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Informationswissenschaft (Fach) / Elektronisches Publizieren (Lektion)

Wissenschaftliches Publizieren, Rechtliche Aspekte, Technische Aspekte, Benutzerfreundlichkeit, Open Access, Creative Commons

Diese Lektion wurde von magda_lenan erstellt.

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  • Was ist eine Deposit License? Welches Rechtsverhältnis regelt eine Deposit License? Die Deposit Lizenz ist der Standardvertrag, der beim Publizieren auf einem Open-Access-Repositorium oder Publikationsdienst vom Autor/Herausgeber unterzeichnet werden muss. Darin werden die Rechte für die Veröffentlichung und Langzeitarchivierung oder auch Konvertierung in andere elektronische sowie physische Formate vertraglich festgelegt
  • Warum soll das Repositorium bei DINI gelistet sein? -Vertrauenswürdigkeit (wissenschaftliche Qualität gewährleistet) -international anerkanntes Qualitätssiegel -Wissenschaftler werden dazu ermuntert, ihre Werke als OpenAccess für ein DINI zertifiziertes Repositorium bereitzustellen -standartisierte Schnittstellen für Metadaten machen Publikationen besser auffindbar (z.B. durch Suchmaschinen)  
  • Wie soll Integrität gewährleistet sein? Über die Bildung eines Hashwertes: - digitales Objekt wird mithilfe eines mathematischen Algorithmus in „kürzerer“Zeichenfolge (128 bis 512 Zeichen) abgebildet - benutzt man den selben Algorithmus für dasselbe Dokument ein zweites Mal, so entsteht der selbe Hashwert --> so lässt sich nachweisen, dass/ob ein Dokument seit der letzten Hashwertberechnungnicht verändert wurde
  • Wie soll Authentizität gewährleistet sein? - Eigenschaft der Echtheit, Überprüfbarkeit und Vertrauenswürdigkeit - Wie lässt sich nachweisen, dass bei der Kommunikation über das Netz der Absender eines Dokumentes (einer Nachricht) auch derjenige ist, der er vorgibt zu sein? --> Nachweis der Authentizität über die Anwendung digitaler Signaturen  
  • Was versteht man unter Open Access weltweit freier(=kostenlosen) Zugang zu wissenschaflichen Publikationen, dem kutlurellen Erbe und anderen umfassenden Quellen menschlichen Erbes.
  • Welches sind die Kriterien von Open Access nach der Berlin Declaration? freies, unwiderrufliches und weltweites Zugangsrecht Recht zu kopieren, verbreiten, verändern und wiederzuverwenden Korrekte Angabe der Urheberschaft Passendes, standardisiertes elektronisches Format eine vollständige Fassung auf mindestens einem online zugänglichen Archivserver
  • Wann wurde die Berliner Declaration unterschrieben? 2003
  • Welche zwei Wege des Open Access werden empfohlen (z.B. nach der Budapest Declaration)? - Goldener Weg über Open Access Journale (regelmäßig erscheinende elektronische wissenschaftliche Zeitschrift) mit kostenfreiem Zugriff über das Internet & Peer-Review. Autor trägt die Publikationskosten. In der Regel Erstveröffentlichungen. - Grüner Weg Self-Archiving (personal, institutional oder central), Zweitveröffentlichungen z.b. auf Open Access Repositorien. Auch hier kostenfreier Zugriff über das Internet.
  • Welche Vorteile hat Open Access? Transparenz durch freien Zugang: -Dokumnete werden öfter gelesen->erhöhte Zitierhäufigkeit -Schneller Zugang zu Informationen -Gute Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste -Förderung der internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit -Förderung der Forschungseffizienz durch rasche Diskussion von Forschungsergebnissen -Verbleib der Verwertungsrechte beim Autor-Langfristige Verfügbarkeit der Dokumente
  • Welche Nachteile werden für Open Access benannt? Die Wissenschaftler können bisher noch nicht ihre Reputation verbessern, so wie bei einer Veröffentlichung in einem renommierten Journal. Open Access ist mit Arbeit verbunden, Qualitätskritierien werden bemängelt und der rechtliche Rahmen ist vielen Wissenschaftlern nicht klar.
