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Nutzpflanzenwissenschaften (Fach) / Prüfungsfragen (Lektion)
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- Beschreiben Sie die Systematik phytogener Viren und nennen Sie ein Beispiel. - obligate Pathogene in wenigstens einem Wirtsorganismus- bisher ca. 1200 Pflanzenvirosen in Europa beschrieben- Größe unter ca. 300 nm- nur RNA oder DNA (Lebewesen haben stets beide)- kein eigener Stoffwechsel, keine eigene Replikation, keine eigene Fortbewegung- unempfindlich gegenüber Antibiotika- Komplettes Virus besteht aus Proteinhülle und Genom- Viroide sind infektiöse Nukleinsäuren ohne Mantel Klassifizierung nach Morphologie- stäbchen- und fadenförmig- sphärisch Bsp: Blattrollvirus an Kartoffel, Gelbverzwergungsvirus
- Erläutern Sie die Biologie, Schadwirkung und integrierte Bekämpfung der Schaderreger am Beispiel Mehltau. Echter Mehltau (Blumaris bzw. Erysiphe graminis)Schadbild:Weißes bis braunes Pilzgeflecht auf Blattoberseite, später mehlig, abwischbar, später schwarze kugelige FruchtkörperIntegrierte Maßnahmen: Wahl weniger anfälliger Sorten später Saatzeitpunkt im Herbst angepasste N-Düngung, FungizideBiologie:Infektionsquellen: lebendes PflanzengewebeHohe Luftfeuchtigkeit Verbreitung durch Wind Überwinterung hauptsächlich als Myzel auf befallenen Pflanzen
- Was ist das Schadbild der Kraut- und Knollenfäule? Oomycota Ordnung Peronosporales: Familie PythiaceaeSchadbild:– gelbe bis dunkelbraune Flecken an den unteren Blättern (Blattrand) erkennbar– bei feuchtwarmer Witterung werden diese größer und färben sich zunehmend schwarz, an der Blattunterseite bildet sich weißlichgrauer Mycelflaum (weißer Hof)– ohne Bekämpfung und bei günstiger feuchtwarmer Witterung stirbt der gesamte Bestand in relativ kurzer Zeit ab– muffiger Geruch über dem Feld– Knollen werden braun- Phytophthora infestans Kraut- und Knollenfäule Kartoffel, Fruchtf. TomateWichtigste Pilzkrankheit der Kartoffel (Kraut- und Knollenfäule) und der Tomate (Blatt- und Fruchtfäule).
- Was wissen Sie über den Blattrollvirus? Blattrollvirus an Kartoffel (Potato leafroll virus) Schadbild:Gerollte spröde Blätter, Befallene Pflanzen sind kleiner, der Knollenansatz ist reduziert Infektionsquelle: Vektoren (virusbela- dene Blattläuse, insbesondere Grüne Pfirsichblattlaus Verbreitung: Pflanzgut, Blattläuse Integrierte Maßnahmen: Vorkeimen und Verwendung von gesundem PflanzgutWahl weniger anfälliger Kartoffelsorten Biologie: Chemische Bekämpfung indirekt über die Bekämpfung der Vektoren; in Pflanzkartoffelvermehrungen zusätzlich Entfernung viruskranker Stauden
- Nennen und erläutern Sie die ökologischen Vorzüge des mehrjährigen Biomassepflanzenanbaus gegenüber von einjährigen Ackerkulturen. Einmalige Etablierung und Bodenbearbeitung, danach i.d.R. Bodenruhe während der Nutzungszeit von 10-20 JahrenExtensive Kulturen: • Herbizide nur in Etablierungsphase • Moderate oder geringe Düngung->Wenige Arbeitsgänge während der Nutzungsdauer • Produktionsziel: lignozellulosehaltige Biomasse• Geringere ökologische Auswirkungen
- Nennen und erläutern Sie die ökologischen Vorzüge des mehrjährigen Biomassepflanzenanbaus gegenüber von einjährigen Ackerkulturen. • Einmalige Etablierung und Bodenbearbeitung, danach i.d.R. Bodenruhe während der Nutzungszeit von 10-20 Jahren • Extensive Kulturen:- Herbizide nur in Etablierungsphase- Moderate oder geringe Düngung->Wenige Arbeitsgänge während der Nutzungsdauer • Produktionsziel: lignozellulosehaltige Biomasse • Geringere ökologische Auswirkungen
