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Terminologielehre (Fach) / Grundlagen der Terminologie (Lektion)

Diese Karteikarten sind als Lernmaterial für das Fach Grundlagen der Terminologielehre gedacht.

Diese Lektion wurde von Yami1011 erstellt.

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  • Welche Arten von Benennungsbildung gibt es? Wortneubildung wird auch als Neologismus bezeichnet. Arten: Entlehnung (Burger)Blending (Brunch)Komposition (Waschmaschine)Konversion (löschen, Löschen)Derivation (Wortableitung)Abkürzungen, Wortkürzungen (SMS, Azubi)Terminologisierung (Virus)
  • Was bedeutet Terminologie? Terminologie ist der Fachwortschatz, er bezeichnet also alle Fachwörter eines Fachgebiets.
  • Was ist Semasiologie? Vom Wort zur Bedeutung des Wortes Die Lehre von Wortbedeutung. Die Semasiologie ist eine Verfahrensweise der Lexikologie, bei der man zuerst von einem Wort ausgeht und dann dessen Bedeutungen aufzeigt.
  • Was sind Anforderungen an Begriffssysteme? Begriffssysteme müssen... - eindeutig - verständlich - übersichtlich - erweiterbar ...sein
  • Welche Typen von Kurzwörtern gibt es? - Kopfwort (Abi(tur)) - Schwanzwort ((Omni)bus) - Klammerwort (S‐Bahn) - Rumpfwort  (Lisa statt Elisabeth)
  • Was sind motivierte Benennnungen? Wörter sind motiviert, wenn durch die Benennung die Bedeutung des Begriffs in gewisser Weise deutlich wird.
  • Welche Arten von motivierten Benennungen gibt es? ·         Morphologische Motiviertheit, Begriffsmerkmale sind am Wort ablesbar, z.B. „Gleichstrommotor“ ·         Semantische Motiviertheit, Bei metaphorischen Übertragungen bzw. Terminologisierungen, z.B. „Wurzel“, „Speicher“, „Computervirus“ etc. ·         Phonetische Motiviertheit, Lautmalerisches Abbild, z.B. „klicken“ (selten)
  • Welche Arten der Begriffsbestimmung gibt es? Begriffsinhalt (Intension)Gesamtheit der Merkmale eines Begriffs: Z.B. grün, 3 Beine etc Begriffsumfang (Extension)Gesamtheit der Unterbegriffe eines Begriffs auf derselben Hierarchiestufe: Z.B. Luft-, Wasser-, Landfahrzeuge BegriffsbestandGesamtheit der Teilbegriffe eines Begriffs auf derselben Hierarchiestufe: Z.B. Karosserie, Motor etc.Je größer der Begriffsinhalt, desto• Mehr Merkmale charakterisieren den Begriff• Weniger Gegenstände fallen unter den Begriff• Kleiner sein Begriffsumfang
  • Was sind die Anforderungen an das System einer Terminologieverwaltung? ·         Technologie ·         Integrierbarkeit in die vorhandene Systemumgebung ·         Austauschmöglichkeiten, Standardformate für Datenaustausch ·         Alle erforderlichen Datenkategorien vorhandenen ·         Darstellbarkeit aller erforderlichen Sprachen/Zeichen ·         Zugriff o   Mehrere Benutzer gleichzeitig o   Webfähigkeit (Intra- o. Internet) ·         Gezielte Rechtevergabe mit Rollenkonzept ·         Ausgereifte Suchoptionen und Filtermöglichkeiten ·         Multimedia-Komponente ·         Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Was sind die Anforderungen an die Struktur einer Terminologieverwaltung? -          Begriffsorientierter Aufbau -          3-stufiger Aufbau: o   Begriff, Sprache, Benennung -          Erweiterbar -          Wiederholbarkeit von Feldern -          Frei definierbar / bzw. manipulierbar -          Geschlossene Datenkategorien -          Granularität -          Elementarität - Benennungsautonomie
