Neue deutsche Literatur (Fach) / 4. Empfindsamkeit-Sturm und Drang: Das 18. Jahrhundert (Lektion)

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  • Literarische Produktion/ Autorschaft in der Empfindsamkeit - Autor will zum richtigen Gebrauch der Gefühle beitragen, stilisiert Gefühl (künstlich) - Gelehrtenkontext - erzieherisch
  • Literarische Produktion und Autorschaft im Sturm und Drang - Autor als Genie, zweiter Gott, hört auf sein Gefühl (Subjektivität) - Bewegung von Studenten - Natur zum allgemeinen Lehrmeister - Normen verletzt - lebensnah - Genie von der Masse unverstanden - Protest gegen Mechanismen des freien Marktes -> Avantgarde - Zeitschriftengründung
  • Gattungen und Werke/ Programme in der Empfindsamkeit - Dramatik als Kenngattung - Antwort auf die Reformierung des Dramas durch Gottsched - Gottsched: Vernunft, Regeln - Empfindsamkeit: Gefühle, Tugend, Zuschauergefühle erreichen
  • Gattungen und Werke/ Programme im Sturm und Drang - Kritik an Stilisierung - einseitige Auswirkung von Gefühl und Leidenschaft kritisch hinterfragen
  • Erlebnisdichtung - natürlich - subjektiv - gesellschaftskritisch - Geniegedanke
  • Medien der Vermittlung - Zeitschriften können problemlos gedruckt werden - Öffentlichkeit zum Mitstreiten -Publikum wenig vernünftig -Gruppenbildung: Versuch, gemeinsam das Terrain des Marktes für sich einzunehmen, ohne sich Marktgesetzen opfern zu müssen
  • Die Leiden des jungen Werther_ Analyse - Kritik an der Empfindsamkeit, die sich aus der Lektüre speist- Werther ist ein empfindsamer Leser- Werthers Leben wird von der Literatur fremdbestimmt (er liebt die, die seinen Literaturgeschmack teilen)- Im realen Leben gibt es zwischen ihm und Lotte keine Übereinstimmung (er kann nicht für sie sorgen)- Gemeinsames literarisches Interesse reicht nicht für eine funktionierende Beziehung -Werther schafft nichts selbst-Werthers Emotionen sind künstlich (Autoren des Sturm und Drang bemängeln die Künstlichkeit der Emotionen in den Werken der Empfindsamkeit, Werther ahmt diese unnatürlichen Emotionen nach)-Werther stellt Emotionen über den Verstand, kann sich dadurch im realen Leben aber nicht durchsetzen- Für Albert hingegen steht die Vernunft an oberster Stelle
  • Prometheus (Goethe)_ Analyse - Prometheus als Sinnbild des Künstlers -freie Individuen sind von Leidenschaft und Gefühlen geprägt -Schöpferische Selbstenwicklung - (Politische) Selbstbestimmung -gegen Autoritäten - Genie= Autor
  • Epochen Epoche = idealisierendes Konstrukt (Epochen haben unscharfe Grenzen und sindnicht klar voneinander abzugrenzen)Werden verwendet, um die Literaturgeschichte zu ordnen und zu SystematisierenEpochenbezeichnung erfolgt durch1 Selbstthematisierung (Autoren „drücken selbst einen Stempel auf ihre Texte“ ; „Das was wir jetzt machen ist Aufklärung“)2 Nachträgliche Zuschreibung (durch Wissenschaft) (z. B. Beim Barock)Abstrakte Bestimmung- Epochen sind Zeitabschnitte - Während dieses Zeitabschnittes haben literarische Texte bestimmte spezifischeMerkmale, die sie von literarischen Texten der benachbarten Zeitabschnitte abgrenzen - Epochen unterscheiden sich durch spezifische Merkmale von ihren Nachbarepochen- Nicht alle literarischen Texte werden dabei in die Betrachtung einbezogen, sondernes werden wichtige prototypische Vertreter in den Vordergrund gerückt- Aufeinanderfolgende Epochen können trotzdem gleiche bzw. ähnliche Merkmaleaufweisen
  • Die zärtlichen Schwestern (Christian Fürchtegott Gellert) Empfindsamkeit - Analyse - Tugendidee der Empfindsamkeit -> Lottchen (freut sich für die Hochzeitsmöglichkeit ihrer Schwester und ihr Erbe, vertraut Sigmund) - Herz und Gemüt/ Rührung des Publikums -> Mittleid mit Lottchen - Repräsentation von Freundschaft und Mitleid -> Lottchen - Julchen erlent zärtliche Liebe -Trennung von nicht-zärtlicher Liebe (entlarvt Sigmunds Untreue und trennt sich) - Privater Raum - Kritik an der Aufklärung: Magister Onkel der nicht überzeugen kann movere: Rührung des Herzens docere: Tugendidee durch Lottchen delctare: Komödie - gemischte Empfindungen - innen gewandte Auklärung - künstlich (Lotte ist perfekt)
  • Die Kindermörderin (Wagner) Analyse - Mensch Normen unterworfen -> keine Selbstverwirklichung -Kritik an der Ungerechtigkeit der Strafe -neue pädagogische Ideen -Adel soll Lebensstil ändern -Kirche soll reformiert werden
  • Der Bauer an seinen durchlauchten Tyrann (Gottfried August Bürger) - Sturm und Drang- Analyse - Rebellion gegen Autoritäten -Respektlosigkeit gegenüber dem Herrschertum (Bauer dutzt Fürst) - kein einheitlicher Stil - Gefühlfreiheit, Natur und Genie