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Allgemeine und Biopsychologie (Fach) / Klausurfragen (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Vroni_Geuder erstellt.
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- Welche drei neuronalen Erklärungen für Bewusstsein kennen Sie? Erläutern Sie einen der Ansätze. Es gibt die drei neuronalen Erklärungen "Global Workspace", "Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung" und "Bewusstsein im Hirnstamm". Bei der Erklärung "Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung" geht man davon aus, dass visuelle Reize zu einer Welle von Verarbeitungsaktivitäten im gesamten Kortex führen. Diese Welle ist so schnell, dass die Zellen kein Feedback über die eigene Verarbeitung erhalten (Feedforward), deshalb ist diese Welle unbewusst. Im zweiten Schritt erfolgt eine Rückkopplung der Zellaktivität quasi als rücklaufende Welle (rekurrent), wodurch die bewusste Wahrnehmung entsteht. Mit dieser Theorie wird gut unbewusste Wahrnehmung und Maskierung erklärt.
- Mit welchen Standardmethoden werden im Schlaf Veränderungen gemessen? Die physiologischen Standardmessungen für Veränderungen im Schlaf sind EEG (Elektroenzephalogramm), EOG (Elektrookulogramm) und EMG (Elektromyogramm).
- Nennen Sie drei Exekutivfunktionen. Exekutivfunktionen der kognitiven Kontrolle sind z. B. das Setzen von Zielen, Planung, Entscheidung für Prioritäten, Impulskontrolle, Emotionale Regulation, Aufmerksamkeitssteuerung, Handlungssequenzierung, motorische Steuerung, Prüfen der Ergebnisse und Selbstkorrektur.
- In welchem Hirnareal befindet sich der Sitz der kognitiven Kontrolle? Nennen Sie zwei Beispiele aus Ihrem Alltag, in denen Sie kognitive Kontrolle aufwenden müssen. Kognitive Kontrolle findet im präfrontalen Kortex im Frontallappen der Großhirnrinde statt. Kognitive Kontrolle muss ich aufwenden, wenn ich mit dem Auto ohne Navigationssystem zu einer Adresse fahre, die mir neu ist, oder wenn ich mich zwingen muss, ruhig zu bleiben und langsam wegzugehen, wenn ein paar unserer Bienen (wir sind Imker) hinter mir her sind und ich eigentlich den Drang verspüre, um mich zu schlagen und schnell wegzurennen.
- Das Modell der Handlungskontrolle nach Norman & Shallice erklärt sowohl (automatisierte) Routine-Handlungen als auch eine Handlung unter kognitiver Kontrolle. Erläutern Sie das Modell anhand eines Beispiels. Bei Routinehandlungen findet eine planmäßige Ausführung unter Wettbewerb statt, die verschiedenen Reize aktivieren fest assoziierte Handlungsscripte. Das Handlungsscript, das am stärksten aktiviert ist, hemmt die anderen und löst die (automatisierte) Handlung aus. Dadurch wird ohne kognitiven Aufwand verhindert, dass mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen. In neuen/unvorhergesehenen Situationen greift nach Auftreten divergenter Reize das überwachende Aufmerksamkeitssystem SAS aktiv in die Kontrolle ein und hemmt oder aktiviert Kontrolleinheiten, wodurch eine automatisch ausgelöste Handlung unterdrückt werden kann. Dann läuft eine neue, angepasste Handlung ab. Hat man beispielsweise eine Liste von Farbwörtern vor sich, die in anderen Farben gedruckt sind als ihre Bedeutung ist, fällt es schwerer, die Farben der Wörter zu nennen, als die Wörter vorzulesen, da das Lesen des Wortes ein starkes Handlungsscript ist und diese Routinehandlung nur durch starke Kontrolle unterdrückt werden kann.
- Stellen Sie die Mechanismen des Stroop-Effektes anhand eines Beispiels dar. Durch automatische Verarbeitung von Informationen wird der kognitive Load bei Aufgaben reduziert. Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitung kollidieren, reduzieren die kognitive Leistung, man spricht dann vom Stroop-Effekt. (Beispiel: Liste Farbwörter)
- Welche beiden Arten von Wissen können unterschieden werden? Beschreiben Sie beide Wissensarten anhand je eines Beispiels. Deklaratives oder auch explizites Wissen ist unmittelbar zugänglich und lässt sich gut beschreiben, beispielsweise können gelernte Vokabeln gut verbal abgerufen werden. Die Repräsentation dieses Fakten-/Weltwissens findet in Kategorien statt und enthält Tatsachen und Ereignisse. Prozedurales oder auch implizites Wissen wie z. B. das Spielen eines Musikinstrumentes lässt sich gut motorisch vorführen, aber nicht wirklich in Worten beschreiben. Die Repräsentation der Handlungen im Gedächnis findet in Scripten statt.
