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Ernährung und Esskultur (Fach) / Laura (Lektion)

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  • Nennen Sie mindestens fünf Einflussfaktoren/Dimensionen mit konkreten Beispielen, die das Ernährungsverhalten beeinflussen. ·        Alter, Einkommen, Bildung ·        Religion, ethische Werte ·        Gesundheitsorientierung ·        Traditionen
  • Nennen Sie zentrale kulturelle, soziale, psychische und kognitive Einflüsse auf das Ernährungsverhalten. ·        Kulturelle: Uhrzeit, Vorstellung von der angemessenen Menge ·        Soziale: Anlass, Status in der Gruppe (Gast nimmt immer zuerst) ·        Psychische/emotionale: Lust/Stimmung, Unsicherheit/Wohlfühlen beim Essen ·        Kognitive: Vorstellung der zu essenden Menge
  • Warum ist Essen immer sowohl ein naturbezogener, als auch ein kultureller Akt? Was unterscheidet den Menschen als Natur- und als Kulturwesen bezogen auf die Ernährung? ·        Mensch handelt als Neophob (handelt als Natur- und Kulturwesen) ·        Nährstoffbedarf decken ·        Kultur bestimmt die soziale, emotionale und kognitive Ausformung des HJunders und damit das Essverhalten ·        Menschen müssen kulturelle Muster schaffen, um ihre Ernährung zu sichern ·        Natur: wir brauchen Nahrung -> NOTWENDIGKEIT ·        Kultur: Nachahmung, Wiederholten von Gewohntem -> MÖGLICHKEIT/Wahlfreiheit des Essens
  • Was ist Esskultur? ·        Umfasst das ganze System der materiellen und immateriellen Errungenschaften rund um das Essen: Akzeptierte Nahrungsmittel, Küche, Mahlzeit
  • Welche Eigenschaften des Menschen führen dazu, dass er eine "Esskultur" entwickeln muss? ·        Mensch = Natur- und Kulturwesen ·        Natur: Nahrung -> zum Überleben und zur Nährstoffdeckung  notwendig ·        Kultur: Möglichkeit der Ernährung -> Mensch = instinktloser Omnivore d.h. ein Allesfresser, Handeln durch Nachahmung
  • Definieren Sie die "3 Institutionen des Essens" (nach Barlösius) und geben Sie jeweils Beispiele. ·        Akzeptable Nahrungsmittel als kulturelle Bestimmung von essbar und nicht essbar (Auswahl, Tabus, Geschmackspräferenzen) ·        Die Küche als kulturelles Regelwerk (Ort, Technik, Zubereitungsart, …) ·        Die Mahlzeit als soziale Institution (soziale Tischgemeinschaft(en), Sitten, …)
  • Definieren Sie die 4 Funktionen des Essens mit jeweils einem Beispiel. ·        Physisch (Körperbezug): Wahrnehmung des eigenen Körpers ·        Psychisch (Gefühl und Empfindung): Spannung vs. Entspannung, Lust vs. Stimmung ·        Sozial (Hintergründe): Anlass, Gruppe ·        Kulturell (Identität): Uhrzeit, Mengenvorstellung, Vorstellung ideales Mahl
  • Erläutern Sie kurz die Bedeutung der beiden Sätze: "Der Mensch ist, was er isst" und "Der Mensch isst, was er ist" ·        Der Mensch ist, was er isst:Zusammenhang zwischen Nahrungszufuhr und kultureller Identität. Der Körper kann nicht viel besser sein, als die ihm zugeführte Nahrung. ·        Der Mensch isst, was er ist (oder sein möchte): o   Heutige Tendenz zur Fehlernährung; jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich,  wie er sich bei der bestehenden Lebensmittelvielfalt entscheidet (Trends; Vorbilder, Models) -> Sportler ernähren sich bspw. anders als Rentner o   Essen ist Ausdruck von Kultur, Abgrenzung und Gemeinschaft o   Essen schafft Entspannung, Genuss und Sicherheit
  • Was versteht man (kulturwissenschaftlich) unter einem "richtigen Essen"/ einer "richtigen Mahlzeit"? ·        Proper Meal (untersch. Def. in den Kulturen): typische Kohlenhydratträger, Proteinlieferanten, geschmackliche Beigaben und Würzung ·        Teller: 2/3 pflanzlich, 1/3 tierisch; Buntes auf dem Teller, Geschmack wahrnehmen ·        Vorstellung des "richtigen Essens" nicht erfüllt -> Beeinträchtigung des Sättigungsgefühls, soziales und psychisches Wohlbefinden  
  • Wie beeinflusst der Wertewandel die Einstellungen und Vorstellungen zu Lebensmitteln/Speisen, zur Esskultur, zu Mahlzeiten und wie entwickelt sich das Ernährungs- und Essverhalten vor diesem Hintergrund (Generationen und ihre Prägung)? ·        Soziokulturelle Bestimmungsfaktoren, die unser Essverhalten leiten, ändern sich im Laufe der Zeit, des Lebens und sind abhängig vom Bedarf, Bedürfnissen und Umweltfaktoren ·        Kulturelle Werte werden vorgelebt. Sie brauchen bestimmte soziale Bedingungen, Anleitungen und Erfahrungen, um sich zu verändern ·        Megatrends o   Bildung als wichtige Grundlage des Alltagshandelns o   Individualisierung, kleinere Haushalte, verschiedene Essstile ·        Typisch heute: wir essen immer und überall o   Unabhängigkeit von Jahreszeit und Erntezeit o   Unabhängig von Boden und Region o   Anonymisierung von ursprünglichen Lebensmitteln
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  • Welche Einflussfaktoren gibt es auf die Mahlzeit, die Einstellung und Bewertung von Mahlzeiten? Nennen Sie Beispiele. ·        Mahlzeit -> Soziale Institution -> hat integrierende und ausgrenzende Funktion o   Wer, wann, wo zusammenkommt o   Tischsitten, Tischkultur, Essrhythmus o   Schaffen Gemeinschaft -> Anlass von Gespräch, Genuss, Vorbild o   Schützen Jugendliche vor krankhaftem Essverhalten o   Religiöse Essregeln werden meist eher eingehalten
  • Welche Aspekte bestimmen den Zusammenhang zwischen Essen und Körperbild und welche "Risiken"/Herausforderungen gibt es? ·        Autonomie/Selbstbestimmung a z.B. Extremfall Magersucht ·        Verteidigung/dickes Fell a z.B. Esssucht -> Adipositas ·        Körpergestaltung und Manipulationen z.B. Bulimie, Magersucht, Muskeldysmorphie (Entstehung ungewöhnlich geformter Muskeln), Muskelsucht -> Körperbeziehung <-> Identitätsentwicklung -> Ausschalten von Signalen und Bedürfnissen wie Hunger, Sättigung und Wohlbefinden