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Allgemeine und Biopsychologie (Fach) / Emotionen und Motivation (Lektion)

Theorien und Wirkungen

Diese Lektion wurde von MadeleineMartina erstellt.

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  • Was sind Emotionen und Ihre Wirkungsweise? Emotionen: Freude, Ekel, Überraschung, Angst, Ärger, Stolz, Scham, Hoffnung, Mitleid ->objektgerichteter Zustand:  -Emotionen beziehen sich meist aufObjekte (sich freuen über, von ...enttäuscht sein, wütend sein auf). -Objektlose Emotionen werden meistnicht als vollwertig empfunden (auch als kühl beschrieben) (Emotionen sind immer Ziel bezogen: Man kann nicht den ganzen Tag weinen, beruhigt sich iwann, Emotion kommt aber wieder: Man lernt damit zu leben, findet sich damit ab (zB. Kind verloren) ->verändertes Erleben: -Jede Emotion fühlt sich anders an(Qualität). -Emotionen ändern auch Wahrnehmungund Gedanken (nachts im Wald spazierengehen). ->körperliche Erregung: -Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz,Schweißdrüsenaktivität ändern sich. -Aktivität von Magen und Darm ändernsich (Stimmung ist unspezifischer: man weis manchmal gar nicht warum) ->verändertes Verhalten:  -Ärger führt zu Angriff, Furcht zu Flucht.-Traurigkeit lässt die Tränen fließen.-Freude drängt zu Bewegung undLachen. -Schockstarre: Man sprciht überhaupt nicht, erstmal realisieren.
  • Welche Verhaltensorientierten Emotionstheorien kennen Sie? 1. Albert lernt Angst zu haben:  -Experiment von Watson & Rayner (1920) zurAngstinduktion durch Konditionierung (darf heute nicht mehr durchgeführt werden, ethisch nicht vertretbar). -Albert wurde im Alter von 9 Monaten aufAngstreflexe getestet: Hammerschlag löstAngst aus, eine weiße Ratte nicht. -Konditionierungsphase: Wenn Albert sichder Ratte nähert, ertönt der Hammerschlag.Folge: Starke Angstreaktion: Hinfallen, im Bettverstecken. -Generalisierung: Albert zeigtAngstreaktionen auch bei ähnlichen Objektenwie z.B. bei weißem Kaninchen. -Stabilität: Auch einen Monat später zeigt erdieselbe Furchtreaktion. 2. Peter verlernt Angst zu haben: -Experiment von Jones (1924) zurAngstreduktion durch Konditionierung (Desensibilisierung). -Der dreijährige Peter hatte Angst vorRatten, Kaninchen, Fell, Federn usw.Ursache war unbekannt. -Gegenkonditionierung: Paarung desAngstreizes mit einem positiven Reiz,der eine angenehme Reaktion hervorruft.Während Peter aß, wurde ein Kaninchenin den Raum gebracht. Die Entfernungwurde immer weiter reduziert. Zum Schlusskonnte er das Kaninchen streicheln. -Modelllernen: In einigen Sitzungen warenandere Kinder anwesend, die mit demKaninchen spielten und Peter sah zu. -Systematische Desensibilisierung istnoch heute eine wichtige Methode derVerhaltenstherapie (Welche Erfahrungen haben wir in einem solchen Kontext bereits gemacht?)
  • Was bedeutet Appraisal? -Appraisal = Bewertung, Beurteilung -Appraisal: Die Einschätzung einer Situation oder eines Objektes bezüglichdes Einflusses auf die eigene Person und das Wohlergehen (nicht physiologisch ausgehend wird die Emotion erzeugt. Wie wird die Situation den auslösenden Reiz bewerten? Bezüglich verschiedener Emotionen-> hat dieser Reiz einen Einfluss auf unser Wohlergehen? Ja und negativ = Stress/ Wenn positiv = Freude/ Reiz kann bei einer Person positiv und bei einer anderen Person negativ sein) -Appraisals laufen sehr schnell, nicht reflexiv und oft automatisch ab. -Appraisalmuster lösen unterschiedliche Emotionen aus (Wie strak ist der Einfluss dieses Reizes/ dieser Information). -> Stress, Stressauslöser können sehr gut mit dem Lazarus- Appraisal Modell erklärt werden
  • Beschreiben Sie das Lazarus Appraisal Modell(siehe Skript) auslösende Situationsreize -> -Wir erleben diese immer subjektiv im Hinblick auf unser Wohlergehen Primäres Appraisal: Bedeutung -> (Was bedeutet dieser Reiz für mich? Je bedeutsamer desto emotionaler. Warum ist diese Note so bedeutsam für eine Person? =Zielrelevan, Ego- Beteiligung) -Zielrelevanz: Betrifft es mich und meine Ziele? -Art der Ego- Beteiligung: Was von mir ist betroffen? Sekundäres Appraisal: Bewältigung -> -Verschulden oder Verdienst -Bewältigungspotential: Copingmöglichkeiten zur Situationsverbesserung. -Zukunftserwartungen: Wie wird sich die Situation verändern? (Direkte Bewältigungsmöglichkeiten -> Emotion besser verarbeiten; Wenn ich keine Ansatzpunkte habe, wie ich es verbessern kann-> Emotion hoch, Angst groß) -> Emotion -> reappraisal= Neuwertigung der Situation durch neue Informationen oder Verädnerung der Bedürfnisse (Neubewertung findet immer statt -> keine Situation ist gleich) Anwendung: bei Beschwerdemanagement/ Stress kann gut damit erklärt werden (Welche Möglichkeiten habe ich darauf einzuwirken?)/ grundsätzlich emotionale Reaktionen besser verstehen Grunsätzlich sollte man sich fragen: Wie viel Kontrolle habe ich über eine bestimmte Situation? Kann ich den Anforderungen gerecht werden? (Vorm Publikum stehen; Schlaflose Nächte oder sich darauf freuen?)
