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Tierzucht 2 (Fach) / F (Lektion)

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  • Wie wird das Modell der Leistung (Merkmalsausprägung) in der Tierzucht beschrieben? P = G + U Phänotyp: sichtbare oder messbare Ausprägung eines Merkmals eines Tieres (Milchmenge, Gewichtszunahme) Genotyp: Summe aller Allelwirkungen an allen Genorten für das entsprechende Merkmal Umwelteffekt: verursachen positive oder negative Abweichung des Phänotyp vom Genotyp
  • Welche zwei Arten von Umwelteffekten in der Tierzucht gibt es? (Bitte jeweils inhaltlich erklären und je ein Beispiel) Systematische Umwelteinflüsse: Haltung, Region, Alter bei Geburt der Nachkommen wiederkehrendes Muster, kann mathematisch korrigiert werden Zufällige Umwelteinflüsse Fütterungsausfall, Lüftungsausfall, Krankheiten, heißer Sommer temporär auf Tiere einwirkend, mathematisch nicht korrigierbar
  • Zu welchen morphologischen, physiologischen und verhaltensbezogenen Änderungen kam es im Lauf der Domestikation? Morphologisch: Gestalt, Form Physiologisch: Stoffwechsel Verhaltensbezogen: angeborenes Verhalten, erlerntes Verhalten
  • Wovon lassen sich die Verhaltensansprüche unsrer heutigen Nutztiere ableiten, warum? - Verhalten unter natürlichen Bedingungen - Domestikation und Zucht über tausende Jahre verändert Verhalten nur Geringfügig (quantitativ nicht qualitativ)
  • Was versteht man unter Reproduktion? 5 Punkte - Entwicklung von Spermien und Eizellen - männliche und weibliche Form der Sexualverhaltens - Paarung - vorgeburtliche Entwicklung und Geburt - Aufzucht der Nachkommen
  • Von welchen Faktoren wird die Reproduktion beeinflusst? - genetische Veranlagung für hohe Fruchtbarkeit - gutes Management der Umweltbedingungen - tiergerechte Haltungsbedingungen - leistungsgerechte Fütterung
  • Definition von Geschlechtsreife und Zuchtreife! Geschlechtsreife: Entwicklungsstadium in dem die Fortpflanzungsfähigkeit erreicht ist - Ausbildung von befruchtungsfähigen Spermien und erster Eisprung bzw Brunst Zuchtreife: Ausreichende körperliche Entwicklung für züchterischen Einsatz - bestimmt Erstkalbealter/Erstferkelalter
  • Beschreiben Sie kurz die Rausche und Belegungsphase beim Schwein, wann ist der optimale Belegungszeitpunkt? - 4-7 Tage nach dem Absetzen der Ferkel - oft Brunstauslösung durch Hormone - Zeichen der Rausche sind Rötung und Schwellung der Scham, Ausfluss, Ohren stehen, Grunzen - Vorbrunst: 12 - 48h vor dem Eisprung ist die Sau unruhig, Grunzlaute, springt auf andere Sauen auf duldet Aufsprung noch nicht, Dauer 1 - 2 Tage - Hauptbrunst: Duldungsreflex setzt ein, Schleimabsonderung -> Eisprung etwa im zweiten Drittel der Hauptbrunst 24h nach dem Beginn des Eisprungs ist der Zeitpunkt mit der höchsten Fruchtbarkeit, 2 Besamungen im Abstand von 10h  - Brunstende: 3,5 Tage nach dem Eisprung duldet Sau Aufsprung nicht mehr Optimaler Besamungszeitpunkt: 2. Tag der Hauptbrunst
  • Beschreiben Sie den Begriff Non-Return-Rate, welcher Wert wird angestrebt bei Fleckviehkühen? Anteil der Tiere, bei denen innerhalb einer Frist nach der Besamung keine weitere Besamung durchgeführt wurde Sollte über 65% liegen
