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Allgemeine und Biopsychologie (Fach) / Nervenzellen (Lektion)
Aufbau, Prozesse und Informationsübertragung
Diese Lektion wurde von MadeleineMartina erstellt.
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- Welche Zellklassen gibt es in unserem Nervensystem? Es gibt zwei große Zellklassen im Nervensystem: Das sind die Neurone(Nervenzellen) und die Gliazellen (Zellarten gibt es noch deutlich mehr in unserem Gehirn).
- Was ist die Aufgabe der Neuronen? Die Neurone sind wichtig für die Weiterleitung, Speicherung undVerarbeitung von Informationen aus der Umgebung sowie die Reaktiondarauf. Sie sind die „Hauptzellen“ im Nervensystem.
- Was sind Gliazellen? Die Gliazellen sind die Helferzellen der Neurone (gegen 1950 entdeckt).Es gilt: Ohne Gliazellen, keine Neurone! Sie haben vielfältige Funktionen, z.B. stützen, ernähren, Abwehr oderIsolierung von Neuronen.Es gibt verschiedene Arten von Gliazellen.
- Was ist ein Neuron? Jeglichem Verhalten liegen Aktivitäten von Neuronen zugrunde. Ein Neuron ist eine Zelle, deren spezielle Aufgabe es ist,Informationen (elektro-chemische Signale)zu empfangen, zu verarbeiten und/oder an andere Zellen imKörper weiterzuleiten. Neuronen bilden die Grundbausteine des Nervensystems.Sie unterscheiden sich in-Gestalt,-Größe,-chemischer Zusammensetzung und-Funktion. idealtypische Darstellung Neuron (siehe Skript): Wenn man von Neuron spricht, spricht man immer von Gesamtheit.
- Was sind die äußeren Merkmale einer Nervenzelle (siehe Skrip)? Jedes Neuron hat nur ein Axon, das die Informationweiterleitet, kann aber an ihrem Zellkörper und anden Dendriten hunderte oder tausende Signaleanderer Neurone empfangen. Merksatz:Das Axon spricht – dieDendriten hören zu. Zellkörper: Das metabolische Zentrum eines Neurons, auch Soma genannt Zellmembran: Die semipermeable Membran, die das Neuron umschließt (verantwortlich, ob elektrischer Impuls weitergeleitet wird oder nicht) Dendriten: Die kurzen Fortsätze, die vom Zellkörper ausgehen und an denen die meisten synaptischen Kontakte von anderen Neuronen eingehen. Axonhügel: Der kegelförmige Bereich an der Verbindung zwischen dem Axon und seinem Zellkörper. Axon: Der lange schmale Fortsatz, der dem Zellkörper entspringt Myelin: Die fetthalte Isolierung von der viele Axone umhüllt sind (Grundprinzip: Dominosteine sind schneller, wenn Sie weiter auseinanderstehen ->salvatorische Sprünge der Erlebnisleitung) Ranvier- Schnürringe: Die Lücken zwischen zwei myelinisierten Abschnitten Endknöpfchen: Die knopfartigen Endungen axonaler Äste, die chemische Substanzen in die Synapsen freisetzen Synapsen: Die Synapsen zwischen benachbarten Neuronen, über die chemische Signale übertragen werden (Andochen an zellkörper hemmend/ Andocken an Dendriten aktiv)
- Was sind die Bausteine eines Neurons. Beschreiben Sie ebnfalls die Wirkungsweise jedes Bausteins (siehe Skript). Neuron• spezielle Zellen, die dem Informationstransportund der -verarbeitung dienen Zellkörper(Soma)• Zentrum des zellulären Stoffwechsels.• enthält im Zellkern die genetischen Informationen Dendriten• stark verästelte Verbindungen zu anderenNeuronen zur Informationsaufnahme• Struktur erleichtert Vernetzung# Axon• Fortsatz des Zellkörpers zur Informationsleitung• Transport weg vom Zellkörper• Länge bis zu 1 m• schnelle Impulsleitung (bis zu 120 m/s) Myelinschicht• fetthaltige Umhüllung des Axons•Sicherung und Beschleunigung der Impulsleitung• Schnürringe als Unterbrechungen Kollateralen• Verzweigungen an den Enden des Axons mitVerdickungen am Ende, die sich mit anderenNeuronen oder Muskeln verbinden Synaptische Endigung •Kontaktfläche zu Dendriten oder Muskeln, andenen eine Informationsweitergabe aufchemischem oder elektrischem Weg stattfindet
