25

ÄTIOLOGIE2 (Fach) / fragen (Lektion)

Wichtige Fragen

Diese Lektion wurde von burcucgn28 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Definition Ätiliogie Die Lehre von den Ursachen Störungslehre, die zu psychischen STörungen führen
  • Definition Pathagonese ist der Verlauf der psychischen Störung Was passiert im Verlauf der psychischen Störung
  • ätiopathogenese ursächliche Faktoren und deren prozessuales zusammenwirken über die zeit
  • Salutogenese neuer Begriff, der die Faktoren der Entstehung und Aufrechterhaltung von Gesundheit umfasst, nach Schädigungen oder Stresseinwirkungen
  • Wieso ist Ätiologie für Psychologie so wichtig Psychotherapie, Rehabilitation und Prävention sind ohne Ätiologie nur begrenzt möglich und bleiben auf der Systemebene verortet. Ätiologisches Wissen ist folglich für die Intervention anzustreben. Multikausalität: Bei den meisten Störungen kann man nicht von einer einzigen Ursache ausgehen, sondern es gibt ein Ursachenbündel. Daher spricht man eher von Bedingungen oder Faktoren einer Störung. Diese Faktoren können auf verschiedene Ebene auftreten. biologische/somatische Bedingungen: Neurotransmitterdysfunktion psychologische Bedingungen: kognitive Defizite soziale Bedingungen: Partnerkonflikte Ökologische Bedingungen: Wohnverhältnisse
  • Welche Phasen einer psychischen Störung werden unterschieden? 1)Prä-Perintale Phase 2)Sozialisations- Entwicklungsphase 3)Phase vor dem Ausbruch einer Störung 4)Phase nach Störungsausbruch
  • Welche Verlaufsformen einer psychischen Störung werden unterschieden? Episode mit flukturierndem Verlauf (wechselnd) Episode mit chronisch stabilem Verlauf (Keine Veränderung) Episode mit Teilremission Episode mit Vollremission Episodischer Verlauf mit stabilen Resiudalsymptomen Episodischer Verlauf mit Vollremisi
  • die Verlaufsformen -Heilung: Erreichen des gleichen Niveaus wie vor Ausbruch der Störung -Vollremission: keine Anzeichen oder Symptome der Störung mehr -Teilremission: einzelne Symptome liegen noch vor erfüllen aber nicht die Kriterien einer psychischen Störung -Chronifizierung: Störung bleibt auf Mindestniveau -Persönlichkeitsveränderung: nach Abklingen der Störung wird das ursprüngliche Persönlichkeitsniveau nicht mehr erreicht -Tod: erhöhte Sterblichkeitsrisiko bei psychischen Störungen, besonders durch Suizid und Unfälle
  • Das biopsychosoziale Störungsmodell -weitgehend akzeptierte Vorstellung zum Verständnis psychischer Störungen -Biologische, psychologische und soziale Faktoren haben grundsätzlich einen gleichrangigen Wert für das Verständnis psychischer Störungen -Störungen und Gesundheit ergeben sich aus dem dynamischen Wechselspiel der 3 Faktoren -Bei der Behandlung müssen alle 3 Faktoren berücksichtigt werden PSYCHO: Erleben, Verhalten, Bewältigen, BIO: Genetische Disposition, Neurotransmitter, Infektionen SOZIAL: Interpersonelle FAktoren, Kultur, ethische Zugehörigkeit, Umweltfaktoren
  • Kritik am biopsychosozialen Störungsmodell Nur dann ausreichend spezifisch, wenn eine einzelne Störung analysiert und erklärt werden soll Es fehlt die Störungsspezifität Zeitliche und dynamische Aspekte werden nicht ausreichend berücksichtigt Das biopsychosoziale Störungsmodell ist daher zunächst als Rahmensmodell zu verstehen das wesentliche Bedingungen von Störungsursachen benennt und integriert.
  • Anzeige
  • Das Vulnerabilitätsstress-Modell -wird eingesetzt, um die Verletzlichkeit eines Menschen zu beschreiben -Die Vulnerabilität beschreibt die Anfälligkeit eines Menschen, an einer psychischen Krankheit zu erkranken -Im Vulnerabilitätsstressmodell wird die individuelle Verletzlichekti mit einem Fass beschrieben, dass unterschiedlich schnell zum überlaufen gebracht werden kann -Das Wasser mit welchem das Fass befüllt wird, soll dabei Stress darstellen -Jeder Mensch hat ein unterschiedlich großes Fassungsvermögen und ist daher unterschiedlich belastbar -Hat das Fass einen höheren Boden zeigt dies die hohe Vulnerabilität eines Menschen an -Läuft das Fass über kommt es zur psychischen Erkrankung -Menschen die an einer psychischen Störung erkranken haben ein geringeres Fassungsvermögen -Bei psychisch erkrankten Menschen soll die Vulnerabilität durch verschiedene therapeutische Maßnahmen verringert werden Es gilt eine Art Überlaufschutz für das Fass zu errichten
  • Womit beschäftigt sich die Epidemologie? Lehre von dem, was über das Volk kam.