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  • Erläutern Sie kurz den Zweck und das Grundkonzept des OAI-PMH-Protokoll. Open Archive Initiative Protocol for Metadata Harvesting dient dazu, dem Nutzer einen verbesserten Service anzubieten. Über die OAI-PMH Schnittstelle können Data Provider und Service Provider Daten austauschen. Der Data Provider stellt die Metadaten nach außen sichtbar dar und der Service Provider stellt die Suchschnittstelle zur Verfügung und die eingesammelten Daten (nicht Dokumente) und Dienste bereit,so dass jedes Repositorium mit einer OAI-PMH Schnittstelle mit ihren Dokumenten auffindbar ist.
  • Was sind Content Provider und Service Provider im Sinne des OAI PMH? Content Provider: Repositorien, welche OA Publikationen und deren Metadaten zur Verfügung stellen  Service Provider: Harvester, die Metadaten sammeln und zentral zur Verfügung stellen  
  • Welche Forderungen stellen Autoren an die Services der gegenwärtigen Zeit? -Moderne Textverarbeitungssysteme -Unterstützungstools für Multimediaapplikationen  -Langzeitarchivierung -Kurzer Publikationszyklus -Weltweite Verfügbarkeit
  • Welche Forderungen werden an die Autoren gestellt? -Keine Nutzung von proprietären* Dateiformaten (=Software, die das Recht und die Möglichkeiten der Wieder- und Weiterverwendung sowie Änderung und Anpassung durch Nutzer und Dritte stark einschränkt.) -Nutzung von Standard und internationalen Regeln -Strukturiertes Dokument für einfacheres Retrieval
  • Was ist SHERPA/ROMEO? Zentrale Plattform zur Überprüfung der Möglichkeiten / Self-Archiving Policies für die Zweitveröffentlichung  (welche Form des Self-Archiving der jeweilige Verlag erlaubt, sofern er gelistet ist. Bsp. ob der Verlag / die Zeitschrift Self-Archiving als Pre-Print oder Post-Print (also vor oder nach Peer Review) erlaubt
  • Was versteht man unter digitaler Langzeitarchivierung? -Langzeitarchivierung bedeutet die Dokumente so lange wie möglich aufzubewahren und zugänglich zu machen. -Bei digitalen Ressourcen bedeutet das vor allem sich um die technische Umgebung zu kümmern, in der die Dokumente gelesen werden können, denn die digitalen Dokumente selbst verändern sich nicht im Laufe der Zeit. -Dennoch muss die Integrität der Objekte gewährleistet sein. 
  • Welche Arten von digitalen Dokumenten lassen sich unter dem Gesichtspunkt der LZA unterscheiden? 1.  „born digital“ -digital erstellt worden, kein analoges Äquivalent 2.  „Digitalisate“ – aus analogen Quellen gewonnene digitale Objekte durch Konvertierung (Einscannen von Print) 3.  Digitale Akten – Zusammenschluss/Sammlung von mehreren Dateien, die in einem Sachzusammenhang stehen
  • Welche Anforderungen gibt es an die digitale Langzeitarchivierung? - Bewahrung des originalen Bitstroms(Unversehrtheit, Prüfsummen etc.) - Erhaltung der Benutzbarkeit für spätere Rezipienten (Interpretation der Daten, Präsentation,Funktionalität)
  • Erläutern Sie die drei Ebenen der LZA nach Thibodeau. Physikalische Ebene: Bitstrom + Speichermedium Logische Ebene: Dateiformat ohne festes Speichermedium Konzeptuelle Ebene: Interpretationsebene: z. B. Multimediale Lehreinheit
  • Was versteht man unter der Sicherung von Integrität eines digitalen Dokumentes? •  Unversehrtheit von Informationen und Daten. Bei der elektronischen Kommunikation heißt dies, dass die Daten bei der Übertragung nicht verändert wurden. •  Vollständigkeit des digitalen Objektes •  nachweisbarer Ausschluss unbeabsichtigter und undokumentierter Modifikationen  
  • Wie kann Integrität gewährleistet werden? Die Integrität der einzelnen Dokumente wird mittels Hashwerten intern regelmäßig geprüft. 
