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Approbation (Fach) / Frühling 2018 (Lektion)

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  • Salutogenese nach Antonovsky •    Entstehung von Gesundheit oder Wohlbefinden nach Antonovski •    Gesundheit ist kein Zustand sondern ein Prozess (Kontinuum zwischen Gesundheit und Krankheit) •     = Entwicklungs- und Erhaltungsprozess •     betont kognitive Bewältigungsstrategien zur Abwendung von GesundheitsrisikenGrundlage Kohärenzsinn (engl. Sense of coherence; SOC), "globale Orientierung": » überdauerndes Gefühl des Vertrauens, dass die internale und externale Umwelt verstehbar ist, dass Lebensereignisse bewältigbar sind und dass die Anforderungen des Lebens sinnvolle Herausforderungen sind, die Investition und Engagement verdienen Verstehbarkeit (ich verstehe, warum es so ist - Stimuli sind strukturiert, vorhesehbar, und erklärbar), Sinnhaftigkeit (es ist wichtig für mich - Anforderungen sind Herausforderungen, die Anstrengung und Engagement lohnen) und Machbarkeit/Bewältigbarkeit (es ist für mich schaffbar - Ressourcen) führen zur Kohärenz (es ist stimmig für mich - Zuversicht, dass die Erfahrungswelt vorhersagbar und handhabbar ist)    
  • Introjektion • Einverleibung äußerer Werte in die Ich-Struktur, damit das Individuum sie nicht mehr als Bedrohung von außen erleben mus • Das Introjekt bezeichnet daher auch die Identifikation mit einem Aggressor, der in der Tiefenpsychologie einen Abwehrmechanismus zur Angstbewältigung auslöst, • Spektrum dieses Abwehrmechanismus reicht von produktiver Form der Angstbewältigung bis hin zur schädigenden Verleugnung überwältigender Angst im Traumageschehen, bei dem sich eine Person, die von einem Aggressor körperlich oder emotional misshandelt oder unterdrückt wird, unbewusst mit diesem identifiziert. (Stangl, 2019) • Je früher in der Kindheit Identifikationen stattfinden, desto tiefer sind sie verwurzelt (Siegfried Elhardt), frühe Identifikationen werden auch Introjektionen genannt Introjektion: Verinnerlichung (Internalisierung) eines sehr ambivalent, also gleichzeitig libidinös und aggressiv besetzten Objekts. Dieser Abwehrmechanismus ist typisch für die Depression
  • Cue Exposure in-vivo-Konfrontation mit persönlich relevanten Auslöserbedingungen mit dem Ziel, Craving auszuhalten und Situation abstinent zu bewältigen (v.a. bei Alkoholabhängigkeit) – Geruch von Alkohol– Ort, Personen, Stimmung, Erinnerungen  
  • Welche Arten der Disputation gibt es? (sokratischer Dialog) 1.) Empirisches DisputierenHinterfragen nach Wahrheitsgehalt und Realitätsbezug 2.) Logisches DisputierenHinterfragen nach logischen Widersprüchen 3.) Hedonistisches oder funktionales DisputierenNützlichkeit der Überzeugung 4.) Normatives DisputierenAngemessenheit von und Übereinstimmung mit Normen
  • Präsuizidales Syndrom (Ringel) Einengung: Die Wahlmöglichkeiten im Leben werden immer weiter eingeengt, bis letztlich nur der Suizid als Möglichkeit bleibt. Diese Einengung kann allein im Denken und Verhalten des Betroffenen begründet sein (Depression, Kontaktstörung), aber auch in der Realität (Isolation, Vereinsamung, Arbeitslosigkeit, Verluste, Krankheit) Situative Einengung: Der oder die Betroffene empfindet einen Verlust der gewohnten Handlungs- und Entfaltungsmöglichkeiten in seinem Alltag. Dynamische Einengung: Alles Denken engt sich zunehmend thematisch ein; Gefühle und Phantasien bekommen mehr und mehr eine einseitige Ausrichtung, die, mit dem Verlust an Lebensfreude einhergehend, das Weiterleben als sinnlos erscheinen lässt. Einengung der zwischenmenschlichen Beziehungen: Kontakte zu anderen Menschen, auch innerhalb der eigenen Familie, brechen aufgrund der empfundenen Einengung zunehmend ab und führen zur Vereinsamung. Einengung des Werterlebens: Alles was bisher im Leben als wertvoll erschien, verliert seine Bedeutung. Es resultiert daraus eine innere Leere. Aggressionsumkehr: Eine verstärkte und gleichzeitig gehemmte Aggression, die sich früher oder später gegen den Betroffenen selbst richtet. Suizidphantasien: Das Gefühl, der Realität nicht gewachsen zu sein, führt zu einer Flucht in die Irrealität. Der Betroffene baut sich eine Scheinwelt auf, in der Gedanken an den Tod und schließlich an Suizid eine immer größere Rolle spielen.
