Klinische Psychologie (Fach) / 10. Zwangsstörungen (Lektion)

In dieser Lektion befinden sich 119 Karteikarten

10. Zwangsstörungen

Diese Lektion wurde von jillian erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

  • Wie wirken die SSRIs? die absolute Überaktivität (mehr Serotonin allgemein und noch mehr durch SSRIs) führt dazu, dass die Empfindlichkeit der Rezeptoren verringert wird  
  • CSTC Cortico-Strio-Thalamischo-Corticale Regelkreise 
  • Cortico-Strio-Thalamo-Corticale Regelkreise bestehen aus 2 Hauptverzweigungen: - reziproker exzitatorischer cortico-thalamsicher Arm  - cortico-striato-thalamischer Arm 
  • Reziproker exizatorischer cortico-thalamischer Arm Verbindung zwischen Cortex und Thalamus in beide Richtungen exzitatorisch Thalamus --> Cortex = Informationszufluss Cortex --> Thalamus = bewusster Output 
  • im reziproken exzitatorischen cortico-thalamischen Arm wird von Thalamus zum Cortex was vermittelt? Informationsfluss 
  • im reziproken exzitatorischen cortico-thalamischen Arm wird von Cortex zum Thalamus was vermittelt? bewusster Output 
  • Wie verläuft der cortico-striato-thalamische Arm? kollateral zum reziproken exzitatorischen cortico-thalamischen Arm 
  • Was macht der cortico-striato-thalamische Arm? moduliert Informationsfluss auf Ebene des Thalamus 
  • Wie ist der cortico-striato-thalamische Arm organisiert? in 2 Regelschleifen einer direkten: Cortex -> Striatum -> GPi -> Thalamus einer indirekten: Cortex -> Striatum -> GPe -> Nucleus subthalamicus -> GPi -> Thalamus 
  • direkter cortico-striato-thalamsicher Arm Cortex -> Striatum -> GPi -> Thalamus  ist exzitatorisch; enthemmt den Thalamus 
  • indirekter cortico-striato-thalamischer Arm Cortex -> Striatum -> GPe -> Nucleus subthalamicus -> GPi -> Thalamus  ist inhibitorisch; hemmt den Thalamus 
  • in den cortico-strio-thalamo-corticalen Regelkreisen liegt bei Zwangspatienten was vor? ein Ungleichgewicht zugunsten der exziatorischen Funktionen  --> der reziproke exzitatorische cortico-thalamische Arm und der direkte cortico-striato-thalamische-Arm sind aktiver 
  • Wozu führt das Ungleichgewicht zugunsten der exzitatorischen Funktionen bei Zwangsstörungen? einmalige Wahrnehmungen werden nicht inhibiert, sondern immer weiter exhibiert der Thalamus filtert nicht mehr; implizite Informationen kommen in die explizte Informationsverarbeitung 
  • Was wird bei Zwangspatienten nicht inhibiert? einmalige Wahrnehmungen 
  • Was ist die Grundlage für Zwangsverhalten nach den CSTC? dass einmalige Wahrnehmungen nicht inhibiert werden 
  • Was macht der Thalamus bei Zwangspatienten nicht? er filter nicht mehr; so kommt implizite Information in die explizte Informationsverarbeitung 
  • Was machen Zwangspatienten nach CSTC mit ihrem Verhalten? sie üben Kontrolle aus 
  • Was lässt sich bezüglich der Genetik als Erklärungsansatz für Zwangsstörungen sagen? es gibt kaum Hinweise auf eine genetische Komponente
  • Worüber lassen sich Zwangsstörungen einfach diagnostizieren? Verhaltensbeobachtungen 
  • Welche Diagnoseinstrumente gibt es? Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale (Y-BOCS) Hamburger Zwangsinventar (HZI) Maudsley Obsessional Compulsive Inventory (MOC) Obsessive Belief Questionnaire (OBQ) 
  • Y-BOCS Yale-Brown Obsessive Compulsive Scale  - wird am häufigsten genutzt und ist am renommiertesten - ist ein halbstrukturiertes Interview zur Beurteilung der Schwere der Zwangsstörung 
  • Was beurteilt die Y-BOCS? die Schwere der Zwangsstörung 
  • HZI Hamburger Zwangsinventar - kürzeste Version mit 27 Fragen  - Fragenbogen zur Selbstauskunft  - erfasst Art der Symptome 
  • MOC Maudsley Obsessional Compulsive Inventory  heute veraltet 
  • OBQ obsessive belief Questionnaire  - erfasst kognitive Komponenten 
  • Welche Behandlung ist bei Zwängen am erfolgversprechensten? Verhaltenstherapie 
  • Wie behandelt man Zwangshandlungen? - Exposition mit Reaktionsverhinderung (Exposure and Response Prevention, ERP)  - kognitive Therapie (an Variablen wie Perfektionismus, Verantwortlichkeit etc. arbeiten) 