- Was ist die Myelinschicht? -ist die Nervenisolierung (Wie ein Fangarm, der verschiedene Axone einhüllt)-ist die weiße Substanz im Gehirn-Die Leitungsgeschwindigkeit der Axone wird durch die Dicke des Myelins(auch Markscheiden genannt) bestimmt:Je dicker die Myelinschicht, desto schneller die Leitungsgeschwindigkeit-Die Isolierung durch die Myelinscheiden hat winzige Lücken, zwischen denen daselektrische Potenzial weiterspringt, was die Leitungsgeschwindigkeit extremvervielfacht. -intelligente Menschen haben eine dickere Myelinschicht (kann bestimmt werden) -Myelin ist nicht anfällig für Giftstoffe -Autoimmunkrankheit Multiplessklerose: Hier wird die Myelinschicht zerstört. Somit ist keine Kommunikation mehr zwischen den Neuronen möglich -> tödlicher Verlauf
- Was ist der Unterschied zwischen Gliazellen und Neuronen? Gliazellen sind:- 10-50 mal häufiger als Neurone und deutlich kleiner- etwa gleich viel Masse durch Neuronen und Gliazellen im Gehirn- behalten (anders als Nervenzellen) nach Entwicklung des Nervensystems die Fähigkeit zurZellteilung-Stützfunktion, Führungselemente beim Wachstum
- was sind Oligodentrocyten (siehe Skript)? -Gliazellen im ZNS -Ummanteln mehrere Neuronen(elektrische Isolation)-Förderung der Neuronenvernetzung-Schutz- und Stützelemente-Entgiftung, absorbiert tote Zellen-Verbesserung der Nervenleitung-z.T. Grundlage der Myelinschicht-weiße Substanz
- Was sind Schwann- Zellen (siehe Skript)? - spezielle Form der Gliazellen im PNS- wie Oligodendrocyten ummanteln Schwann-Zellen ein Axon,jedoch mit dem Unterschied, dass jede Schwann-Zelleein Myelinsegment bildet und jeweils ein Axon ummantelt (Besonderheit!)- Schutz- und Stützelemente- Myelisierung oder Einbettung- können Axon nach Schädigung regenerieren
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- Nennen Sie 5 unterschiedliche Neuronenstrukturen (siehe Skript). -Rückenmarkszelle/ Besonderheit: extrem lange Dendriten -Kleinhirnzelle/ Besonderheit: extrem verschachtelte Dendriten -Ischiasnerv/ Besonderheit: reicht vom Po bis zu den Zehen -Riechnervzelle: Zellkörper befindet sich in der Mitte -Kortexzelle: Zellkörper befindet sich in der Mitte/ extrem verschachtelte Dendriten
- Wir leitet ein Neuron (Informationstransport, siehe Skript)? Das Neuron erzählt einem anderen nur, wie erregt es ist: Neurone können einen ganz spezifischen Kontakt mit anderen Neuronen,Muskelzellen oder Drüsen herstellen. Diese Kontakte heißen Synapse. Die Neurone brauchen eine spezielle Zellmembran, die die Zellen zur Bildungund Weiterleitung von Signalen befähigt. Diese Weiterleitung der Signale werden als Aktionspotenziale bezeichnet. Die Frage ist nun: Wie leitet ein Neuron?2 Aspekte sind zentral: Ruhemembranpotenzial („Aus-Knopf“, Es passiert nichts) und Aktionspotenzial („An-Knopf“; Weiterleitung der Energie, Handlung) Informationstransport in der Zelle: 1.Wird das Neuron stimuliert, verändert sich seine eltektrische Ladung für kurze Zeit. Wenn die Veränderung groß genug ist, entsteht eine Depolarisation und damit ein Aktionspotenzial. 2. Diese Depolarisation bewirkt die Entstehung eines Aktionspotenzials etwas weiter unten am Axon. Die Ionenkanäle in angrenzenden Gebieten des Axons öffnen sich, und mehr positiv geladene Teilchen fließen in die Zelle, während Sie weiter oben wieder herausfließen. 3. Während das Aktionspotenzial sich am Axon hinab bewegt, ist vorderste Abschnitt bereits wieder repolarisiert (beim Axon findet ständig ein Ionenaustausch statt/ Wechselverlauf bis man schließlich bei der Synapse ist) -> Richtung des neuronalen Impulses: Vom Zellkörper hin zur axonalen Endigung -Dieser Vorgang der Informationsweiterleitung kann sich 100 bis 1000 mal pro Sekunde wiederholen.
