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Finanzwirtschaft (Fach) / Derivate (Lektion)

Derivative Instrumente

Diese Lektion wurde von Wuschlkopf_3 erstellt.

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  • Kassamarkt vs. Terminmarkt Kassamarkt = zeitgleicher Geschäftsabschluss und Lieferung Terminmarkt = Geschäftsabschluss und Lieferung zu unterschiedlichen Zeitpunkten
  • Option vs. Future Option = bedingtes Termingeschäft (Möglichkeit) - ein Vertragspartner hat Wahlrecht - Ausübung der Option am Ende d. LZ oder vorzeitiges Verfallen - Wahlrecht  durch Bezahlung des OPTIONSPREIS (Prämie) Future = unbedingtes Termingeschäft (muss erfüllt werden) -  vollständig Bindung für beide Vertragspartner  - Fälligkeit d. Zahlung/Lieferung in jedem Fall am Ende d. LZ 
  • Call vs. Put Call = Kauf-Option Put = Verkaufs-Option
  • Short vs. Long Verkauf = Short Kauf = Long Das Recht ist immer LONG Käufer hat das Wahlrecht, dass underlying zu erwerben oder die Option fallen zu lassen – dafür zahlt er die Prämie
  • at the money/in the money/out of the money Aktueller Kurs und Ausübungspreis sind gleich = Option ist „at-the-money“ Kurs höher als Ausübungspreis der Option = Option ist bereits „in the money“ Kurs niedriger als Ausübungspreis = Option ist “out of the money” à häufigster Fall
  • underlying Underlying: zugrundeliegendes Instrument/Basiswert (gehandelte Ware – Kuh, Auto, Aktie, …) für Basisgüter deren Preise in Zukunft schwanken besonders belebt: rege gehandelte Intrumente (an der Börse) 2 Gruppen von Basiswerten - Waren (comodities) z.B.: Kartoffeln, Raps, fossile Brennstoffe, Metalle, Strom - Finanzinstrumente         - Derivate              --> Bezug auf konkrete Finanztitel - müssen bei Fälligkeit geliefert werden                    z.B.: Devisen, Aktien         - Basiswerte mit großem Aufwand für Bereitstellung             --> Cash-Settlement statt tatsächlicher Lieferung                  z.B.: Aktienindizes    
  • Derivat Derivat: abgeleitetes Instrument (Verbriefung) mit dem das underlying gehandelt wird
  • Cost of Carry Cost of Carry: Kosten & Erträge die das underlying in der Zwischenzeit bringt Terminpreis hängt somit von den erwarteten Cost of Carry ab  - Erträge während LZ (z.B.: Kuh gibt Milch) --> Terminpreis < Kassapreis - Aufwände während LZ (z.B.: Lagerkosten) --> Terminpreis > Kassapreis
  • Amerikanische vs. europäische Option Verkäufer eines Calls (Option) ist verpflichtet das Geschäft zu tätigen Amerikanische Option: während gesamten Laufzeit Europäische Option: nur zum Verfallszeitpunkt
  • Covered call writing  Schreiben einer Call Option (call writing) = Verkauf     Covered= Deckung, dass wenn eine Aktie steigt, jemand einem diese Aktie auch gekauft wird (Stillhalter eines Calls)
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  • Zeitwert = Hoffnungswert Optionspreis out of the money = nur Zeitwert In the money = innerer Wert vorhanden (+Zeitwert)   Zeitwert beeinflusst durch ·         Volatilität ·         Zinssatz ·         Restlaufzeit
  • Auswirkungen auf den Optionspreis Ausübungspreis: je höher, desto unwahrscheinlicher dass es eintritt = günstigerer Call-Optionspreis Laufzeit: sowohl bei Put& Call: längere Laufzeit bedeutet immer höheren Preis Volatilität: je höher desto höherer Preis, sowohl bei Put& Call Dividenden: je höher die Dividende, desto geringer ist der Aktienkurs, desto geringer der Optionspreis
  • Physical vs. Cash Settlement Physical settlement: Aktien werden geliefert Cash settlement: barer Ausgleich, es können keine Aktien geliefert werden
  • Option (Börse) vs. Optionsschein (OTC) Optionsschein ist wie eine Option von der Börse, jedoch wird sie von einer Investmentbank begeben wird
  • Nachschusspflicht (=Margin Call) Positionen werden laufend bewertet und eventuelle Nachschusszahlungen müssen geleistet werden bei Unterdeckung: fixer Wert der Ware muss abgesichert werden – wenn sich die Erfüllungsverpflichtung erhöht = mehr Risiko
  • Glattstellen Auflösung der Position (Gegenposition erwerben) --> Geschäft vor Ende der Laufzeit auflösen
  • Futures = Nullsummenspiel was der eine gewinnt, verliert der andere
  • Beziehung Kassapreis & Futurepreis Am Laufzeitende = Future Preis = Kassa Preis
  • Unterschied FRA & Option Bei Cap-Option ist das Risiko des Käufers bloß die Prämie. Das Risiko des Verkäufers ist größer. Somit sind die Risikoprofile asymmetrisch. Bei einem FRA muss der Käufer bei sinkenden Zinsen die Differenz zum zuvor ausgemachten Zinssatz zahlen. Das Risiko ist hier größer und für Käufer & Verkäufer symmetrisch.
