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Allgemeine und Biopsychologie (Fach) / Das visuelle System (Lektion)
- Nennen Sie ein Beispiel für eine optische Täuschung. Bild: Reiter im Wald -Erst sieht man nur den Wald und dann die Gesichter. Folge: Man kann das Bild nicht mehr ohne Gesichter anschauen.
- Wie kann Wahrnehmung sein? -subjektiv: Wahrnehmung hat nur einen Zeugen- das eigene Bewusstsein. -konstruiert: Wahrnehmung wird nicht als einer obbjektiv, bewusstseinsunabhängigen Wirklichkeit verstanden- Wahrnehmung ist ein konstruktiver Prozess -erfahrungsabhängig: Wahrnehmung ist abhängig von Erfahrung. Die Erzeugung von Bedeutung benötigt Erfahrungen. Zum Beispiel Dreieick: Lernt und nutzt man schon als Kind. -kontext- und kulturabhängig: Wahrnehmung is vom Kontext (Situation) und von der (jeweiligen) Kultur abhängig.
- Beschreiben Sie die Informationsverarbeitung eines visuellen Reizes. -In welcher Form kommt das visuelle Signal an den entsprechenden Formen an? -Wie sieht die Repräsentation in den verschiedenen Hirnstrukturen aus? Das Licht dringt in das Auge durch die CORNEA (Hornhaut). Das Licht passiert die PUPILLE, eine kleine verstellbare Öffnung. Die IRIS reguliert den Lichteinfall ins Auge, indem sie die Pupille als Reaktion auf die Lichtintensität erweitert oder verengt (Adaption).Hinter der Pupille sitzt die LINSE, die die einfallenden Lichtstrahlen bündelt und auf der RETINA (Netzhaut) zu einem Bild vereinigt. Das Bild steht Kopf.Dazu wird die Linsenwölbung verändert, ein Vorgang, der das fixierte Objekt scharf stellt(Akkommodation). Die Lichtstrahlen durchdringen die äußere Zellschicht der Retina und gelangt so zu den STÄBCHEN und ZAPFEN, die da drunter liegen.Im hinteren Retinabereich löst das einfallende Licht eine photochemische Reaktion aus, die wiederum neuronale Signale erzeugen. Diese Signale aktivieren die benachbarten BIPOLARZELLEN, die ihrerseits die GANGLIENZELLEN aktivieren. Diese laufen zusammen und bilden den SEHNERV.Die beiden SEHNERVEN treffen am CHIASMA OPTICUM zusammen und kreuzen sich hier!!!Die nasenseitigen Fasern wechseln die Seiten, die schläfenseitigen Fasern nicht.Einige Fasern enden in der PRÄTEKTALEN REGION, diese steuert die Augenreflexe.CORPUS GENICULATUM LATERALE (CGL) die Nervenzellen geben aus dem seitlichen KNIEHÖCKER (einer der ersten Umschaltstationen fürs Auge im Gehirn) direktes Feedback ans Auge ob Helligkeit und Schärfe stimmen. (Abbildung analog zur Retina). Starke Vernetzung u. a. Formatio reticularis, visuellen Kortex. Der TRACTUS OPTICUS leitet die Informationen zum visuellen Kortex.Im VISUELLEN KORTEX findet im primären visuellen Kortex die Analyse von Farbe, Orientierung usw. statt, danach die Weiterverarbeitung im übrigen Kortex.
- Welche Aussagen treffen über das Auge zu? A: Die Sehachse endet an der Papille. B: Der Sehnerv nimmt die Information der Retina auf. C: Der blinde Fleck ist der Bereich auf der Retina, an dem wir nur schwarz- weiß und nicht Farbe sehen können. D:Zapfen ermöglichen Farbsehen. E: Es gibt viel mehr Zapfen als Stäbchen auf der Retina. Antwort D
- Definieren Sie den Begriff Akkommodation und Adaption. Akkommodation: Anpassung der Brechkraft des Auges. Der Ziliarkörper verändert die Krümmung der Linse so, dass das fixierte Objekt scharf abgebildet wird. Adaption: Anpassung des Organismus, von Organen an die jewiligen Umweltbedingungen. Die Linse regelt die einfallende Lichtmenge (wie Blende bei Kamera).
- Erklären Sie das Prinzip der lateralen Hemmung. Was bewirkt das Prinzip im visuellen System? = benachbarte visuelle Reize hemmen sich in vielen Bereichen gegenseitig -Grund: Erhöhung der Gesamtempfindlichkeit -In Feldern mit gleicher Helligkeit werden alle Zellen gleichmäßig von den Nahcbarzellen gehemmt -An den Übergängen zu helleren (oder dunkleren) Bereichen ist die Hemmung durch die Nachbarzellen schwächer (oder stärker) -Enstehung von Mach- Bändern (d.h. die Machbänder entstehen durch Kontrastverstärkung an den Kanten) -Dadurch erscheinen dunkle Felder am Rand heller, hellere Felder am Rand dunkler
- Welche 2 Hauptpfade der visuellen Wahrnehmung gibt es? Welche Funktionen sind mit diesen Pfaden verbunden? ventraler Strom: Kontrastsehen/ Form & Farbwahrnehmung/ Objektwahrnehmung + Erkennung dorsaler Strom: Bewegunsgwahrnehmung/ Orientierung im Raum/ Orientierung der Gegenstände im Raum/ Auge- Handkoordination/ Figur- Grund
- Welche Arten von Hinweisreizen für die Tiefenwahrnehmung gibt es? Nennen Sie für jede Art 2 Beispiele. 1. Monokulare Hinweisreize: Entfernungsmerkmale, die jedes Auge für sich alleine erkennen kann. Bsp. Verdeckung: Verdeckt ein Objekt ein anderes, dann erscheint es näher. Relative Klarheit: nähere Objekte erscheinen klarer (schärfer) 2. Binokulare Hinweisreize: Tiefenmerkmale, die voraussetzen, dass man beide Augen zur Hilfe nimmt Bsp. Retinale Disparität: Anhand des Vergleichs der beiden von den Augäpfeln übermittelten Bilder berechent das Gehirn die Entfernung- je größer die Dispariät (der Unterschied) zwischen den beiden Bildern, desto näher das Objekt. Konvergenz der Augenmuskeln. Das Gehirn erkennt die Konvergenzwinkel und berechnet dann den Unterschied. Je stärker die Einwärtsdrehung desto näher das Objekt.
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