- Was versteht man unter dem McGurk-Effekt? Beim Verstehen von Sprache wirken auch visuelle Informationen mit, insbesondere das unbewusste Lippenlesen. Dadurch kann es zu audio-visuellen Täuschungen kommen, dem sogenannten McGurk-Effekt.
- Nennen Sie zwei neurologisch bedingte Sprachstörungen. Wie unterscheiden sich diese Störungen voneinander? Sowohl die Broca-Aphasie als auch die Wernicke-Aphasie werden durch Schädigung von Gehirnarealen verursacht und betreffen den Sprachprozess. Während jedoch bei der Broca-Aphasie das Aussprechen gedachter Wörter gestört ist, kann bei der Wernicke-Aphasie die Bedeutung der gehörten oder gesprochenen Wörter nicht mehr verstanden werden.
- Beschreiben Sie vier wesentliche Merkmale von Emotionen. Emotionen sind meist objektgerichtet, objektlose Emotionen werden meist nicht als vollwertig empfunden. Emotionen verändern unser Erleben, jede Emotion fühlt sich anders an und auch unsere Wahrnehmung und Gedanken werden verändert. Emotionen wirken sich auf unsere körperliche Erregung aus, z. B. ändern sich Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, auch die Aktivität von Magen und Darm ändert sich. Auch unser Verhalten wird durch Emotionen beeinflusst, so kann Ärger zu Angriff führen, Furcht zu Flucht und Traurigkeit lässt uns weinen, während wir bei Freude zu Lachen und Bewegung tendieren.
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- Welche Annahmen macht die Zwei-Faktoren-Theorie der Emotionsentstehung nach Schacter & Singer? Emotionen entstehen, wenn eine wahrgenommene periphere körperliche Erregung auf eine emotionale Einschätzung der Situation zurückgeführt wird. Die Erregung ist zunächst emotionsunspezifisch und bestimmt lediglich die Intensität der Emotion. Welche Emotion erlebt wird, wird durch die kognitive Einschätzung der Situation definiert (Appraisal). Die Interpretation wird von Erfahrungen beeinflusst.
- Was versucht die Motivationspsychologie zu erfassen und zu erklären? Die Motivationspsychologie versucht zu erfassen, wodurch Bewegung ausgelöst wird. Sie versucht, Richtung, Intensität und Ausdauer menschlichen Verhaltens zu erklären.
- Welche drei Grundmotive kennen Sie? Beschreiben Sie diese kurz. Es gibt die drei Grundmotive Leistung (Ehrgeiz, Erfolg, Risikobereitschaft, Persistenz), Anschluss (Aufbau, Aufrechterhaltung und Wiederherstellung von Beziehungen, Nähe, Zugehörigkeit/Geselligkeit) und Macht (Einfluss, Überlegenheit, Stärke, Sichtbarkeit, Dominanz, Status).
- Mit welcher Methode wird versucht, implizite Motive zu erfassen? Was sind die Vor- und Nachteile dieser Methode? Implizite Motive sollen mit projektiven Tests wie z. B. dem Thematischen Apperzeptionstest (TAT) erfasst werden. Bei dieser Methode werden Phantasien angesprochen und Unbewusstes wird enthüllt, außerdem achten die Probanden weniger auf Abwehrmechanismen, was beides von Vorteil für die Motiverfassung ist. Nachteilig wirkt sich aus, dass die interne Konsistenz und die zeitliche Stabilität nur mäßig sind, die Interpretation der Testergebnisse aufgrund des großen Ermessensspielraums unklar sind, die Abbildungen veraltet sind und es keine Regelungen gibt, welche Abbildungen benutzt werden sollen.
- Beschreiben Sie das Handlungsmodell der Motivation. Ob eine Handlung erfolgt, wird laut Lutz von Rosenstiel von vier Faktoren beeinflusst, zwei personengerichteten (Motivation / individuelles Wollen und Kompetenz / Fähigkeiten) sowie zwei situationsgerichteten (situative Ermöglichung / hemmende oder begünstigende Umstände und soziales Dürfen/Sollen / soziale Regeln, Machtkonstellation).