  • Was sind Aufgaben der Epidemologie? Wo sehen sie die Relevanz der Epidemologie in der klinischen Psychologie und Medizin? 1.Feststellung der Krankheitsverteilung 2. Untersuchung von Entstehung, Verlauf und Ausgang von Erkrankungen 3. Ermittlung von individuellen Krankheitsrisiken 4. Prüfung von Hypothesen über kausale Beziehungen
  • Relevanz der Epidemologie für die ätiologie - Die Beschäftigung mit dem Ausmaß psychischer Störungen und der Behandlungsplanung - Die Häufigkeit von konkreten Störungen denen als Basis für vielfältige Überlegungen -Die Studien liefern Hinweise auf Risikofaktorenm, die wiederum für das Verstehen individueller Zustände nützlich sind
  • womit beschäftigt sich die Entwicklungspsychopathologie? beschäftigt sich mit der Entstehung und dem Verlauf psychischer Abweichungen und Störungen 
  • Die Aufgaben der Entwicklungspsychopathologie -Suche nach biologischen, psychischen und sozialen Ursachen von Verhalten -Vergleich auffälliger und unauffälliger Entwicklungsverläufe -Untersuchung von Kontinuität und Diskontinuität im Verhalten -Klärung von Verboten einer zukünftigen Entwicklung -Untersuchung von Risiko Schutzfaktoren und ihrer Wirkungsweise -Untersuchung von Vulnerabilität und Resilienz
  • Worin unterscheiden sich Äquifinalität und Multifinalität? Das Modell der Entwicklungspfade von Sroufe 5 Annahmen 1) Die Entwicklungspsychopathologie entsteht aus Fehlanpassungen, der das Individuum auf einer Enticklungspfade lenken, der zu einer Störung führen 2) Das Prinzip der Äquifinalität besagt, dass viele Enticklungspfade zum gleichen Ausgang führen Bsp. Je früher depressive Symptome im Entwicklungsverlauf auftreten, desto schwerwiegender wird die weitere Entwicklung beeinträchtigt 3) Das Prinzip der Multifinalität besagt, dass viele Entwicklungspfade zu unterschiedlichen Ausgänge führen Bsp. Personen mit ähnlichen Ausgangsbedingungen können aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsbedingungen später unauffälliges Verhalten zeigen 4) Eine Veränderung der eingeschlagenenen Entwicklungsrichtung immer möglich 5) Langfristig verfolgte fehlangepasste Entwicklungspfade verringern die Wahrscheinlichkeit eines positiven Ausgangs
  • Bindungstheorie -universales menschliches Bedürfnis nach einer engen emotionalen Bindung, das eine über das überleben sichernde Funktion besitzt -Postulat eines eigenständigen biologisch begründbaren Motivationssystems, mit dem ein neugeborenes Bindungen herstellt und aufrechterhält -Postulat eines weiteren ExplorationsVerhaltenssystems, das auf Erkundung und Selbstbehauptung in der Umwelt ausgerichtet ist. -Abwesenheit der Bindungsperson hemmt die Exploration und aktiviert das Bindungssystem -Anwesenheit der Bindungsperson deaktiviert das Bindungssystem und aktiviert die exploartion
  • Welche Konsequenzen haben Bindungstypen für die klinisch psychologische Praxis Bindungstypen: Sichere Bindung (zuverlässige Erfahrungen) : können die Nähe und Distanz der Bezugsperson angenehm regulieren unsicher-vermeidende Bindung (ignorierende Erfahrungen): Kinder zeigen eine Pseudounabhängigkeit von der Bezugsperson. Sie zeigen auffälliges Kontakt und Vermeidungsverhalten. unsicher- ambivalente Bindung (wechselhafte Erfahrungen): Kinder verhalten sich widersprüchlich- anhänglich gegenüber der Bezugsperson Desorganisierte Bindung ( Ängstliche Erfahrungen) :Kinder zeigen deutlich desorientiertes nicht auf eine Bezugsperson bezogenes Verhalten
