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Approbation (Fach) / Buch 2014 (Lektion)
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- Wie heißen die drei Häute, mit denen Gehirn und Rückenmark umgeben sind? pia mater ("fromme Mutter"), weiche Hirnhaut (dazwischen Subarachnoidalraum/äußere Liquorraum, mit Liquor cerebrospinalis gefüllt - umhüllt als Flüssigkeitsmantel Gehirn und Rückenmark und schützt es vor mechanischen Einwirkungen Arachnoidea ("Spinnwebhaut" wegen ihres spinnwebartigen Aussehens von griech. arachne = Spinne) dura mater ("harte Mutter"), harte Hirnhaut außen, straff, dick
- Entzugssysmptome bei Abhängigkeit vom Alkohol-Barbiturat-Typ • Schwitzen, Zittern, Tachykardien, Desorientiertheit, Suggestibilität, optische und akustische Halluzinationen, generalisierter Krampfanfall • Sämtliche Symptome treten v. a. sowohl bei Alkohol- als auch bei Barbituratentzug auf • Im klinischen Bild lässt sich ein Barbituratentzug nicht von einem Alkoholentzug unterscheiden
- Nephron - Aufgaben kleinste funktionelle Einheit der Niere • Der filtrierte Primärharn gelangt aus dem Nierenkörperchen (Glomerulum) in den Anfangsabschnitt des Tubulus (Nierenkanälchen) • benötigte Stoffe werden auf dem Weg der Nierenkanälchen ins Nierenbecken und dann ins Blut zurückgegeben (Endharn übrig) Aufgaben • Filtration des Blutplasmas in das Nephron • Resorption aus der Tubulusflüssigkeit ins Blut • Sekretion mit Stoffwechselprodukten aus dem Blut in die Tubulusflüssigkeit • bildung von Primär- und Sekundärharn
- "ohne bekannte Ursache" oder "als selbständiger Krankheitszustand" • Idiopathisch
- Epilepsie = Anfälle abnormer elektrischer Erregung im Gehirn • umschriebener Bereich des Gehirns (fokale oder partielle Anfälle) • auf die gesamte Hirnrinde (generalisierte Anfälle) Symptome • Bewusstseinsstörungen, motorische und sensorische Störungen Diagnostik EEG • "Spike-and-Wave" Komplex = charakteristische Veränderungen des EEG mit scharfen Spitzen (»spikes«) und langsamen großen Wellen (»waves«) (hochsynchrone Aktivität)
- Woran ist die bewusste Wahrnehmung i. S. des Aktualbewusstseins geknüpft? • an die Aktivität assoziativer kortikaler Felder (z. B. posteriorer parietaler Kortex, temporaler Kortex, präfrontaler Kortex) • Für das Bewusstwerden komplexer Vorgänge ist die Aktivität der Großhirnrinde (bestimmter Bereiche des Neokortex) erforderlich • Vorgänge in Hirnregionen ohne Verbindung zum assoziativen Kortex bleiben unbewusst
- Colitis ulcerosa Geschwürige entzündliche Erkrankung des Mast-und Dickdarms • Rektums (85 %), Mastdarm • Kolons (Grimmdarm, Teil des Dickdarms) • evtl. auch des Ileums (Krummdarm, unterer (in den Dickdarm übergehender) Abschnitt des Dünndarms
- Transduktion, Transformation und Konduktion Transduktion • Prozess der »Übersetzung« von Reizen (Licht, mechanischer Druck, chemische Reize) in elektrische Energie • Sensoren der Sinnesorgane wandeln Reize in elektrische Signale (Sensorpotenziale) Transformation • Prozess der Auslösung eines Aktionspotentials durch ein Sensorpotential • Sensorpotenziale breiten sich in benachbarte Abschnitte der Nervenfaser aus, bei Erreichen bestimmter Größe depolarisieren sie dort das Ruhepotenzial bis zur Schwelle für die Entstehung von Aktionspotenzialen Konduktion • Weiterleitung der Aktionspotenzialsalven in den afferenten Nervenfasern an die erste Synapse im Rückenmark oder im Hirnstamm
- Hemiparese • Erschlaffung der Muskulatur einer Körperseite • Störung der Motorik
- Hemiplegie > Lähmung der Muskulatur einer Körperseite > Störung der Motorik
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- Apraxie • Störung der Ausführung willkürlicher, zielgerichteter und geordneter Bewegungen bei intakter motorischer Funktion • Fehlfunktion der Steuerung von Bewegungen innerhalb des unmittelbaren persönlichen Raumes, nicht um eine Bewegungsstörung allgemein • keine Lähmung, keine Ataxie • oft nach Parietallappensyndrom
- Ataxie • Störung der Bewegungskoordination/ Bewegungsabläufe (Gangataxie) infolge gestörter funktioneller Abstimmung der entsprechenden Muskelgruppen • Ursache Störungen im peripheren Nervensystem, im Rückenmark oder im motorischen System des Gehirns • Finger-Nase-Versuch • zu unterscheiden von der Apraxie, bei der Muskelinnervation und das motorische System intakt sind, die Planung der Bewegungen jedoch nicht mehr gelingt.
