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Finanzwirtschaft (Fach) / Grundlagen Unternehmensfinanzierung (Lektion)

Grundlagen

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  • wichtige außerbörsliche Finanzierungsquellen Business Angels  - private Investoren (meist Freunde & Bekannte) - vorallem bei Start-Ups Venture Capital Gesellschaften - Risikokapitalgesellschaft (meist Rentenfonds) - Investition in mehrere Start-Ups - Komplementär:           betreibt VCG            erhält hohes Managementhonorar & Anteil am positiven Ertrag - Kommanditist:              Anleger             indirekte Investition in Start-Up Private Equity Unternehmen - Investition ins EK bestehender Unternehmen -  Leveraged Buyout               langsames Aufkaufen aller Aktien --> Übernahme der AG Institutionelle Investoren - Rentenfonds, Versicherungsgesellschaften, Privatstiftungen - direkt oder indirekt - interessiert an Rendite Corporate Investors / strategische Partner - Anteilskauf von Partnerunternehmen aus Strategiegründen
  • Beendigung der Investition Exit Strategie (im Vorhinein überlegen) - Börsengang - Fusion / Übernahme (85% aller VCG)
  • Initial Public Offering - erstmalige öffentliche Ausgabe - von Aktien eines Unternehmens - über die Börse Vorteile: - höhere Liquidität  - besserer Zugang zu Kapital Nachteil:  - weniger Kontrolle des Management durch Eigentumsverteiligung
  • Ablauf eines Börsengangs Planung / Vorbereitung - Prüfung der Börsenreife & Voraussetzungen  - Emissionskonzept Strukturierung - Due Diligence - Bewertung - Prospekt - ... Marketing - Investor Relations - Road Show Preisfindung, Platzierung, Stabilisierung - Mitarbeiterbeteiligung Nach der Handelsaufnahme - Insider Information & Compliance - Transparenz - JA & Quartalsberichte - ...
  • Delisting Rückzug einer börsennotierten AG vom regulierten Markt - Kapitalmarktrechliches Delisting               Antrag d. Emittenten - Gesellschaftsrechtliches Delisting              Wandlung der Gesellschaftsform - Zwangsdelisting               notwendige Voraussetzungen nicht mehr erfüllt
  • 3 große Modelle der Aktienbewertung Dividend Discount Modell - zukünftige Dividenden auf heute abgezinst - Aktienkurs Total Payout Modell - gesamten Ausschüttungen auf heute abgezinst - Wert des EK Discounted Free Cash Flow Modell - FCF auf heute abgezinst - Wert des gesamten Unternehmens
  • Rendite einer Aktie Rendite = was ich lukriere interne Verzinsung der Cash Flows aus Ankaufspreis, Dividenden & Verkaufspreis Aktienrendite (1. Jahr):  Dividende / Ankaufspreis + (Verkaufspreis - Ankaufspreis) / Ankaufspreis        = Dividendenrendite  +    Kurssteigerungsrate
  • Unterschied Anleihe & Aktie - zukünftige CF Anleihe (Forderungspapier des FK-Gebers) - genaue Information über zukünftige CF Aktie - keine genaue Information über zukünftige CF (Unsicherheit)
  • Dividend Discount Modell & Dividende Growth Modell Dividend Discount Modell P0 = Div1 / ( 1 + rE ) + Div2 / ( 1 + rE )2 + ...+ DivN / ( 1 + rE )N + PN / ( 1 + RE)N Dividend Growth Modell (Unterkategorie vom Divided Discount Modell) Annahme: Dividenden wachsen P0 = Div1 / (rE - g)
  • Total Payout Modell Betrachtung des gesamten Eigenkapitals des Unternehmens Berücksichtigung von Dividenden & Aktienrückkäufen P0 = PV (zukünftige Gesamtdividenden & Aktienrückkäufe) / ausstehende Aktien