  • ICF •    Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit •    Nachfolgerin der ICIDH, klassifiziert "Komponenten von Gesundheit"  Teil 1: Funktionsfähigkeit und Behinderung •    Körperfunktionen [und deren Störungen] sowie -strukturen [und deren Schädigung] •    [Beeinträchtigung der] Aktivität und Partizipation (Teilhabe) Teil 2: Kontextfaktoren •    Umweltfaktoren [negativ wirkende Faktoren]•    Personenbezogene Faktoren
  • Katalepsie, Kataplexie neurologische Störung, aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen werden übermäßig lange beibehalten tritt vor allem bei schizophrenen Erkrankungen auf, aber zum Teil auch bei organischen Hirnerkrankungen Die Katalepsie ist von der Kataplexie zu unterscheiden:  emotionsbedingt auftrender kurzzeitiger Verlust des Muskeltonus ohne Bewusstseinstrübung, z.B. bei Narkolepsie
  • Parkinson-Syndrom Akinese: Bezeichnet eine Bewegungslosigkeit von Skelett- oder Herzmuskulatur, Akinesie der Skelettmuskulatur Leitsymptom des Parkinson-Syndroms  Rigor Ruhetremor  Posturale Instabilität durch einen Dopaminmangel jeglicher Genese verursacht 
  • OPD-2 Achse III innere Konflikte, ausgehend von den beiden Hauptkonflikten werden Foki für die Behandlungsplanung formuliert > Abhängigkeit vs. Autonomie (Individuation)> Unterwerfung vs. Kontrolle> Versorgung vs. Autarkie> Selbstwertkonflikt> (Über-Ich und) Schuldkonflikt> ödipaler (sexueller) Konflikt> Identitätskonflikt
  • OPD-2 Achse IV Struktur •    untersucht Persönlichkeitsstruktur, erfasst strukturelle Defizite auf vier Dimensionen 1. Wahrnehmung (Selbst- und Objektwahrnehmung) 2. Regulierung (Selbstregulierung und Regulierung des Objektbezugs) 3. Kommunikation (nach innen und nach außen) 4. Bindung (nach innen und nach außen) •    vier Integrationsniveaus (gute, mäßige, geringe Integration, Desintegration) •    Behandlung je nach Reifeniveau der Störung eher struktur- oder konfliktbezogen   •    strukturelle Fähigkeiten > Selbsterleben            Selbsterflexion> Selbststeuerung        Impulssteuerung> Abwehr                     Reifegrad> Objekterleben            Subjekt-Objekt-Differenzierung> Kommunikation          Kontakt> Bindung                     Loslösung
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  • OPD-2 Achsen Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik erfasst systematisch  für psychoanalytische oder tiefenpsychologische Behandlungen relevante psychodynamische Aspekte psychischer Störungen  Achse 1: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen  Achse 2: Beziehung (Übertragung, Gegenübertragung) Achse 3: Konflikt (innere Konflikte) Achse 4: Struktur (des Selbst, Beziehungen zu anderen) Achse 5: Psychische und Psychosomatische Störungen (ICD)
  • wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie nach §11 Psychotherapeutengesetz wissenschaftliche Anerkennung und Beurteilung Therapieverfahren in Deutschland 12 Mitglieder - Bundespsychotherapeutenkammer und Vertretung der ärztlichen Psychotherapeuten in der BPK / Bundesärztekammer  
