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Umweltpsychologie (Fach) / Master - Uni Kassel (Lektion)

A. Ernst

Diese Lektion wurde von Hasan20 erstellt.

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  • 10 Wichtigsten Nudges 1: Default Regeln/Voreinstellungen: Nur bei starker Präferenz für die andere Option, findet     ein Wechsel statt ("psy. Trägheit") 2: Vereinfachungen: durch vereinf. Darstellung von Infos., können mögliche Verzerrungen in      der Entscheidungsfindung behoben werden.--> gut lesbare Vorträge 3: Soziale Normen: Verhaltensorientierung an Mitmenschen (Mehrheit) - Zugehörigkeit 4: Erhöhung der Komfortabilität: oft intuitiv die vermeintlich einfachsten Entscheidungen        treffen--> Die beste Wahl durch reduktion von Hindernissen 5: Erhöhung der Transparenz: sachkundige Entscheidungsfindung, verstädlich-                       leichtzugängliche     Informationen - Offenlegung der Herkunft der Umweltrisikien 6: Warnhinweise: Aufmerksamkeit begrenzt (Zigarettenschachtel) 7: öfftl. Selbstverpflichtung: Für sich selbst innerhalb einer Gruppen den "Druck" erhöhen 8:Erinnerungen: regelmäßige E-Mails 9: Implementation intentions - Abfragen: Eine direkte Abfrage von Handlungsvorhaben        erhöht bei Menschen die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch tatsächlich volziehen (apple-        watch: Laufen?) 10: Feedback: Zu den Konsequenzen des eig. Verhaltens (positiv und negativ)
  • Default Beispiele Lichtbewegungsmelder Heizung: 3 = 20C° Drucker: Voreinstellung beidseitige Kopie
  • Beschaffenheit einer Innovation Vorteilhaftigkeit Wahrnehmbarkeit Kompatibilität Komplexität Erprobbarkeit
  • 5 Stufen zur Übernahme einer Innovation Knowledge - Persuaion - Decision - Implementation - Confirmation
  • Agentenbasierte Modelle des Konsumentenverhaltens Ziele: Tiefergehendes Verständnis des Systemverhaltens Analyse versch. Verfahren Analyse versch. Szenarien was wäre, wenn - Frage Abschätzung zukünftiger Entwicklungen und deren Randbedingungen sozialer Flugsimulator ---------------------------
  • 3 Transformationsfelder Energiesystem, Urbane Räume, Landnutzungssystem
  • Hemmende Faktoren der Transformation politische, ökonimische , institutionelle Pfadabhängigkeiten Interessenstrukturen Routinestärke
  • Herausforderung bei der Transformation Den umfassenden Umbau aus Einsicht, Umsicht, und Voraussicht (Vorsorgeprinzip) voranzutreiben, um den historischen Normalfall, also eine Richtungsänderung als Reaktion auf Krisen und Katastrophen zu vermeiden
  • Rebound-Effekt - 13 Varianten Allgemein Finanziell Materiell Neue Märkte Effekt: E-Fahrzeug--> Installation von materiellen und Dienstleistungs-Infrastruktur Konsum-Akkumulation: Alte Gerät wird nicht ersetzt sondern ergänzt (Kind altes Auto, Kühlschrank - in Partykeller) Finanzieller Rebound Einkommens-Effekt: Mit weniger Verbrauch mehr fahren Re-Investitions-Effekt: Produzentenseite, auch Mitarbeiter möglich --> Einkommenseffekt Marktpreis-Effekt: Durch weniger Verbrauch, fallende Preise --> mehr Verbrauch Materieller Rebound Embodied-Energy-Effekt: Lifecycle-Analyse --> Ganzheitliche Bewertung der Umweltbelastung (Fleisch-Wasserverbrauch, Landmaschinen, ökologischer Fußabdruck)