- Funktion und Störungen bei Läsion im Parietallappen (Scheitellappen) • primär-somatosensorische Kortex, in dem Sinneswahrnehmungen der Haut eintreffen, welche in den ebenfalls im Parietallappen lokalisierten Arealen des sekundär-somatosensorischen Kortex und des Assoziationskortex zu zusammenhängenden Sinneseindrücken verarbeitet werden Störungen • der Sensorik auf der kontralateral zur Hirnschädigung gelegenen Körperseite • der Motorik wie Erschlaffung (Hemiparese) oder vollständiger Lähmung einer Körperhälfte (Hemiplegie) • taktilen Agnosie • Apraxie • Körperschemastörung • Neglect (wenn Reize aus der kontralateral zur Schädigung gelegenen Raum- und Körperhälfte nicht beachtet werden sowie Extremitäten dieser Körperhälfte vermindert eingesetzt werden)
- exterozeptive Wahrnehmung protopathischer Sensibilität • registriert vitale Gefährdungen wie grobe Berührungen, Schmerz und Temperatur • Leitung erfolgt über den Tracto spinothalamicus im Vorderseitenstrang des Rückenmarkes epikritische Sensibilität • registriert fein diskriminierende Wahrnehmung von Reizen wie Druck, Berührung und Vibration • entsprechende Leitungsbahnen verlaufen im Hinterstrang des Rückenmarkes
- Propriozeptives System • Tiefensensibilität, Eigenwahrnehmung, bildet Grundlage der motorischen Kontrolle des menschlichen Bewegungssystems • Überwacht Informationen über Position des Körpers, die von den Rezeptoren der Muskeln, Gelenke und Gleichgewichtsorganen stammen • nur Bruchteil kommt bis zur Wahrnehmung im Großhirn, die meisten eingehenden Reize werden im Rückenmark oder im Kleinhirn verarbeitet • bewusste, teilbewusste und unbewusste Verarbeitung afferenter Informationen über Gelenkstellung, -bewegung und -kraft durch das Zentrale Nervensystem
- Viszerozeption • registriert Körpersignale aus den inneren Organen (z.B. Temperatur, Blutdruck, Blutgefäße) • werden über Afferenzen des vegetativen Nervensystem zum ZNS geleitet
- Somatosensorik - Systeme/Wahrnehmungen • System, welches Körperempfindungen vermittelt • Besteht aus 3 getrennten, aber interagierenden Systemen: exterozeptives System - Oberflächensensibilität (Hautsinne) Interozeption Propriozeptives System - Tiefensensibilität (Muskel- und Gelenksinne)Viszerozeptives System - viszerale Sensibilität (viszerale Sinne)
- Welche Hormone werden im Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse) gebildet? Oxytocin fördert die Geburtswehen den Milchfluss und das Bindungsverhalten Vasopressin regelt den Blutdruck
- Welche Hormone werden im Hypophysenvorderlappen (Adenohypophyse) gebildet? Gonadotropine (steuern Funktion der Keimdrüsen) • FSH Follikelstimulierendes Hormon (regt die Bildung von Eizelle (und damit auch die Produktion des Follikelhormons Östrogen) bzw. Spermium an • LH Luteinisierugshormon (regt die Produktion von Testosteron an bzw. löst den Eisprung aus und fördert den Aufbau des Gelbkörpers (und damit auch die Produktion von Gestagen) Weitere • ACTH Kortikotropin (regt Hormonproduktion in der Nebennierenrinde an) • TSH Thyreotropin, GH Wachstumshormon/ STH Somatotropin (wirkt auf alle Körperzellen) • Prolaktin (regt Milchbildung in der Brustdrüse an)
- Hypothalamus Aufgaben • im Zwischenhirn, Zentrum zur Steuerung lebenswichtiger vegetativer Funktionen (hormonell) • Bildung von Hormonen (ADH und Oxytocin werden hier gebildet) -> Steuerung hypophysärer Hormone (Releasing- und Inhibitinghormone), werden an den Hypophysenlappen abgegeben u. veranlassen o. hemmen die Hormonfreigabe • Regulation von Ess-, Trink-, Sexualverhalten• Mitwirkung am limbischen System• Emotions- und Motivationsregulierung