  • Welche der folgenden Psychotherapieverfahren gelten nach der Prüfung durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie entsprechend der nach dessen Kriterien geforderten Mindestzahl von Anwendungsbereichen bei Erwachsenen als wissen- schaftlich anerkannt? Wählen Sie 2 Antworten/ (A) Traumatherapie (B) Gesprächspsychotherapie (C) Gestalttherapie (D) Hypnotherapie (E) interpersonelle Psychotherapie (F) systemische Therapie (B) Gesprächspsychotherapie (F) systemische Therapie
  • wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieverfahren Richtlinienverfahren: Verhaltenstherapieanalytische Psychotherapietiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie außerdem: Systemische TherapieGesprächspsychotherapie
  • Evidenzgrade nach Cochrane Collobaration empfohlener Einteilung (GRADE) Die Evidenzbasierte Medizin wertet und klassifiziert klinische Studien nach ihrer Aussagefähigkeit. Dazu werden Studien nach den Empfehlungen des AHCPR in verschiedene Evidenzklassen von Ia bis IV eingeteilt. Höhere Evidenzklassen bieten eine bessere wissenschaftliche Begründbarkeit für eine Therapieempfehlung. Ia: mind. 1 Metaanalyse aus mehreren RCTIb: mind. 1 RCTIIa: mind. 1 randomiserte Studie (ohne Kontrollgruppe)IIb: mind. 1 quasi-experimentelle StudieIII: es gibt nicht-experimentelle, deskriptive Studien, z.B. VergleichsstudienIV: es gibt Autoritäten, die aufgrund klinischer Erfahrungen Therapie als wirksam erachten
  • Erklären Sie die Begriffe Selection-Bias und Attrition-Bias in Bezug auf RCTs und nennen Sie jeweils eine methodische Gegenmaßnahme. Selection-Bias: (Auswahlverzerrung)  Verzerrte Zuweisung in die Kontroll- und Interventionsgruppeführt zu systematischen Unterschieden in der Zusammensetzung der Studiengruppen.Gegenmaßnahme: Randomisierung, Generierung und die Verdeckung der Zuteilungssequenz. Attrition-Bias: (Schwundquote)  Verletzungen vom Studienprotokoll sowie Teilnehmer(innen), die die Studie verlassen oder frühzeitig beenden.Gegenmaßnahme: Intention-to-treat (ITT) Prinzip, d. h. in der Analyse werden alle Teilnehmer(innen) in derjenigen Gruppe analysiert, in die sie ursprünglich randomisiert wurden.
  • ICD Depression Diagnostik - Schweregradbestimmung Mindestens zwei (schwere Episode: drei) Hauptsymptome müssen mindestens zwei Wochen anhalten. Kürzere Zeiträume können berücksichtigt werden, wenn die Symptome ungewöhnlich schwer oder schnell aufgetreten sind. Schweregradbestimmung: Die Patienten leiden zusätzlich zu den Hauptsymptomen unter mindestens zwei (leichte Episode, F32.0), drei bis vier (mittelgradige Episode, F32.1) bzw. mindestens vier (schwere Episode, F32.2) Zusatzsymptomen. Das somatische Syndrom ist bei leichter (F32.01) bzw. mittelgradiger depressiver Episode (F32.11) nur dann zu klassifizieren, wenn wenigstens vier Merkmale des somatischen Syndroms eindeutig feststellbar sind. Für die schwere depressive Episode ist diese Zusatzcodierung nicht vorgesehen, weil davon auszugehen ist, dass diese aufgrund ihrer Schwere die somatischen Symptome mit einschließt. Eine schwere depressive Episode kann zusätzlich "mit psychotischen Symptomen" (F32.3) klassifiziert werden, wenn Wahnideen (gewöhnlich Ideen der Versündigung, der Verarmung oder einer bevorstehenden Katastrophe), Halluzinationen oder ein depressiver Stupor auftreten.
