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Quantitative und Qualitative Bildungsforschung (Fach) / Handlungskonsequenzen (Lektion)
Handlungskonsequenzen
Diese Lektion wurde von NCA2011 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Ein häufig genannter Kritikpunkt an der empirischen Bildungsforschung lautet „Vom Wiegen allein wird die Sau nicht fett“. Damit ist u.a. gemeint, dass zwar zahlreiche Daten erhoben und Sachverhalte gemessen werden, dies aber keine bzw. wenige Auswirkungen hat. Wichtig ist es demnach, dass aus den erhobenen Daten auch Taten folgen. Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Ergebnissen zu Bildungsungleichheiten für Ihr eigenes Handlungsfeld? Nennen Sie bitte fünf Punkte, die Sie als bedeutsam ansehen. Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Ergebnissen zu Bildungsungleichheiten für Ihr eigenes Handlungsfeld? Erziehungs- und Bildungspartnerschaft Als erster und wichtigster Bildungsort hat die Familie einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder. Die Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und den Eltern bzw. Familien ist sehr wichtig, damit die Bildung und Erziehung der Kinder auch von Zuhause aus unterstützt wird. Die Eltern sind als Experten ihrer Kinder zu betrachten. Für eine gelingende Erziehungs- und Bildungspartnerschaft ist eine respektvolle Haltung und Wertschätzung sowie eine Kommunikation auf Augenhöhe notwendig. Mit Familien- und Bildungsangeboten können Unterstützungsmaßnahmen erfolgen, durch welche auch die Kinder frühzeitig gefördert werden und man ihnen positive Entwicklungschancen eröffnet. Literacy-Erziehung Kinder machen schon lange bevor sie lesen und schreiben können ihre ersten Erfahrungen mit Sprache und Schrift. In Kindertageseinrichtungen können Literacy-Erfahrungen gezielt gefördert und so eine Basis für eine erfolgreiche Lese- und Bildungskarriere gelegt werden. Die Kinder können spielerisch erste Erfahrungen mit der Lese-, Erzähl- und Schriftkultur sammeln. Beispielweise können gemeinsam Bilderbücher angeschaut werden, Geschichten erzählt oder nacherzählt werden und regelmäßige Sprechanlässe geschaffen werden. Diese Erfahrungen sind für alle Kinder von Bedeutung, doch gerade Kinder mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien erfahren zuhause keine ausreichende Förderung in diesem Bereich. Für diese Kinder ist die Literacy-Erziehung daher sehr bedeutsam. Fort- und Weiterbildung des pädagogischen Personals Eine wichtige Voraussetzung für eine gute Qualität in der Kindertagesbetreuung ist eine fundierte Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte. Einheitliche Start- und Bildungschancen für alle Kinder können nur mit qualifizierten Fachkräften gelingen. Fort- und Weiterbildungen sind wichtig für die Qualitätssicherung in den Einrichtungen. Die sich stetig verändernden Aufgaben und Herausforderungen erfordern ein breites Spektrum an Kompetenzen. Die Fachkräfte können durch diese Maßnahmen ihre bereits erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen auffrischen, erweitern und vertiefen. Außerdem können diese Angebote genutzt werden, um sich gezielt in bestimmten Themenfeldern zu spezialisieren und somit auch beruflich weiterzuentwickeln. Alltagsintegrierte Sprachförderung Sprachförderung ist ein Teil des Bildungsauftrags und muss als ein Element in der alltäglichen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen angesehen werden, damit alle Kinder davon profitieren können. Sprachliche Bildung und Sprachförderung in der Kindertagesbetreuung sind eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Bildungsverläufe und eine gelingende Integration. Hierzu muss aber die zusätzliche Sprachförderung weiter gefördert und weitere Ressourcen geschaffen werden. Nur mit genügend Zeit und qualifiziertem Personal kann die sprachpädagogische Arbeit erfolgreich gelingen. Interkulturelle Pädagogik Interkulturelle Kompetenz ist eine Basiskompetenz, die jedes Kind und jeder Erwachsene benötigt um ein selbstbestimmtes Leben und friedliches Miteinander zu führen. Bereits in der frühen Kindheit werden die kulturellen Gegebenheiten der eignen Familie kennengelernt und diese Muster auch übernommen. Somit bewegen wir uns alle täglich in verschiedenen Kulturen. Daher ist es wichtig, ein friedvolles Zusammenleben in der Kindertageseinrichtung zu gestalten, indem sich alle gegenseitig akzeptieren und respektieren. In der Interkulturellen Pädagogik stehen die Lebenswelten aller Kinder und ihrer Eltern oder ihrer Familien im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Jedes Kind muss Achtung und Wertschätzung seiner Sprache und Kultur erfahren, um in der Lage zu sein eine positive Identität aufbauen zu können.