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Ausgewählte Organsysteme und deren Erkrankungen (Fach) / Herz (Lektion)
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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.
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- Herz - faustgroßer, kräftiger Hohlmuskel - 2 Hälften getrennt durch Herzscheidewand (Septum), je ein Vorhof (Atrium) und eine Kammer (Ventrikel) - Verhinderung des Rückstromes des Blutes durch 4 Klappen: > Segelklappen zwischen Vorhif und Kammern > Taschenklappen zwischen Kammern und Blutgefäßen Herzmuskel wird durch Herzkrankzgefäße (Koronargefäße) mit Blut versorgt
- Herztätigkeit > Folge von regelmäßigen Kontraktionen der Herzmuskulatur = Pumpwirkung, bei der das Blut in die Arterien gedrückt wird und gleichzeitig vom Herzen Blut aus den Venen angesaugt wird 2 Phasen: 1. die Muskulatur der beiden Vorhöfe zieht sich zusammen > Blut wird in die erschlafften Herzkammern gedrückt 2. Muskulatur der Herzkammern zieht sich zusammen > Blut wird aus den Herzkammern in die Arterien gedrückt Aus der linken Herzkammer gelangt das Blut in die Körperarterie Aus der rechten in die Lungenarterien in dieser Zeit: Vorkammern erschalfft und werden wieder mit Blut aus den Venen gefüllt Körpervenen -> in rechte Vorkammer Lungenvenen -> in linke Vorkammer
- Sinusknoten = wichtigste Struktur für die Regulation der Herztätigkeit (Auch Taktgeber des Herzens) > elektrische Erregungen, die für die rhythmische Kontraktionen des Herzens notwendig sind Herztätigkeit ist weitesgehend autonom (Autorhythmie), es besteht aber die Möglichkeit der Einflussnahme über das vegetative Nervensystem
- Körperkreislauf = großer Kreislauf beginnt in der linken Herzkammer > Körperarterien und Körperkapillaren > Körpervenen > rechte Vorkammer In den Kapillaren findet der Stoffaustausch zwischen Blut und Körperzellen statt
- Lungenkreislauf = kleiner Kreislauf beginnt in der rechten Herzkammer > Lungenarterien > Lungenkapillaren (dort wird Kohlendioxid an die Lungenbläschen abgegeben und Sauerstoff in das Blut aufgenommen. Das sauerstoffreiche Blut gelangt durch) Lungenvenen > in die linke Vorkammer > linke Herzkammer
- Pfortadersystem spezielles Ver- und Entsorgungssystem der Verdauungsorgane innerhalb des Körperkreislaufes
- Parameter der Herztätigkeit - Schlagvolumen: das während der Systole in die Arterien ausgeworfene Blutvolumen (in Ruhe ca. 70 ml) - Herzminutenvolumen: die pro Minute geförderte Blutmenge (in Ruhe ca 5 l) - Herzfrequenz: Anzahl der Schläge pro Minute (in Ruhe ca 70) - Gefäßwiderstand: Strömungswiderstand, den das Gefäßsystem de, Herzen entgegensetzt, abhängig vom Gefäßdurchmesser und Gefäßverhärtung (hoher Gefäßwiderstand erzeugt hohen Blutdruck)
- EKG Elektrokardiogramm misst über Elektroden am Herzen und den Extremitäten Herzfrequenz und -rhythmus, Erregungsbildung, -ausbreitung, -rückbildung ermöglicht Diagnostik vielfältiger Störungen immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion - P-Welle = Vorhoferregung (durch Sinusknoten) - QRS-Komplex = Kammererregung - T-Welle = Erregungsrückbildung der Kammer wird hinsichtlich bestimmter Strecken und Wellen gezielt ausgewertet
- Messung des Blutdruckes auch Gefäßdruck = Druck pro Fläche, den das Blut auf die Gefäßwand ausübt wird üblicherweise in mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben
