23

Architekturtheorie (Fach) / Figuren der Architekturtheorie (Lektion)

Figuren der Architekturtheorie

Diese Lektion wurde von bella224 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Johann Joachim Winckelmann 1717- 1768 Begründer der modernen Kunstgeschichte & Archäologie Vordenker des Klassizismus Klassizistisches Kunstideal: Hochstil der gr. Antike "Edle Einfalt, stille Größe" > Emotionale Mäßigung
  • Durand, Rondelet, Weinbrenner Durand: 1760 - 1834 Bücher: Recueil et parallèle 1801 > Sammlung historischer Gebäude Précis 1802 > erstes Vorlesungsskript, system. Architekturlehre bricht Architektur auf Kleinstelemente runter : Kreis, Quadrat, von denen alles aus geht Rationalismus: Nachvollziehbarkeit, Universalitätsanspruch Rondelet: 1743 - 1829 Buch: Traité theoretique et pratique 1802-1817 maßgeblich am Bau des Pantheon in Paris beteiligt >Französiche Revolution >Ideal des Polytechnischen: neue soziale Norm & Herstellbarkeit der Architektur, möglichst rationell gefertigt und bezahlbar >vorallem öffentliche Bauaufgaben
  • Gottfried Semper 1803 - 1851 Stilbegriff unscharf, "babylonische Sprachverwirrung" Semper kritisiert das wirre Anwenden der Stile definiert Stilbegriff völlig neu: Materialität, Substanzen, Fertigungsweisen Stoffwechsel: Öffnung eines Materialstils hin zu Inkrustation, die dem Gebäude vorgehängt wird Übertrag von Substanz und Fertigung auf andere Substanzen >löst Stilbegriff aus chronologischer Abfolge
  • John Ruskin 1819 - 1900 Neubewertung der Kunst & Neubewertung der Darstellung der Natur Leitbild: akribisches Dokumentieren der Natur & Versuch der Schöpfung zu folgen > menschlich gemachtes soll versuchen an Schöpfung heranzutreten Industriekritik des Viktorianischen Zeitalters: Bevorzugen des Handwerklichen Betriebs Fehlen der Emotionen eines seriell hergestellten Produkts Schwund der Qualität überladene Ornamentierung von Gebrauchsobjekten Abkehr von verkommener Industriekultur, Rettung nur über Rückschau möglich Entwicklung der Arts-and-Crafts-Bewegung: Lob des Handwerks
  • Hermann Muthesius 1861 - 1927 greift Themen der Arts-and-Crafts-Bewegung auf Ungleichzeitigkeiten im neuen dt. Reich: Unantastbarkeit der alten Dynastien & neue Schicht von aufgeklärten Bürgern, Industriellen, Neureichen >Neuentwicklung des bürgerlichen Wohnens versucht Ausgleich herzustellen zw. neuen Produktivkräften & Anspruch an gut gearbeitete Gebrauchsgegenstände > versucht Abstand zwischen Verbraucher und Architekt zu mindern durch Aufklärungsarbeit > Ziel: Manifestation einer neuen nationalen Kultur von Harmonieverständnis aber auch der Behauptung der nationalen Produkte auf dem Weltmarkt
  • Adolf Loos, Josef Frank Adolf Loos: 1870 - 1933 Sein Ideal: relativ schmucklose Fassade im Gegensatz zu aufwendig & komfotabel gestaltetem Innenraum (Bsp. Haus am Michaelerplatz) abgeklärte Lochfassade, die nicht verrät was sich innen befindet Grund: Architektur ist öffentlich und muss jedem Gefallen und darf nicht mit der nächsten Mode veraltet sein  Fokus auf innere Gestaltung: verwinkelte Anordnung von Räumen, komplexe Bewegungspläne, Räume stehen miteinander in Verbindung Josef Frank: 1885 - 1967 Mitbegründer der österreichischen Werkbundes
  • Bruno Taut 1880 - 1938 Glaspavillion für Werkbundausstellung in Köln 1914 >verarbeitet hist. Motive um Elemente der Baugeschichte neu miteinander in Beziehung zu setzen >Glas in unterschiedlichen Variationen erlebbar machen Kuppel: Beton und Glas > Entmaterialisierung 1. Weltkrieg: kulturelle & architektonische Zäsur: Mitbegründer des Arbeitsrates für Kunst > möchte neue Fröhlichkeit und Optimismus schaffen (Wohnlichkeit, Farbe, Behaglichkeit) >utopische Entwürfe führen zu konkreten Antworten der Wohnungsversorgung