- Erläutern Sie das Rubikon-Modell der Handlungsphasen nach Heckhausen & Gollwitzer. Abwägen (Motivation => Handlungsentschluss) - Planen (Volition) - Handeln (Volition) - Bewerten (Motivation).
- Nennen Sie 2 kritische Standpunkte aus dem Bericht der Süddeutschen Zeitung (Hormonsystem). - Aggressivität kann verszärkt werden - Neid und Schadenfreude kann in Konkurrenzsituationen verstärkt werden - Steigerung der Bereitschaft zu Lügen, wenn eigene Gruppe davon profitiert --> Kuschelhormon, aber auch Kampfstoff!
- Wie verändert sich das Verhalten nach Lob und Tadel? Operante Konditionierung: - Lob: angenehmer Verstärker --> positive Verstärkung bzw. bei Wegfall Typ II Bestrafung --> ursächliche Verhaltenshäufigkeit steigt bzw. sinkt - Tadel: unangenehmer Verstärker --> negative Verstärkung bei Wegfall (Flucht- und Vermeidungslernen) bzw. Typ I Bestrafung bei Bestrafungsreiz --> ursächliche Verhaltenshäufigkeit steigt bzw. sinkt --> Anwendung bei Erziehung
- Wie bringt man ein Kind dazu sein Zimmer aufzuräumen? Positive Verstärkung: Durch einen Verstärker kommt es zu einer Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens. Folgt dem Verhalten ein positives Ereignis (Verstärker), kommt es zu einer positiven Konsequenz. Als Beispiel dafür wäre ein Kind, das jedes Mal, wenn es sein Zimmer aufräumt, gelobt wird/Lieblingssüßigkeit bekommt. Als Konsequenz wird dieses Kind jetzt öfter sein Zimmer aufräumen. Weitere Beispiele: Lernverhalten - Lob; Uni-Tassen im Automaten abgeben - Erhalt eines Bons.
- Wie bringe ich Person xy dazu, etwas Bestimmtes immer zu tun (z.B. Müll rausbringen)? Regelmäßiges Lob oder nur ab und zu? - eine an die Reaktionen geknüpfte Verstärkung (Quotenplan) führt zu einer höheren Reaktionsrate als eine Verstärkung, die mit der Zeit gekoppelt ist (Intervallplan) - Ein unvorhersehbarer (variabler) Plan führt zu ausdauernderen Reaktionen als ein vorhersehbarer (fester) Plan --> variabler Quotenplan, d.h. z.B. im Durchschnitt jedes 5. mal Loben, aber kann auch nach dem 3. oder 6. mal sein
- Gesetz des Effekts? Das Gesetz besagt, dass von verschiedenen Reaktionen in der gleichen Situation diejenigen stärker mit der Situation verknüpft werden, denen ein befriedigender Zustand folgt, sodass diese mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten.
- Die Rolle des Hippocampus beim Lernen? Der Hippocampus ist Teil des limbischen System. Er ist die Schaltzentrale zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis. Über Jahre verlagern sich Erinnerungen aus dem Hippocampus in den Parietallappen. An der Größe und Vernetzung des Hippocampus können Neurologen ablesen wie groß z.B. die Fortschritte sein werden, die Studierende im Mathe-Training machen.
- assoziatives Lernen - lernen am Modell, was ist der Unterschied? - soziales Lernen benötigt ein Modell, assoziatives Lernen nicht - soziales Lernen benötigt anders als Konditionierung keine Hinweisreize und keine Verstärkung - soziales Lernen besonders intensiv in Gruppen, assoziatives Lernen unabhängig - klasschische Konditionierung nur bei stabile Reis-Reaktions-Basis möglich, Operante bei jedem Verhalten - operante Konditionierung ist Rythmusabhängig (Verstärkung)
- Jasons Eltern und alle seine älteren Freunde rauchen, aber sie raten ihm, es nicht zu tun. Die Eltern von Juan und seine Freunde rauchen nicht, aber sie sagen nichts, um ihn davon abzuhalten. Wer fängt eher mit dem Rauchen an, Jason oder Juan? Jason, da er sich seine Eltern und älteren Freund als Modell nimmt und sich das Verhalten von ihnen abschaut.