  • Collar Kombination aus Cap & Floor man kauft einen Cap und verkauft einen Floor, mit der Prämie die man aus dem Floor erhält finanziert man sich die Kosten der Prämie für den Kauf des Caps
  • Futures: Repo-Geschäft Aktie/Anleihe wird gekauft, aber gleichzeitiger Vereinbarung, dass die Aktie/Anleihe später wieder zurückverkauft wird (ähnelt einem besicherten Kredit) Ziel: o   Eindecken von Short-Positionen (bei der Lieferung von Anleihen bei Futures) o   Kurzfristige Finanzierung(Liquidität billiger als am Geldmarkt da zusätzliche Sicherheit)
  • Swap Tausch fixer Zinssätze gegen variable Zinssätze             Receiver = Empfänger des Festsatzes (zahlt halbjährlich 6M Euribor)             Payer  =Zahlung des Festsatzes Kuponswap (sehr gängig): bei fix verzinsten Kupon-Anleihen           Standard Form des Coupon-Swap = plain vanilla swap                    =Festsatz gegen variablen Zinssatz Währungsswap: 2 unterschiedliche Währungen           Anders als bei Zinsswap wird auch die Nominale ausgetauscht              Prämie eines Credit Default Swap sollte Kreditaufschlag einer Anleihe/Kredit entsprechen (sonst Arbitragemöglichkeit) Asset Swap: Asset (Anleihe oder Kredit) wird von fix in variabel oder umgekehrt getauscht Equity Swaps: Performance eines Equity Investments über einen Swap darstellen
  • Kassageschäft vs. Termingeschäft Kassageschäft (Finanzbereich): Erfüllung innerhalb von 2 Tagen nach Abschluss Termingeschäft: länger Zeitspanne zwischen Abschluss und Erfüllung
  • Varianten von Termingeschäft bedingtes Termingeschäft (Option) --> Wahlrecht für Käufer (keine Pflicht)       --> ob Geschäft in Zukunft wahrgenommen oder darauf verzichtet wird       --> flexiblere Reaktion auf Börsensituation möglich --> asymmetrisches Risiko          = Chancen & Risiken von Käufer & Verkäufer sind ungleich verteilt unbedingtes Termingeschäft --> Erfüllung auf jeden Fall (von Verkäufer & Käufer) --> symmetrisches Risiko           = Chancen & Risiken sind bei Käufer & Verkäufer gleich ausgeprägt --> Nullsummenspiel           = was der eine gewinnt, verliert der andere
  • Cash-Settlement Barausgleich - Verlierer zahlt Differenz aus Terminpreis & Kassapreis an Gewinner
  • Gründe für Termingeschäft - Absicherung gegen zukünftige Preisschwankungen - Erzielung von Spekulationsgewinnen (unter Ausnutzung des Hebeleffekts) - Umsetzung spezifischer Markterwartungen             (wozu Kassageschäfte nicht eingesetzt werden können) - Arbitrage
  • Hedging Absicherung gegen künftige Preissteigerungen/Preisrückgang auf dem Kassamarkt  - Absicherung von Preissteigerung (Käufer) - Absicherung von Preisrückgang (Verkäufer) Hedging aus dem Englischen "mit einer Hecke umgeben"
  • Spekulationsgewinn - Hebeleffekt (Leverage) Möglichkeit, Gewinne mit relativ geringem Kapitaeinsatz zu erzielen Bsp:  tatsächlicher Kauf einer Aktie: - Kaufpreis: 100€ - Verkaufspreis 110€ - Gewinn: 10€ Aktientermingeschäft: - Terminkurs 102€ - Anstieg der Aktie: 110€ - Gewinn: 8€  obwohl kein großer Kapitalbetrag eingezahlt werden musst ABER hohe Gewinnpotentiale gehen mit ebenso hohen Verlustrisiken einher Trader = bessere Bezeichnung für Spekulant
