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Biologische Psychologie (Fach) / FLB1_1 Neuronen und Gliazellen (Lektion)
- Was versteht man unter der Golgi-Methode Camillo Golgi, ein Arzt in einer Klinik mit psychiatrischen Patienten, war davon überzeugt, dass seine Patienten keine Krankheit der Seele hatten, sondern eine Erkrankung des Gehirns. Um dies zu beweisen, entwickelte er histologische Methoden für die Hirnfärbung. Er sezierte Gehirne in kleine Gehirnschnitte und tauchte diese in Wechselbäder mit Kaliumdichromat, Osmium und Silbernitrat, wodurch die Hirnschnitte durchsichtig geworden waren. Einige wenige Zellen waren allerdings in all ihren Details zu sehen. Durch diese Methode erkannte Golgi, dass es zwei Arten von Zellen im Gehirn gab: Neurone, die für Denkprozesse verantwortlich sind und Gliazellen, die stützende und versorgende Funktionen erfüllen.
- Wie entwickelte Cajal die Golgi-Methode weiter? Cajal verwendete die Golgi-Methode als Ausgangsbasis, vollendete diese jedoch zur Perfektion. Er erkannte, dass Neuronen lange Fortsätze besitzen, die sog. Dendriten. Mithilfe von Golgi-Färbungen formulierte er die -> Neuronendoktrin
- Was besagt die Neuronendoktrin von Cajal? Die Neuronendoktrin besagt, dass die Funktionen des Gehirns auf der Wechselwirkung von spezialisierten Neuronentypen beruht. Sie besagt auch, dass Nervenzellen neurale Netzwerke bilden. Innerhalb dieser neuronalen Netzwerke existierten die Nervenzellen allerdings nach wie vor als individuelle Zellen. Daher gingen Veränderungen des Denkens mit Veränderungen der Kontaktstellen zwischen den Neuronen dieses Netzwerks einher. Cajal stellte die Hypothese auf, dass verschiedene mentale Funktionen an verschiedenen stellen des Gehirns lokalisiert seien und dass in diesen Hirnarealen die Neurone so verschaltet seien, dass ihr lokales Netzwerk genau diese mentale Funktion erzeuge.