- Wenn Ihnen aufgrund von Kuchengeruch das Wasser im Mund zusammenläuft, was ist dann der unkonditionierte Stimulus (US), der konditionierte Stimulus (CS) und die konditionierte Reaktion (CR)? US: Kuchen Essen CS: Kuchengeruch CR: Wasser läuft im Mund zusammen
- 4. Ein neuropsychisches Testverfahren, das für die Diagnose eingesetzt wird, ist der Intelligenztest. Was wird bei einer neuropsychologischen Diagnostik damit getestet? a) Die Lokalisation von Fähigkeiten in der linken oder rechten Hemisphäre bei verschiedenen Aufgaben. b) Der Intelligenzwert (IQ) zur Bestimmung von Therapiemaßnahmen. c) Die emotionale Belastbarkeit des Patienten für den Einsatz bildgebender Verfahren (z.B. MRT). d) Die Leistungsschwächen in den verschiedenen Subtests. d
- Welche Gestaltgesetze der auditiven Wahrnehmung kennen Sie? Figur-Grund: Aufmerksamkeitsfokus beim eigenen Namen auf einer Party. Gesetz der Ähnlichkeit: Ähnliche Elemente werden gruppiert (Musiktöne ähnlicher Klangfarbe oder ähnlicher Tonhöhe werden zusammengefasst). So kann man ein Solo bei einem Orchester verfolgen. Gesetz der Nähe: Töne ähnlicher Tonhöhe werden als Gruppe gehört - Verfolgung von Melodien bei mehrstimmigen Arrangements. Gesetz der guten Fortsetzung: Auch wichtig für Melodieverfolgung. Gesetz des gemeinsamen Schicksals: bei Bewegung im Dunkeln zur Ortung von Schallquellen, die aus einer gleichen Richtung kommen, werden bevorzugt gruppiert. Gesetz der Prägnanz: Musikalische Phrasen sind manchmal so eingängig, dass sie zum Ohrwurm werden.
- Über welche Wahrnehmungsleistungen müssen Musiker verfügen, um ein Stück gemeinsam zu spielen? Gesetz der Nähe
- In welchem Bereich liegt der Hörschall? 16 Herz bis 20.000 Herz
- Welche 2 Aussagen treffen zu? Beim Pop-Out-Effekt.. a) handelt es sich um eine spezifische Form der auditiven Suche. b) sinkt der Zeitaufwand mit der Anzahl der Merkmale, die zur Identifikation des Zielreizes notwendig sind. c) sind Distraktionen Reize mit ähnlichen Merkmalen wie der Zielreiz. d) verlängert sich mit jeder Distraktorenklasse die Suchzeit. c, d
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- Welche 3 Aussagen treffen beim Pop-Out-Effekt zu? a) Es handelt sich um eine spezifische Form der auditiven Suche. b) Zielreize lassen sich ohne großen Aufwand identifizieren. c) Der Zeitaufwand sinkt mit der Anzahl der Merkmale, die zur Identifikation des Zielreizes notwendig sind. d) Pop-Out-Effekte sind Distraktorenreize mit ähnlichen Merkmalen wie der Zielreiz. e) Mit jeder Distraktorenklasse verlängert sich die Suchzeit. b, c, d
- Nennen Sie die 3 Klassen psychoaktiver Substanzen und geben Sie jeweils ein Beispiel an. Beschreiben Sie zudem jeweils die Wirkung im Körper. Es gibt mindestens 3 Klassen psychoaktiver Substanzen: Dämpfende Substanzen: sind z.B. Alkohol, Barbiturate (Tranquilizer, Schlafmittel) und Opiate (Morphium und Heroin), die die neuronale Aktivität abflauen lassen und die Körperfunktionen verlangsamen. Stimulanzien: sind z.B. Koffein, Nikotin, Kokain, Ecstasy (XTC) und Methamphetamine (Crystal Meth). Alle starken Stimulanzien beschleunigen die Körperfunktionen, daher der Name »Speed« Halluzinogene: sind z.B. LSD, Marihuana. Es sind psychedelische (»bewusstseinserweiternde«) Substanzen, die Wahrnehmungen verzerren und sensorische Bilder ohne sensorischen Input generieren.
