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Sonderpädagogik (Fach) / Lernen Teil 2 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von peterpan234 erstellt.

Lektion lernen

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  • Was ist Behaviorismus? Der Behaviorismus ist eine klassische Lerntheorie und bezeichnet die Lern und Verhaltenssteuerung durch die Umwelt.  Alle Ausprägungen beruhen auf messbaren und beobachtbaren Verhalten. Prozesse innerhalb des Individuums werden für nicht beobachtbar gehalten und nicht berücksichtigt.  Der Behaviorismus beruht auf dem Reiz-Reaktions Schema. Der Lernprzess entsteht durch eine wiederholte Kopplung eines neutralen Reizes mit einem unbedingten Reiz, wobei der ursprünglich neutrale Reiz eine Signalfunktion übernimmt und eine bedingte Reaktion auslöst.
  • Was ist beim Behaviorismus kritisch zu beurteilen? Keine Erklärung für komplexere Lernvorgänge (kognitiv) Vernachlässigung individueller Faktoen  Eher sinnvoll für für Lerninhalte, die das bloße reproduzieren von Inhalten erfordern (z.B. Vokabeltraining). 
  • Was ist Kognitivismus? Kognitivismus ist die Gesamtheit aller Prozesse die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen.  Menschliches Verhalten wird anhand von kognitiven Prozessen erklärt.  Die Eigenintiative ist besonders wichtig. 
  • Was ist Lernen am Modell? Lernen am Modell/Modellernen ist ein kognitiver Prozess bei dem Individuen durch das Beobachten von Handlungen und darausfolgenden Konsequenzen, neue Verhaltensweisen lernen oder erlernte Verhaltensweisen verändern.
  • Was versteht man unter "Erlernter Hilflosigkeit" Mangel an Kontrolle über Verhalten/Reaktionen/Konsequenzen der Umwelt.  Erlernte Hilflosigkeit kann zu motivationalen und emotionalen Störungen führen.
  • Was versteht man unter Konstruktivismus Wissen wird durch das Individuum individuell konstruiert
  • Was ist Kontingenzmanagement? Kontingenzmanagement bezieht sich auf den Einsatz von kontingenten (oeranten) Verstärkern.  Also den Einsatz von operanten Verstäkern unter festgelegten Bedingungen.  Z.B. Premack-Prinzip (Nutzung von unerwünschtem, mit hoher Auftretenshäufigkeit verbundener Verhaltensweisen als Verstärker für erwünschte Verhaltensweisen, ohne hohe Auftretenshäufigkeit), Tokensysteme, Kontingenvertrag, Time-Out, Response-Cost
  • Welches sind die positiven Effekte des Einsatzes dieser Verfahren (Verstärker) und was ist kritisch zu beurteilen? + Positive Lernatmosphäre  - Form der Bestechung (Nicht immer kann man an das Pflichtgefühl appelieren) - Entwicklung von Gier (auch nicht materiell möglich - Lob) Unterwanderung der intrinsischen Motivation (íntrinsische Motivation ist unabhängig von äußeren Verstärkern)
  • Welche Ergebnisse zeigen empirische Befunde zum Einsatz von Kontingenzmanagement? Rameckers und Wertenbroch:  -soziale Verstärker normalerweise kein Effekt -> Konitionierung: Verbindung zu materiellen Verstärker  -> das gewünschte Verhalten stieg auch nach Absetzung des materiellen Verstärker.  Meyer:  -Selbstgewählte Verstärker zur Reduzierung aggresiver Verhaltensweisen  -Modifikationsmethoden (z.B Kontingenzvertrag) werden angewandt -> Effektiv
  • Über welchen Gegenstandsbereich macht das INVO Modell Aussagen und aus welchen Komponenten besteht es? Das INVO Modell (INdividuelle VOraussetzungen) macht Aussagen über die kognitiven und motivationalen-volitionalen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Es besteht aus: -selektive Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis -Strategie und metakognitive Regulation  -Vorwissen -Motivation und Selbstkonzept  -Volition und lernbegleitende Emotionen 
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  • Welche Merkmale zeichnen erfolgreiches Lernen im Sinne einer guten Informationsverarbeitung aus? -sie sind reflexiv und planen ihr Lernverhalten -sie beutzen effiziente Lernstrategien  -sie wissen wie, wann und warum diese anzuwenden sind  -sie überprüfen ihren Lernfortschritt -sie verfügen über ein Kurzzeitgedächtnis mit hoher Kapazität und über reichhaltiges Weltwissen -sie vertrauen ihren Lernfähigkeiten  -sie stellen sich neuen Anforderungen
  • Aus welchen drei Gedächtnissystemen besteht das menschliche Gedächtnis? Beschreiben Sie die Besonderheiten dieser drei Systeme und ihrer prozesshaften Verbindung zueinander. Das Sensorische Register stellt die erste Bedingung für erfolgreiches Lernen dar. Das sensorische Register nimmt Reize/Informationen aus der Umwelt war und kann diese für einige Millisekunden speichern. Erst durch das Herausfiltern durch die selektive Aufmerksamkeit (Bedeutungszuschreibung) beginnt ein Lernprozess bzw. die Weitergabe an das Arbeitsgedächtnis. Nur die vom sensorischen Register als bedeutsam eingestuften Informationen gelangen in das Arbeitsgedächtnis, wo Informationen zwischengespeichert und mit vorhandenem Wissen (LZG) aufgearbeitet werden können (ca. 20-30sek.) Durch eine Elaboration im AG gelangen die Informationen ins LZG.
