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Betriebswirtschaftliches Handeln (Fach) / Kapitel 1 - Hauptfunktionen und Produktionsfaktoren im Betrieb (Lektion)
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- Was sind die Hauptfunktionen eines Industriebetriebes? 1. Leitung» hat Anordnungs-, Leitungs- und Kontrollbefugnis» Festlegung Unternehmensziele/Unternehmenspolitik» Koordinierung großer betrieblicher Bereiche» Beseitigung außergewöhnlicher Störungen» Strategische Maßnahmen 2. Beschaffung» Arbeitskräfte, Betriebsmittel, Materialien, Informationen 3. Lagerung» Warenlager, Zwischenlager 4. Fertigung/Produktion» Leistungserstellung des Industriebetriebs» Hier wirken Arbeitskräfte, Betriebsmittel (Maschinen) und Werkstoffe (Materialien) zusammen 5. Absatz/Vertrieb» Verkauf von Produkten/Leistung 6. Verwaltung» Sicherung der Funktionsfähigkeit des Betriebs » Rechnungswesen, Personalwesen, Controlling, Revision 7. Finanzierung/Investition» Finanzierung = Kapitalbeschaffung durch Eigentümereinlagen, Kredite, Verkauf v. Betriebsleistung» Investition = Verwendung des beschafften Kapitals
- Produktionsfaktor Arbeit » Einsatz der körperlichen und geistlichen Fähigkeit eines Menschen » Unterteilung in dispositiv (=Mitarbeiter in Leitungspositionen mit den Aufgaben Planung, Organisation u. Kontrolle) und ausführende Tätigkeiten. » Anforderungen an Personen im dispositiven Bereich:-> fachliche Kompetenz-> soziale Kompetenz-> strategische Kompetenz-> persönliche Kompetenz
- Produktionsfaktor Arbeit - Bedingungen der menschlichen Arbeitsleistung » zunehmende Automatisierung v. Maschinen führt dazu, dass Mensch vom technischen Prozess weitgehend entkoppelt wird » Faktor Arbeit = Kostenfaktor Nr. 1, daher immer mehr Rationalisierung in dem Bereich » Ziel v. Rationalisierung ist es überall dort den Mensch zu ersetzen, wo er nicht richtig eingesetzt o. überfordert ist » Besonders bei körperlich schwerer Arbeit bevorzugt Maschinen eingesetzt » Mensch als Faktor Arbeit konzentriert sich immer mehr auf Überwachung und Steuerung
- Produktionsfaktor Arbeit - Produktivität der Mitarbeiter abhängig von ... ... » körperlicher Leistungsfähigkeit » geistiger Leistungsfähigkeit » Leistungsbereitschaft/Motivation » Eignung des Mitarbeiters » Äußere Arbeitsbedingungen » Entlohnung
- Produktionsfaktor Arbeit - Art- und Mengenteilung Artteilung = Jeder MA produziert nur eine Komponente (zB nur Gehäuse von Haartrockner), dafür 100 mal. Vorteile:» Abläufe wiederholen sich in kurzen Abständen, dadurch kurze Anlernzeit» Durch Spezialisierung Leistungssteigerung» Qualitätsverbesserung Nachteile:» Monotonie durch immer selbe Abläufe» Demotivation» Einseitige Beanspruchung Mengenteilung = Jeder MA produziert 10 komplette Haartrockner Vorteile:» Keine Monotonie, keine Demotivation» Gesamtüberblick über Produkt» Bessere gegenseitige Vertretung der MA Nachteile:» Wegfall von Spezialisierungen» längere Anlernzeiten» Stärken des MA werden nicht erkannt
- Produktionsfaktor Arbeit - Arbeitssysteme System = Gesamtheit von Elementen, deren Beziehung einem bestimmten Zweck dienen 1. Technisches System = nur Maschinen 2. Soziales System = Nur Menschen 4. Soziatechnisches System = Mensch und Maschine
