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Geschichte (Fach) / VL 9 (Lektion)

DIE STADT IM MITTELALTER

Diese Lektion wurde von camilleoly erstellt.

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  • WORIN LIEGT DIE KRITIK BROOKMANNS BZG DER SCHEMATA zu aller erst muss man. sagen, dass die Schemata ein fälschliches Bild darstellen, das nahe legt, dass die Sozialordnung und die Verfassung damals so klar und deutlich geregelt war und in einem horizontalen Verlauf von statten ging. Jedoch ist das eher ein Konstrukt aus dem 19. Jhd in dem man versuchte das Mittelalter und seine politik zu erklären. Es ist einfach eine vereinfachte Darstellung, bei der es so aussieht als ob man nur an den nächstfolgenden in der Pyramide ein Lehen verleihen darf, dem war aber nciht so. Er schlägt vor eher Schemas zu machen in dem die familiae den grössten Teil der Masse mit den Immunitäten ausmachen und darüber die Fürsten und ganz oben der König ist und die sich nicht auf einer horizontalen Pyramide befinden, sondern alle in demselben Kosmos umherschwirren
  • Hochmittelalterliches Ständemodell Hochmittelalterliches StändemodellBischof Adalbero von Laon (977-1033) in den 1020er Jahren„Dreigeteilt ist das Haus Gottes: die einen beten, die anderen kämpfen, die dritten arbeiten.“→ oratores – bellatores – laboratores.
  • Wodurch stieg die Bevölkerungszahl 9000-1300? von 4-12 Mio Einwohner Wärmezeit, die Temperatur stieg um 1-2 Grad an was eine Steigerung der Landwirtschaftserträge herbeiführte. eurropäische Agrarrevolution seit dem 9. Jhd -> verstärkter Eisengebrauch, kein Hakenpflug sondern WEndepflug -> WEndung des Bodens und Drainage Drei-Felder-Wirtschaft und Brache neue Form der Integration von Ackerbau und Viehzucht. Das Vieh wird zum Milch und Futterlieferant Ab dem 11. Jhd dann mehr Erzeugung als notwendig -> mehr Arbeitsteilungen und Spezialisierungen in handwerkliche und Bauarbeiter Berufe  nicht mehr jeder musste Bauer sein Entstehung der Märkte wo man tauschen konnte.
  • Was ist eine Grundherrschaft? WAS IST DAS VILLIKATIONSSYSTEM? Herrschaft über Menschen, die auf einem bestimmten Ort ansässig waren. über das Land und die Leute. Die MEnschen werden TEil der Familia des Patron. -> stehen danach unter seiner MUNT. ->Abhängigkeit aber auch protection Das Villikationssystem ist eine zweigeteilte Grundherrschaft, die aus  1. Frohnhot (curtis) mit Salland (terra salica) ; Fronhofsverwalter ist meist der Grundherr selber -> dieses wird von Gesinde bewirtschaftet, sogenannten HUFENBAUERN 2. Bauernland (mansi, hufen) = kleinere Bauernstellen, welche um den Fronhof herum entstanden und welche die Bauern im Gegenzug zu hand und Spanndiensten bekamen
  • Wieso war das Aufkommen der Märkte so wichtig? Dadurch, dass das Nutzen der Naturalausgaben damit gesunken ist und man mit Sachwerten handeln und zahlen konnte, bedeutete das eine enorme Freiheit für die Bauern. Die jüngeren Kinder der Bauern konnten daraufhin in die Städte ziehen und die Bevölkerung wurde mehr und mehr urban ab dem 12. Jhd. -> man rodete die Wälder für die Städte  JEDOCH parallel dazu gab es im 12 und 13 Jhd das Phänomen der Verdorfung, wo sich mehr und mehr Fronhofverbände auflösten und sich Siedlungen bildeten und verdichteten → Freiere Lebensverhältnisse für einen Teil der Landbevölkerung: -  Umwandlung der Naturalabgaben in bestimmte Sachwerte (‚Wachszinser’) oder Geld → Interesse der Produzenten an Ertragssteigerungen und ‚Überschussproduktion’ Abnehmer in entstehenden Handwerkersiedlungen und Städten-  Ablösung der Hand- und Spanndienste im Fronverband durch Geld = Rentengrundherrschaft