  • Welche Rolle spielt die Aufmerksamkeit für die Gedächtnisleistung? Eine sehr große. Nur durch die Aufmerksamkeit (Imsensorischen Register) können Informationen weterverarbeitet werden (Kontrollprozess zur Datenverringerung). Sämtliche Prozesse bis hin zur Verarbeitung im KZG setzen die Zuwendung von Aufmerksamkeit voraus.
  • Welche Teilsysteme und Verbindungssysteme gehören zum Arbeitsgedächtnis? Zentrale Exekutive Visuell-räumlicher Speicher                    episodischer Puffer                        phonologische                                                                                                           Schleife       Visuelle Semantik                         episodisches Langzeitgedächtnis             sprachlich                                                                                                                          akustische Infos                                                                                                                                   
  • Wie kann die begrenzte Speicherdauer des Arbeitsgedächtnis verlängert werden? Die Speicherdauer des Arbeitsgedächtnisses kann durch aktives Arbeiten, ständiges Wiederholen und elaborieren verbessert werden
  • Beschreiben Sie die Struktur des LZG? Das LZG teilt sich in das Deklarative (Explizit, was ist gegeben) und das Prozedurale (Implizit, wie it etwas zu tun) Gedächtnis.  Im Prozeduralen Gedächtnis sind alle Verfahren, motorische und implizite Strategien gespeichert.  Das deklarative Gedächtnis teilt sich nochmal in das semantische und episodische Gedächtnis auf. Im Semantischen sind alle Fakten, wie z.B. Sprache und Schulwissen, gespeichert.  Im Episodischen sind alle szenischen Erlebnisse (Zeit,Ort) gespeichert.
  • Was versteht man unter Propositionen und wie werden diese gespeichert? Propositionen sind die kleinste Bedeutungseinheit, die darüber ein Urteil fällt, ob eine Aussage richtig der falsch ist. Dabei handelt es sich um bildliche und sprachliche Grundinformationen, die in Netzwerken gespeichert werden.
  • Was besagt das Ranschburg-Phänomen? Das Ranschburg-Phänomen ist eine Ähnlichkeitshemmung.  Darunter ist zu verstehen, das SuS bei ähnlichen Lauten wie ei oder ie große Schwierigkeiten haben, diese zu unterscheiden. 
  • Geben sie eine kurze Definition von Intelligenz Unter Intelligent versteht man die allgemeine Fähigkeit des Lernens, Denkens und Problemlösens. (insbesondere in unvertrauten Situationen) Man unterscheidet die fluide und kristalline Intelligenz  Fluide: die gehirnphysiologische Effizienz, die sich z.B. in der Verarbeitungsgeschwindigkeit ausdrückt  Kristalline: Niederschlag individueller Erfahrungen (verbale Verstehen oder Durchführung efektiver Problemlösestrategien)
  • Unter welchen Bedingungen begünstigt ein ausgeprägtes Vorwissen das Lernen? Welche problematische Lage für L- Kinder? Vorwissen kann nur die Lernleistung verbessern, wenn es aktiviert wird und mit anstehenden Informationen kompatibel ist. Für L-Kinder ergibt sich das Dilemma, dass je geringer das Vorwissen ist, desto stärker sind sie auf Lernhilfen angewiesen, aber desto uneffektiver sind auch die Lernhilfen.
