12

Strukturwandel (Fach) / Phänomene von Strukturwandel in LMEH (Lektion)

CX

Diese Lektion wurde von DVNCM erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Was versteht man unter einem Einzelhandel? Beschaffung von Gütern durch Marktteilnehmer, die diese in der Regel nicht weiter be- oder verarbeiten (Handelsgüter) und an private Haushalte absetzen.
  • Was versteht man unter einem Lebensmitteleinzelhandel? Sammelbegriff für Unternehmen des Einzelhandels, deren Märkte oder Geschäfte ein Sortiment führen, das überwiegend aus Lebensmitteln besteht. Dazu zählen bspw. Supermärkte, Verbrauchermärkte, Discounter und Selbestbedienungswarenhäuser
  • Was versteht man unter einer Unternehmenskonzentration? Externes Wachstum von Unternehmen durch Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen, die auf derselben, einer vor- oder nachgelagerten oder einer unverbundenen Produktions- bzw. Marktstufe tätig sind. Möglichen einzel- und gesamtwirtschaftlichen Effizienzgewinnen steht die Gefahr der Entstehung unkontrollierbarer wettbewerblicher Verhaltensspielräume gegenüber (z.B. ALISCH et al. 2016).
  • Wie hat sich der nominale Umsatz des LEH in DE seit 98 entwickelt? deutlich angestiegen (von 120 Mrd. € auf 180 Mrd.)
  • Nenne LEH, die eine besonders geringe/hohe Marktfläche haben bzw. eine besonders geringe/hohe Flächenproduktivität Hohe Marktfläche: real, Kaufland Geringe Marktfläche: Aldi Süd/Nord, Lidl Hohe Flächenproduktivität: Aldi Süd, Lidl, Aldi Nord Geringe Flächenproduktivität: NP, Netto, Penny
  • Wie Entwickelt sich der Marktanteil der LEH seit 2000? Entwicklung in Richtung oligopolole Struktur; Untersuchungen durch Kartell bestätigt. Insgesamt Marktwachstum   - Top 5 haben Marktanteil von 67 % auf 79 % ausgeweitet.   - Anteil der Sonstigen LEH sinkt -> LEH hat große macht gegenüber den vorgelagerten Produzenten.
  • Beispiele für Konzentrationsprozess 2006: Aufgabe von Walmart; Übernahme durch Metro 2007: Übernahme von Plus durch EDEKA 2010: Übernahme von Ratio durch EDEKA 2013: Übernahme von Wasgau durch Rewe 2016: Übernahme von Coop durch Rewe 2016: Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch EDEKA und Rewe
  • Wie hat sich die Anzahl der Filialen im LEH in DE seit 2006 entwickelt? seit 2006 abnahme (von 50.000 auf 35.000); Der Verkauf konzentriert sich immer mehr auf weniger Filialen
  • Charakterisierung des LEH nach Bundeskartellamt - stark konzentrierter Markt - große Handelskonzerne haben gravierenden Vorsprung gegenüber mittelständischen    Konkurrenten    --> genießen strukturelle Vorteile die sie bei Verhandlung im Einkauf nutzen können. Verhandlungsmacht teils so groß, dass auch große Hersteller dieser unterliegen; bsp. wenn Ausweichalternativen fehlen. Zunehmendes Problem bei Verhandlungen: Eigenmarken der Händler.
  • Definition von Nachfragemacht und Einflussfaktoren für die Nachfragemacht seitens des LEHs Fähigkeit von Unternehmen, einseitig die Bezugskonditionen für die von ihnen eingesetzten Vorprodukte zu ihren Gunsten gewinnsteigernd zu beeinflussen. Einflussfaktoren auf Nachfragemacht seintens des LEH:  ° Allgemeine Abhängigkeit von Markt- und Wettbewerbsbedingungen auf Vor- bzw. nachgelagerten Markt, speziell: - Absolute Größe des Handelsunternehmens - Relative Größe der Verhandlungspartner - Konzentrationsgrad auf Herstellerseite - Grad der Produktdifferenzierung und Markenstärke auf Herstellerseite - Art und Ausmaß der Existenz von Handelsmarken
  • Anzeige
  • Wie könnte eine potentielle negative Auswirkung von Nachfragemacht des LEH auf die LMH bzw. Konsumenten aussehen? Nachfragemacht des LEH führt zu Rentenumverteilung von Herstellern zu Handelsunternehmen -> Mögliche negative Auswirkugnen auf Produktvielfalt -> Mögliche negative Auswirkugnen auf Produktqualität Mögliche negative Auswirkungen auf Konsumentenrente und somit auf gesamtwirtschatliche Wohlfahrt. Allgemeiner Nachweis der Existenz von Nachfragemacht seitens LEH jedoch keine genaue Quantifizierung des Ausmaßes und der Auswirkungen auf den nachgelagerten Bereich.
  • Nenne mögliche Anpassungsstrategien für Unternehmen in der Agrar und Ernährungswirtschaft (vorgelagerter Bereich) - Investition in stärkere Produktdifferenzierung um sich von Handelsmarken stärker abzusetzen - Investitionen in stärkere Markenbildung, inkl. Stärkung der Regionalitäts-, Nachhaltigkeits- und Tierwohlaspekte der hergestellten Produkte - Teilweise Umgehung des (deutschen) LEH durch stärkere Fokussierung auf Exportmärkte - Teilweise Umgehung des LEH durch Direktvermarktungskonzepte - evtl. Onlinehandel mit Lebensmitteln (marktanteil des Onlinehandels hat steigende Tendenz, aber dennoch auf sehr niedrigem Niveau 2015: 0,8 %)