8

Diaktik (Fach) / Ziele (Lektion)

ddf

Diese Lektion wurde von LorenzQu erstellt.

Lektion lernen

  • Kompetenzorientierung 1 AL u GG 2 Merkmale Kompetenzen 3 Kompetenzmodelle 3.1 Ausgangsmodell 3.2 Heutiges Modell: GG, Kompetenzbereiche, Kompetenzstufen 3.3 Kompetenzorientierung Bayerisches Gymnasium 4 Umsetzung 4.1 Beispiel Verbraucherbildung 4.2 Beispiel Fachübergreifendes Unterrichten (1) AL und GG: Output-Orientierung (PISA; Klieme-Report) (2) MM Kompetenzen (vgl. KMK; Weinert): (a) an Personen gebunden und müssen erlernt werden; (b) notwendig für Bewältigung domänenspezifischer Aufgaben; (c) komplex – enthalten u.a. kognitive und emotionale Komponenten; (d) in ihren abgestuften Ausprägungen empirisch messbar (3) Kompetenzmodelle 3.1 Ausgangsmodell: DeGöB; 5 Kompetenzbereiche (Entscheidungen ökonomisch begründen; Handlungssituationen ökonomisch analysieren; Ökonomische Systemzusammenhänge erklären; Rahmenbedingungen des Wirtschaftens verstehen und mitgestalten; Konflikte perspektivisch und ethisch beurteilen) -> Berurteilung: positiv (Fachlichkeit, Fokussierung, Kumulativität) vs. negativ 3.2 Heutiges Modell (Seeber et al.) (a) GG: Erlernen der spezifisch wirtschaftlichen Perspektive (Effizienz) durch Verbindung mit wirtschaftlich-lebensweltlichen Rollen -> Drei (kognitive) Kompetenzbereichen (konkretisiert durch Teilkompetenzen) in Stufung (b) Kompetenzbereiche: Fokus kognitive Kompetenzen; Hergeleitet aus Verknüpfung Fragestellung (a) Wirtschaftliche Rollen? (Verbraucher, Erwerbstätiger, Wirtschaftsbürger) x (b) Mündigkeitsdimension (Ich-Du-Rahmen) -> Drei Kompetenzbereiche (dabei jeweils: Analysieren, bewerten, gestalten) b.1 Entscheidung und Rationalität (des Einzelnen): Situationen, Handlungsalternativen, Handlungsmöglichkeiten b.2 Beziehung und Interaktion (mit Anderen): Interessenskonstellationen, Kooperationen, Beziehungsgefüge b.3 Ordnung und System (des Ganzen): Märkte, Wirtschaftssysteme und Ordnungen, Politik (c) Kompetenzstufen: Stufung durch (a) Perspektivität (Akteur vs. System) sowie (b) Komplexität 3.3 Kompetenzorientierung Bayerisches Gymnasium/WiRecht-Unterricht: cf. Lehrplan-Plus, dabei: 4 Perspektiven (zusätzlich: Unternehmer), drei Bezugswissenschaften, vier prozessbezogene Kompetenzen (Analysieren - Beurteilen - Kommunizieren - Handeln) (4) Umsetzung 4.1 Beispiel Verbraucherbildung: Sneaker-Kauf 4.2 Beispiel Fachübergreifendes Unterrichten u.B. jeweiliger Standards/Kompetenzen: Nachhaltigkeit; Einkommensverteilung
  • Fachprofil/ Lehrplan (1) Selbstverständnis Gymnasium Bayern (2) Lehrplan 9 (3) Lehrplan 10 (4) Lehrplan 11 (5) Lehrplan 12 (1) Gymnasium: cf. Allgemeine Bildungsziele (Trias; Persönlichkeitsbildung) (2) Lehrplan 9: 9.1 Wirtschaftliches Handeln der privaten HH (z.B. Konsum), 9.2 Rechtliches Handeln der privaten HH (z.B. Kaufvertrag und Minderjährigkeit), 9.3 Wirtschaftliches und rechtliches Handeln in U (z.B. U-Gründung) -> Lehrplan Plus (in Überarbeitung) beispielhaft für JS9: Anpassung an gesellschaftliche Herausforderungen: Output-Orientierung mit Kompetenzorientierung (Zielorientierung und Aufgabenstruktur), Verbesserung Übergänge (Kumulativität), Fächerübergreifende Bildungs-, Erziehungsziele, Alltagskompetenzen, E-Service; dabei: Stärkung BWL, z.B. Geschäftsmodell