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  • Welche Abteilungen sind in das Terminologiemanagement involviert? TRÜbersetzungMarketingForschung & EntwicklungEinkauf/VerkaufProduktionLogistikSupportTrainingsbereich
  • Aus was besteht das 3stufige-Datenmodell? - Entrylevel (Begriff) - Indexlevel (Sprache) - Termlevel (Benennung)
  • Warum sind Begriffe so wichtig? KlassifikationSystematiken / Abhängigkeiten bilden à LERNEN àWissen in einzelnen Fächern darstellen NormungGegenstände standardisieren Terminologiearbeit im Unternehmen / fachsprachliche LexikographieAussortieren / verbieten von Synonymen, basiert auf Begriffsdefinition
  • Wie kann man Merkmale einteilen? Was charakterisiert sie? Intrinsische Charakteristik (Charakteristik, die ein dem Objekt innewohnendes Merkmal beschreibt) Extrinsische Charakteristik (Charakteristik, die die Beziehunug eines Objekts zu anderen Objekten wiederspiegelt (Funktion, Ort)
  • Was sind die Gründe für Terminologie? ·         Geschäftsführer: o   Keine finanziellen Verluste wegen mangelnder/fehlerhafter Inform. und Dokumentation mehr o   Gesparte Übersetzungs- u. Supportkosten ·         Entwickler: o   Verringerung des Risikos von Fehlkonstruktionen à konstante Benennung von Hard- und Softwarebestandteilen ·         Marketing: o   Online-Kataloge, ebusiness: verringerter Suchaufwand, bessere Suchergebnisse bei Produktsuche o   Zusätzliche Transparenz gegenüber dem Kunden
  • Wie erreicht man terminologische Konsistenz? o   1 Bennenung pro Begriff o   1 Begriff pro Benennung o   KEINE Synonyme o   KEINE Homonyme oder Polyseme
  • Welche Arten von Begriffssystemen gibt es? Es gibt Hierarchische und Nicht‐hierarchische Begriffssysteme. Hierarchische Begriffssysteme teilen sich in Abstraktions‐ und Bestandsbeziehung.Nicht‐hierarchische Begriffssysteme teilen sich in sequentielle und pragmatische Begriffsbeziehung.
  • Was ist Terminologielehre? Wissenschaft von den Begriffen und ihren Bezeichnungen in den Fachsprachen
  • Für was braucht man Begriffsmerkmale? Warum sind sie so wichtig? zur Beschreibung von Begriffenzur Bildung von motivierten Benennungenzur Einteilung von Begriffssystemenzur Bestimmung von Synonymie oder Äquivalenz
  • Was ist eine Definition? Definition dient dazu einen Begriff... zu bestimmen, von anderen Begriffen abzugrenzen, in ein Begriffssystem einzuordnen Helfen um Synonyme und Äquivalenzen zu erkennen, Begriffe im Zusammenhang zu erarbeiten
  • Was sind die Vorteile von Begriffssystemen? Ordnung des Wissensbildet die Grundlage für eine Vereinheitlichung und Normung der Terminologieermöglicht den Vergleich von Begriffen und Benennungen in verschiedener Sprache 
  • Was ist deskriptiv/präskriptiv? Deskriptiv ist beschreibend(1 Begriff und mehrere Benennungen dürfen verwendet werden) Präskriptiv (1 Begriff und 1 Benennung die verwendet werden darf) 
  • Welche Vorgehensweisen in der Terminologiearbeit gibt es? punktuelltextbezogensystematisch (fachgebietsbezogen)synchron oder diachron
  • Was sind die Anforderungen an eine Definition? ·         Nicht zu weit, möglichst genau (alle Merkmale) ·         Keine Zirkeldefinition (def. Definiert sich selbst) ·         Keine tautologischen Defintionen (gleiches/ähnliches Wort zur Erklärung) ·         Nicht zu eng, keine irrelevanten Merkmale ·         ZG-gerecht (sprachlich/fachlich angemessen) ·         Möglichst Inhaltsdefinition, Rückgriff auf direkten Oberbegriff ·         Keine nicht-definitorischen Bestandteile (Bsp., Anw.-Möglichkeiten) ·         Keine negativen Definitionen (außer, wenn Begriff selbst Negation enthält) ·         Aus zuverlässigen / aktuellen Fachquellen ·         Keine unbekannten Begriffe in der Definition (sonst separat definiert) ·         Muttersprachenprinzip à nur Quellen, die im Original in der jeweiligen Sprache stehen