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  • Discounted Free Cash Flow Modell Betrachtung des Gesamtwerts des Unternehmens für ALLE Investoren (EK- & FK-Geber) Abzinsung mit WACC (weighted average cost of capital = gewichteter Kapitalkostensatz)
  • Multiplikatormethode Bewertung des Unternehmens auf der Grundlage des Wertes anderer vergleichbarer Unternehmen über Bewertungskennzahlen
  • Einteilungskriterien FK Kapitalherkunft  (Kunden & Lieferantenkredit (Anzahlungen & Verbindlichkeiten), Finanzkreditgeber,...) Gegenstand der Übertragung  (Geldkredit, Sachkredit, Sicherheiten) Dauer   (kurz-, mittel-, langfristig) rechtliche Sicherung   (Blankokredit, schuldrechtliche & sachenrechtliche Sicherheiten
  • Kreditwürdigkeitsprüfung Einschätzung des Risikos des Kreditnehmers - persönliche Faktoren (z.B.: Ruf, Ausbildung, Familienstand,...) - sachliche Voraussetzungen (Bilanzkennzahlen)               besseres Rating - geringere Ausfallswahrscheinichkeit                Basel I - III: Eigenmittel d. Bank für Kreditnehmerrisiko                                    je höher das Risiko desto mehr Eigenmittel d. Bank                                               beeinflusst auch Höhe der Kreditzinsen - Finanzplan - Vermögens- & Schuldenlage / Bilanzaufbereitung
  • Externes Rating durch unabhängige Rating-Agenturen (z.B: Moody´s, Standard & Poor´s, Fitch) Einschätzung d. Bonität & d. Ausfallrisikos d. Emittenten bzw. WP
  • Instrumente der Kreditsicherung Ziel: Rückgriff auf Sicherheiten, bei Zahlungswegfall d. Kreditnehmers - Personalsicherheiten (Bürgschaft, Garantie) - Sachsicherheiten (Eigentumsvorbehalt ,Zession, Hyptohek) - Kreditversicherung - Covenants (Vertragbedingungen mit Einfluss auf Geschäftsführung)               z.B.: wenn EK-Quote unter bestimmten %-Satz sinkt                               --> Anstieg d. Kreditzinsen
  • Langfristige Fremdfinanzierung - langfristiges Darlehen - syndizierter Kredit / Konsortialkredit - Schuldscheindarlehen - Industrieobligation/Schuldverschreibung/Anleihe/Forderungswertpapier - Wandelschuldverschreibung / Convertible Bond - Optionsschuldverschreibung - Gewinnschuldverschreibung - Genussscheine
  • Langfristiges Darlehen (>1 Jahr) = Kreditform  Darlehensvertrag - Darlehensnehmer verpflichtet künftig Tilgung & Zinsen zu leisten - Darlehensgeber stellt bestimmten Betrag zur Verfügung
  • Syndizierter Kredit / Konsortialkredit syndizierter Kredit = inländische & ausländische Gläubiger Konsortialkredit = NUR inländische Gläubiger - mind. 2 Gläubiger - einheitl. Bedingungen - flexibler - Großvolumige Finanzierungsvorhaben - Alternative zu anderen Kapitalmarktfinanzierungen (Anleihen)
  • Schuldscheindarlehen = besondere Form d. Darlehens - Schuldschein = Beweisurkunde - Verlust: anderer Beweis notwendig - Übertragung durch Zession
  • Industrieobligation / Anleihe / Schuldverschreibung Unternehmen will keine Kreditfinanzierung von Bank - Urkunde, in der der Schuldner dem Gläubiger eines Leistung verspricht - termingerechte Tilgung & Zahlung der Zinsen (Kuponzahlungen) an Gläubiger - Inhaberschuldverschreibung - Stückelung in kleine Beträge
  • Austattungsmerkmale einer Anleihe Höhe der Anleihe: mehrere Millionen € Stückelung (Wert): 100€, 200€, 500€, ... Verzinsung (fest-/variabel) o   Fest:       Kuponzahlungen in Zukunft immer gleich hoch (bezogen auf Stückelung)       Z.b.: Nominale von 1.000€ und Zinssatz von 5% = 50€ Kuponzahlung o   Variabel: Referenzzinssatz Ausgabekurs: zu 100 (pari), über pari (Agio), unter pari (Disagio)                         hat Auswirkungen auf Rendite Laufzeit: Festlaufzeit, fest Rückzahlungstermine Kündigung: ausgeschlossen oder unter Einhaltung von Kündigungsfristen Tilgung: Ausgabewert 1.000€ und Rückzahlungen von 110% à 1.100€            Je höher die Tilgung, desto höher die Rendite Sicherheiten: Grundpfandrechte, Bürgschaften der öffentlichen Hand