  • Depression Somatisches Syndrom mind. 4 von folgenden 8 Kriterien: Interessenverlust, Freudverlustmangelnde emotionale ReaktionenFrüherwachenMorgentiefpsychomotorische Hemmung oder AgitiertheitAppetitverlustGewichtsverlustLibidoverlust
  • Evidenzkategorie Empfehlungsgrad I-IVIa/b randomisierte Kontrollierte Stodien2a/b methodisch gute quasiexperimentelle studie A sollB sollte0 kannK Klinischer Konsens
  • Therapieempfehlungen Depression S3 Leitlinie Zur Behandlung akuter, leichter bis mittelschwererer depressiver Episoden soll eine Psychotherapie angeboten werden (A). Antidepressiva sollten nicht generell zur Erstbehandlung bei leichten depressiven Episoden eingesetzt werden, sondern allenfalls unter besonders kritischer Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses (B). Bei akuten mittelschweren depressiven Episoden soll eine alleinige Psychotherapie und alternativ eine alleinige Pharmakotherapie mit einem Antidepressivum als gleichwertige Behandlungsoptionen angeboten werden (A). Bei akuten schweren Depressionen soll eine Kombinationsbehandlung mit medikamentöser Therapie und Psychotherapie angeboten werden (A). Wenn ein alleiniges Behandlungsverfahren in Betracht gezogen wird, soll bei ambulant behandelbaren Patienten mit akuten mittelschweren bis schweren depressiven Episoden eine alleinige Psychotherapie gleichwertig zu einer alleinigen medikamentösen Therapie angeboten werden (A). Bei Dysthymie, Double Depression und chronischer Depression sollen Patienten darüber informiert werden, dass eine Kombinationsbehandlung mit Psychotherapie und Pharmakotherapie gegenüber einer Monotherapie wirksamer ist (A)
  • Therapieempfehlung Depression + koronare Herzerkrankung Bei koronarer Herzerkrankung und komorbider depressiver Störung soll eine Psychotherapie angeboten werden. Bei koronarer Herzerkrankung und komorbider mittelgradiger bis schwererdepressiver Störung soll eine Pharmakotherapie vorzugsweise mit Sertralin oderCitalopram angeboten werden. Bei koronarer Herzerkrankung und komorbider depressiver Störung sollen trizyklische Antidepressiva wegen ihrer kardialen Nebenwirkungen nicht verordnet werden.
  • Fall-Kontroll-Studie •    nicht-experimentelle, eine bestehende Situation beobachtende, retrospektive Untersuchung einer Stichprobe um Risikofaktoren für die Erkrankung zu ermitteln •    Form der epidemiologischen Studie •    Erkrankte (Inzidenz) und Gesunden (Kontrolle), Parallelisierung Stichproben (vergleichbare       Probanden), Häufigkeit der Exposition mit potentiellen Risikofaktor verglichen •     nur Korrelationen ohne Kausalaussagen, Ungleich Kohortenstudie bereits erkrankt •     Maßzahl Zusammenhang zwischen Risikofaktor und Erkrankung: Odds Ratios  
  • Reliable change index Differenz zwischen Prä- und Post-Werten einer Testperson relativiert am Standardfehler der Differenzen statistisch bedeutsame Veränderung, da größer als Messfehler des Erhebungsinstrumentes
  • Wovon wird der Standardfehler des Mittelwertes beeinflusst? wird beeinflusst von … der Standardabweichung der einzelnen Zufallsvariablen in den Stichproben (je größer die Standardabweichung, desto größer der Standardfehler) undder Größe der Stichproben (je größer der Stichprobenumfang, desto kleiner der Standardfehler).