  • Le Corbusier Jean-Baptiste Jeanneret  1887 - 1965 Pavillon des l'Esprit nouveau auf Ausstellung der dekorativen Künste : Prototyp einer Wohnzelle Wohnzelle: serienmäßig produzierbar, ähnlich einer Atelierwohnung, zweigeschossig, große Fensterfläche hinterer Teil des Pavillon: "Guckkasten" mit Abbildung des neuen Paris aus Sicht von Corbusier: Gruppe von punktförmigen Hochhäusern durchzogen von Verkehrsadern Unité d'Habitation > Funktionalismus geht von best. Muster aus in einer Systematik die persönliche Bedürfnisse nicht berücksichtigt CIAM- Kongresse zw. 1928 - 1959
  • Ludwig Mies van der Rohe 1886 - 1969 zunächst Verfechter der Werkbundideale (Heimattümelnd) später Konzentration auf den fließenden Raum, Flächigkeit von baulichen Elementen ist für ästhetische Wirkung bereit konstruktiv einen hohen Preis zu bezahlen viel Einfluss auf Architektur in den USA (Chicago)
  • Le Corbusier Jean-Baptiste Jeanneret  1887 - 1965 Pavillon des l'Esprit nouveau auf Ausstellung der dekorativen Künste : Prototyp einer Wohnzelle Wohnzelle: serienmäßig produzierbar, ähnlich einer Atelierwohnung, zweigeschossig, große Fensterfläche hinterer Teil des Pavillon: "Guckkasten" mit Abbildung des neuen Paris aus Sicht von Corbusier: Gruppe von punktförmigen Hochhäusern durchzogen von Verkehrsadern Unité d'Habitation > Funktionalismus geht von best. Muster aus in einer Systematik die persönliche Bedürfnisse nicht berücksichtigt CIAM- Kongresse zw. 1928 - 1959
  • Anzeige
  • Ludwig Mies van der Rohe 1886 - 1969 zunächst Verfechter der Werkbundideale (Heimattümelnd) später Konzentration auf den fließenden Raum, Flächigkeit von baulichen Elementen ist für ästhetische Wirkung bereit konstruktiv einen hohen Preis zu bezahlen viel Einfluss auf Architektur in den USA (Chicago) Barcelona-Pavillon: Entgrenzung der Räume, Überlagerung der Raumschichten, Materialität bewusst einsetzen für Ästhetik
  • Team Ten Alison und Peter Smithson Reyner Banham Giancarlo De Carlo in 50er Jahren bereitet sich 2. Generation der modernen Architekten auf Praxis vor bereitet 10. CIAM Kongress vor: neue Themen: neben Alltag und Wohnen zunehmend Kommunikationsbedürfnisse, neues Nachdenken über Personen- und Autoverkehr, Qualitäten von gewachsenen Städten verstehen lernen
  • Aldo Rossi 16.3.1972: Deklaration des Beginns der Postmoderne durch Charles Jencks >soz. Wohnungsbaukomplex wird abgerissen: keine Hoffnung mehr, dass man die Probleme mit Anlagen solcher Art lösen könnte >Indiz für "Tod" der Modernen Architektur >Geschichte ist in Moderne zu kurz gekommen, genauere Untersuchung spez. lokaler Geschichte >Collage: gleichzeitiges Aufrufen von Populärkultur & Geschichte, von versch. historischen Schichten
  • CIAM congrès internationaux d'architecture moderne 1928-1959 1 Die architektonischen Konsequenzen der modernen Techniken 2 Standardisierung 3 Allgemeine Wirtschaftlichkeit 4 Städtebau 5 Erziehung zum Wohnen in der Volksschule  6 Beziehung zwischen Staat & Architektur
  • 1914 Bruno Taut entwirft den Glaspavillon auf der Kölner Werkbund- Ausstellung 1914 und konzipiert das Gebäude als irisierende Lichtskulptur. Nach dem ersten Weltkrieg umreisst Taut schreibend und entwerfend die neuen Bauformen einer aufgelösten, mit der Landschaft verwobenen Stadt. In den 1920er Jahren wird Taut mit der Planung von Berliner Großsiedlungen betraut. Er verlässt Deutschland 1933 und verbringt die letzten Lebensjahre im Exil.