  • Wodurch unterscheiden sich kognitive Strategien von metakognitiven Strategien? Kognitive Strategien sind Denkwerzeuge die spontan angewendet werden, es geht um die Aufnahme/Verarbeitung/Speicherung von Informationen. Sie werden durch metakognitive Strategien gesteuert.  Metagonitive Strategien regulieren den Lernprozess. Als Schlüssel eines kritisch-reflektierenden Lernen gelten übergeordnete Strategien der Plaung, Überwachung, Bewertung und Regulation des eigenen Lernprozesses
  • Beschreiben und unterscheiden sie drei Typen kognitiver Strateigen Strukturierende Strategien:  Zielen auf die inneren Verknüpfungen und Strukturen des Materials ab. Zb. das Heraussuchen von relevanten Informationen. Generative Strategien:  Sie haben das Ziel, ein tieferes Verständnis zu erzeugen. Im Gegensatz zur Strukturierenden Strategie geht es hier nicht um Reduktion der Informationsvielfalt, sondern um die Elaboration und um Maßnahmen der Verknüpfung mit beretis verfügbaren Vorwissen. Mnemotechnische Strategien: Helfen dabei neue Strategien im Arbeitsgedächtnis zu halten (Beispiel:pures Wiederholen)
  • Welche übergeordneten metakognitiven Strategien (exekutive Prozesse) spielen für erfolgreiches Lernen eine Rolle? -Planung -Überwachung -Bewertung -Regulation des eigenen Lernprozesses
  • Welche Komponenten Metakognitiver Prozesse können Sie über die Exekutiven Prozesse hinaus noch benennen? Systemisches Wissen -> Umfasst das Wissen über das eigene kognitive System und Funktionsgesetze, Lernanforderungen und Strategien Epistemisches Wissen  ->Wissen über sich Selbst und den eigenen Wissensbestand Exektuvie Prozesse (Kontrolle) -> Planung, Überwachung, Bewertung und Regulation des eigenen Lernprozesses Sensitivität  -> Erfahrungswissen, Intuition Metakognitive Erfahrungen -> bewusste kognitive Empfindungen und affektive Zustände
  • Welche vier Phasen lassen sich beim Strategieerwerb beschreiben? 1. Phase: Mediationsdefizit: Selbst wenn ein kompetentes Modell die Strategie demonstriert sind die SuS nicht in der Lage, das strategische Verhalten zu reproduzieren 2. Phase: Produktionsdefizit: SuS setzen die Strategien NICHT spontan ein, aber sind unter Anleitung  in der Lage die Strategien umzusetzen.  3. Phase: Nutzungsdefizit: Die Strategie wird spontan hervorgebracht, jedoch wirkt sich die Nutzung noch nicht hinreichend günstig auf die Lernleistung aus. 4. Phase: Effektiver Strategiegebrauch
  • Was versteht man unter intrinsischer und extrinsischer Motivation? Intrinsisch: Die Handlung Selbst ist Motivator (Selbststeuerung)- selbstbestimmt Extrinsisch: Eine Handlung  wird belohnt (Fremdsteuerung) - fremdbestimmt
  • Welche vier Phasen der Handlungssteuerung werden im Rubikon-Modell beschrieben? Prädezional (Entscheidung treffen) Präaktional (Zielsetzen) Aktional (Handeln) Postaktional(Bewerten)
  • Beschreiben sie das Modell nach Atkinson hinsichtlich der Konstrukte "Hoffnung auf Erfolg" und "Furcht vor Misserfolg"? Leistungsmotivation wird als Ergebnis eines Konflikts zwischen Annäherungs und Vermeidungstendenzen betrachtet.  Ob eine Person eine Leistung in Angriff nimmt oder ihr aus dem Weg geht ist abhängig von Hoffnung auf Erfolg (Gefühl des Stolzes) oder Furcht vor Misserfolg (Gefühl der Scham). Beide Kompnenten werden mit der subjektiven Erfolgserwartung (W) verknüpft (Aufgabenschwierigkeit), so dass die Stärke der Leistungsmotivation (L) folgendem Modell gehorcht) L=(HE-FM)*(W*(1-W))
  • Wie lässt sich die Ausprägung der Leistungsmotivation vor dem Hintergrund der Erfolgserwartung und der Aufgabenschwierigkeit erklären? Schüler mit geringer Leistungsmotivation wählen ihre Aufgabenschwierigkeit häufig in den Extremen -> Je geringer die Chancen umso höher die Leistung, aufgrund von Stolz. Gleichzeitig Misserfolge vermeiden. 