- Welche Potentiale spielen beim Ionentransport eine Rolle (siehe Skript). Neuronen erzeugen durch chemische Prozesse (Austausch von Ionen, vorrangig Natrium undKalium) elektrische Spannung (Impuls ist immer gleich). Experiment:Sticht man in ein Neuron mit einem Messfühler, dann kannman ablesen, dass das Neuron in seinem Inneren negativgeladen ist – das nennt man das Ruhemembranpotenzial.(Ruhezustand = mehr Na+ und Cl- außerhalb als innerhalb undmehr K+ Ionen + negativ geladene Proteine innerhalb als außerhalbdes Neurons) Das Neuron in Ruhe negatives Zellinneres, positives Zelläußeres= Ruhepotenzial (-70 mV). Zellmembran für einige Ionen durchlässig,für andere nicht (semipermeabel). Entweder erfolgt nun die vollständige Umkerhrung oder eben nicht. Das Neuron wird erregt: Nun erhält das Neuron einen Reiz von außen (elektrischer Impuls durch benachbarteserregendes Neuron) und plötzlich wird es im Inneren des Axons der Zelle positiv(= Depolarisierung) Bei einer hohen Depolarisierung am Axonhügel kann ein Aktionspotential ausgelöst werdenDies erfolgt durch eine plötzliche hohe Durchlässigkeit der Zellmembran (spannungsabhängigeNatrium-Kanäle öffnen sich). Ist der Reiz an einem bestimmten Punktim Axon „durchgeflossen“, ist das Axonwieder an dieser Stelle imRuhemembranpotenzial (-70mV). In dieser Phase ist die Zelle incht erregbar! „Alles-oder-nichts-Prinzip“:Ankommendes Signal muss Erregungsschwelle(ca. -65 bis -50 mV)überschreiten, um Aktionspotenzialauszulösen.
- Was sind die drei Phasen des Aktionspotenzials (siehe Kurve in Skript)? Das Öffnen und Schließen spannungsgesteuerterNatrium- und Kaliumkanäle während der drei Phasen desAktionspotenzials: - Anstiegphase (Depolarisation): Natriumkanäle öffnen sich bei ca. -65mV (Schwelle)/ Kaliumkanäle öffnen sich bei ca. -30mV/ Natriumkanäle schließen sich bei bei ca. +50mV - Repolarisation: Kaliumkanäle beginnen sich zu schließen bei ca. -70 mV (Beginn Ruhepotential) - Ruhephase (Refraktärzeit)
- Was ist das Ruhepotential? • positiv geladenes Zellumfeld• negativ geladenes Zellinneres• nur selektiv durchlässige Zellmembran Besonderheit: zeitliche Summation. Ruhephase wir von manchen Zellen nicht vollständig durchlaufen.
- Was ist der Ionentransport? • schneller Austausch elektrischgeladener Teile durch Kanäle in derZellwand mit der Natrium-Kalium-Pumpe
- Was bedeutet elektrische Ladung? • Weiterleitung von Informationen in derNervenzelle erfolgt durch Änderung derelektrischen Ladung
- Was ist das Aktionspotential? -durch Öffnung der Ionenkanäle erfolgteine lawinenartige Veränderung derPolarität in der Zelle am Axon entlang
- Was ist die Refraktärzeit? •Zeit, die notwendig ist, um das Ruhepotenzialwiederherzustellen.•Zelle in dieser Phase nicht aktivierbar
- Was sind die Ranvierschnürringe? -Einschnürungen der Myelinschicht imAbstand von 1mm beschleunigen dieImpulsleitung und frischen sie auf
- Was bedeutet Depolarisation? Veränderung des Membranpotentials einer Zelle zu positiveren Werten hin: dabei nimmt der Betrag der Polarisation über der Membran, ausgehend von einem Betrag von ca. 70 mV im (negativen) Ruhepotential, ab ("De-Polarisation"). Die Depolarisation ist bei Muskel- und Nervenzellen sowie bei den meisten Sinneszellen gleichbedeutend mit einer Erregung der Zelle. Verursacht wird die Depolarisation durch einen Einstrom positiver Ladungen in die Zelle oder durch einen Ausstrom negativer Ladungen aus der Zelle. Diese Membranströme entstehen meist durch Änderungen der Permeabilität von Ionenkanälen in der Zellmembran, was – bedingt durch das Gleichgewichtspotential einzelner Ionen (Nernst-Gleichung, Goldman-Gleichung) – zu Ionenströmen durch die Membran führt.
