagegen Gruppen mit stabilem, fallendem und steigendem Selbstwert (z.B. Hirsh & DuBois, 1991) Frühes Jugendalter: Zunahme situativer Fluktuationen des Selbstwerts – Schwankungen vor allem dann, wenn man seinen Selbstwert von Fremdbewertungen abhängig macht (Harter & Whitesell, 2003).
  • Beschreibe das Modell der Identitätsentwicklung Marcia (1980) unterschied 2 Teilprozesse der Identitätsentwicklung (a) Exploration (Erkundung) der verfügbaren Optionen (b) Festlegung auf eine Option (Überzeugungen bzw. Handlung) --> dadurch ergeben sich 4 Identitätszustände: 1) + Exploration + Festlegung = Erarbeitete Identität 2) - Exploration + Festlegung = Vorweggenommene (Übernommene) Identität 3) + Exploration - Festlegung = Moratorium 4) - Exploration - Festlegung = Diffuse Identität
  • Was sind erwünschte Entwicklungsziele? (bez. Geschlecht) • Das eigene biologische Geschlecht zu erkennen • Eine akzeptierende Haltung zu seinem Geschlecht zu entwickeln • Wissen über Geschlechtsunterschiede und – gemeinsamkeiten zu erwerben • Flexible statt rigide geschlechtsbezogene Einstellungen und Verhaltensweisen zu erwerben • Quellen von Geschlechtsunterschieden kritisch zu hinterfragen
  • Wie verändern sich Einstellungen über die Geschlechter im Kindes- und Jugendalter? • Erkennen des eigenen Geschlechts: Bis zum 3. Lebensjahr (z.B. Slaby & Frey, 1975). Zuordnung der Geschlechter anfangs überwiegend anhand physischer Merkmale (wie langer Haare und Bekleidung). • Erkennen der zeitlichen Stabilität des Geschlechts: Meist mit 3 – 5 Jahren (Slaby & Frey, 1975), zum Teil aber auch später. Allerdings verstehen Kinder auf dieser Stufe noch nicht, dass das Geschlecht über Situationen hinweg konstant ist. • Entwicklung der situativen Geschlechtskonstanz: Verstehen, dass das Geschlecht über alle Situationen hinweg konstant ist. Mit 5 – 7 Jahren (variiert mit Erhebungsmethodik).
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