als separater Lernbereich (3) Lehrplan 10: 10.1 Denken in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen (z.B. Marktmodell, Kreislaufmodell), 10.2 Wi-und Rechtsordnung BRD (z.B. Soziale Marktwirtschaft), 10.3 Europäische Einigung und weltwirtschaftliche Verflechtung (4) Lehrplan 11: 11.1 Wirtschaftliche Zielsetzungen soziale Marktwirtschaft (VWL und BWL), 11.2 Wirtschaftliche Problemlagen, 11.3/4/5/6 Rechtsordnung, Rechtsgrundlagen, Strafrecht, Eigentumsrecht (5) Lehrplan 12: 12.1 Wirtschaftspolitische Entscheidungsfelder (z.B. Beschäftigung/ Einkommen, Geld/Währung, Außenwirtschaft), 12.2 Recht der Leistungsstörungen (u.a. Spannungsverhältnis Verbraucherschutz-Vertragsfreiheit)
  • Grundansätze der Ökonomischen Bildung (1): Institutionentheoretischer Ansatz (1) AL und GG (2) Begriff, Theoretischer HG, Vertreter (3) Aspekte (4) UPr Bedeutung: Besondere Eignung? Makromethodische Umsetzung? Beispiel der Umsetzung? (1) AL und GG: Komplexität und Arbeitsteiligkeit globalisierte Welt -> Bedeutung Rahmenbedingungen für Erklärung und Steuerung Verhalten Individuen angesichts Verhältnisse (2) Begriff: Institutionen; Theoretischer HG: Weiterentwicklung (Neo-)Klassik mit Handlungstheorie (analog: Weiterentwicklung ordnungstheortischer Ansatz, u.a. Kaminski) -> NIÖ (Coase); Vertreter: Karpe (3) Aspekte: Zentralität der Dilemmata (4) UPr Bedeutung: Besondere Eignung: Dilemmata, Wirtschaftsordnung, Moral vs. Markt; -> Immer dort, wo es um Rahmenbedingungen geht! Umsetzung: z.B. Planspiel Beispiel: cf. Unterrichtsstunde Friedrich zur expliziten Behandlung NIÖ in 11.2 (Konzepte der Wirtschaftspolitik)
  • Grundansätze der Ökonomischen Bildung (2): Kategorialer Ansatz (1) AL und GG (2) Begriff, theoretischer Hintergrund, Vertreter (3) Aspekte (4) UPraktische Umsetzung: Besondere Eignung? Makroökomische Umsetzung? Beispiele? (1) AL und GG: Brückenschlag formale vs. inhaltliche Bildungstheorie -> Wechselseitige Erschließung Subjekt-Welt (2) Begriff: Kategorien als "Denkinstrumente" für Erschließung Welt und Subjekt; Zentrale Kategorien ausgebildet durch repräsentative Stoffauswahl -> Kriterien: fundamental, elementar, exemplarisch; Theoretischer HG: Bildungstheorie Klafki; Vertreter: Kruber (3) Aspekte: Zentrale Kategorien (d.h. zentrale Charakteristika des Wirtschaftlichen) bei Kruber Arbeitsteilung - Entscheidung - Externalitäten - Interdependenz - Knappheit - Koordinierung - Kreislauf - Nutzen - Risiko - Ungleichheit - Wirtschaftsordnung - Zielkonflikt (4) UPraktische Umsetzung: Besondere Eignung: Herausarbeitung zentraler/zukunftsbedeutsamer Inhalte -> Filterung fachwirtschaftlicher Inhalte zur didaktischen Aufarbeitung (z.B. Ökologische Frage, Wirtschaftsbeziehungen)
  • Grundansätze der ökonomischen Bildung (3): (Lebens-)Situativer Ansatz (1) AL und GG (2) Begriff - Theoretischer HG - Vertreter (3) Aspekte (4) UPr Umsetzung: Besondere Eignung? Makroökonomische Umsetzung? Beispiele? (1) AL und GG: Kompetenzorientierung (Rollen und Qualifikationen) -> Qualifikation für Bewältigung und Gestaltung ökonomisch geprägter Lebenssituationen (2) Begriff: Lebenssituation: Institutionen i.w.S.; Theoretischer HG: Saul Benjamin Robinson: Lebenssituationen als Curricular-Maßstab; Vertreter: Steinmann (3) Aspekte: Ökonomische Lebenssituationen -> Rollen (4) UPr Umsetzung: Besondere Eignung: Erkennen von Konflikten und Kooperationsmöglichkeiten verschiedener Rollen; Konsum; Berufsorientierung; Finanzielle Bildung Makroökonomische Umsetzung: v.a. Handlungsorientierung Beispiel: Rollenspiele