  • Wie ist die Funktionsweise der Sicherung mittels Prüfsummen? (Hashwerte) • Ein digitales Objekt wird mithilfe eines mathematischen Algorithmus in einer „kürzeren“ Zeichenfolge (128 bis 512 Zeichen) abgebildet.  • Benutzt man denselben Algorithmus für dasselbe Dokument ein zweites Mal, so entsteht derselbe Hashwert.  • Auf diese Weise lässt sich nachweisen, dass ein Dokument seit der letzten Hashwertberechnung nicht verändert wurde. 
  • Was versteht man unter der Sicherung von Authentizität eines digitalen Dokumentes? Identität der Quelle; Echtheit des Objektes nachweisbar
  • Wie kann die Authentizität technisch gewährleistet werden? digitale Signatur
  • Was sind technische Strategien der LZA (Langzeitarchivierung)? Kame(l) Kopie (Übertragung digitaler Publikationen von einem Träger auf einen stabilren Träger) Archeology (Archvierung von allen bsiherigen Hard und Softwaren->Compuetrmuseum) Migration  (digitale Materialien auf die nächste Compuetrgeneration migrieren) Emulation (Softwareumgebung nachempfinden) (L)
  • Welche Dateiformate eignen sich nach der heutigen gängigen Meinung für die Langzeitarchivierung? PDF/A, SGML, XML, JPEG und TIFF, gegebenenfalls ASCII.
  • Was versteht man unter dem Begriff Digital Curation? gesamter Lebenszyklus digitaler Objekte:  An        -Auswahl einen    -Erhaltung warmen-Wartung Sommer-Sammlung Abend   -Archvierung
  • Warum sollten Forschungsdaten publiziert werden?  um eine wissenschaftliche Arbeit nachvollziebar und überprüfbar zu machen. 
  • Was kann man unter "enhanced publications" verstehen? - „angereicherte Publikation“: z.B. - Forschungsdaten,die die Grundlage für die Publikation gebildet haben, - Extra-Material,was die Publikation in ihrem Aussagewert erhöht (Bilder, Videos, Illustrationen) - Post-publication-Data,wie Kommentare, rankings...  
  • Was sind Plagiate? Plagiate sind Entnahmen von Werken oder wissenschaftlicher Arbeiten Anderer (dies können Wörter, Ideen oder Arbeitsergebnisse sein) die nicht als solche kenntlich gemacht sind, also bei denen die Quelle nicht angegeben ist. Es steht die Absicht dahinter selbst einen Vorteil daraus zu ziehen und diesen Vorgang absichtlich zu verschleiern.
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  • • Welche Formen von Plagiaten lassen sich unterscheiden? - wörtliches Plagiat; - Änderungen, Verschleierung, Paraphrase; - Bauernopfer (wörtliches Zitat als indirektes Zitat gekennzeichnet),; - Ideenplagiat; - Strukturplagiat; - Übersetzungsplagiat; - Zitatsplagiat: Übernahme aus Drittquellen, die selbst schon ein Zitat beinhalten, ohne diesen Vorgang kenntlich zu machen; - Eigenplagiat (früher wurde ähnliches Thema behandelt z.B. in andere Hausarbeit); - Bildplagiat.
  • Welche vier Formen der technologischen Dimension werden bei der LZA unterschieden! smal(l) Served: Objekt wird von der Institution gehostet, ohne Aussage über die Dauer der Mirrored: Objekt wird von Institution B archiviert, Institution A stellt eine Kopie auf eigenen Servern bereit Archived: Objekt wird von der Institution gehostet und permanent bereitgestellt Linked: Objekt wird von Institution B archiviert, Institution A verlinkt auf diese (L)