- Nebennieren Hormone = endokrine Drüsen Nebennierenmark • Adrenalin (Stresshormon), Noradrenalin (auch in Neuronen) Nebennierenrinde • Kortisol (steuert Zuckerstoffwechsel und Immunabwehr) • Aldesteron (reguliert den Mineralstoffwechsel) • bei beiden Geschlechtern männliche Sexualhormone (Androgene z. B. Testosteron) • •
- qualitative Bewusstseinsstörungen Bewusstseinstrübung • Fähigkeit verloren, Aspekte zu verstehen, sinnvoll miteinander zu verbinden, sich mitzuteilen und sinnvoll zu handeln (z.B. Delir, Intoxikation) Bewusstseinseinengung • Einengung des Denkens, Fühlens und Wollens auf wenige Theme, verminderte Ansprechbarkeit auf Außenreize (z.B. Dämmerzustände: auf inneres Erleben eingeengt) Bewusstseinsverschiebung • Veränderung im Wacherleben mit Gefühl einer Steigerung des Bewusstseins (Bewusstseinserweiterung), z.B. Meditation, Schizophrenie Dämmerzustand • kurze, zeitlich begrenzte »traumwandlerische« Bewusstseinsstörung, handlungsfähig • Eingeengte Aufmerksamkeit, verschobene Bewusstseinslage, nachfolgende Amnesie Delir • organische psychotische Störung mit dem Leitsymptom Bewusstseinstrübung (und oft mit vegetativen Symptomen) bei akuten körperlichen Erkrankungen (Stoffwechsel, Hirn) • Desorientiertheit, optische Halluzinationen, illusionären Verkennungen, motorische Unruhe
- bildgebende Verfahren Computertomografie (CT) • Röntgenuntersuchung, die in verschiedenen Schichten erfolgt und insbesondere Tumoren gut nachweisen kann Magnetresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie • misst die Eigendrehimpulse (spins) von Elementarteilchen in einem Magnetfeld • v.a. zur Untersuchung von Nervengewebe, Bandscheiben und Muskeln geeignet funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) • Aktivität einzelner Hirnareale lässt sich bei Aufgabendarbietung abbilden, weil sauerstoffhaltiges Blut einen anderen spin hat als nicht sauerstoffhaltiges Blut Positronenemissionstomographie (PET) • misst Verteilung verabreichter radioaktiv markierter Substanzen im Gehirn • Da Strahlungsintensität und Hirndurchblutung korrelieren, können Blutflüsse und damit die Aktivität von Hirnarealen in vivo abgebildet werden Angiografie • Röntgenaufnahme der Gefäße nach Injektion eines Kontrastmittels • erfasst v. a. Verengungen der Gefäße gut
- Bing-Horton-Syndrom =Clusterkopfschmerz, v.a. Männer • heftige einseitige Kopfschmerzattacken von 15–180 Minuten Dauer, bis zu 8x • Augen-Schläfen-Bereich (Augenrötung und Tränenfluss) • mehrere schmerzfreie Monate möglich • Akutbehandlung durch Sauerstoffzufuhr, verzögert Triptane • Prophylaxe durch Lithium, Valproinsäure, Kortison oder Ergotamine
- Agranulozytose • toxische Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen • Symptomtrias: Stomatitis aphthosa, Halsschmerzen, hohes Fieber • meist allergische Reaktion auf bestimmte Medikamente wie Antikonvulsiva (v. a. Carbamazepin und Valproinsäure, die alternativ zu Lithium auch als Phasenprohylaktika eingesetzt werden können), Neuroleptika (v. a. atypische wie z. B. Clozapin), manche tri- und tetrazyklische Antidepressiva • ggf. Behandlung der Symptome durch Glukokortikoide und Antibiotika
- Trizyklische Antidepressiva - Nebenwirkungen anticholinerge Wirkungen • Mundtrockenheit, Erhöhung des Augeninnendrucks, Akkomodationsstörungen • Harnverhalt, Obstipation • Tachykardien histaminerge Wirkungen • Gewichtszunahme Sonstige • orthostatische Hypotonie (Schwindel beim Aufstehen durch Blutdruckabfall), Senkung der Krampfschwelle und sexuelle Funktionsstörungen • Appetitsteigerung, Hyperhidrose (nächtliches Schwitzen)
- Malaria-Medikamente • können zu schweren depressiven Reaktionen mit Suizidgefährdung führen
- Medikamentengruppen mit Abhängigkeitspotential • Barbiturate • Hypnotika • Opiate • Tranquilanzien • Amphetamine