  • Womit beschäftigt sich die Evolutionspsychologie? Was sind die Grundannahmen und Ziele? -Menschliches Erleben und Verhalten sind Resultat der Evolution -Umwelt nimmt Einfluss auf die Reproduktion/ Das Überleben von Genen; sie werden natürlich ausgelesen:  Fitness ist kein Merkmal eines Menschen, sondern eine Funktion                    - Entscheidend ist die langfristige Fortpflanzungsvorteil eines Gens                    -Besonders wichtig für den Reproduktionserfolg ist die soziale Umwelt Historischer Abriss : Darwins Evolutionstheorie Grundannahme: Im Kampf um das Überleben siegt das Lebewesen, dass besser an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst ist. -Dieses Lebewesen wird sich mit größerer Wahrscheinlichekti fortpflanzen können und seine Merkmale an die Nachkommen weitergeben -Mensch ist in Folge eines solchen Evolutionsprozess entstanden DARWFINKEN 13 unterschiedliche Finkenarten, die auf den Galagaposinseln lebten da auf dem Festland keine so hohe zahl festzustellen war schlussfolgerte Dawrin auf Artenvielfalt auf der Basis der ANpassung an Umweltbedingungen
  • Die Ziele der Evolutionspsychologie 1. Analyse spezifischer Anpassungsprobleme in der evolutionären Geschichte des Menschen 2. Identifizierung von Mechanismen zur Lösung dieser Probleme 3. Funktionsforschung
  • Welchen Beitrag kann die Evolutionspsychologie aus ihrer Sicht für die Klinische Psychologie leisten? -Helfen uns zu verstehen warum Menschen in bestimmten Momenten so handeln -Helfen zu verstehen wie und warum psychische Störungen entstehen können -möglicherweise aus einer Fehlanpassung zwischen Individuum und Umwelt
  • Welche Evolutionspsychologisch Theorien können zur Entstehung von Angst erklären Soziale Lerntheorie: Die Beobachtung eines angstverzerrten Gesichts in Kombination mit irgendeinem Stimuli führt zu einer unkonditionierten Angstreaktion, die auf den zuvor neutralen Stimuli übertragen wird. Die wiederholte Kombination von UCS und NS sollte zur Entwicklung von konditionierten Angstreaktion führen Bsp : Mutter Schreit bei Spinne, Kind schreit dadurch auch Bei SPinne Belege. 7 Monate ALte Kinder betrachten ängstliche Gesichter intensiver als neutrale oder fröhliche Gesichter Prepardness Theorie: Es besteht eine evolvante Bereitschaft, Ängste auf spezifische Stimuli auszubilden, die entwicklungsgeschichtlich eine Gefahr darstellen. Belege: leichte Konditionierbarkeit von ANgstreaktionen auf Schlangen und Spinnen bei Kombination mit leichtem Elektroschock, nicht bei Blumen. # Non assoziatives Lernen: Die Entwicklung von ANgst erfordert weder Beobachtungslernen noch direkte Lernerfahrungen Der Menshc besitzt eine angeborene Tendenz die auf spezifische Stimuli mit Angst reagieren Belege: Retrospektiv berichten Menschen mit Höhenangst nicht häufigere Stürze  mit Verletzungen in der Kindheit als Kontrollperson Snake Detection THeory: Besonders die evolutionär frühe Gefährdung des Menschen durch Schlangen hat zu Angst spezfisich vor Schlangen beigetragen
  • HHNA Hypothalamus-hypopyhsen-Nebennierenrinden-Achse Freisetzung von CRH im Hypothalamus, ACTH in der Hypophyse und Cortisol in der Nebennierenrinde werden als zentral für zahlreiche Störungsbilder angesehen Bei Stress: Anpassung des Körpers an den erhöhten Energiebedarf und Dämpfung von Entzündungsreaktionen Dauerhafte Aktivität führt zur Verstellung der HHNA und negativen Folgen CRH- ANGST UND DEPRESSIONEN CORTISOL: Herzkreislauferkrankungen, Unterdrückung Immunsystem mit Infektanfälligkeit
  • LEWINSOHNS DES VERSTÄRKERVERLUST -geht davon aus, dass eine zu geringe Rate an positiven Verstärkern insbesondere bezüglich sozialer Interaktionen zu einer Entstehung depressiver Symptomatiken führen - Depressives Verhalten wird also als eine Reaktionsform und konsequenz einer niedrigen Verstärkerrate angesehen -kurzfristig wird die depressive Symptomatik durch soziale Verstärkung aus der Umgebung wie bsp Aufmerksamkeit aufrechterhalten -langfristig führt depressives Verhalten jedoch zu Ablehnung und Vermeidung der sozialen Umwelt -Dies ist mit einem weiteren Verstärkerverlust verbunden, was wiederum die Depressionen verstärken kann Beispiel: Menshcen mit Depressionen zeigen grundsätzlich Defizite in ihrem Sozialverhalten, da sie bspw soziale Interaktionen vermeiden