  • Was versteht man unter Wachstum bei landwirtschaftlichen Nutztieren? Durch welche Vorgänge ist Wachstum gekennzeichnet? - Gewichtszunahme von Tieren - Biologischer Prozess aus anabolen (Stoffansatz) und katabolen (Stoffumsatz) Vorgängen Pränatales Wachstum: Zellvermehrung und Zelldifferenzierung Postnatales Wachstum: Zellvergrößerung
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  • Züchterische Merkmale der Mastleistung? - tägliche Zunahmen (Gewicht/Alter) - Futterverwertung (Futteraufwand/ KG Zuwachs)
  • Züchterische Merkmale der Schlachtleistung? - Ausschlachtung - Muskelfleischanteil - Anteil wertvoller Teilstücke
  • Erklären Sie die Fleischbeschaffenheitsfehler PSE und DFD, Ursache und Wirkung! PSE    hell, weich und. feucht -> zu schneller und starker pH Abfall Ursachen:  Stress vor Schlachtung, rascher Abbau von Energiereserven, forcierter Stoffwechsel Wirkung: geringe Wasserbindung, hoher Saftverlust -> schrumpft in der Pfanne,  nicht zart, begrenz lagerfähig DFD   trocken, fest und dunkel -> zu langsamer pH Abfall Ursachen: längere Belastung, Stresshormone, geringe Milchsäurebildung, Glykogenvorräte verbraucht, keine Säuerung Wirkung viel Wasserbindung, geringer Saftverlust -> fad, begrenzt lagerfähig
  • Welche Formen der Mastitis können unterschieden werden? Subklinische Mastitis:  Äußerlich nicht zu erkennen, Milchleistung sinkt, andere Milchzusammensetzung Klinische Mastitis: Anschwellen der Milchdrüse, Schmerzen, Verfärbung der Euterhaut
  • Was versteht man unter Persistenz? Fertigen Sie als unterstützende Erklärung eine Skizze an. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Persistenz und der physiologischen Belastbarkeit der Kuh zu Berginn einer neuen Trächtigkeit! Fähigkeit, Milchleistung über den Verlauf der Laktation auf einer gewissen Höhe zu halten Hohe Persistenz -> flacher Verlauf der Laktationskurve, beim LEistungsmaximum soll neue Trächtigkeit beginnen Niedrige Persistenz -> steiler Verlauf, da hohe Tagesleistung muss Energiedefizit mit Depotfetteinschmelzung kompensiert werden  -> hohe körperliche Belasung der Kuh - schlechte Fruchtbarkeit
  • Wie funktioniert die Proteinbiosynthese? (kurze Erläuterung der einzelnen Schritte) .
  • Erklären Sie die Begriffe Genom, Chromosom, Gen, Allel und deren Bezug zueinander! Genom: Gesamtheit der Erbanlagen Chromosom: Bestandteil des Zellkerns, besteht aus DNA Gen: DNA-Sequenz auf einem Chromosom Allel: Varianten eines Gens für ein bestimmtes Merkmal Bezug:Ein Gen hat mehrere Zustandsformen, d.h Allele, Gene befinden sich auf Chromosomen, die Gesamtheit der Chromosomen und somit der Gene bilden das Genom
  • Was sind qualitative, was quantitative Merkmale im Sinne der Tierzucht? Jeweils mit einem Beispiel. Wie kann deren Zustandekommen bzw deren Ausprägung genetisch erklärt werden? Qualitativ: kein fließender Übergang, Allele eines oder weniger Genorte sind beteiligt, mono oder oligogener Erbgang zB. Blutgruppe, Behornung Quantitativ von großer Anzahl Loci bestimmt & Umweltfaktoren beeinflusst, polygogener Erbgang zB Milchmenge, Gewichtszunahme Ausprägung: Allele sitzen an vielen Genorten, desto besser wird sich die Verteilung der Geno- und Phänotypen einer kontinuierlichen Form nähern