- Was bedeutet Repolarisation? Wiederherstellung des Ruhepotentials (Membranpotential) nach einem Aktionspotential.
- Was ist die Natrium- Kalium- Pumpe? Die Natrium-Kalium-Pumpe ist eine in der Zellmembran befindliche Ionenpumpe und sorgt aktiv für die Aufrechterhaltung des Ruhemembranenpotentials. -Sie sorgt für Energie + Nährstoffbeschaffung der Zelle (20- 30% unserer Nahrung)
- Was bedeutet Summation und Hemmung im Bezug auf Aktionspotential (siehe Skript)? zeitliche Summation: Potenziale im Neuron „schaukeln“ sich auf, weil dieRefraktärzeit nicht vollständig durchlaufen wird. räumliche Summation: mehrere erregende Synapsenbewirken zusammen Depolarisation bis zum Aktionspotential Hemmung: hemmendes Neuron setzt sich auf ein erregendes Neuron und reduziert damit die Neurotransmitterausschüttung. Es kommt zur Hemmung des Neurons.
- Was ist die Hebbsche (Lern-) Regel Die Hebbsche Lernregel wurde 1949 von Donald O. Hebb aufgestellt.Sie ist die Grundlage für viele weitere Lernregeln bei Neuronalen Netzen. Die Regel liefert eine Erklärung für das Lernen in Neuronalen Netzwerken über Neuronen, diegemeinsame Synapsen haben. Hebb formulierte diese Regel wie folgt:„Wenn ein Axon der Zelle A nah genug an der Zelle B ist, so dass es erregt werden kann undwiederholt oder dauerhaft zur Erzeugung von Aktionspotentialen in Zelle B beiträgt, soresultiert dies in Wachstumsprozessen (metabolischen Veränderungen) in einer oder inbeiden Zellen, die bewirken, dass die Effizienz von Zelle A in Bezug auf die Erzeugung einesAktionspotentials in B gesteigert wird." Das bedeutet:Je häufiger ein Neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, umso bevorzugter werden diebeiden Neuronen aufeinander reagieren ("what fires together, wires together"). Dies hat Hebbanhand von Veränderungen der synaptischen Übertragung zwischen Neuronen nachgewiesen. Hebb gilt damit als der Entdecker der synaptischen Plastizität, welche die neurophysiologischeGrundlage von Lernen und Gedächtnis darstellt. Damit wies Hebb auf die Bedeutung der zeitlichen Korrelation prä- und postsynaptischerProzesse bei Lernprozessen hin, die sich in vielfältigen Varianten bestätigt hat.
- Was sind Synapsen und welche Rolle spielen Sie in unserem Nervensystem (siehe Skript, Schaubild)? Axone enden in kleinen knollenförmigen Endknöpfchen an anderen Nerven- oderMuskelzellen. Die Endknöpfchen liefern den Mechanismus zur Übermittlung der Signale vomAxon eines Neurons an die Dendriten oder den Zellkörper eines anderen Neurons. -Synapsen verbinden Neurone, aber als trennender Spalt, den die synaptische Botschaft erst überwinden muss -auf Ihnen beruht Lernen und Wahrnehmung -die Mehzahl der Synapsen ist chemischer Natur, langsam aber flexibel -sie verwenden Botschaften, die vom Sedner ausgeschüttet und vom Empfäner rezipiert werden -Botschaft erreicht Endknöpfchen elektronisch in Form eines Aktionspotentials, dass inziniert die Freisetzung der Transmitter, die sich nun in den synaptischen Spalt ergießen -In der Membran des Empfängers befinden sich Ionenkanäle (ähnlich wie Poren in der Haut), geöffnet werden diese Kanäle durch Rezeptoren, an sie binden sich die Neurotransmitter des Senders wie ein Schlüssel im Schloss -unterschiedliche Kanäle reagieren auf unterschiedliche Botenstoffe -die Botschaft selbst kann hemmend oder erregend auf die postsynaptische Zelle wirken, entsprechend wird weitere Kommunikation untertsützt oder auch unterdrückt -errgende Synapsen findet man meist an den Dendriten/ hemmende Synapsen meist am Zellkörper -Vorteil der chemischen Synapsen: ihre Plastizität, können sich also den Anforderungen anpassen; wird die Synapse beispielsweise häufig erregt, wird sie sensibler und ist damit künftig leichter erregbar- wir nennen das Lernen!
- Was sind synaptische Vesikel? -Kugelförmige Membranpakete, die Neurotransmittermolekühle bis zur Freisetzung an der Synapse speichern.