  • Welche Kausalattributionsmuster als Erklärung für Erfolg und Misserfolg lassen sich unterscheiden? Welche Erklärungen für Erfolg und Misserfolg wenden lernschwache Kinder häufig an? Mit welchen Folgen für den Lernprozess Die Erfolgswahrscheinlichkeit hängt sehr stark mit der Kontrollierbarkeit von Erfolg und Misserfolg zusammen. d.h. wo der Betroffene seinen Locus of control sieht. Die Leistungsmotivation (L) wird verstärkt, wenn günstige Kausalattributionen vorliegen: • Kinder „Hoffnung auf Erfolg“ haben • Kinder sich leistungsbezogenen Situationen stellen und eine positive Orientierung und Vertrauen in ihren eigenen Fähigkeiten haben. • Erfolge auf internale Faktoren wie Anstrengungen, Begabung, Fähigkeiten zurückgeführt werden • Misserfolge werden auf externale Faktoren wie Zufall im Sinne von Pech oder zu große Aufgabenschwierigkeit als auch auf internale variable Faktoren wie Anstrengung zurückgeführt. Hieraus resultiert eine hohe Selbstwirksamkeitsüberzeugung Die Leistungsmotivation (L) wird verringert, wenn ungünstige Kausalattributionen vorliegen: • Kinder „Furcht vor Misserfolg“ haben • Kinder leistungsbezogene Situationen vermeiden und kein Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben • Kinder Erfolg auf externale Faktoren wie eine zu leichte Aufgabenschwierigkeit oder dem Zufall im Sinne von Glück zurückführen • Misserfolge auf internale Faktoren wie eine mangelnde Begabung, mangelnde Fähigkeiten zurückgeführt werden
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  • Direkte Instruktion Direkte Instruktion ist eine Unterrichtsmethode, die dem Kongitvismus zugehörend ist. Sie ist nicht gleichzusetzen mit Frontalunterricht Direkte Instruktion meint eine hochstrukturierte, lehrergesteuerte, lernerzenrierte, schrittweise , feedback- und redundanzreiche Förderung. Gegenteil zu freieh Lernen (Zielsetzung vom Lehrer) Berücksichtigung von unterschiedlichen Lernniveaus Rasche vermittlung von Grundlagenwissen mit systematisch aufeinander aufbauenden Vorgehensweisen:  1. klares Ziel  2. Lernenede werden über die Erfolgskriterien für das Ziel informiert  3.Motivationsausbau 4. Aufbau der Unterrichtsstunde:    4.1 Input (getakteter Input)    4.2 Modellverhalten (Lehrer überwacht)    4.3 Verständnisüberprüfung  5. Angeleitetes Üben (und klar definiertes Feedback des Lehrers) 6. Sicherstellen/Überprüfen 7. Unabhängiges Üben  
  • Beschreiben sie die Unterrichtsmethode Frontalunterricht Unterscihed zu DI: Keine Differenzierung der Lernniveaus
  • Beschreiben sie die Unterrichtsmethode Entdeckendes Lernen Konstruktivismus angehörend  Selbstgewählte Ziele des Schülers  Lehrer als Lernbegleiter  Selbewusstsein steigern  Selbstständige Entdeckung der Umwelt 
  • Beschreiben sie die Cognitive Load Theorie Die Cognitive Load Theorie (CLT) beschreibt wodurch das Lernen erleichtert bzw. erschwert werden kann. Sie nimmt als Prämisse an, dass Lernen mit kognitiver Belastung verbunden ist und es umso besser funktioniert, je niedriger die kognitive Belastung ist.  Je mehr überflüssige Informationen um eine kognitive Aufgabe herum ist, desto mehr wird das Arbeitsgedächtnis belastet bzw. überlastet.  Intrinsische Belastung = Belastung des Arbeitsgedächtnis durch Lernmaterial selbst  Extrinsische Belastund ruch zu viel Energie, die auf die Informationsenvermittlung beim Erklären eines Lernangebots verwendet wird.