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bayerisches wörterbuch b (Fach) / b7 (Lektion)

bayerisches wörterbuch

Diese Lektion wurde von vody erstellt.

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  • Bliah Blüah, die Bliah Blüah, die [blià]  Bliah – Blüah – Blia – Blüa – Blüh Blüte, Blüten, Blütezeit (…der Christstern macht a neie Bliah! …alle Blüah san dafroan!)
  • bluatn [bluàddn] bluatn [bluàddn]  bluatnbluten, Blut verlieren (…lass as Pflaster drauf, sonst werd ’s glei wieder bluatn!)für etwas oder in einer bestimmten Situation viel Geld aufbringen müssen; bezahlen (…mia lassn ’s uns guad geh und dei Oida derf bluatn!)
  • Bluatsarbat, die Bluatsarbat, die[bluàzarwàd / bluàzawàd]  BluatsarbatKnochenarbeit, Plackerei, Schuften, Schufterei, Schwerstarbeit (…so a Bairisch-Wörterbuch is a Bluatsarbat! …mei, war des a Bluatsarbat, bis der Hof pflastert war!)
  • bluatsaubere Marie [bluàzaubremà:re] Bluatsauremare bluatsaubere Marie[bluàzaubremà:re]  bluatsaubere MarieAusruf des Erstaunens oder der Entrüstung/ Enttäuschung; gemäßigter Fluch (…do ham mar a Glück ghabt, bluatsaubere Marie! …bluatsaubere Marie, des gibt’s doch ned!) Bluatsauremare Altbayern Ausdruck des Erstaunens
  • Bluatshitz unerträgliche Hitze glühende, sengende Hitze; Bruthitze; Gluthitze (…bei dera Bluatshitz haut’s da doch an Vogel naus!)
  • blümerant (Adj.) [blimàràndd] blümerant (Adj.) [blimàràndd]  angst und bang, unwohl, übel auch im Duden flau, unwohl, übel BEISPIELEein blümerantes Gefühlmir ist ganz blümerant [zumute]
  • Bluat von da Katz Bluat von da Katz: Altbayern: Kraftwort
  • Bluatiger Hennakopf Bluatiger Hennakopf: Altbayern: Kraftwort
  • Blunzen Quelle "Kärntnerisch G'redt": BlunznBlunzn in eine Blutwurst, wie in Bayern auch. Es gibt Blutwurst mit Sauerkraut, Bumsern, Erdöpfel u.s.w.; geräucherte Blutwürste Es gibt aber auch den Begriff Blunzn für ein überdickes, bledes, weibliches Wesen. [blunnzn]  1. Wurstkugel 2. dicke, schwerfällige Person (…a so a Blunzn!)  3. Ball, Fußball (…schiaß amoi die Blunzn her!) Blunzen Altbayern dicker Bauch Blunzn  1.Blutwurst 2. Schweinsblase 3. dicker Hintern bzw. deren Besitzer
  • Boa, das – Boana, die (Pl.) Redensarten mit Boa: da fehlt’s vom Boa weg vom Boa weg spinna Boa, das – Boana, die (Pl.)[boà]  Boa – BoanaKnochen (…hob i mi bis aufs Boa neigschnittn!) Der Plural von Boa lautet Boana [boànà] Redensarten mit Boa:da fehlt’s vom Boa weg = da fehlt es grundlegend, es reicht hinten und vorne nicht (…dene konn maned helfn, da fehlt’s vom Boa weg!) vom Boa weg spinna = total verrückt sein (…denk da nix, der spinnt vom Boa weg!)  
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  • boahart (Adj.) boahart (Adj.)[boàhardd]  knochenhart
  • Boanagstell, das Boanagstell, das [boànàgschdäi]  abgemagerter, spindeldürrer Mensch
  • Boandl, das Boandl, das[boàndl]  Knöchelchen, kleiner Knochen
  • Boandlkramer, der Boandlkramer, der [boàndlgramà]  der personifizierte Tod, Knochenmann, Sensenmann
  • boanern (Adj.) boanern (Adj.)[boànàn]  knöchern, aus Knochen hergestellt
