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Unterrichtsmethoden (Fach) / Instruktionsunterricht (Lektion)
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- 01. Grundannahme des Instruktionsunterrichts Das Lehr-Lern-Geschehen wird als ein Prozess betrachtet, bei dem der Lehrende die Inhalte so zu vermitteln versucht, dass der Lernende am Ende dieses Wissenstransports das neue U-thema verstanden und somit einen Lernzuwachs erzielt hat. => Optimierung der Konstruktion, wie muss- geplant- organisiert- gesteuer werden, damit die Lernenden den Inhalt verstehen Lernerfolg wird durch Lernziele bestimmt und gemessen (Tests, Arbeiten).
- 03. Rolle der Lehrkraft im Instruktionsunterricht - didactic leader -> Inhalte präsentieren und erklären-> Lernende anleiten-> Lernfortschritte überwachen
- 04. Rolle der Schüler im Instruktionsunterricht - rezeptiver Prozess -> passive Position
- 05. Evaluation im Instruktionsunterricht Mit der Evaluation wird überprüft, zu welchen Lernergebnissen die eingesetzten INstruktionsmethoden geführt haben.
- 02. Integrativer Frontalunterricht als Variante, nach Herbert Gudjons - integrativ durch Verknüpfung von Vermitteln, Erarbeiten und differenziertem Üben Erster Schritt: Klassenunterrichtin zwei Interaktionsformen:- Frontalunterricht: von vorn gesteuerte Kommunkation als "Einweg-Kommunikation" (Lehrervortrag, Demonstrationsexperiment)- Schüler-Schüler-Interaktion: als Mehrweg-Kommunikation (Simulationsspiell, freies UG, Morgenkreis, Schülerreferat)-> es finden statt: Instruktionen, Informationen, Planungen, Absprachen, Klärungen und Diskussionen Zweiter Schritt: Formen der inneren Differenzierung- im Anschluss an Klassenunterricht -> innere Differenzierung durch:- Tandems, arbeitsgleiche oder arbeitsteilige Gruppen, Einzelarbeit Dritter Schritt: KlassenunterrichtArbeit im Plenum:- Ergebnisse präsentieren, diskutieren, Fehler klären, üben, weitere Arbeitsschritte absprechen, Hausaufgaben erteilen
- 06. Direkte Instruktion als Variante des I-Unterreichts -> strenge Abfolge von Arbeitsschritten Aktualisierunng- Anfang der nächsten Stunde: Aktualisierung des U-Themas durch motivierende Auftaktfragen 1. Präsentation / Demonstration- Informieren über das zu erreichende Lernziel- Präsentieren des neuen Themas in kleinen Schritten, die klar gegliedert sind und aufeinander aufbauen- ausführliche und redundante Erklärungen mit vielfältigen Beispielen- zur Wahrung des richtigen Tempos holt die Lehrkraft immer wieder Feedback zum Lernfortschritt ein (Rückfragen) 2. Gemeinsames Üben- jeder Schüler übt so lange, bis er den neuen Inhalt verstanden hat und sicher beherrscht- viele, vor allem kleinschrittige Fragen- Grundmuster: Frage seitens der Lehrkraft - Antwort durch Schüler - Rückmeldung zur Schülerantwort - weitere Fragen der Lehrkraft an andere Schüler- so lange, bis möglichst alle SuS den neuen Stoff sicher beherrschen 3. Individuelles Üben- erst, wenn in der gemeinsamen Übungsphase alle SuS ihr Können gezeigt haben- Lehrkraft beobachtet währenddessen die SuS (fehlerhafte Prozesse erkennen)- Möglichkeit zum Nachfragen- Phasen des individuellen Übens einplanen Abschluss- Bilanz ziehen (Zufriedneheit über das Gelernte schaffen)
- 07. Anmerkungen zur Direkten Instruktion - Hohes Tempo (wenig Unaufmerksamkeit) - Vollständige Aktivierung aller Schüler - Viele Lehrerfragen - Kleine Lernschritte - Unterstützendes Korrigieren - Viele Wiederholungen - Gemessene Effekte: minestens 80% richtige Antworten; am Ende des individuellen Übens 95% zutreffende Antworte (zumindest kurzfristig)
- 08. Informierender Unterrichtseinstieg als Methode des I-Unterrichts - geht zurück auf J. und M. Grell (1983) = Der informierende Unterrichtseinstieg präsentiert und begründet den geplante Unterrichtsverlauf - und zwar ohne desen "Motivationsschnickschnack". Lernchancen:- SuS erfahren Ziele und Plan der Unterrichtsstunde (Transparenz)- SuS bekommen die Chance, sich bewusst mit dem Lerngegenstand zu identifizieren Verlauf1. Nennen und Begründen der Lernziele.2. Herstellen einer Übersicht über den geplanten Stundenverlauf.3. Notieren des Themas und des Stundenverlaufs an der Tafel.4. Erläutern, in welchem Zusammenhang das Thema steht (zu früheren oder künftigen U-themen) Kommentar- extrinsische Effekte werden bewusst außen vor gelassen- kann zu einseitiger Betonung kognitiver Ziele führen- kann einseitig die Lehrerzentrierung fördern- kann den traditionellen lehrergesteuerten U. verstärken