- Erklären Sie den Stroop-Effekt. Automatische Verarbeitung von Informationen reduziert den kognitiven (Work-)Load bei Aufgaben. Aufgaben, die mit dieser automatischen Verarbeitung kollidieren, reduzieren die kognitive Leistung (= Stroop-Effekt). Stroop-Effekte lassen sich durch Übung reduzieren. - automatisierte Prozess interferiert mit der Verarbeitung anderer Informationen
- Welche Formen von Problemlösung gibt es? - Einfach (Sequentiell/Einsichtsprobleme) - Komplexes - kreatives
- Nennen Sie 3 Faktoren, die kreatives Denken fördern und beschreiben Sie den kreativen Prozess. Prozess: VorbereitungInkubationEinsichtBewertungAusarbeitung positive Stimmung Wissen Ausdauer Offenheit für neue Erfahrungen Risikobereitschaft Glaube an die eigene Person kein Zeitdruck Kooperation inspirierende Räumlichkeiten
- Erläutern Sie das 9-Punkte Problem. - wir setzen uns selbst Einschränkung nicht darüber hinaus zeichnen zu dürfen - Gestaltgesetze: Geschlossenheit und Nähe --> Kreativität für Lösung erforderlich
- Beschreiben Sie wesentliche Merkmale von Emotionen. - objektgerichteter Zustand - verändertes Erleben/Verhalten - körperliche Erregung
- Beschreiben Sie das Appraisal-Modell der Emotionsentstehung von Lazarus an einem selbstgewählten Beispiel (nicht aus der Vorlesung). Appraisal: Die Einschätzung einer Situation oder eines Objektes bezüglich des Einflusses auf die eigene Person und das Wohlergehen Appraisals laufen sehr schnell, nicht reflexiv und oft automatisch ab. Appraisalmuster lösen unterschiedliche Emotionen aus. - auslösende Situationsreize (Klausur in 1 Woche) - Primäres Appraisal: Bedeutung Zielrelevanz: Betrifft es mich und meine Ziele? --> Note 2 Art der Ego-Beteiligung: Was von mir ist betroffen? --> Versagen bei nicht erreichen - Sekundäres Appraisal: Bewältigung Verschulden oder Verdienst --> Verschulden Bewältigungspotential: Copingmöglichkeiten zur Situationsverbesserung. - Problemorientierte Bewältigung: Aktivitäten zur Verbesserung der Situation – diese selbst ändern. --> sofortiges Lernen- Emotionsorientiere Bewältigung: Veränderung der mit der Situation verbundenen Emotionen, Bezug ändern. Zukunftserwartungen: Wie wird sich die Situation verändern? --> evtl. noch schaffbar - Emotion: reappraisal = Neubewertung der Situation durch neue Informationen oder Veränderung der Bedürfnislage (zum Primären Appraisal) --> Herausforderung aber machbar
- Welche beiden neurologischen Strukturen sind an beiden Pfaden der Angstentstehung nach LeDoux beteiligt? - Thalamus - Amygdala
- Erläutern Sie wie Emotionen auf kognitive Verarbeitungen einwirken. Nennen Sie dabei die einzelnen Bereiche. Emotionen beeinflussen, welche Informationen wir verarbeiten was wir denken wie wir denken - Gedächtnis Emotionale Ereignisse werden besser erinnert als neutrale. Eine wichtige Funktion hat die Aktivität der Amygdalla während der Verarbeitung. Milder Stress fördert das Erinnern. Starker Stress mit hohem Cortisolspiegel führt zu funktionellen Ausfällen im Hippocampus und zu Gedächtniseinbußen. - Informationsverarbeitung Positiver Affekt führt zu gesteigerter Kreativität. Allerdings führen positive Affekte auch zu verstärkter Ablenkbarkeit. Mehrfache Rückmeldung von Fehlern kann aber auch die Kreativität steigern (Not macht erfinderisch). - Entscheidungsverhalten Emotionen haben eine handlungsleitende Funktion. Emotionen helfen dabei, die Folgen von Entscheidungen besser abschätzen zu können. Besonders beim Umgang mit Risiken sind sie wichtig.
- Was sind die zentralen Aussagen der Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan? - drei angeborene psychologische (im Gegensatz zu physiologischen) Bedürfnisse, die optimale menschliche Entwicklung, Motivation und Integrität ermöglichen: soziale Eingebundenheit, Autonomie/Selbstbestimmung, Kompetenzerfahrung/Wirksamkeit - muss zumindest auf einem minimalen Niveau erfüllt werden, damit sich eine Person mit ihren Stärken entwickeln, sich wohl fühlen und so etwas wie ein Selbst aufbauen kann - intrinsische/extrinsische Motivation - extrinsisch: Eternale/Introjizierte/Identifizierte/Integrierte Regulation - Verdrängungseffekt: Eine zuvor intrinsisch motivierte Handlung wird durch einen äußeren (extrinsischen) Eingriff unterhöhlt bzw. verdrängt.eine Einschränkung ihres Handlungsspielraums wahrnehmen. Der Kontrollbereich der Person verlagert sich von innen nach außen. - Übertragungseffekt: Dieser Effekt tritt jedoch nur auf, wenn eine perzipierte Ähnlichkeit des Gegenstandsbereichs gegeben ist