  • Spekulationsgeschäft - Positive & negative Auswirkungen positiv: Erfüllung einer volkswirtschaftliche nützlichen Aufgabe - Versuch der Vorwegnahme zukünftiger Preisentwicklung auf bestimmten Märkten --> marktregulierend --> Weiterreichen von Risiken an diese Spekulanten --> höhere Liquidität der Produkte       (Spekulanten sorgen für mehr Nachfrage & Angebot)             --> schneller & fairer Preis negativ:  - Spekulationen erzeugen Kursschwankungen,            tiefgreifende Störungen am Finanzmarkt  & evtl Crash 
  • Short Selling (=Leerverkauf) Verkauf von etwas, das man gar nicht besitzt Bsp: Aktie - Ausleihen der Aktie von Bank - sofortiger Verkauf der Aktie zum aktuellen Kurs (z.B.: 60€) - späterer Rückkauf der Aktie bei Ablauf der Leihfrist (z.B.: 45€) - Rückgabe der Aktie an Bank  sinkender Kurs --> Gewinn   steigender Kurs --> Verlust  bei Aktienterminverkauf --> selber Effekt wie Leer-Verkauf     Gewinn bei sinkenden Kursen
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  • Arbitrage (Free Lunch) risikoloser Gewinn (Free Lunch) bei unangemessenen Unterschieden zwischen Kassa- & Terminpreis Vergleich von    Terminpreis vs. Kassapreis inkl. Cost of Carry                *Cost of Carry = Nettoaufwendungen für das Halten des Handelsobjekts                (Lager-, Finanzierungs-, Versicherungskosten) Beitrag von Arbitageueren  - Beseitigung der Möglichkeiten zur Ausnutzung von Differenzen     zwischen Terminpreis & Kassapreis inkl. Cost of Carry  mehr Nachfrage/Angebot durch Arbitrageure geschaffen    --> Preis beeinflusst  --> keine Arbitrage-Gewinne mehr möglich 
  • Teilnehmer an Terminmärkten - Hedger - Spekulanten (Trader) - Arbitrageure es können zwar 2 Hedger, bzw. 2 Spekulanten aufeinandertreffen  aber NIE 2 Arbitrageuere Unterschied Hedger & Spekulant: Risikoposition Spekulant: setzt sich durch Termingeschäft Risiko aus Hedger: beseitigt Risiko durch Termingeschäft 
  • Teilnehmer an Terminmärkten - Hedger - Spekulanten (Trader) - Arbitrageure es können zwar 2 Hedger, bzw. 2 Spekulanten aufeinandertreffen  aber NIE 2 Arbitrageuere Unterschied Hedger & Spekulant: Risikoposition Spekulant: setzt sich durch Termingeschäft Risiko aus Hedger: beseitigt Risiko durch Termingeschäft 
  • OTC (over the counter) Handel & Forward Termingeschäft zwischen zwei 2 Vertragsparteien - mind. eine Bank - keine fixierten Standards für Abschluss des OTC Geschäfts - frei gestaltbare Vertragsinhalte (aber meist Rahmenvereinbarungen) Voraussetzung: gegenseitiges Vertrauen Forward = unbedingtes OTC (muss von Käufer & Verkäufer erfüllt werden)
  • Vorteile/Nachteil Börsentermingeschäft/OTC-Termingeschäft Börsentermingeschäft Vorteile - unkomplizierter Vertragsabschluss - hohe Fungibilität - geringes Erfüllungsrisiko - Bonitätsprüfung d. Kontrahenten von Clearingstelle übernommen Nachteile - Standardisiert (keine individuelle Anpassung des Vertrags) OTC-Termingeschäft Vorteil - individuelle Gestaltung des Vertrags Nachteil - aufwändiger Vertragsabschluss - geringe Fungibilität - hohes Erfüllungsrisiko - Bonitätsprüfung d. Kontrahenten erforderlich
