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Int Bez (Fach) / 9. Binnenmarkt und Währungsunion (Lektion)
- Wie erklärt der Liberale Intergovernmentalismus die Währungsunion? • Konvergierende Interessen der machtvollen Staaten • Zunehmende Interdependenzen durch Handel undKapitalverkehr– Interesse an niedrigen Inflationsraten, stabilen Wechselkursen undeiner stabilen Wirtschaft • Zwischenstaatliche Verhandlungen– Aufgrund seiner Verhandlungsmacht konnte Deutschland das Designder EWU beeinflussen, insbesondere die Konvergenzkriterien • Institutionelles Design– Unabhängige Europäische Zentralbank und Einführung einergemeinsamen Währung
- Wie erklärt der Neofunktionalismus die Euräpische Währungsunion und Supranationalismus? • Supranationale undtransnationale Akteure sinddie Triebfedern desIntegrationsprozesses • Betonung von nichtintendierten Folgen desIntegrationsprozesses • Irreversibilität desIntegrationsprozesses • Zentrale Akteure– Kommission (insbesondere J. Delors)und transnationale Wirtschaftsverbände(European Table of Industrialists) setzensich für EWS ein • Funktionale Gründe für das EWS– Gemeinsamer Markt erfordertgemeinsame Währung (-> spill over) • Institutionelles Design– Funktional -> Preis- und Wechselkursstabilität– Hohe Exitkosten • Probleme Kritik– Idee einer EWU kursierte bereits unterden Mitgliedsstaaten, bevor dieKommission sie aufgriff– Opt-out Dänemark, GB und Schweden
- Wie erklärt der Konstruktivismus die Europäische Währungsunion und Supranationalismus? • Grundlegende Annahmen– Werte und Normenbestimmen die Identitätenund Präferenzen der Akteure– Integration hängt davon ab,ob Ideen als legitim erachtetwerden und vonÜberzeugungsprozessen • Identitäten der „großenDrei“– Kompatibilität zwischeneuropäischen Ideen undnationalen Ideen bzw.Identitäten– Deutschland ->„Europatriotismus“ vs. GB ->„Euroskepsis“ • Stabilität durch kollektiveIdentitätskonstrukte • Euro als Ausdruckgemeinsamer europäischerIdentität
- Was ist Marktliberalisierung und was sind die Stufen der Wirtschaftsintegration? Marktliberalisierung -> Prozess der Marktöffnung mittels Abbau vonRegulierungen und Abbau von Handelsschranken • Freihandelszone: Abbau der Zollschranken, jedoch keine gemeinsameAußenhandelsgrenze • Zollunion: Abbau der Zollschranken und Etablierung eines gemeinsamenAußenzolls gegenüber Drittstaaten • Gemeinsamer Markt: Freizügigkeit bezogen auf Waren, Personen,Dienstleistungen sowie Kapital- und Zahlungsverkehr • Wirtschaftsunion: Koordinierung der nationalen Wirtschaftspolitikensowie gegebenenfalls Vereinbarung einer gemeinsamen Währung (->Währungsunion) – Ziel: Binnenwirtschaftliches Gleichgewicht (Vollbeschäftigung, Preisstabilität)und außenwirtschaftliches Gleichgewicht
- Was sind die Konvergenzkriterien des Maastrichter Vertrags? Preisstabilität – Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über derjenigen der dreipreisstabilsten Mitgliedsländer der Europäischen Union liegen Höhe der langfristigen Zinsen – Die langfristigen Nominalzinssätze dürfen nicht mehr als zwei Prozentpunkte über denentsprechenden Zinssätzen der drei preisstabilsten Mitgliedsländer der EuropäischenUnion liegen Wechselkursstabilität – Der Beitrittskandidat muss mindestens zwei Jahre am „Wechselkursmechanismus II“teilgenommen haben. Dabei darf der Wechselkurs der eigenen Währung nicht starkenSchwankungen gegenüber dem Euro ausgesetzt gewesen sein. Haushaltsdisziplin – Das jährliche öffentliche Defizit sollte grundsätzlich nicht mehr als 3%, der öffentlicheSchuldenstand nicht mehr als 60% des Bruttoinlandsprodukts betragen.
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