  • Grundbedürfnisse nach Grawe / Konsistenztheorie Bindungsbedürfnis: erlebte Bindungssicherheit ist zentral für die gesunde Entwicklung eines Kindes und Vorraussetzung für die Entwicklung "echter" Autonomie Autonomie/Orientierung/Kontrolle: Selbstständigkeit i. S. v. Unabhängigkeit von anderen, um Selbstwirksamkeit zu erleben. Autonomes Explorationsverhalten, um Umwelt vorhersagbar (Orientierung) und in ihren Auswirkungen auf den Organismus steuerbar (Kontrolle) zu machen. Selbstwerterhöhung/Selbstwertschutz: Selbstwertgefühl als bewertende Stellungnahme einer Person zu sich selbst. Positiv (Stolz, Freude) vs. negativ (Scham, Trauer). Selbstbewertung ist i.d.R. bereichsspezifisch. Psychische Gesundheit geht mit der Fähigkeit d. Selbstwertschutzes einher. Lustgewinn/ Unlustvermeidung: erfahrungen werden als gut-schlecht (Annäherung-Vermeidung) bewertet. Abhängig von Temperament, Vorerfahrung, momentanem Zustand und aktuellen Bedürfnissen d. bewertenden Individuums. Aktivierung von Annäherung: positive Emotionen; Vermeidung: negative Emotionen. Motivationale Schemata, um Grundbedürfnisse zu befriedigen: AnnährungsschemataVermeidungsschemataInkongruenz: Die aktivierten Ziele werden verfehlt Diskordanz: verschiedene Ziele werden gleichzeitig aktiviert und hemmen sich gegenseitig Übergeordnet:  Streben nach Konsistenz/ Identität: Streben nach Zusammenpassen/ Widerspruchsfreiheit psychischer Inhalte. Zielt auf relativ spannungsfreien/konfliktarmen intrapsychischen Zustand ab. Bei Bedürfnisfrustration kommt es zu Spannung sowie bei Widersprüchen in Grundbedürfnissen (z. B. Autonomie versus Bindungswunsch). Mit Ziel der Spannungsreduktion (Inkonsistenzreduktion) wird Entstehung psychischer Symptome erklärt; z. B. Angstsymptomatik mt Meidungsverhalten. führen zu Grundbedürfnisfrustrationen
  • Polysomnographie bei Störungen beim Einschlafen, Aufwachen während der Nacht oder ständige Tagesmüdigkeit; ebenso von Dritten wahrgenommenes starkes Schnarchen mit Atemunterbrechungen.  diagnostisches Verfahren zur Messung physiologischer Funktionen, stellt die umfangreichste Untersuchung des Schlafes einer Person dar. Mit dieser Technik werden mehrere unterschiedliche Körperfunktionen kontinuierlich während der ganzen Nacht überwacht.
  • Kontingenz Informationsgehalt, Struktur, Regelmäßigkeit, Vorhersehbarkeit des Zusammentreffens von Verhalten mit nachfolgenden Konsequenzen
  • Konkordanz Übereinstimmung der Gesamturteile von zwei oder mehr verschiedenen Urteilern 
  • Strukturmodell von Freud (auch: Instanzenmodell) 3 Instanzen mit besonderen Funktionen •   das Es: Triebpol der Persönlichkeit, Hauptreservoir der psychischen Energie. Folgt NUR dem Primärvorgang"•   das Über-Ich: Richter u Zensor. Gewissen, Idealbildung, Selbstbeobachtung•   das Ich: Vermittelt zwischen Triebwünschen des Es und Geboten, Verboten und Idealen des Über-Ich und den Anforderungen der äußeren Realität.  Das Es ist vollständig unbewusst. Ich und Über-Ich haben unbewusste Anteile. Das Es folgt nur dem Primärvorgang. Fazit: immer 2 Triebe, die sich entgegenstehen bzw. zusammen wirken →Dualismus
  • Abwehrmechanismus Konversion •  symbolhaften Umwandlung eines psychischen Konflikts in somatische Beschwerden Umlagern eines psychischen Konflikts auf somatische Symptome, die eine symbolische Beziehung zum Konflikt haben. Entspricht dem früheren Hysteriebegriff (hysterische Blindheit, Lähmung).  