  • Psychologische Rebound-Effekte Moral-Hazard-Effekt: Käufer von Toyota Primus fahren 1,6 mal mehr Moral-Leakig-Effekt: Unachtsamkeit durch neue Investition (Fenster schließen) Moral-Licensing: Legitimierung eines ineffizienten Produkts durch vorherige Kauf eines effizientem
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  • Cross-Factor-Rebound-Effect Produktivitätssteigerungen (Arbeit, Kapital) = höhere Energienachfrage Arbeitsproduktivität = Mehrproduktion, statt weniger arbeit Konsum-Rationalisierungs-Effekt: Zeitgewinn geht mit erhöhtem Energieverbrauch einher
  • Größenordnngen vom Rebound Faustformel 50/50 Energie zu 2/3 Rebound
  • Postwachstumsökonomie 20 Stunden Monetärer Bereich globalisierte Arbeitsteilung Stoffliche Nullsummenspiele effiziente statt konsistente Technologien physisch und kulturell dauehaftes Produkdesign Reparabilität und Modularität Rebuilidung, remanufacturing, renovation, konversion Ressourcengewinnung durch Entsiedelung und Rückbau Regionale Ökonomie Community supported agriculture deglobalisierte Werschöpfungsketten regionale Komplementärwährung 20 Stunden Monetärer Bereich Suffizienz Entschleunigung Entrümpelung Reizüberflutung vermeiden Subsistenz Nutzungsintensivierung durch Gemeinschaftsnutzung Nutzungsverlängerung (reparieren) Eigenproduktion (kleidung, nahrung, Handwerk) Ehrenamt Leistungsaustausch durch soz. Netze
  • Kipppunkte im Klimasystem Permafrostboden taut auf (Methan und Kohlendioxid wird freigesetzt) Sahelzone begrünt sich Rodung/Austrocknung von (Amazonas-)Regenwäldern Schmelzung des Meereis in der Arktis Antarktisches Ozonloch
  • Gründe zwischen Inkosistenz zwischen Einstellung und Verhalten Konkurrierende Motive Mangelnde Verhaltensanreize Mangelnde Routie Messtheoretische Gründe: versch Abstraktionsebenen Fehlen adäquater Umsetzungsalternativen
  • Strategie zur Konsumreduktion Suffizienzstrategie = Gewohnheitsänderungen Substitutions-, Langlebigkeits-, Effizienzstrategie-, = Investitionsentscheidungen
  • Vier Fallen Die soziale Falle– Nutzen für mich, Kosten für alle • Die Zeitfalle– Auszahlungen hängen von t-1 ab– Nutzen jetzt, Kosten später • Die räumliche Falle(Vlek & Keren, 1992)– Nutzen hier, Kosten woanders(NIMBY-Syndrom: Not-In-My-Backyard) • Die Sicherheits-/Vulnerabilitätsfalle(Vlek & Keren, 1992)– Schutz für die wohlhabenden Hauptverursacher, Vulnerabilität für dieArmen
  • False-Consensus-Effekt Eigene Meinung wird als die der Mehrheit wahrgenommen
  • Falschinformationen klar stellen Das Gerücht nicht nochmals wiederholen Faktenbasiert argumentieren Einfache, statt verschachtelte/komplizierte Sprache keine dramatische, herabwürdigende Sprache Wenn Selbstwetbedrohlich, Selbstbestätigung mit Informationen kombinieren Informationen akzeptabel machen (weniger selbstwert-/Ideologiebedrohlich) kognitive Lücke schließen - hinreichende Substitution (nicht nur als falsch deklarieren und beweisen, sondern warheit präsentieren)
  • technische (obj.) Risikodefinition Schadenshöhe X Eintretenswahrscheinlichkeit
  • Systemisches Risiko: Hyper-Risiko: Versagen einzelner Komponenten ist nicht statistisch unabhängig voneiner (Kaskadeneffekt) -Enge Vernetzung Netzwerkkomponenten sind selbst Netzwerke (Energie, Lebensmittelprod., Wasser, Finanzen, Klima)