- Was sind Neurotransmitter? -Neurotransmitter sind die chemischen Botenstoffe des Gehirn(zwar langsamer als die elektrische Informationsweiterleitung, dafür aber flexibler). -Regulieren physische, psychische und emotionale Erfahrung. -Zusammen mit den Hormonen werden fast alle Funktionen im Körper vonNeurotransmittern kontrolliert. -Gestörtes Gleichgewicht:Risiko von Depressionen, sog. „Geisteskrankheiten“, physische Probleme. -Drogen wie Antidepressiva oder Kokain verändern oder ahmen die Funktion vonNeurotransmittern nach und beeinflussen dadurch unsere physische und psychischeFunktion. -> Informationstransport: Molekühle, die von aktiven Neuronen freigesetzt werden und die Aktivität anderer Zellen beeinflussen. Hohe Variablität durch Transmitter
- Wie funktioniert die synaptische Übertragung (siehe Skript)? -Das Aktionspotential im präsynaptischen Neuron verursacht, dass Neurotransmitter in den synaptischen Spalt entlassen werden. -Ist der Spalt überwunden, stimulieren sie Rezeptormolekühle, die in der Membran des postsynaptischen Neurons eingebettet sind. Innerhalb einer Zelle kann es mehrer Neurotansmitter geben. -Neurotransmitter docken dann an Rezeptormolekühle an, die die Entstsehung eines Aktionspotenzials fördern oder verringern. -Dananch erfolgt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter in das präsynaptische Neuron (Reuptake).
- Was sind die wichtigsten Neurotransmitter und Ihre Eigenschaften? Glutamat• am weitesten verbreiteter erregender Neurotransmitter(50% der Gehirnneuronen setzen Glutamat frei) GABA(ˠ-Aminobuttersäure) & Glycin• GABA ist wichtigster hemmender Neurotransmitter im Gehirn (33-50% derhemmenden Neuronen im Gehirn); Glycin wirkt in Rückenmark und Hirnstamm• Barbiturate (Schlaf- und Narkosemittel) sowie Benzodiazepine (z.B. Valium zurBeruhigung, Angstreduktion, Schlaferleichterung) binden an GABA-Rezeptoren Acetylcholin (ACh)• kann hemmend oder erregend sein• Haupttransmitter des vegetativen Nervensystem• Botenstoff, mit dem die Motoneurone im Rückenmark ihre Signale an Muskelnübertragen Katecholamine Adrenalin/ Noradrenalin Dopamin• Adrenalin: Botenstoff des sympathischen Nervensystems (aktivierend)• Noradrenalin: Gehirn (Aktivierung)• Dopamin: weit verzweigte Neuronen in vielen Gehirnteilen, Lernprozesse,Belohnung, Suchtentwicklung, Willkürmotorik Serotonin• wird im Hirnstamm produziert (Raphe-Kerne)• Regulation von Rhythmen (Schlaf-Wach, Hunger, Durst), emotionale Befindlichkeit,Schmerzwahrnehmung• Serotonin(mangel) wird mit Depression und Essstörungen in Verbindung gebracht
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- Wie zeigt es sich, dass neuronale Verbindungen lernfähig sind? -vorangegangene Ereignisse resultieren in funktionellen Veränderungen odermorphologischer Umgestaltung von Neuronen oder Synapsen, unter anderem -Reduzierung oder Erhöhung von Synapsenempfindlichkeit für die Neurotransmitter -Erhöhung oder Reduktion der Rezeptoranzahl -Erhöhung oder Reduktion der Anzahl an Synapsen -Neuronen schließen sich zu neuronalen Netzen zusammen -Als Reaktion auf Feedback modifiziert das Gehirn bestimmte Verbindungen.Werden neue Verknüpfungen wiederholt verstärkt,kommt es zum Lernen (gemeinsames Feuern von Neuronen verbindet) -neuronale Veränderungen betreffen auch die Größe, Organisationund Funktionalität von Kortexarealen