  • Nenne das 9-Phasen-Modell 1. Zielsetzung2. Gewinnung3. Systematisierung4. Bereinigung5. Generierung6. Verwaltung7. Bereitstellung8. Pflege9. Kontrolle
  • Erläutere die Begriffslehre nach Ferdinand de Saussure Signifié ist das, was bezeichnet wird, also der Begriff Signifiant ist die Bezeichnung dieses Begriffes
  • Welche Formen der Definition gibt es? Inhaltsdefinition (Auflistung aller relevanten Merkmale)Bestandsdefinition (Begriff wird definiert durch Auflistung all seiner Teilbegriffe)Umfangsdefinition (vollständige Auflistung auf gleicher Hierarchiestufe)Inhaltsdefinition ist die wichtigste Form von Definitionen 
  • Was ist Terminologiearbeit? auf T-Lehre aufbauende Planung, Erarbeitung, Bearbeitung, Darstellung, Verbreitung von Terminologie
  • Was ist Onomasiologie? vom Begriff zur Benennung(1 Benennung muss benannt werden z.B. bei neuem Begriff)
  • Was ist ein Bestandssystem? Ein Bestandssystem ist ein hierarchisches Begriffssystem, das die Teilbegriffe eines Ganzen darstellt.  Sie bestehen aus Klammerndiagrammen und Notationen mit Bindestrichen.
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  • Welche der 9 Phasen kommen in der Termlehre zum tragen und müssen bei mehrsprachigem Termmanagement wiederholt werden? GewinnungSystematisierungBereinigungGenerierung
  • Inwiefern müssen Definition vergleichbar sein? ·         Zur Überprüfung von Synonymie (einsprachige T-Arbeit) und Äquivalenz (mehrsprachige T-Arbeit)  Folgende Aspekte sind dabei wichtig: o   Zielgruppe, Zweck / Gültigkeitsbereich o   Definitionstyp o   Genannte Begr.-Merkmale bzw. genannte Unterbegriffe bzw. Teilbegriffe (je nach Def.-Typ)
  • Was sind die Gründe für nicht vergleichbare Definitionen? 1. Verschiedene Perspektiven: z.B. Physik, Chemie 2. versch. Def.-typen 3. Unterschiedliche Begriffssysteme (andere Oberbegriffe, Merkmale, etc.)
  • Wodurch zeichnet sich eine Abstraktionsbeziehung aus? Abstraktionsbeziehungen (auch: logische oder generische Beziehungen) zeichnen sich dadurch aus, dass der Unterbegriff alle Merkmale seines Oberbegriffs enthält, gleichzei-tig aber über mindestens ein weiteres Merkmal verfügt.
  • Was ist ein Abstraktionssystem? der Unterbegriff = Oberbegriff + weiteres MerkmalFächer‐/ WinkeldiagrammNotation mit Punkt
  • Welche Formen von Abstraktionssystemen gibt es? monohierarchisch (ein Oberbegriff zu einem Begriff)polyhierarchisch (mehrere Oberbegriffe zu einem Begriff)  Polyhierarchisch unterteilt sich in: polydimensionale Reihe (= unsortiert, wenn in einem Unterteilungsschritt mehrere Einteilungskriterien verwendet werden z.B. nach Schnittstelle, nach Datenübertragung, nach Funktionsprinzip) --> können sortiert werden, indem jeder Unterteilungsschritt genannt wirdmonodimensionale Reihe (= sortiert, ein Unterteilungsschritt und nur ein Einteilungskriterium)
  • Was ist Semantik? Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen, wird auch Bedeutungslehre genannt
  • Was ist eine Inhaltsdefinition? -          Begriff durch Merkmale definiert -          Ausgehend von Oberbegriffen à eingrenzende Merkmale Bsp: Spitz-zange (Determinativkomposita) Für Terminologie geeignet!