  • Zielschwerpunkt (1): Finanzielle Kompetenz (1) AL und GG (2) Begriff und Theoretische Rahmung 2.1 Begriff 2.2 Herleitung und Verankerung (3) Umsetzung 3.1 Methodisch 3.2 Beispiele (1) AL und GG: Ist vs. Soll-Zustand finanzielle Bildung -> Studie Commerzbank: Fehlende financial literacy, auch von Lehrenden (vgl. Retzmann) (2) Begriff und Rahmung 2.1 Begriff: Uneinheitlich -> Notwendigkeit der Herleitung 2.2 Herleitung und Verankerung (a) Allgemeine Ziele der ÖB: Selbstentfaltung und Eintreten für Rahmenbedingungen -> Trias: Mündigkeit (bzgl. Effizienz), Tüchtigkeit, Verantwortung (Soziale Marktwirtschaft); Widerständigkeit und Anpassungsfähigkeit; (b) Verbindung zu Ansätzen: I Situational (z.B. Anlageentscheidungen als Konsument und Wirtschaftsbürger); II Kategorial (etwa: Knappheit, Kosten/Nutzen, Zielkonflikt; Auswahl Schlüsselprobleme: vgl. etwa Zukunft des Sozialstaates: Altersversorgung); III Institutionenökonomisch (Bedeutung der Spielregeln für finanzielle Entscheidungen in BWL, VWL, Recht - z.B. Finanzierungsmöglichkeiten); IV Kompetenzorientierung (v.a. "Entscheidung und Rationalität" sowie "Ordnung und System") (c) Kernbereiche destilliert: I Vermögen bilden - II Mit Verschuldung umgehen - III Sich versichern - IV Mit Geld umgehen (d) Verankerung Lehrplan: JS 9 (9.1 Konsum, 9.2 Taschengeldparagraph, 9.3 Rechtsformwahl U); JS 10 (10.2 Soziale Marktwirtschaft: Einkommensverteilung), JS 11 (11.1 Zielsetzungen Unternehmen, 11.2 Konsum vs. Sparen), JS 12 (12.1 Tarifverhandlungen, Staatsverschuldung; 12.2 Leistungsstörungen und Verbraucherschutz) (3) Umsetzung 3.1 Methodisch: Handlungsorientiert (z.B. Rollenspiele zu Konsumentscheidungen), Realbegegnungen (Expertenbefragung zur Vermögensbildung und Versicherungsmöglichkeiten), Lernen mit Modellen (z.B. Entscheidungsmatrix für Konsumentscheidungen) 3.2 Beispiel: Sneaker-Kauf (Umsetzung finanzieller Kompetenz in drei Kompetenzbereichen à la Seeber)
  • Zielschwerpunkte (2): Berufliche Orientierung (1) AL und GG (2) Begriff und Theoretische Rahmung 2.1 Begriff 2.2 Allgemeine Herleitung 2.3 Verbindung zu Ansätzen 2.4 Verankerung im LPlan (3) Umsetzung 3.1 Methodisch 3.2 Beispiele (1) AL und GG: WiPäd vs. WiDidaktik -> Berufsbildung vs. Allgemeinbildung (2) Begriff und Rahmung 2.1 Begriff: franz. orientier -> Sich zurechtfinden 2.2 Herleitung: Allgemein: Doppelziel -> Mündigkeit (Effizienz eigene AKraft) + Rahmenbedingungen (Arbeitsumfeld) -> Trias, WS/Anp, Rollen 2.3 Verbindung zu Ansätzen: I Situational (v.a. Rolle Erwerbsperson, auch: Wirtschaftsbürger), II Kategorial (u.a. Kategorien Arbeitsteilung, Wandel/Instabilität, Wirtschaftsordnung, Zielkonflikt; Schlüsselthemen: Technologische Arbeitslosigkeit), III Institutionenökonomisch (Makro- und Mikroinstitutionen: Soziale Marktwirtschaft und Globalisierte/arbeitsteilige Welt - Betriebsrat und Arbeitsvertrag); IV Kompetenzorientierung (Entscheidung und Rationalität; Beziehungen und Interaktion; Ordnung und System) 2.4 Verankerung