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Forstökonomie (Fach) / Bewertung von Ökosystemdienstleistungen (Lektion)

FoÖko 4.Sem inkl. Ökokonto

Diese Lektion wurde von antonkohler erstellt.

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  • Welche Kategorien von Ökosystemdienstleistungen gibt es? Bereitstellende ÖSD:(manchmal auch versorgende ÖSD)- Industrie-und Bauholz- Brennholz- Nahrung- (Tier-)Futter- Medizin- Kork- Latex- Sauberes Wasser Regulierende ÖSD:- CO2-Speicherung- Wasserqualitätsregulierung- Wasserkreislaufregulierung- Erosionsschutz- Klimaregulierung- Pestkontrolle Kulturelle ÖSD:- Erholung- Ästhetik- Spirituelle und künstlerische Inspiration- Kulturerbe und Identität- Erziehung, Bildung und Wissenschaft Unterstützende ÖSD:- Habitat- Leistungen, die für die Produktion aller anderen Ökosystemdienstleistungen notwendig sind (Bodenbildung, Nährstoff- und Wasserkreislauf, Primärproduktion)
  • Wie bewertet man nicht-marktfähigen Leistungen Können nur schwer monetär bewertet werden. Man kann die Menschen befragen, was sie bereit wären zu bezahlen dafür oder auszurechnen, was die Ersatzmaßnahme kostet. Werkzeug zur Schätzung des Wertes von Waren und Dienstleistungen, die nicht direkt an Märkten gehandelt werden Angegebene Präferenzen (Stated Preferences) – Auswahlexperimente(z. B. Willingness-to-pay WTP)- Hypothetische Veränderung in ÖSD Aufgedeckte Präferenzen (Revealed preferences)- Luftqualität, Erholung im Freien, Landschaftsqualität Transfer (Benefit Transfer)- Übertragen von Wertschätzungen aus früheren Studien --> zusätzlich aus Aufschrieben: TCM (travel cost method), Marktpreismethode (Vergleich mit Dingen, die einen Marktpreis haben), benefit transfer/value transfer (s.o.)
  • Warum ist die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen ein wichtiges Instrument auf planerischer Ebene? Ohne Bewertung kann keine Entscheidung getroffen werden, da Dinge nicht vergleichbar sind. Bei einer Planung müssen viele Entscheidungen gefällt werden. - Solange wir gezwungen sind, Entscheidungen zu treffen, durchlaufen wir den Bewertungsprozess- Die Bewertung kann der Gesellschaft helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, wenn Kompromissebestehen.- Macht die Analyse ökologischer Systeme transparenter- Bessere Informationslage für Entscheidungsträger
  • Wofür nutzt man Auswahlexperimente? Welche Probleme können dabei entstehen? Auswahlexperiment hilft der Politik ein Stimmungsbild der Bevölkerung zu bekommen, was Ihnen wichtig ist und wie viel Sie dafür bezahlen würden. Problem dabei ist, dass es nur hypothetische Fragen sind und die Bevölkerung das Geld nicht direkt bezahlen muss. Teilnahme an der Befragung eher gering.
  • Was besagt die Eingriffsregelung? Eingriffe sind dann ausgeglichen, wenn die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und Landschaftsbildes nach dem Ausgleich auf Dauer und damit nachhaltig der vor dem Eingriff entspricht.
  • Was ist ein Ökokonto? Naturschutzinstrument auf kommunaler Ebene. Dokumentation und Eintragung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in einen Flächenpool. Ziel ist es einen Flächenpool von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu schaffen, mit denen zukünftige Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes ausgeglichen werden können.
  • Nennen Sie Beispiele für ökokontofähige Maßnahmen im Wald. - Altholzinseln- Rückbau Waldweg zu naturnahem Wald- Neuanlage Waldinnen- und Waldaußenrändern- Ausweisung von Bannwäldern innerhalb des Bannwaldprogramms Baden-Württemberg
  • Wie ist das Bewertungskonzept des Ökokontos aufgebaut? (Module) - Grundwert- Faktoren zutreffender Prüfmerkmal- Fläche
  • Was besagt der Grundwert eines Biotops? Grundwert ist der Wert für die normale Ausprägung des Biotoptyps. Abweichungen davon werden dann mit den Faktoren korrigiert.
  • Was sind die einzelnen Schritte hin zur Bewertung? 1) Schritt: Identifizieren- Von Veränderungen betroffene ÖSD- Identifizieren u. beschreiben 2) Schritt: Erfassen- Geeignete physische Indikatoren festlegen- Bestandsdaten u. Veränderungen erfassen 3) Schritt: Bewerten- Bewerten des physischen Bestandes àökonomische Bewertung
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  • Was ist der Unterschied zwischen direkten und indirekten Bewertungsmethoden? 1)Mit indirekten Methoden lassen sich nur Indizien für Nutzwerte, nicht aber für nutzungsunabhängige Werte (ungleich direkt) erfassen. 2)Direkt befragt Konsumenten direkt (auf Grundlage eines hypothetischen Marktes) bezüglich ihrer Einstellung, Wertschätzung und hypothetischer Zahlungsbereitschaft 3)Bei indirekten Methoden wird sich an einem tatsächlichen Markt orientiert (z.B. Grundstücksmarkt) und dann stochastisch versucht, die einzelnen Wertkomponenten (z.B. Nähe zum Erholungswald) zu extrahieren.
  • Was macht die Wahl der Methode so schwierig? - Herausfiltern der zweckadäquaten Bewertungsmethoden (- Bereitschaft von Personen zu Umfragen kann gering sein)
  • Nennen Sie Kritikpunkte an der ökonomischen Bewertung. 1)Der wirtschaftliche Wert der nicht vermarkteten Beiträge ist oftmals höher 2)Der Inhalt der ökonomische Bewertung des Waldes setzt sich aus instrumentellen und inhärenten (nutzungsunabhängigen) Wertkomponenten zusammen. 3)Intrinsische Werte sind hingegen nicht Gegenstand der ökonomischen Bewertung insoweit ist die ökonomische Bewertung stets eine partielle Bewertung.
  • Inwieweit lassen sich Ergebnisse von Bewertungsstudien auf andere Gebiete transferieren? Soweit folgende Vergleichsanforderungen erfüllt sind. - Quantität, Qualität und Änderung der Dienstleistung- Merkmale der Bevölkerung und Nutzung- Marktmerkmale- Institutionelle Rahmenbedingungen- Zeitspanne zwischen Umfrage und Transfer- Geografische Situation
  • Was ist der ökonomische Gesamtwert? Der ökonomische Gesamtwert umfasst neben tatsächlichen oder potentiellen Gebrauchswerten (use-values) auch sogenannte Nicht-Gebrauchswerte (non-use-values), die der einzelne bzw. die Gesellschaft der Existenz eines Ökosystems unabhängig von einer gegenwärtigen oder zukünftigen Nutzung zurechnet. (siehe Grafik)