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Ausgewählte Organsysteme und deren Erkrankungen (Fach) / Leber und Gallenblase (Lektion)

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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Leber + Funktion liegt im rechten Oberbauch unmittelbar unter dem Zwerchfell (teilweise mit diesem verwachsen) wird durch die unteren Rippen gestützt 2 große und 2 kleinere Leberlappen an der Unterseite des re Leberlappens liegt die Leberpforte > Stoffwechselfunktion: Speicherung von KH in Form von Glykogen und bedarfsabhängige Abgabe, ständiger Um- und Abbau von Fetten und Proteinen > Entgiftungsfunktion: Inaktivierung körperfremder Stoffe wie Medikamente uns Giftstoff Die Leber ist an der Bildung zahlreicher Bestandteile des Blutes beteiligt relativ ausgeprägte Fähigkeit zur Regeneration, wenn < als 50% des Organs geschädigt sind
  • Leberpforte folgende Gefäße treten ein/aus > Pfortader tritt ein (führt Blut mit im Darm resorbierten Nährstoffen, Hormonen der Bauchspeicheldrüse und Abbauprodukten der Milz) > Leberarterie tritt aus (transportiert sauerstoffreiches Blut vom Herzen) > Gallengang tritt aus Alle Stoffe, die der Organismus über den Darm ins Blut aufnimmt, werden über die große Pfortader auf direktem Wege sofort zur Leber transportiert Leber = größtes Stofwechsel und Entgiftungsorgan und größte Drüse > produziert Galle
  • Gallenblase liegt an der Unterseite der Leber fasst ca 40 ml birnenförmige Tasche mit sehr dehnbaren Wänden nimmt die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit auf, wird dort eingedickt und gespeichert Gallenflüssigkeit besteht v.a. aus Gallensäure und emulgiert Fette  wird bei de Nahrungsaufnahme ins Duodenum abgegeben
  • Leberenzyme werden von der Leber für Stoffwechselleistungen verwendet und ins Blut abgegeben (können dort gemessen werden) > GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase) bzw. ASAT (Aspartat-Aminotransferase) > GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) bzw. ALAT (Alanin-Aminotransferase) > Gamma-GT (Gamma-Glutamyltransferase) Transaminasen zeigen v.a. entzündliche Leberprozesse an erhöhter Gamma-GT: Entzündungen, Fettleber, Gallenstau
  • Diagnose von Alkoholkonsum bei chron. Alkoholismus: sukzessive Schädigung des Lebergewebes > Abweichungen der Leberenzyme Gamma-GT: erhöht = allgemein pathologische Leberprozesse CDT (Carbohydrat-defizientes Transferin): bester Marker für chron. Alkoholismus (erhöhte CDT Werte im Serum finden sich erst nach mind. 1wöcjiger Aufnahme von tägl. > 60g reinem Ethanol. Erhöhte Werte normalisieren sich bei vollständuger Abstinenz erst innerhalb von 2 -4 W.) ETG (Ethyglucuronid): Kurzzeitmarker, kann bis zu 78 h nach Konsum im Blut/Urin nachgewiesen werden => für strafrechtliche Fragestellungen interessant weitere Hinweise: erhöhter HDL-Cholesterin-Wert und Erhöhung des MCV (mittleres Erythrozytenvolumen)
  • Hepatitis allgemein: Leberentzündung aufgrund einer Schädigung oder Zerstörung von Leberzellen
  • Symptome der akuten Hepatitis Fieber und Krankheitsgefühl Schmerzen im rechten Oberbauch Störung der Leberfunktion mit einem Anstieg von Bilirubin (=Abbauprodukt des Hämoglobins) > Gelbfärbung von Haut und Augenweiß (Ikterus), Dunkelfärbung des Urins und Entfärbung des Stuhls kann folgenlos ausheilen  oder in eine chron. Form übergehen
  • Symptome der chron. Hepatits langfristig Umbau des Bindegewebes (Fibrose) bzw. Schrumpfleber (Leberzirrhose) im Endstadium: weitgehende Funktionseinbußen der Leber mit Rückstau des Blutes von der Leber zurück in den Kreislauf > Bildung von inneren Krampfadern und Austritt von Körperwasser in den Bauchrazm (Aszites) zahlreiche andere Symptome: Störungen des Stoffwechsels, Mangelernährung, Infektanfälligkeit, Verwirrtheitszustände (hepatitische Enzephalopathie)
  • Ursachen von Hepatitis Infektionen (z.B. Virusinfektionen, Borrelien, Salmonellen) Vergiftungen (z.B. medikamenteninduzierte H.) pysikalische Schädigung (Bestrahlung, Quetschung) autoimmun bedingt Formen und viele weitere am häufigsten: Viren, anfangs keine spez. Symptome bzw. Allgemeinsymptome
  • 5 Typen von Virushepatiden H. A= Übertragung: Schmierinfektion (fäkal-oral); Impfung möglich; nie chron. Verlauf H. B= Übertragung: sexuell und auf dem Blutweg (zB Transfusionen); Impfung möglich; Ausheilung in bis zu 90% der Fälle H. C= Übertragung: Blutweg; keine Impfung möglich, chron. Verlauf: 70-80%, häufigste Virushepatitis in D H. D= Übertragung: kann nur bei Pat. auftreten, die bereits mit H.B-Virus infiziert sind H. E: Übertragung: Schmierinfektion, keine Impfung möglich; kein chron Verlauf
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  • Alkoholtoxische Fettleber und Fettleberhepatitis beides infolge von chron. Alkoholkonsum Fettleber: beschwerdefrei Fettleberhep.: 50% beschwerdefrei; Rest: typische Hepatitiszeichen Diagnose: objektive Befunde = erhöhtes Gamma-GT und vergrößerte Leber bei Alkoholkarenz = Schäden reversibel
  • Leberzirrhose = Spätfolge vieler versch. Lebererkrankungen diffuse, chron, Lebererkrankung mit progredienter, irreversibler narbig-bindegewebiger Umwandlung der Leber Folge: Erhöhung des Druckes im Pfortadersystem und anschließend Leberinsuffizienz Symptome: Leistungsminderung, Konzentrationsschwäche, Übelkeit, Menstruationsstörungen, Gynäkomastie (Vergrößerung der männl. Brustdrüsen), Potenzstörung, Leberhautzeichen (zarte Äderchen im Gesicht), rote Handflächen Ursachen: Alkohol (80%), Virushepatiden B und C, Autoimmunerkrankungen Therapie: keine ursächliche Therapie möglich, Weglassen der Noxen, evtl. Transplantation
  • Cholezystitis Entzündung der Gallenblasenwand Symptome: oft kollikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, Fieber, Ikterus Ursache: Gallenblasensteine (In 90% der Fälle) Therapie: krampflösende Medis, endoskopische Erweiterung des verstopften Ausführganges mit dem Ziel des Abgangs der Steine in den Darm und ggf Entfernung der Gallenblase