im Lehrplan: Fächerübergreifendes Bildungs- und Erziehungsziel; WiRecht als Leitfach; Zentralität P-Seminar Studien-Berufsorientierung; Koordinator für jede Schule; JS 9 (Betriebspraktikum! sowie 9.1 Ausbildung und Berufswahl: Berufswahl, Bewerbung); JS 10 (10.1 Gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge: Strukturwandel; 10.2 Soziale Marktwirtschaft); JS 11 (11.1 und 11.2 Wirtschaftliche Zielsetzungen und Problemlagen); JS 12 (12.1 Wirtschaftspolitische Entscheidungsfelder: Tarifverhandlungen) (3) Umsetzung 3.1 Methodisch: v.a. über Praxiskontakte (Projekt!) 3.2 Beispiele: Film "Grüneres Gras" für Oberstufe
  • Zielschwerpunkt (3): Komplexes/ Zusammenhängendes Denken in Systemen und Modellen 1 AL und GG 2 Begriff und Theoretische Rahmung 2.1 Begriff 2.2 Herleitung 2.3 Verbindung zu Ansätzen 2.4 Verankerung im Lehrplan 3 Umsetzung 3.1 (1) AL und GG: Komplexität der BWL/VWL; Arbeitsteilige, globalisierte Informations- und Industriegesellschaft; Systemisches Denken zentral; Didaktisches Problem: Komplexe Realität ins Klassenzimmer holen-> Modelldenken als integrales Instrument (2) Begriff und theoretische Rahmung 2.1 Begriff: cf. Zweite Moderne (Beck: Risikogesellschaft; Sennett: Flexibler Mensch); Systembegriff n. Bossel: I Systemzweck, II Systemelemente und Wirkungsverknüpfungen, III (Verlust) Systemidentität/Unteilbarkeit; Funktionaler Modellbegriff n. Arndt: Abbild-, Reduktions-, Perspektivierungsfunktion 2.2 Herleitung: Doppelziel -> Impliziert Zusammendenken von Verhalten und Verhältnissen (vgl. auch: Dialektik Negt) 2.3 Verbindung zu Ansätzen: I Situational (Erkennen Nebenwirkungen und Rückkopplungen in Rollen); II Kategorial (Interdependenz, Kreislauf, Zielkonflikt), III Institutionenökonomisch (Dilemmasituationen -> Beurteilung Institutionen nach statischer, dynmischer Effizienz und Treffsicherheit zur Vermeidung Nebeneffekte), IV Kompetenzorientierung (DGöB: "Ökonomische Systemzusammenhänge erklären"; Retzmann et al.: v.a. Beziehung und Interaktion, Ordnung und System) 2.4 Verankerung im Lehrplan: Fachprofil = "Ganzheitliches Denken in Systemen und Modellen" 2.4.1 Verankerung von Systemischen Denken: JS 9 (9.1 Chancen und Risiken U-Gründung); JS 10 (10.1 Denken in Gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen, 10.3 Europäische Einigung: Außenhandel); JS 11 (11.1 und 11.2 Wirtschaftliche Zielsetzungen und Problemlagen); JS 12 (12.1 Wirtschaftspolitische Entscheidungsfelder: etwa Geld und Währung, Außenwirtschaft) 2.4.2 Verankerung von Modellen: JS 9 (9.3 Erfolgsrechnung U); JS 10 (10.1 Denken in gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen: Modellhaftes Denken, Marktmodell, Kreislaufmodell); JS 11 (11.2 Wirtschaftliche Problemlagen: Wirkketten Angebot/Nachfrage); JS 12 (12.2 Recht der Leistungsstörungen/Fallstudien) (3) Umsetzung 3.1 Methodische Umsetzung von Zusammenhängenden Denken: v.a. über Modelle (Kategorisierung nach Anschaulichkeit x Dynamisch/Statisch) -> Textbasierte, mathematische, Planspiel, Enterprise-Resource-Planning Programme (z.B. Business One SAP), Grafische (z.B. qualitative Wirkungsdiagramme) 3.2 Beispiele: (a) Handungsorientierung: Planspiel Democracy3; Fallstudien; Szenario-Methode; (c) Sneaker-Kauf: Bsp. Marktmodell/Preisbildung
Anzeige