- psychiatrische Pharmakotherapie im Alter • Im Alter verändert sich die Pharmakokinetik woraus eine veränderte Pharmakodynamik resultiert (veränderte Wirkung) • halbe Standarddosis von Psychopharmaka um pharmakogenes Delir zu vermeiden • Aufgrund der Multimorbidität älterer Menschen kommt es zu einer Polypharmakotherapie mit möglichen Wechselwirkungen, die zu einer Wirkungsverstärkung oder zu paradoxen Wirkungen führen können • SSRI sind zur Behandlung depressiver Syndrome im Alter besonders indiziert
- Malignes neuroleptisches Syndrom • starken extrapyramidale Störungen (Rigor, Akinesie, Dyskinesien) • vegetative Beschwerden (Tachykardie, Blutdruckschwankungen, Schwitzen, Fieber) • Bewusstseinsstörung bis Koma, kann aufgrund von Nieren-, Herz- und Kreislaufversagen in 20 % der Fälle zum Tode führen
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- Rezidivprophylaxe Schizophrenie • bei Erstauftreten einer Schizophrenie ein bis zwei Jahre • nach dem ersten Rückfall zwei bis fünf Jahre • bei häufigeren Schüben über fünf Jahre oder als Dauermedikation
- Pharmakokinetik Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechselung und Ausscheidung eines Pharmakons im Körper "was macht der Körper mit dem Medikament?"
- Pharmakodynamik Wirkung, die ein Medikament auf einen Organismus ausübt und die entsprechenden Wirkmechanismen
- Erstinterview nach Argelander • offen formulierte Eröffnungsfrage und ruhige, abwartende, aber auch zugewandte Haltung, nimmt Äußerungen, Mimik, Gestik und Verhaltensweise des Patienten sowie eigenen Gegenübertragungsgefühle mit freischwebender Aufmerksamkeit wahr => wird von Patient oft frustrierend erlebt, da Diagnostiker schweigt, keine Ratschläge erteilt • objektive (direkt vom Pat. berichtete) und subjektive Informationen (Bedeutungsgehalt, den Pat. den Daten verleiht) können erfasst werden • Fokus auf szenischen Informationen (nonverbal, auch Vorfeldphänomene und die Anfangsszene)
- Biofeedback • misst psychophysiologische Zusammenhänge • vermittelt prompte und genaue Information über autonome Körperfunktionen wie z. B. Herzschlagfrequenz, Blutdruck, Gehirnwellen, Hauttemperatur und Hautleitfähigkeit • physiologischer Prozess wird sichtbar gemacht
- Versorgung vs. Autarkie Wünsche nach Versorgung und Geborgenheit führen zu starker Abhängigkeit (passiver Modus) oder werden als Selbstgenügsamkeit oder Anspruchslosigkeit abgewehrt (aktiver Modus) • bei Krankheiten sind Betroffene entweder passiv-anklammernd oder wehren Hilfe ab
- Fokaltherapie Balint • Form der psychoanalytischen Kurzpsychotherapie • Voraussetzung gemeinsame Definition eines Konfliktkerns • möglichst klar und frühzeitig definiertes Fokalziel
- »Autogenes Training« nach Schultz - Grundstufen weiter? Grundübung 1.) Schwereübung (Rechter Arm wird schwer, Arme sind schwer, Arme und Beine sind schwer)2.) Wärmeübung (Arme und Beine werden/sind warm) Organübung3.) Herzübung (Herz schlägt ruhig und gleichmäßig)4.) Atemübung (Atmung ist ruhig)5.) Sonnengeflechts-Bauchübung (Sonnengeflecht ist strömend warm)6.) Stirnübung (Stirn angenehm kühl)7.) Zurücknehmen (Muskeln kurz anspannen und tief einatmen)
- STIPO, Strukturiertes Interview zur Persönlichkeitsorganisation - Weiterentwicklung Kernberg Skalen IdentitätObjektbeziehungPrimitive AbwehrCoping/RigiditätAggressionWertvorstellungenWahrnehmungsverzerrungen und Realitätskontrolle Weiterentwicklung des Strukturellen Interviews von Kernberg durch Clarkin