  • Arten von Anleihen Junk Bonds (=Schrottanleihe) - Anleihe mit schlechtem Rating & hohen Zinsen Auslandsanleihen (=ausländische Emittenten) - Yankee-Anleihe (in USD & in USA emittiert) - Samurai-Bonds (in Yen & in Japan emittiert) - Bulldogs (in Pfund & in GB emittiert) Eurobonds (=EU Anleihe) - gemeinsamen Staatsanleihe mehrere EU-Staaten - große Emission in Euroländern (gleichzeitig auf mehreren Märkten) Global Bonds - Anleihe mit weltweiter Platzierung Staatsanleihen (Anleihe nationaler Regierung) - z.B.: US-Treasuries Kommunalobligationen (Anleihe von Landesregierung oder Gemeinden) - steuerbegünstigt
  • Wandelschuldverschreibung Anleihe mit zusätzlichem Recht o   Gläubigerpapier (FK) in Aktien (EK) umzuwandeln o   Niedrigere Zinsen als bei gewöhnlicher Anleihe o   Ursprüngliches Wertpapier geht zu Grunde (Anleihe) --> es bleibt nur Aktie                    Gläubiger --> Aktionär Gründe:  - derzeit hohes Zinsniveau - niedrige Aktienbewertung
  • Optionsschuldverschreibung Abgrenzung von Wandelanleihe - Aktie tritt NEBEN Forderungspapier - neeben vorhandenen FK kommt weiteres EK dazu - Anleihe geht NICHT unter 2 Papier: Schuldverschreibung & Optionsschein (Warrant)
  • Gewinnschuldverschreibung = Teilverschreibung mit Sonderrecht - fixe Mindesverzinsung & Gewinnbeteiligug oder - eine gewinnabhängige Verzinsung (Kuponzahlungen nur bei Gewinn)
  • Genussscheine = Mezzaninkapital (Zwischenfinanzierung) entspricht im Wesentlichen Aktie mit Mindestverzinsung meistens:  - Gewinnbeteiligung - Mindestverzinsung - KEIN Mitspracherecht - unbegrenzte Laufzeit
  • Bewertung einer Anleihe künftige CF stehen fest --> einfachere & aussagekräftige Bewertung als bei Aktien
  • Nullkuponanleihe (Zero-Bond) Keine Zinsen während der Laufzeit Cash-Flow Muster - Kauf mit Kaufpreis unter 100 - Verkauf am Ende der Laufzeit zu 100 - Während der Laufzeit keine Kuponzahlungen      --> Rendite durch Begebung der Anleihe unter pari und Tilgung zu 100
  • Kuponanleihe (Straight Bond) Regelmäßige Kuponzahlung (in % angegeben) am Ende neben dem letztem Kupon noch die Tilgung gezahlt
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  • Rendite einer Anleihe interne Verzinsung aller Cash-Flows (IKV in Excel) = Effektivverzinsung - Cash-Flows bei Anleihe       - Kaufpreis       - Kupons (optional)       - Tilgung Nullkuponanleihe --> Cash-Muster ähnelt Rente - Barwert der Cash-Flows + Abgezinster Tilgung - Abzinsung mit Rendite vergleichbarer Anleihen
  • Preis einer Kupoanleihe Dotierung unter pari o   Rendite ist höher als Kuponzinssatz Dotierung bei pari o   Rendite = Kuponzinssatz Dotierung unter pari o   Rendite ist niedriger als Kuponzinssatz Für Kaufentscheidung ist die Rendite entscheidend -          Hoher Kuponzinssatz bedeutet nicht Rendite
  • Working Capital  → Liquiditätskennzahl Überschuss des kurz­fristig gebundenen Umlauf­vermögens über das kurz­fristige Fremd­kapital dar Ermittlung Liquiditätsver­änderung & Abschätzung des lang­fristigen Finanzierungspotentials Umlauf­vermögen (soweit kurz­fristig, d.h. binnen Jahres­frist liquidierbar)– kurz­fristige Verbindlichkeiten =Working Capital