- systolischer und diastolischer arterieller Druck systolischer = maximale Kontraktion des Herzmuskels Indikator für Auswurfleistung des Herzens Sobald sich der Herzmuskel entspannt, sinkt er arterielle Druck auf den zweiten Wert, den diastolischen = Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem durch Gefäßablageurngen ändern sich die Widerstandsverhältnisse und der arterielle Druck steigt an
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- Metabolisches Syndrom = allgemeine Risikokonstellation für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit 1. Hypertonie 2. Diabetes mellitus Typ II 3. Adipositas (insbesondere Bauchfett) 4. Fettstoffwechselstörung Das "tödliche Quartett"
- Arterielle Hypertonie Bluthochdruck = höher als 140/90 mm Hg (wiederholt und in Ruhe gemessene Werte) > erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte > Entstehung aufgrund von Veranlagung und ungünstigem Lebensstil essenzielle Hypertonie = Bluthochdruck ohne relevante Organbefunde, wird den Psychosomatosen zugerechnet
- Koronare Herzkrankheit = KHK oder ischämische Herzerkrankung > über jahre fortschreitende Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) aufgrund meist arteriosklerotischer Veränderungen > häufigste Todesursache in den Industrienationen
- Arteriosklerose = Arterienverkalkung > zunehmende krankhafte Veränderung der Arterien mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsmangel > in der Folge kleine Gerinnsel und Thrombosen -> können Herzinfarkt, Schlaganfall etc auslösen Risikofaktoren: Hypertonie, Diabetes, Nikotin, Alkohol, Stress, Bewegungsmangel, Alter etc
- Angina pectoris Hauptsymptom der koronaren Herzerkrankung und häufig Vorbote des Herzinfarktes Symptome: Schmerzen in der Herzgegend oft mit Ausstrahlung in den Arm, Engegefühl, Atemnot insb. bei körperlicher Belastung bei Frauen oft unspezifische Symptome durch Einegung einer oder mehrer Koronararterien
- Herzinfarkt Nekrose (Absterben von Zellen) in einem umschriebenen Herzmuskelbereich ausgelöst durch einen plötzlichen Verschluss einer oder mehrerer Koronararterien Symptome: Vernichtungsschmerz hinter dem Brustbein, Schwächegefühl, Angst, Unruhe, Übelkeit
- Schock med.: globales Kreislaufversagen > Missverhältnis zwischen der Pumpleistung des Herzens und dem Bedarf der Organe, wodurch es zur akuten Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe kommen kann Symptome: rascher Puls bei niedrigem Blutdruck Ursachen: z.B. Blutverlust, allergische Reaktion, Herzerkrankung, Diabetes
- Herzrhythmusstörungen auffällige Veränderungen des Herzschlages vollkommen ungefährlich bis akut lebensbedrohlich Symptome: Tachykardie (> 100 Schläge/Minute), Bradykardie (> 50 Schläge/Minute), Arrythmie (UNregelmäßigkeiten)
- Herzinsuffizienz zu geringe Herzleistung Symptome: v.a. Atemnot und Leistungsminderung Ursachen: z.B. Arteriosklerose, Hypertonie, Herzmuskelentzündung, angeborene Herzklappenfehler, Lungenerkrankungen, Hyperthyreose
- Vasovagale Synkope auch neurokardiogene Synkope biphasische psychosomatische Reaktion 1. Phase: beschleunigter Puls und gesteigerter Blutdruck durch sympathische Aktivierung (z.B. bei Erregung, Angst) > zur Verhinderung einer zu starken Arbeit des Herzens wird in der Folge durch einen Reflex, vermittelt über den Vagus-Nerv, eine überschießende Gegenreaktion ausgelöst > 2. Phase: Abnahme der Herzfrequenz oder Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation) oder beides > Blutdruckabfall > Bewusstlosigkeit
- Differenzialdiagnostik von Panikattacken und hypochondrischen Herzängsten Angina Pectoris: Herschmerzen meist mittig Angsterkrankungen: eher linksseitig Bei Herzerkrankungen sind die Symptome eher an körperliche Aktivitäten gebunden