  • Was sind die Vorteile der Drei-Länder-Wirtschaft? 1. Das Vieh kann auf der WEide stehen wenn es in der Brache istDÜNGUNG. 2. das Risiko des Ernteausfalls verringert sich mehr und mher 3.bessere Verteilung der bäuerlichen Arbeiten 4.
  • DIE RITTER IDEE : PROBLEME ● Problem: die waffenführenden Freien der gesellschaftlichen Oberschicht tragen ihre Konflikte ge- waltsam aus, da moderne Institutionen wie ‚Polizei’ oder ‚unabhängige Gerichte’ fehlen. Den größ- ten Schaden haben die einfachen Leute des Gegners. -  Dem wirkt die Gottesfriedensbewegung entgegen (aufgekommen Ende 10. Jh. in Südfrankreich, im nordalpinen Reich rezipiert ab den 1080er Jahren) treuga dei: von Bischöfen initiierter, eidlich gelobter Sonderfriede von Waffentragenden ... ... zu best. Zeiten (Advent, Fastenzeit ...) oder Wochentagen (z.B. Donnerstag bis Sonntag) ... gegenüber waffenunfähigen Personen (Geistlichen, Frauen, Pilgern, Juden, Bauern ...) ... an bestimmten Orten (Kirchen, Friedhöfe, Bauernhäuser ...) .... gegenüber best. lebenswichtigen Gegenständen (Pflüge, Mühlen, ...) → starker Rückgang von Fehden-  Die Geistlichen propagieren erfolgreich ein neues Selbstbewusstsein der Waffenführenden: der miles christianus alias ‚Ritter‘ als Schützer der Wehrlosen = „Ethisierung des Kriegerberufes“ (JOSEF FLECKENSTEIN)-  Waffengebrauch und Ausleben von Aggressionen folgen zunehmend allgemein akzeptierten Regeln
  • Die miles Christianus Im 10. bzw. 11. Jahrhundert wandelte sich die Deutung des christlichen Streiters von der geistlichen Metapher zum wörtlich verstandenen „christlichen Ritter“ und „Soldaten Gottes“. Zunächst übte der Ritter in der Gottesfriedensbewegung als bewaffneter Friedensgarant von Kirche und Gläubigen eine weltliche Gewaltfunktion aus. Im Zuge der aufkommenden Klosterreformen und des Investiturstreits sah sich Papst Gregor VII. veranlasst, den Begriff Militia christiana und die paulinische Rede vom „guten Kämpfer Christi“ auf die bewaffneten Kräfte der Milites sancti Petri zu konzentrieren. Das Papsttum bediente sich nunmehr des Adels, der unter Einsatz militärischer Gewalt weltliche römische Interessen durchsetzen sollte. DEr christliche Ritter ist verpflichtet: - zum Schutz von Glauben und Kirche- zum Kampf gegen die Heiden -  Nur Friedewahrung, Schutz der Kirche und der Schwachen rechtfertigt den eigentlich unchristlichen Waffengebrauch-  Weiterer Schub für die Entwicklung des ‚Rittertums’ als Gottes-, Herren- und Frauendienst: die Kreuzzugsbewegung (beginnend mit dem ersten Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems 1096-99) Krieger aus ganz Europa begreifen sich als verschworene gottgefällige militia Christi. Affektkontrolle nicht nur bei kriegerischen Aktionen, sondern auch im zivilen Alltagsleben bei Hofe wird Anforderung an den Ritter: Er muss sich höflich verhalten – so, dass er stets als angenehmes und wertvolles Mirglied der Gesellschaft wahrgenommen wird.
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