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  • Mentalisierungsfähigkeit - Fonagy •    Fähigkeit, eigenes Verhalten und das anderer im Hinblick auf mentale Zustände wahrnehmen, reflektieren und in Worte fassen zu können •   Wird in frühen Bindungsbeziehung erworben (Spiegelung eigener Emotionen durch Bezugsperson, "Makierung" = Spiegelung mit einem übertriebenem mimischen Ausdruck  zB. von der Mutter zum Kind) •   Zentral für Affektregulation und Selbstorganisation
  • Zyklisch- maladaptive Muster Strupp und Binder Modell des Zusammenhangs zwischen innerpsychischen Komponenten und Interpersonellem Verhalten. Es ist in der Lage die Verschränkung von intrapsychischer und interpersoneller Psychodynamik zu beschreiben. • Erwartungen des Patienten an das Verhalten anderer Personen• Verhalten des Patienten gegenüber anderen Personen• Verhalten anderer Personen dem Patienten gegenüber• Umgang des Patienten mit sich selbst (maladaptives Introjekt) Das Modell der zyklischen maladaptiven Muster hatte Einfluss auf die Erstellung der Achse II in der operationalisierten psychodynamischen Diagnostik (OPD II)
  • Containing (W. Bion) Fähigkeit von Psychotherapeuten, Projektionen von Patienten vorerst aufzunehmen, ohne die eigenen Emotionen, die durch die Projektionen ausgelöst werden, zu agieren Mit der Rêverie übernimmt der Therapeut sozusagen aktive "Verdauungsarbeit" unerträglicher Gefühle, anstatt lediglich als Projektionsfläche zu dienen. Th nimmt für den Pat. nicht erträgliche Affekte zunächst ohne sofortige affektive Gegenreaktion in sich auf, um sie innerlich zu verarbeiten und dann dem Pat in quasi "verdauter" oder "entgifteter" Form wieder zur Verfügung zu stellen.
  • Beschreibe die Grundkonflikte nach der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) Um eine Behandlungs-Diagnose zu stellen, wird der Patient gemäß dem Stand seiner Entwicklung und Reifung in die vorgegebenen und umschriebenen / operationalisierten Konflikttypen eingeordnet.  1. Abhängigkeit vs. Individuation In einem Extrem würde ein Mensch mit diesem Grundkonflikt eine Abhängigkeit erzeugende Beziehung suchen als „willkommene Abhängigkeit“. Im anderen Extrem eine emotionale Unabhängigkeit aufbauen und die Bindungswünsche unterdrücken. 2. Unterwerfung vs. Kontrolle In einem Extrem nimmt der Mensch die Gegebenheiten hin als Schicksal, dem er sich fügt, dabei sind Erleben und Verhalten geprägt von Gehorsam und Unterwerfung. Im anderen Extrem bestimmen Kontrolle und Auflehnung („Bekämpfen“) das Erleben und Verhalten. 3. Versorgung vs. Autarkie In einem Extrem führen Versorgungs- und Geborgenheitswünsche zu starker Abhängigkeit und der Mensch wirkt passiv und anklammernd. Im anderen Extrem nimmt der Mensch keine Hilfe an und wehrt die Wünsche nach Hilfe ab, indem er sich als anspruchslos darstellt. In einer altruistischen Konfliktverarbeitung bekommen Andere die Versorgung, nach der er sich selbst unbewusst sehnt. 4. Selbstwert vs. Objektwert Es bestehen Selbstwertkonflikte, die im einen Extrem als Minderwertigkeit erlebt werden, während Andere aufgewertet oder idealisiert werden. Im anderen Extrem werden kompensatorische Anstrengungen erbracht, die das Selbstbild bis hin zum Größenwahn stützen, während Andere abgewertet werden. 5. Über-Ich- und Schuldkonflikte Im einen Extrem führt die Schuldübernahme bis zur masochistischen Unterwerfung. Im anderen Extrem sieht der Mensch die Schuld nur beim anderen, wobei ihm jegliche Form eines eigenen Schuldgefühls fehlt. 6. Ödipal-sexuelle Konflikte Im einen Extrem nimmt der Mensch seine Erotik und Sexualität nicht wahr, im anderen Extrem bestimmt sie alle Lebensbereiche, ohne dass eine Befriedigung gelingt. Dies meint nicht sexuelle Funktionsstörungen anderer Herkunft. 7. Identitätskonflikte Bei sonst hinreichenden Ich-Funktionen übernimmt der Mensch die Geschlechts-, Rollen oder Gruppenidentität anderer oder überspielt die Identitätsambivalenz kompensatorisch. 8. Fehlende Konflikt- und Gefühls- Wahrnehmung Bei diesem Grundkonflikt werden Konflikte, Gefühle und Bedürfnisse bei sich und anderen nicht wahrgenommen oder sie werden durch sachlich-technische oder philosophische Beschreibungen ersetzt.