  • Margins / Collaterals Sicherheitsleistung --> zur Verringerung von Erfüllungsrisiken bei Termingeschäften Höhe der Sicherheitsleistung abhängig vom Underlying --> bei höherer Volatilität des Basisguts (= stärkere Preisschwankungen in Zukunft              --> höhere Margins Hinterlegung von Margins von einem Handelstag auf den nächsten zu Beginn wird ein Einschuss (initial margin) von beiden Geschäftspartner verlangt am nächsten Tag wird die Wertänderung betrachtet & der "Verlierer" muss die prozentuelle Veränderung "nachschießen" (variation margin)  Schwankungen - je länger die Laufzeit - desto höher die Schwankungen - desto höher die Margins Schwankungen NICHT berechenbar --> Schätzung auf Basis historischer Daten
  • Forward: Devisentermingeschäft - feste Vereinbarung - zu welchem Wechselkurs - ein Währungsbetrag in Zukunft getauscht wird Vertragsinhalte:  - Währungsbetrag (Volumen) - der in Zukunft getauscht werden soll - Devisenkurs (Terminkurs) - zu dem in Zukunft getauscht wird - Zukunftszeitpunkt (Fälligkeitstermin) - an dem getauscht wird effektive Andienung üblich = tatsächlicher Währungstransfer - Barsausgleich dennoch denkbar meist relativ kurze Laufzeit Einsatz:  - Kursabsicherung - Spekulation
  • Devisenkurs Angebot & Nachfrage von Dollar:  - Angebot: Güterexporte & Kapitalimporte (Verkauf von € WP an Anleger aus USA --> Amis bieten Dollar dafür an & schaffen mehr Dollarangebot) - Nachfrage: Güterimporte & Kapitalexporte (Kauf von WP in Fremdwährung --> Östereicher bieten € dafür & schaffen mehr Dollarnachfrage)
  • Stillhalter Option = Aussteller (Stillhalter) Stillhalter eines CALL (Kaufoption): - Verpflichtung d. Verkaufs einer Aktie zu vorher bestimmten Zeit an dem Optionsinhaber jederzeit bis zum Verfallstag Stillhalter eines PUT (Verkaufsoption) - Verpflichtung d. Kaufs einer Aktie zu vorher bestimmten Zeit von dem Optionsinhaber jederzeit bis zum Verfallstag 
  • Grundpositionen Option Kauf eines CALL: LONG CALL Verkauf eines CALL: SHORT CALL Kauf eines PUT: LONG PUT Verkauf eines PUT: SHORT PUT CALL Option: Das Recht ein Underlying zu kaufen PUT Option: Das Recht ein Underlying zu verkaufen LONG: Käufer = INHABER hat das Recht erworben SHORT: Verkäufer = STILLHALTER hat eine Pflicht übernommen
  • Aktienkurs vs. Ausübungspreis - Szenarien IN THE MONEY --> Aktie > AusübungspreisAT THE MONEY --> Aktie nahe AusübungspreisOUT OF THE MONEY --> Aktie < Ausübungspreis
  • Ausübung der Option Inhaber der Option: Recht zum Kauf/Verkauf von Aktien  keine Ausübung seines Rechts bis zum Ende d. Laufzeit --> wertloser Verfall d. Option 
  • Preis einer Option INNERER WERT: aktueller Kurs der Aktie - Ausübungspreis ZEITWERT: Aufpreis der Option gegenüber dem INNEREN WERT INNERER WERT + ZEITWERT = Aktueller Preis der Option   --> Ende der Laufzeit: ZEITWERT 0              es zählt nur mehr der INNERE WERT Einflussfaktoren auf den Optionspreis: - PREIS des   - LAUFZEIT - DIVIDENDENZAHLUNGEN - ZINSNIVEAU - IMPLIZITE VOLATILITÄT