- Kann man Neuronen als Bausteine des Denkens bezeichnen? -höherer Grad an Vernetzung der Nevrenzellen führt zur erstaunlicher Leistung -Empfang der Infos von anderen Neuronen, Verarbeitung, Weitergabe an andere Neuronen -Zellkörper der Neuronen entsprechen einem Muster -Dendriten, gr. Wort für Baum; Empfangsstrukturen des Neurons/ hier liegen die meisten Synapsen (=Kontaktstellen zu anderen Neuronen) -Axon, Weiterleitung der Inormationen mit Myelinschicht, die Weiterleitung beschleunigt -Enknöpfchen an Schluss + Synaptischer Spalt als Teil eines weiteren Neurons -Form und Größe von Nervenzellen können sich stark unterscheiden/ Axon kann bis zu 1,5m lang werden -Durch Verschaltung von Neuronen entstehen Nervennetze, die bestimmte Aufgaben übernehmen können (ihre Auswirkungen sind enorm) -bis jetzt lassen sich Nervennetze nur im Computer nachbauen
- Definieren Sie jeweils kurz Dendrit, Axon, Aktionspotential, Depolarisation und Refraktärzeit. Beschreiben Sie dann mit diesen 5 Begriffen den Informationstransport in der Zelle. Dendrit: Stark verästelte Verbindung zu anderen Neuronen zur Informationsaufnahme. Die Struktur des Dendrit erleichtert die Vernetzung. Axon: Fortsatz des Zellkörpers zur Informationsleitung; Transport weg vom Zellkörper, Länge bis zu 1m, schnelle Impulsweiterleitung (bis zu 120m/s) Aktionspotential: Durch Öffnung der Ionenkanäle erfolgt eine lawinenartige Veränderung der Polarität in der Zelle am Axon entlang. Dies kann in 3 wesentliche Phasen gegliedert werden: Anstiegsphase (Depolarisation)/ Repolarisation/ Ruhephase (Refraktärzeit) Refraktärzeit: Zeit, die notwendig ist, um das Ruhepotential wieder herzustellen. Zellen sind in dieser Zeit nicht aktivierbar. Informationstransport zur Zelle: 1. Wird das Neuron stimuliert, verändert sich seine elektrische Ladung für eine kurze Zeit. Wenn die Veränderung groß genug ist, entsteht eine Depolarisation und damit ein Aktionspotenzial. 2. Diese Depolarisation bewirkt die Entstsehung eines Aktionspotentials etwas weiter unten am Axon. Die Ionenkanäle in angrenzenden Gebieten des Axons öffnen sich, und mehr positiv geladene Teilchen fließen in die Zelle, während sie weiter oben wieder hinausfließen. 3.Während sich das Aktionspotential am Axon hinabbewegt, ist der vordere Abschnitt bereits wieder repolarisiert.
- Wie lautet die Hebb'sche Lernregel und welche Bedeutung hat sie bis heute für Lernprozesse? Regel: Wenn ein Axon der Zelle A nahe genug an der Zelle B ist, sodass es erregt werden kann und weiderholt oder dauerhaft zur Errgeung von Aktionspotenzialen in Zelle B beiträgt, so resultiert dies in Wachstumsprozessen (metabolische Veränderungen) in einer oder beiden Zellen, die bewirken, dass die Effizienz von Zelle A in Bezug auf die Erzeugung eines Aktionspotentials in B gesteigert wird. Bedeutung: Je häufiger ein neuron A gleichzeitig mit Neuron B aktiv ist, desto bevorzugter werden die beiden Neuronen aufeinander reagieren (what fires together, wires together), Dies hat Hebb anhand von Veränderungen der synaptischen Übertragung zwischen Neuronen nachgewiesen.
- Beschreiben Sie den Prozess, der bei der Synapse abläuft, sobald ein Aktionspotential am Endknöpfchen eintrifft. -Das Aktionspotential im präsynaptischen Neuron verursacht, dass Neurotransmitter in den synaptischen Spalt entlassen werden. -Ist der Spalt überwunden, stimulieren sie Rezeptormolekühle, die in der Membran des postsynaptischen Neurons eingebettet sind. Innerhalb einer Zelle kann es mehrer Neurotansmitter geben. -Neurotransmitter docken dann an Rezeptormolekühle an, die die Entstsehung eines Aktionspotenzials fördern oder verringern. -Dananch erfolgt die Wiederaufnahme der Neurotransmitter in das präsynaptische Neuron (Reuptake).
- Was versteht man unter dem Begriff neuronale Plastizität? -vorangegangene Ereignisse resultieren in funktionallen Verädnerungen oder morphologischer Umgestaltung von Neuronen oder Synapsen, unter anderem -Reduzierung oder Erhöhung von Synapsenempfindlichkeit für die Neurotransmitter -Erhöhung oder Reduktion der Rezeptorenanzahl -Erhöhung oder Reduktion der Anzahl an Synapsen -Neuronen schließen sich zu neuronalen Netzen zusammen