  • Was ist die Heritabilität, wie wird sie rechnerisch beschrieben? Erblichkeit genetische Varianz im Verhältnis zur phänotypischen Varianz
  • Nenne Sie Merkmalsbeipiele für niedrige, mittlere und hohe Heritabilitäten, wie sind niedrige, mittler und hohe Heritabilitäten vom Zahlenwert her definiert? niedrig 0,01 - 0,1: Zwischenkalbezeit, Non-Return-Rate mittel 0,15 - 0,4: Wachstum, Milchleistung hoch 0,5 - 0,7: Körperlänge Schwein, Wiederristhöhe
  • Was ist das CRISPR/CAS System (kurze Beschreibung der Funktionsweise), warum wird die-ses derzeit sehr stark diskutiert, was ist ihre Meinung dazu? CRISPR/CAS: molekularbiologische Methode, mit der das Erbgut gezielt umgeschrieben und verändert werden kann - Gene können an- oder ausgeschaltet, eingefügt oder entfernt werden- Präzise Bearbeitung der Erbinformation-> Genom Editing CRISPR steht für sich wiederholende Abfolgen von gleichen DNA Bausteinen CAS für begleitenden Eiweißkomplex, der DNA schneiden kann Diskussion: Eingriff und Veränderung von Natürlichem, GentechnikAber: Bekämpfen bzw Ausmerzen von Krankheiten dadurch möglich, Leistungssteigerung, schnellerer Zuchtfortschritt
  • Was ist ein Zuchtwert, was ein Gesamtzuchtwert, mit welchen Einheiten werden diese ausgedrückt? Warum müssen Zuchtwerte geschätzt werden? Zuchtwert: Ist züchterischer Wert, der in den durchschnittlichen Leistungen seiner Nachkommen wirksam sichtbar wird - Naturale Einheiten des Merkmals z.B kg Milch - Oder Umrechnung in Zuchtwertpunkte Gesamtzuchtwert: enthält alle jene Merkmale, die züchterisch bearbeitet werden sollen; einzelne Merkmale werden wirtschaftlich gewichtet und aneinander gereiht- Einheit: Indexpunkte oder €Schätzung zur gezielten Zucht, es gibt keine wahren Werte (Umwelteinflüsse)
  • Was ist ein ökologischer Gesamtzuchtwert? Was unterscheidet die ökologische und konventionelle Zucht bei der Nutzung dieser Zuchtwerte in der Zuchtarbeit? trägt Zielstzungen und Rahmenbedingungen des ökologischen Landbaus Leistungsdaten der Besamungsbullen aus Bereichen Leistung und Konstitution mit unertschiedlicher Gewichtung in einem Wert zusammengefasst Unterschiede zu konventionell Öko mehr auf Fitness, konventionell auf Milchleistung
  • Nennen Sie die grundsätzlichen Kennzeichen der Reinzucht Methoden im Vergleich zu Kreuzungszucht Methoden! Reinzucht - Ausnutzung additiver Allelwirkungen und vermehrt Homozygotie - in offenen oder geschlossenen Populationen - Homogenisierung der Population - Inzucht Kreuzungszucht - beinhaltet Kombinationseffekte und Kreuzungseffekte - diskontinuierkiche und kontinuierliche Kreuzung - Vorraussetzung ist Kernzucht
  • Welche Methoden der Kreuzungszucht kennen Sie? - Kontinuierlich: Wechselkreuzung, Rotationskreuzung- Diskontinuierlich: Einfachkreuzung, Mehrfachkreuzung (Drei-Wege-Kreuzung, Rückkreuzung, Vier-Wege Kreuzung
  • Welche Methoden der Reinzucht kennen Sie? in offener Population - Reinzucht - Verdelungszucht - Verdrängungszucht - Kpombinationszucht in geschlossener Population - Inzucht - Linienzucht - Erhaltungszucht
  • Wie unterscheidet sich die gerichtete Selektion von der stabilisierten Selektion? Bitte mit Zeichnung verdeutlichen! keine Ahnung