  • Definition Gesundheit WHO - Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens  - nicht nur das Fehlen von Krankheiten und Gebrechen
  • Perseveration - Formale Denkstörung - Haftenbleiben an Vorstellungen bzw. beharrliches Wiederholen von Bewegungen oder Wörtern auch in unpassendem Zusammenhang. - bei Alzheimer-Krankheit, Autismus, Schizophrenie, Zwangsstörung
  • F 44.5 dissoziative Krampfanfälle Kriterien für dissoziative Störung erfüllt krampfartige Bewegungen, die an Epilepsie erinnern, jedoch ohne Bewusstseinsverlust (eher Stupor oder Trance) ohne Zungenbiss, Urininkontinenz, schweren Verletzungen vom Sturz > durch EEG Ableitung während Anfall von Epilepsie zu unterscheiden
  • Anorexia Nervosa Subtypen F50.0x •    F50.00    Anorexie ohne aktive Maßnahmen zur Gewichtsabnahme (restriktive Form),                  Einschränken der Nahrungsaufnahme (passive Form) •    F50.01    Anorexie mit aktiven Maßnahmen zur Gewichtsabnahme (Binge eating: Erbrechen,  Purging: Abführmittel, Diuretika) 
  • F50 Essstörungen Kategorien F50.0 Anorexia nervosa F50.1 atypische Anorexia nervosa F50.2 Bulimia nervosa F50.3 atypische Bulimia nervosa F50.4 Essattacken bei anderen psychischen Störungen F50.5 Erbrechen bei anderen psychischen Störungen
  • Stufenmodell der Moralentwicklung (Kohlberg) I) Präkonventionelle Ebene •    Autoritätsmoral 1. Stufe: Moral des Gehorsams (Strafe), Intentionen anderer werden nicht wahrgenommen 2. Stufe: Moral des instrumentellen Egoismus, Zweck- und Austauschorientiert (Wechselseitiger Deal der Bedürfnisbefriedigung) II) Konventionelle Ebene •    Gruppenmoral 3. Stufe: Moral der interpers. Übereinstimmung (Wille der Mehrheit), Erfüllung Erwartungen anderer (good-boy-nice-girl-Moral, Zuneigung/ Anerkennung) 4. Stufe: Moral von Gesetz & Ordnung (Autorität, soz. Stabilität), an Erhaltung des sozialen Systems orientiert (Verpflichtung gegenüber Gesellschaft) III) Postkonventionell: •    Grundsatzmoral 5. Stufe: Moral der soz. Vereinbarung (Relativität von Werten & Normen), am Sozialvertrag orientiert, staatsbezogene Binnenmoral (Stufe 4) wird durch Gedanken der Freiheitsrechte für alle Menschen überschritten (persönliche Werte/ Meinungen sind relativ, Einigung und Änderung der Gesetze zum Wohle der Allgemeinheit möglich) 6. Stufe: Moral allgemein-gültiger ethischer Prinzipien (Gerechtigkeit, Menschenrechte/-würde, kategor. Imperativ); selbstgewählten Prinzipien folgen, auch wenn sie nicht mit Gesetz übereinstimmen - nicht wirklich real. 