- 09. Vortragen und Vormachen als Methode des Instruktionsunterrichts = Vortragen und Vormachen sind Elemente des Instruktionsunterrichts, bei denen die Lehrkraft einen Sachverhalt mit Worten, Handlungen, Bildern, Gegenständen und Gesten darstellt. Lernchancen- Sachinformationen zu einem Unterrichtsthema vermitteln- Probleme entwickeln- sachgemäßes Vorgehen professionell demonstrieren- Interesse bei den SuS wecken Verlauf- Voraussetzung: Lehrkraft ist sachkundig- Vortrag sollte kurz und übersichtlich gegliedert sein und Wiederholung und Zusammenfassung enthalten.- Medien (Tafel, Modelle, ...) sind zur Informationsverarbeitung einzubeziehen.- am besten den Vortrag frei halten Kommentar- in allen Fächern in Einstiegs- oder Erarbeitungsphase einsetzbar- schmaler Grat zwischen informationsaufnahme und "Abschalten" der SuS- zur Auflockerung hinterher bspw. Quiz durchführen- Vormachen sinnvoll bei: beispielhaften Abläufen (Sport, Musikinstrumente) oder Vermeidung unsachgemäßer Handhabung (Experimente)
- 10. Geschichtenerzählen als Methode des Instruktionsunterrichts = folgt dem dramaturgischen Grundmuster aus Anfang, Höhepunkt und Schluss Lernchancen- kann dazu dienen, Sachinformationen zu vermitteln: Nacherzählen einer Erfindung / Entdeckung- Lehrkraft kann eigene Gefühle, Einstellungen und Werte zu Gehör bringen, in einer verfremdeten Art und Weise- Gefühle, Einstellungen und Fantasien können geweckt werden (Faden der Geschcihte kann durch SuS weitergesponnen werden)- soziales Lernen, wenn soziale Konflikte thematisiert werden- indem wir eine eine Geschichte über uns erzähln, vergewissern wir und unserer eigenen Identität, teilen uns dem anderen mit und lernen umgekehrt, wer der andere ist und was er will. VerlaufGeschichten sollen:- anschaulich erzählt werden- spannend sein- Handlungsablauf enthalten- lebendig vorgetragen werden (auswendig lernen!)- personalisiert sein (leibhaftige Menschen)- lokalisiert sein- dramatisieren (durch Gefühle, Spannungen, seelische Konflikte) Kommentar- Geschichtenerzählen ist leider in den Hintergrund getreten.- erfordert den Einsatz der ganzen Person- Durch den Satz "Ich erzähl euch jetzt mal eine Geschichte." wird eine Erwartungshaltung aufgebaut- Lehrkraft muss die SuS "fesseln" (Übung)
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- 11. Unterrichtsgespräch als Methode des Instruktionsunterrichts Zwei Grundformen: 1. ziel- und ergebnisorientierte Gesprächsformen2. offene Gesprächsformen Niedrige ----> hohe Lenkung:Schüler-Gespräch --> freies UG --> fragend-entwickelndes UG --> gelenktes UG DefinitionAls fragend-entwickelndes Gespräch wird eine Gesprächsform bezeichnet, in der der Lehrer durch die geschickte Nutzung der Vorkenntnisse der Schüler einen Sach-, Sinn- oder Problemzusammenhang aus der Sich und in der Sprache der Schüler entwickelt. (Meyer, 2011) Funktion- Rückmeldung (für die Lehrkraft)- Steuerung (der Denkprozesse der SuS)- Übung (zur Wiederholung und Festigung) Verlauf- Lehrerfrage -> Schülerantwort -> Lehrerfrage, Wiederholung in Frageform, ggf. Impuls Kommentar- hoher Anteil am Unterrichtsgeschehen - SuS reden und denken zwar mit, aber immer an der langen Leine der Lehrkraft
- 12. Lehrerfrage als Methode des Instruktionsunterrichts = Die Lehrerfrage fordert die Schüler zu einer Antwort auf. (Petersen & Sommer, 1999) = Die Lehrerfrage hat im Vergleich zu einer normalen Frage etwas Unnatürliches. Wer fragt, will durch die Antwort etwas wissen, was er nicht weiß. Der Lehrer fragt jedoch, um den Schüler dazu zu bewegen, nachzudenken und etwas zu lernen. (Dühlmeier) Abgrenzung zu Impulsen, diese sollen das Denkfeld des Schülers erweitern:- verbale Impulse (Feststellung, Ausruf)- nonverbale Impulse (Blickkontakt, Räuspern, Abwarten, ...) Varianten- Wissensfragen: dienen dem Reproduzieren (Warum schwimmen Schiffe im Wasser?)- Denkfragen: stelle die SuS in neue Situationen (Wie könnte die Geschichte ausgehen?)- Konvergente Fragen: führen zu einem erwarteten Ergebnis und lassen nur einen Denkweg zu- Divergente Fragen: lassen mehrere Denkwege und Antworten zu (Stell dir vor...) Hinweise- SuS sollten in ganzen Sätzen sprechen. - Klar und verständlich, altersgemäß fragen.- Kettenfragen vermeiden- Lerngerüste für die SuS bauen -> gezielte Anregung (Denk doch mal an ...)- Nicht gleich den ersten Schüler dran nehmen, der sich meldet.- Frage-Antwort-Frage -Ablauf aufbrechen- Gesprächsregeln!- Denkpausen einlegen / zulassen Kommentar- entscheidend für den Lernerfolg ist die Formulierung- Gesprächssteuerung durch Lehrerfrage