  • Was ist eine Umfangsdefinition? -          Begriff durch Aufzählung aller Unterbegriffe definiert, die in B-System auf gleicher Hierarchie-Ebene stehen. -          Bsp: „Schachfiguren“: Dame, König, …
  • Was ist eine Bestandsdefinition? -          Begriff durch Aufzählung aller Teilbegriffe auf derselben H-Ebene definiert -          Bsp: „Schachspiel“: Schachbrett, Schachfiguren
  • Was ist die formale Struktur einer Definition? Definiendum = durch eine Benennung ausgedrückter Begriff (WAS wird definiert?) Definien = Beschreibung des Begriffs (WIE wird etwas definiert?) Definitor --> "=" oder ":"
  • Was ist die Definition von (Begriffs-)klasse? Gesamtheit der Gegenstände, die unter einen Begriff fallen. Anmerkung: Die Klasse ist zu unterscheiden vom Begriffsumfang
  • Was ist Granularität? ·         Felder so feingranular wie möglich ·         Nicht: o   Grammatik à inkonsistent, Eingabe unklar (sofern keine Pickliste vorhanden) ·         Sondern: o   Genus o   Wortart o   Numerus ·         Oder: Ziegler-Beispiel à PLZ, Ort etc. getrennt
  • Was ist Elementarität? ·         Nur 1 Datum pro Feld o   Kein Mix aus verschiedenen Informationen o   Keine Zusammenfassungen derselben Informationsart ·         Nicht: o   Terminus: Schraubendreher, der  Mix aus Terminus und Genus   o   Terminus: Dosier(ungs)schraube  2 Termini: Dosierschaube + Dosierungsschraube   o   Definition: „…“ Mix aus Definition und Quellenangabe
  • Wann berücksichtigt man Elementarität? ·         Beim Anlegen der Struktur/Modellierung ·         Beim Befüllen
  • Welche Datenkategorien gibt es? ·         Terminologische vs. Verwaltungsdaten (z.B. Eintragsnummer, Änderungsdatum (Kategorien) ·         Vorgegebene vs. frei definierbare Datenkategorien/Eintragsstrukturen ·         Obligatorische vs. fakultative Daten(kategorien) ·         Begriffsbezogene vs. sprachbezogene vs. benennungsbezogene Daten(kategorien)à 1 Datum pro Kategorie einmal vergeben ·         Offene vs. geschlossene Datenkategorien (z.B. Status, Genus, Definition -> Aufschrieb)
  • Was bedeutet Benennungsautonomie? ·         Hängt mit Begriffsorientierung zusammen ·         Alle Benennungen (VZB, zulässige Synonyme, abgelehnte Synonyme, Abkürzungen etc.) werden als gleichberechtigte Teileinheiten verwaltet. ·         Alle Benennungen werden in derselben Datenkategorie verwaltet ·         Alle Benennungen werden mit denselben Zusatzinformationen dokumentiert ·         Typischer Anwendungsfall: o   Verschiedene Benennungen zum selben Begriff werden je nach Kunde/Produkt/Projekt anders verwendet ·         à Alle sind gleich / an alle kann man „was dranhängen“
  • Verwaltung von Gebrauchssynonymen in Terminologiedatenbanken Was ist das?- Gebraucht wie Synonyme, sind aber keine- Z.B. Teilsynonyme, immer andere Begriffeo z.B. Doktor vs. Arzt
  • Wie geht man mit Gebrauchssynonymen um? - 1. Fette Anmerkung -> geläufigere Lösung- 2. 2 getrennte Einträge mit neuer Datenkategorie „Anmerkung zum Gebrauch“+ evtl. Verlinkung -> bei seltenem Auftreten
  • Term.-Datenbanken müssen begriffssorientiert sein – was heißt das? 1 Begriff = mind. 1 Eintrag = 1 Datensatz