  • boanig (Adj.) boanig (Adj.)[boànig]   1. knochig (Fleisch mit vielen Knochen)  2. mager, dürr  3. fest, hart (beinig, beinhart)
  • Bluatskerl abgefeimter Mensch abgefeimt in allen Schlichen und Schlechtigkeiten erfahren, in unmoralischer Weise schlau BEISPIELE ein abgefeimter Schurke eine abgefeimte Bosheit
  • Boandltratzer / Flaxenziaga Boandltratzer / Flaxenziaga Altbayern Krankengymnast / Manualtherapeut
  • Boahererl Boahererl Altbayern Kniestrümpfe
  • Boazn, die Boaznbruader, der Boaznhocker, der billige Kneipe, Spelunke 1. Beize (gewöhnliches Wirtshaus, Kneipe oder siehe unten) 2. Beisel kl. gemütliche Schenke Boaznbruader, der[boàzznbruàdà]  Trinker, Trunkenbold, Zechbruder Beize Chemikalie, mit der Holz eingefärbt und die natürliche Maserung hervorgehoben wird 1b.Färbemittel für Textilien 1c.GERBEREIaus Fermenten bestehendes Präparat für die Lederherstellung 1d.Säure oder Lauge zur Oberflächenbehandlung von Metall o. Ä. 1e.LANDWIRTSCHAFTMittel, um Krankheitserreger im Saatgut abzutöten 1f.KOCHKUNSTMarinade, saure Soße zum Einlegen von Fisch oder Fleisch 2.[Plural selten] Beizung, Vorgang des Beizens 3.JAGDWESENJagd mit abgerichteten Greifvögeln, meist Falken; Beizjagd
  • Bock, der Bock, der [bogg / bo:g]  1. männl. Gämse, Reh, Schaf, Ziege  2. Starkbier (Märzenbock, Maibock…) Starkbier; der Name stammt vom "Einecker Bier" (Niedersachsen), das die baerischen Herzöge im 16. Jahrhundert in großen Mengen einführten. Da esdurch die Fracht sehr teuer kam, berief Herzog Wilhelm IV. einen Braumeister aus Einbeck nach München. Er verhalf Bayern zum "Ainpöckischg Bier", dem Bock
  • boazn boazn 1.beizen. 2.boazn lassn = (einen) lange warten lassen (mürbe machen)
  • Bobberl, -al 1. bevorzugter Liebling  2. liebes zierliches Wesen, s.a. Bobberl
  • bockbeinig bockboanig (Adj.) bockbeinig bockboanig (Adj.)[boggboànig]  störrisch, stur auch im Duden trotzig, störrisch, widerspenstig BEISPIELein bockbeiniges Kind aufsässig, bockig, dickköpfig, kratzbürstig, renitent, trotzig, unartig, ungehorsam, widerspenstig, zickig
  • bocka (beleidigt schweigen, stur nicht mehr mitmachen ("böckisch" sein)
  • bockeduss [boggàduss] siehe bockabockastess bockabockastess[boggàboggàschdäss]  Ausspruch bzw. Ausruf wenn Kinder spielerisch ihre Köpfe zusammenstoßen
  • Bockfotzen, die Bockfotzen, die [bo:gfozzn]  kräftige Ohrfeige
  • Bockgeschau, das Bockgeschau, das [bo:g-gschau]  starrer, dümmlicher, geistesabwesender Blick
  • bockstarrig (Adj.) bockstarrig (Adj.) [bo:gschdàrig]  1. stur, störrisch wie ein Bock  2. starr, stocksteif
  • Bockerlbo kl. Eisenbahn, v. allem in Vergnügungsparks etc. (wie v. einem kl Bock gezoge; od. v. Alg. böckeln = rütteln schütteln)
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  • böcken böckeln [beggln] "böckeln", nach Ziegenbock riechen Altbayern starken Koerpergeruch haben (nurMaenner) böckeln [beggln]  penetrant stinken (wie ein Bock)
  • Bodn, der [bo:n] Bodn, der[bo:n]  Bodn – Bodena) Boden, Fußboden (…oiss flackt am Bodn rum!) b) Dachboden, Speicher (…nächste Woch miass mar an Bodn ausramma!)