  • F43.2 Anpassungsstörung Beginn: innerhalb 3 Monate nach Beginn der Belastung bis 6 Monate nach Ende der Belastung akut vs. chronisch depressive Stimmung, Angst, Sorge -->auch gemischte Formen Störung des sozialen Verhaltens Leidensdruck und Beeinträchtigung Soziale Funktion und Leistung sind durch eine entscheidende Lebensveränderung beeinträchtigt (Emigration, Flucht, Trauer, Krankheit) Typisch sind depressive Stimmung, Besorgnis, das Gefühl unmöglich weitermachen zu können, bei Jugendlichen: Störung des Sozialverhaltens, dissoziales Verhalten bei Kindern sind regressive Phänomene beobachtbar
  • Parasomnien •  Außergewöhnliche Verhaltensmuster oder physiologische Ereignisse aus dem Schlaf heraus (=Aufwach- oder Arousal-Störungen) •  Auftreten häufig im Kindesalter, Jungen 4 x häufiger betroffen •  Auftreten im Erwachsenenalter oft in Zusammenhang mit seelischen Problemen •  Arten von Parasomnien: F51.5 Albträume, F51.3 Schlafwandeln, F51.4 Pavor nocturnus F51 nichtorganische Schlafstörungen
  • F51.3 Schlafwandeln Nächtliches Umherirren ohne wach zu werden, morgens Amnesie, 1. Drittel der Nacht Parasomnien
  • F51.4 Pavor nocturnus •  Nachtangst, v.a. Junge 4-5J.  •  plötzliches Aufwachen mit heftigen Schreien, massiver Erregung, Schweiß, Herzrasen, Desorientierung, Dauer von mehreren Min. (unter 10 Min.) •  in der Regel in erster Nachthälfte, ungleich Albtraum (F51.5, meist 2. Nachthälfte, erinnerbar)
  • Achsen MAS (multiaxiales Klassifikationsschema für psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter) Achse I       klinisch-psychiatrisches Syndrom Achse II      Umschriebene Entwicklungsstörungen  Achse III     Intelligenzniveau Achse IV    Krankheiten aus anderen Kapiteln des ICD 10 (somatische Störungen) Achse V     Assoziierte abnorme psychosoziale Umstände (letzte 6 Mon) - Keine unzureichenden psychosozialen Umstände - abnorme intrafamiliäre Beziehungen - psychische Störung, etc in der Familie - inadäquate oder verzerrte intrafamiliäre Kommunikation - abnorme Erziehungsbedingungen - abnorme unmittelbare Umgebung - akute belastende Lebensereignisse - gesellschaftliche Belastungsfaktoren - chron zwischenmenschl. Belastung - belastende Lebensereignisse Achse VI     globale Beurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus
  • Interpunktion •    herstellen von Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in der Interaktion •   Auslöser für bestimmte Situation suchen, z.B. werden vorangegangene Mitteilungen des Kommunikationspartners als Ursache für eigenes Verhalten gesehen  •    können sich für Systemmitglieder daher jeweils unterschiedlich darstellen •    beim Vorliegen gegensätzlicher Interpunktionen sind Störungen in der Kommunikation zu erwarten
  • Bateson Doppelbindung (double bind) •    Begriff systemische Therapie •    Form der Kommunikation, bei der in einer Mitteilung sich einander widersprechende Botschaften enthalten sind   •    Widerspruch zwischen zwei gezeigten Botschaften, z.B. zwischen Körpersprache und verbaler Äußerung
  • Balance-Theorie nach Gottman •    in stabil-zufriedenen Partnerschaften sollte das Verhätlnis von positivem und negativem Interaktionsverhaltens 5:1 betragen •    neg. Interaktion führt dazu, dass Partner aversiv erregt ist, dies als unangenegm wahrnimmt--> führt zu neg. Interpretation der Beziehungsgeschichte sowie zur Trennung
  • Paradoxe Interventionen •    Symptomverschreibung: Verhaltsweise wird bestärkt, jedoch Zeitpunkt/Ort oder Kontext verändert •   Paradoxe Intention: Verhaltensweise mit dem Ziel ihrer Überwindung absichtlich ausüben •   Reframing: Umdeutung •    Relabeling: Umetikettierung •    Standortfestlegung •    Advocatus diaboli •   Rückfallvorhersage •   Utilisation (Nutzen) eines Syndroms typisch strategische Therapietechnik die zu systemischen Therapiemethoden zählt
  • Schizophrenie Genetische Prädisposition •    Verwandte 1. Grades 10% •    Verwandte 3. Grades 3 % •    Eineiige Zwillinge oder beide Eltern 50%