  • 1928 Edouard Jeanneret alias Le Corbusier versammelt in La Sarraz in der Schweiz die progressiven Architekten der Zeit und gründet die CIAM (Congrès internationaux d’architecture moderne). Drängend Probleme wie die Wohnungsfrage und die funktionale Neuordnung von Städten werden aufgegriffen in in Form von Projektvorschlägen bearbeitet. 1925 kann Le Corbusier im von ihn gestalteten Pavillon de l’Esprit Nouveau anhand einer Modellwohnung vorführen, wie der moderne Alltag aussehen kann.
  • 1936 Mies van der Rohe (geb. 1886) verlässt Aachen als junger Erwachsener, um im Berlin der frühen Werkbundzeit bei Bruno Paul zu arbeiten. Während das Frühwerk noch ganz im Zeichen des biedermeierlicher Bürgerlichkeit steht, erfolgt nach dem ersten Weltkrieg eine Wende zur Abstraktion, die durch intensive Kontakte zu Vertretern der künstlerischen Avantgarde befördert wird. Die ersten Aufträge in den USA - das Armour Institute und das 50 x 50 - House leiten einen neuen Umgang mit industriell gefertigten Baukomponenten ein.
  • 1770 Zeitalter des Klassizismus, neue Erkenntnisse über Antike Bildwerke von LeRoy, Stuart / Revett et al. Begründung der Archäologie und Kunstgeschichte Imitation der Alten / Nachahmung und Kopie Ausführliche und einfühlende Beschreibung antiker Plastik und Architektur durch Winckelmann
  • 1794 neue Bauaufgaben der jungen frz. Republik, Beginn des polytechnischen Unterrichts, Ingenieurwissenschaft, anwendbares Wissen, rationale Architektursprache, methodisches Vorgehen beim Entwerfen (Durand : Précis) Nach Funktionen geordnete Zusammenschau bedeutender Werke aller Epochen (Durand : Parallèle des édifices ) Mitwirkung der Industrie am Baugeschehen, Serienfabrikation
  • 1851 Crystal Palace, London, Historische Stile / Eklektizismus Gottfried Sempers Versuch einer Neuinterpretation des Stils: Stil als Zusammenwirken von Material und Fertigungsweisen. Textil / Keramik / Tektonik / Stereotomie (Steinschnitt) Bedeutung des Kunsthandwerks für die Architektur
  • 1835 Erste Reise John Ruskins nach Venedig. Die durch direkter Anschauung gewonnen Erkenntnisse hält Ruskin in detaillierten Zeichnungen und Aquarellen sowie in seinem Buch Stones of Venice fest. Ruskins Auffassung einer auf eigener Wahrnehmung beruhenden Natur- und Bauforschung steht in schroffem Gegensatz zum technisch-industriellen Fortschrittsgedanken des viktorianischen Zeitalters. Die Arts-and-Crafts Bewegung greift Ruskins Gedanken auf und überführt sie in eine Reform des Herstellens und Wohnens.
  • 1907 Architektur und Kunstgewerbe im deutschen Kaiserreich Hermann Muthesius (1861 – 1927). Muthesius setzt sich nach Aufenthalten in Japan und England für eine Neubegründung der deutschen Wohnkultur ein. Als Mitglied des Deutschen Werkbundes wie auch als bauender Architekt beteiligt sich Muthesius an der Debatte über die Zukunft des Industriezeitalters und ihrer Warenästhetik und plädiert für einen neuen Typenbegriff.
  • 1910 Adolf Loos entwirft das Haus am Michaelerplatz gegenüber der Wiener Hofburg und löst damit eine Debatte über die moderne Formensprache aus, die Loos in Entwürfen für Villen zum Raumplan weiter entwickelt. Loos schriftstellerisches Schaffen begleitet sein architektonisches OEuvre. In zahlreichen Polemiken äußert sich Loos kritisch zu Fragen des Ornament, des Kunstgewerbes und der modernen Stilformen.