  • Heuristiken nach Kahnemann & Tversky Verfügbarkeit: Information wird überbewertet, je eher der Inhalt mental präsent ist Gedankeanker: Info. wird überbewertet, je höher die  Anzahl der kognitiven Anknüpfungspunkte ist Repräsentationsschluss: zu wenig Einzelfälle, schneller Entscheider, Standpunktverstärker Affekt-Heuristik: je mehr emot. Anknüpfungspunkte damit verbunden sind
  • Unterschätzung systemischer Risiken (Klimawandel) Kontinuierlich (nicht salient, Katastrophen erzeugen mehr persl. und soz. Ressonanz) Komplexität - schwer Nachvollziehbar, raum-zeitlich Abstrakt, Nicht-Linearität nicht gut emotional aufbereitbar (Medial unattraktiv) sinnlich nicht wahrnehmbar
  • Resilienz in der Ökosystemtheorie Grundlegende Organisationsweise zu erhalten (trotz Störung) Vermeidung eines qualitativ anderen Systemzustands Flexible Adaption
  • Nudges: Moralischer Überbau Argumentation Libertärer Paternalismus Wohlfahrt-Argument: Kollektiver Nutzen, bei geringer/keiner individueller Kosten Funktionieren bei voller Transparenz ohne Sanktionen Freiheitserhaltend zwangfrei
  • Psychologie des Defaults Befürwortung/Unterstützung der Mehrheit Akitv Aussteigen - Soziale Trägheit/Bequemlichkeit Default als Referenzpunkt - Kann Verlustgefühl beim Aussteigen hervorrufen (3-Monate Gratis-Abo)
  • Psychologische Voraussetzungen und Auswirkungen von sharing-Methoden Vertrauen Transparenz der Interaktion Persönlicher  Kontakt und Bindung Stabile Gemeinschaften Wirtschaftliche Teilhabe und Befähigung Echtheit und Authentizität Flexibilität und Individualität der Produkte -------------------------------------- Kreativer Ausdruck
  • Zehn Maßnahmebündel zur Transformation Gestaltender Staat (Erweiterte Parizipation, Mehrebenensystem, Globale Kooperation) CO2-Bepreisung Europäische Energiepolitik Verbreitung der Einspeisevergütung Nachhaltige Energiedienstleistungen fördern Nachhaltige Urbanisierung Klimaverträglich Landnutzung Klimaverträgliche Inverstitionen schützen Internationale Klima- und Energiepolitik Internationale Kooperationsrevolution
  • Alle Rebound-Effekte Zwei Allgemeine Finanziell materiell psychologisch Neue Märkte-Effekt: Zusätzliches Zubehör/Dienstleistungen etc. wird für ein neues Produkt benötigt Konsum-Akkumulation: Neues Gerät wird ergänzend Angeschafft, nicht Austausch mit ineffizientem Modell ----------------------------- Marktpreis-Effekt: durch geringeren Verbrauch, sinkt die Nachfrage, welches eine Preissenkung nach sich zieht: Daraufhin steigt die Nachfrage wieder/mehr Konsumm Einkommenseffekt: Durch Einsparungen, mehr Verbrauchen Re-Investitionseffekt: Produzentenseite, aber auch Löhne siehe Einkommenseffekt --------------------- Embodiment-Energy-Effekt: Produktions-, und Transportprozess eines effizienten Gutes, kann seine Vorteilhaftigkeit beeinschränken Cross-factor-Effekt: Arbeitsproduktivität-->  mehr Arbeit statt mehr Zeit Produktivitätssteigerungen --> höherer Energiebedarf Konsumrationalisierungs-Effekt--> mit mehr Zeit geht eine erhöhter Energiebedarf einher ----------------------------- Moral-Hazard: Moralisches Risiko,  mehr Konsum bei effizientem Neuprodukt Moral-licensig: Neukauf eines ineffizienten Produktes bei vorherigem Kauf eines effizientem Produktes Moral-leaking: Unachtsamkeit bei effizientem Produk (eh sparsam)