- Widerstand Formen • Widerstandsanalyse neben der Übertragungs- und Gegenübertragungsanalyse zentraler Bestandteil der analytischen Psychotherapie Formen des Widerstandess • Ich-Widerstand: Abwehr- oder Verdrängungswiderstand • Es-Widerstand: Aus Gründen der Unlustvermeidung wird an ursprünglichen infantilen Libidobesetzungen festgehalten, Hintergrund ist die Macht des Wiederholungszwanges • Über-Ich-Widerstand: stammen aus unbewusstem Schuldgefühl, Strafbedürfnis; Symptomverschlechterung nach Fortschritten in der Therapie Widerstand gegen die Übertragung • Widerstand gegen das Involviertwerden in die Übertragung (insbesondere bei Patienten, die sich in keiner Weise als abhängig erleben wollen) • Widerstand gegen das Bewusstwerden der Übertragung (taucht zu Beginn jeder Behandlung auf) • Widerstand gegen die Auflösung der Übertragung (v. a. in der Phase des Durcharbeitens wichtig)
- maligne Regression • führt zu fortschreitender Verschlechterung und zum Verlust der psychosozialen Funktionsfähigkeit innerhalb und ausserhalb der Therapie • Fähigkeit zur therapeutischen Ich-Spaltung (Fähigkeit, ein regressives Erleben in der Therapie zuzulassen und es gleichzeitig von einem beobachtenden Standpunkt aus zu betrachten) geht verloren • v. a. bei Patienten mit ich-strukturellen Defiziten (weitreichende Regression sollte vermieden werden) • Ausgehend von Freuds Strukturmodell sowie von objektbeziehungspsychologischen Konzepten lassen sich verschiedene Formen der Regression beschreiben - Ich-Regression: Regression hinsichtlich der Ich-Funktionen, Abwehrmechanismen - Triebregression: Regression bzgl. der Libidostufen zu früheren Fixierungsstellen - Regression des Über-Ichs zu archaischen Über-Ich-Vorläufern- Regression der Objektbeziehungen: Reinszenierung infantil anmutender Objektbeziehungen
- Persönlichkeitsstörungen - dysfunktionale Grundannahmen weiter aufschreiben 9.14 5 Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Da ich etwas besonderes bin, verdiene ich besondere Regeln. Ich stehe über den Regeln. Ich bin besser als andere. 5 Zwanghafte Persönlichkeitsstörung: Ich weiß, was das Beste ist.Genauigkeit und Einzelheiten sind sehr wichtig. Die Leute sollen mehr leisten, sich mehr Mühe geben. 5 Histrionische Persönlichkeitsstörung: Menschen sind dazu da, um mir zu dienen oder mich zu bewundern. Sie haben nicht das Recht mir zu verweigern, was mir rechtmäßig zusteht. Ich kann mich von meinen Gefühlen leiten lassen. 5 Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung: Es ist schlimm, abgelehnt, gedemütigt zu werden. Wenn andere mein wahres Ich kennenlernen, werden sie mich ablehnen. Ich kann unangenehme Gefühle nicht ertragen. 5 Dependente Persönlichkeitsstörung: Ich brauche Menschen, um zu überleben, um glücklich zu sein. Ich brauche ständig Unterstützung, Ermutigung.
- Konfrontation bei Blutphobie • diphasische vasovagale Reaktion: spezifisches physiologisches Reaktionsmuster • Herzrate und Blutdruck steigen zunächst an, fallen dann schnell ab, kann bis zur Ohnmacht führen • Methode zur Behandlung: Angewandte Anspannung (»applied tension«) nach Öst und Sterner (1987), großen Skelettmuskeln anspannen und die Spannung kurzzeitig halten
- Unterschiede tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) und analytische Psychotherapie (AP) AP • behandelt die neurotische Symptomatik, den neurotischen Konfliktstoff (und) die zugrunde liegende neurotische Struktur • mit Hilfe der Übertragungsanalyse, Gegenübertragungsanalyse (und) Widerstandsanalyse • unter Nutzung regressiver Prozesse TP • behandelt die unbewusste Psychodynamik aktuell wirksamer neurotischer Konflikte • unter Beachtung von Übertragung, Gegenübertragung (und) Widerstand • unter Konzentration des therapeutischen Prozesses durch Begrenzung des Behandlungsziels, vorwiegend konfliktzentriertes Vorgehen (und) Einschränkung regressiver Prozesse • Die TP beschränkt die regressiven Prozesse • Die TP arbeitet vorwiegend an aktuellen Konflikten • Die AP behandelt die der Symptomatik zugrunde liegende neurotische Struktur • In der AP spielt die Widerstandsanalyse eine wesentliche Rolle