- Produktionsfaktor Arbeit - Systemelemente 1. Arbeitsaufgabe = Zweck des Arbeitssystems 2. Eingabe (Input) = Arbeitsgegenstände, Informationen, Energie, Mitarbeiter 3. Mensch = aktives Element 4. Betriebsmittel = Maschinen, Anlagen, Werkzeuge 5. Arbeitsablauf = räumliches, zeitliches Zusammenwirken von Mensch, Betriebsmittel, Arbeitsgegenstand 6. Umwelteinflüsse = Klima, Lärm, Licht, Material, Betriebsklima, Entlohnung 7. Ausgabe (Output) = Endprodukt
- Produktionsfaktor Arbeit - Berechnung Arbeitsproduktivität Arbeitsproduktivität = Ausbringungsmenge : Arbeitszeit Beispiel: Ausbringungsmenge = 20 Stk.Arbeitszeit = 2 Stunden Arbeitsproduktivität = 20 : 2 = 10 Stück / h
- Produktionsfaktor Arbeit - Berechnung Leistungsgrad Leistungsgrad = Istleistung : Normalleistung x 100 Der Leistungsgrad wird immer in % angegeben!Die Ist- und Normalleistung immer in Mengeneinheiten (Stück, Kg, Liter)! Beispiel:Normalleistung 8Stk./hIstleistung 9 Stk/H Leistungsgrad = 9 : 8 x 100 = 112,5 %
- Produktionsfaktor Arbeit - Berechnung Zeitgrad Zeitgrad = Sollzeit : Istzeit x 100 Ist der Zeitgrad über 100 % arbeitet der Mitarbeiter schneller als es die Sollzeit vorgibt. Beispiel: Vorgabezeit = 10 Min.Istzeit = 8 Min. Zeitgrad = 10 : 8 x 100 = 125 %
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- Produktionsfaktor Betriebsmittel - Beispiele » Grundstücke und Gebäude für Produktion, Lagerung und Verwaltung » Maschinen, maschinelle Anlagen, große Spezialwerkzeuge » Transporteinrichtungen für Material, Erzeugnisse und Menschen » Anlagen zur Entsorgung von Abfällen, Altmaterial, Chemikalien, Abwasser und Abgasen
- Produktionsfaktor Betriebsmittel - Auslastungsgrad Entscheidend bei der Produktion ist die Kapazitätsauslastung der Maschinen - denn nur bei maximaler Auslastung kann am kostengünstigsten produziert werden! Auslastungsgrad = Kapazitätsbedarf : Kapazitätsbestand x 100 Kapazitätsbedarf = Stundenvolumen des AuftragsKapazitätsbestand = das was das UN leisten kann Beispiel:Es liegt ein Auftrag im Umfang von 7.200 h für den Monat Mai vor. Im UN wird 8h pro Schicht in einem 2-Schicht-Betrieb gearbeitet. Die 20 Mitarbeiter/Schicht arbeiten im Monat 25 Tage. Kapazitätsbedarf = 7.200 hKapazitätsbestand = 8 (h/schicht) x 2 (2-Schicht-Betrieb) x 20 (Mitarbeiter) x 25 (Tage) = 8000 Auslastungsgrad = 7200 : 8000 x 100 = 90 % Deutung: Maschine ist im Monat Mai nicht voll ausgelastet.
- Produktionsfaktor Werkstoffe - Bedeutung Unterteilung 1. Rohstoffe = Hauptbestandteil für die Herstellung d. Produkte 2. Hilfsstoffe = Materialien, die die einzelnen Rohstoffe verbinden, z. B. Schrauben, Drähte 3. Betriebsstoffe = Materialien, die die Betriebsmittel unterstützen z. B. Öle, Fette, Reinigungsmittel ACHTUNG! NICHT BETRIEBSSTOFFE MIT BETRIEBSMITTEL VERWECHSELN!!!
- Produktionsfaktor Werkstoffe - Thema Recycling Gründe» Zunehmende Rohstoffverknappung u. -verteuerung fördert Bestreben zur Rückgewinnung von Abfallstoffen Wiederverwendung = wiederholte Nutzung des Stoffes für gleichen Einsatzzweck Wiederverwertung = Bearbeitung und Aufarbeitung der Abfallstofe Weiterverwendung = Materialien werden in anderen Fertigungsprozessen eingesetzt