  • Was sind Copingstrategien? -Problemorientierte Bewältigung: Aktivitäten zur Verbesserung der Situation- diese selbst zu ändern. Beispiel: Mein Chef mag mich nicht und benachteiligt mich. Kann ich mit dem Chef mal sprechen, was passiert ist? -Emotionsorientierte Bewältigung:Veränderung der mit der Situation verbundenen Emotionen-Bezug ändern. Beispiel: Wenn nicht möglich, dann Bezug zur auslösenden Situation, um über die Emotion eine Ännäherung zu schaffen./ Dem Chef nicht mehr so viel Einfluss geben. Wie viel lasse ich zu, dass mir eine andere Person eine schlechte Emotion zufügt? Sehr schwierig, muss häufig erlernt werden.
  • Welche Evolutionstheoretischen Emotionstheorien kennen Sie (siehe Tabelle Skript)? -Ekman (z.B. 1976) konnte nachweisen, dass die Mimik bei grundlegenden Emotionen kulturübergreifend identifiziert wird. Beispiele: Furcht & Trauer = Augen nach oben// Mundöffnung = Zorn & Ekel// Nasenbewegung = Ekel// in Kombination: Augen, Augenbraun, Nase und Mund machen den speziefischen Ausdruck aus// Japaner zeigen grundsätzlich weniger Emotionen, Zorn wird nie gezeigt (gesellschaftl verpönt) -Er geht davon aus, dass die Mimik von Basisemotionen genetisch festgelegt ist. -Ob eine Mimik tatsächlich gezeigt wird, hängt von den kulturell geprägten Darstellungsregeln ab. -Wichtige Regeln sind z.B. Verstärkung / Abschwächung sowie Neutralisierung / Maskierung. -Ekman hat ein Auswertungssystem mimischer Aktivitäten mit 44 grundlegenden Aktionseinheiten entwickelt. Aus deren Zusammenspiel lassen sich fast alle Ausdrucksformen identifizieren. Besonders interessiert war er an falscher Mimik und Lügen. (vgl. Testlächeln) -Echte Gefühlslagen drücken sich auch bei Unterdrückung in kurzen Mikroexpressionen aus
  • Beschreiben Sie die Amygdala- Theorie der Angst (siehe Schaubild Skript). -Die affektive Verarbeitung von Emotionen findet besonders in der Amygdalla und im Thalamus statt. -An der kognitiven Verarbeitung sind besonders der sensorische und der präfrontale Kortex beteiligt.=der mit Kognitionen verbundene obere Weg -Bei Angst konnte ein direkter Weg vom Angstreiz zur Angstreaktion ohne Beteiligung des Kortex(des Bewusstseins) nachgewiesen werden. =der schnelle Weg nach unten -Dieser schnelle Weg ist ein Frühwarnsystem, das auf Grundlage sehr grober Verarbeitung einfacher Merkmale den Körper frühzeitig in Alarmzustand versetzt->bei Phobikern sehr sensibel für potentiell bedrohliche Merkmale -Bei anderen Emotionen lässt sich ein unterer, „schneller“ Weg bisher nicht identifizieren. -der präfrontale Kortex ist nicht im Sinne einer kognitiven Bewertung beteiligt (nur bei Angst)
  • Was sind die Auswirkungen von Emotionen auf Kognitionen? Emotionen beeinflussen -welche Informationen wir verarbeiten-was wir denken-wie wir denken -emotionale Bilder können Erinnerungen verändern (wird im Gehirn neu abgespeichert, wie Festplatte, die überschrieben wird) Welche Bereiche sind besonders von Emotionen betroffen: Gedächtnis -Emotionale Ereignissewerden besser erinnertals neutrale. -Eine wichtige Funktionhat die Aktivität derAmygdalla während derVerarbeitung. - Milder Stress fördert dasErinnern. -Starker Stress mit hohemCortisolspiegel führt zufunktionellen Ausfällen imHippocampus und zuGedächtniseinbußen. Informationsverarbeitung  -Positiver Affekt führt zugesteigerter Kreativität. -Allerdings führen positiveAffekte auch zu verstärkterAblenkbarkeit. -Mehrfache Rückmeldungvon Fehlern kann aberauch die Kreativität steigern(Not macht erfinderisch). Entscheidungsverhalten -Emotionen haben einehandlungsleitende Funktion. -Emotionen helfen dabei, dieFolgen von Entscheidungenbesser abschätzen zu können. -Besonders beim Umgang mitRisiken sind sie wichtig. (grundsätzl. sind Emotionen bei Emtscheidungen immer beteiligt. Menschen können auch entscheidungsunfähig werden, wenn Emotionen fehlen (Läsionen= Störungen der Funktion eines Organs)
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