  • Wie behandelt man Zwangsgedanken? - Habituation mittels Über-Konfrontation mit den Zwangsgedanken (vorspielen) - Gedankenstopp - Gegenkonditionierung (auf den Trigger erfolgt ein positiver Reiz)  - kognitive Therapie 
  • Kognitive Therapie Ansetzen an Varialben die Zwangsstörungen modulieren -> Perfektionismus, Verantwortlichkeit usw. 
  • Worin unterteilt man Dekontaminations-Zwänge? 1) Angst: selbt durch Kontamination geschädigt zu werden oder andere dadurch zu schädigen  2) Ekel: Unbehagen kontaminiert zu sein 
  • Wie werden Dekontaminations-Zwänge behandelt? ERP mit  - Psychoedukation  - Modeling des normalen Waschens - Graduierte Exposition an Zwangsritual auslösende Stimuli - Reaktionsverhinderung (Therapeut begleitet und kontrolliert)  - kognitive Therapie 
  • Was muss bei Dekontaminations-Patienten neben ERP gemacht werden? Psychoedukation  Modeling des normalen Waschens graduierte Exposition an Zwangsritual auslösende Stimuli  Reaktionsverhinderung  und kognitive Therapie 
  • Was wird bei der kognitive Therapie von Dekontaminationspatienten gemacht? Wonach wird unterschieden? Neubewertung der intrusiven Kognitionen  - anders bei Patienten mit Angst vs. Patienten mit Ekel 
  • kognitive Therapie bei Patienten mit Angst Identifikation und Neubewertung übersteigerter Annahmen über Gefährlichkeit befürchteter Kontamination und Nutzen der rituellen Dekontamination 
  • kognitive Therapie bei Patienten mit Ekel - Dekatastrophisierung der Ekelgefühle und des Unbehangens - Abwägen der Vor- und Nachteile Unbehangen tolerieren zu können vs. sich zu waschen 
  • Was ist die Funktion von zwanghaftem Kontrollieren? Anspannung durch Unsicherheit oder Zweifel über befürchtete Konsequenzen reduzieren 
  • Wodurch wird Anspannung durch Unsicherheit oder Zweifel über befürchtete Konsequenzen reduziert? durch zwanghaftes Kontrollieren 
  • Wie werden Kontrollzwänge behandelt? ERP imaginative Exposition der Konsequenzen Kognitive Strategien zur Korrektur der Überschätzung 
  • Wann wird imaginative Exposition über Konsequenzen angewendet und was ist es? bei Kontrollzwängen  - der Patient soll feststellen, dass die gedachte Verantworltichkeit das tatsächliche Ausmaß übersteigt 
  • Was soll der Patient bei imaginativer Exposition über Konsequenzen feststellen? dass das gedacht Maß an Verantwortlichkeit das tatsächliche übersteigt 
  • Wozu werden kognitive Strategien bei Kontrollzwängen eingesetzt? zur Korrektur der Überschätzung von: - Risiken - Intoleranz von Unsicherhiet - Fehlinterpretation intrusiver Gedanken 
  • die kognitiven Strategien bei Kontrollzwängen werden eingesetzt zur Korrektur der Überschätzung von: Risiken  der eigenen Intoleranz von Unsicherheit und der Fehlinterpretation intrusiver Gednaken --> Gedanken müssen nicht ausgeführt werden 
  • intrusive Gedanken werden von Patienten mit Kontrollzwängen oft fehlinterpretiert, sie denken sie müssten sie ausführen 
  • Bei Zwangsgedanken ohne Zwangshandlungen - Prävalenz wird unterschätzt 
  • Was unterscheidet man bei Zwangsgedanken ohne Zwangshandlungen? autogene und reaktive Zwangsgedanken 
  • autogene Zwangsgedanken treten spontan und ohne Trigger auf 
  • reaktive Zwangsgedanken haben einen äußerden oder inneren Trigger welcher den Gedanken auslöst 
  • Welches Symptom findet sich bei Patienten mit Zwangsgedanken ohne Zwangshandlungen? Thought-Action-Fusion: sie denken ihre Gedanken haben Handlungen zu Folge  (auch wenn die Handlungen extern und von ihnen unabhängig sind) 
  • Thought-Action-Fusion findet sich bei Patienten mit Zwangsgedanken ohne Zwangshandlungen  - sie denken, dass ihre Gedanken Handlungen zur Folge ahben  (auch bei von ihnen unabhängigen externen Handlungen) 
  • Wie werden autogene Zwangsgedanken behandelt? - kognitive Therapie der Fehlbewertung der Wichtigkeit, eigene Gedanken zu kontrolliern - Exposition mit Audio-Aufnahmen, welche die Intrusionen enthalten  - Rekationsverhinderung von verdeckten Ritualen oder Neutralisierungsstrategien (Gedanken z.B. in gut und schlecht einteilen)