- Nennen Sie die wichtigsten mehrjährigen Biomassepflanzen in Deutschland und das dazugehörige Ertragspotential. Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum L.)Riesenweizengras (auch: Szarvasi) (Agropyron elongatum)Wildpflanzenmischungen-> Nutzung in der Regel als Biogassubstrat-> Verbrennung möglich, aber nicht üblich Miscanthus (Miscanthus x giganteus)-> Nutzung i.d.R. zur Verbrennung (Ernte im März)-> Nutzung als Biogassubstrat möglich (Ernte Oktober), aber bisher in der Praxis nicht verbreitet Weiden (Salix): feuchte StandortePappel (Populus): trockene Standorte-> Arten im Kurzumtrieb-> Nutzung: Verbrennung oder stofflich (z.B. Zellstoff)
- Nennen und erläutern Sie die ökologischen Vorzüge des mehrjährigen Biomassepflanzenanbaus gegenüber von einjährigen Ackerkulturen. Extensiver Anbau: einmalige Bodenbearbeitung, geringe Düngung und Herbizide häufig nur in Etablierungsphase notwendig: Geringes Erosionsrisiko Positive Beitrag zur Humusbilanz Bodenfruchtbarkeit Hohes Kohlenstofffestlegungspotential geringer/moderater Düngebedarf Geringes Risiko der Nährstoffauswaschung Lebens- und Rückzugsraum für Tiere, Vögel und Insekten Hohe Biomasseproduktivität
- Kennen die Zusammenhänge zwischen mehrjährigem Anbau und den Umweltauswirkungen des Pflanzenbaus Wildpflanzenmischungen im Vergleich zu Mais Deutlich reduzierter Chemikalien und DüngereinsatzWesentlich weniger Arbeitsgänge auf dem Feld -> weniger Störungen = Bodengesundheit und Artenvielvalt profitieren
- Teilen Sie Unkräuter ein nach der Taxonomie, nach dem Vorkommen in einzelnen Kulturpflanzen und nach der Lebensform. Unkräuter sind Pflanzen, die Schaden für die Menschen verursachen, hängt von der Art und Dichte der Pflanzen ab, Unkräuter sind eng an Kulturpflanzen gebunden (Begleitvegetation), vielfältige Anpassungs- und Überlebensstrategien entwickelt, insbesondere hohe Störungstoleranz gegenüber Bodenbearbeitung Unkräuter können gesamte Lebenszyklus in wenigen Wochen durchlaufen (z. B. Kleinblütiges Franzosenkraut (Galingsoga parviflora) und Gemeines Kreuzkraut (Senecio vulgaris) Erschließung neuer Standorte durch hohe phänotypische und genetische Diversität innerhalb der Art (Plastizität), Dadurch Entwicklung und Reproduktion an vielen Standorten, neue Standorte erschließen und dort ausbreiten (z. B. Schönmalve (Abutilon theophrasti) und Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) Selbstbefruchtung, z. B. bei der Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) und die Bestäubung durch unspezialisierte “Besucher” und/oder Wind begünstigt die Reproduktion und die Nah- und Fern-Verbreitung der Samen. Unkräuter bilden viele Unkrautsamen aus (z. B. Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)
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- Teilen Sie Unkräuter ein nach der Taxonomie, nach dem Vorkommen in einzelnen Kulturpflanzen und nach der Lebensform. Unkräuter sind Pflanzen, die Schaden für die Menschen verursachen, hängt von der Art und Dichte der Pflanzen ab, Unkräuter sind eng an Kulturpflanzen gebunden (Begleitvegetation), vielfältige Anpassungs- und Überlebensstrategien entwickelt, insbesondere hohe Störungstoleranz gegenüber Bodenbearbeitung Unkräuter können gesamte Lebenszyklus in wenigen Wochen durchlaufen (z. B. Kleinblütiges Franzosenkraut (Galingsoga parviflora) und Gemeines Kreuzkraut (Senecio vulgaris) Erschließung neuer Standorte durch hohe phänotypische und genetische Diversität innerhalb der Art (Plastizität), Dadurch Entwicklung und Reproduktion an vielen Standorten, neue Standorte erschließen und dort ausbreiten (z. B. Schönmalve (Abutilon theophrasti) und Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) Selbstbefruchtung, z. B. bei der Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) und die Bestäubung durch unspezialisierte “Besucher” und/oder Wind begünstigt die Reproduktion und die Nah- und Fern-Verbreitung der Samen. Unkräuter bilden viele Unkrautsamen aus (z. B. Weißer Gänsefuß (Chenopodium album)