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Aufbau und Funktion des Nervensystems (Fach) / Neurologische Symptome (Lektion)

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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Agnosie Beeinträchtigung des Erkennens von akustischen, optischen oder taktilen Reizen bei Intaktheit der Sinnesorgane z.B. visuelle Agnosie: Gegenstände werden beim Betrachten nicht identifziert, wohl aber beim Betasten
  • Akathisie quälende Sitzunruhe und Bewegungsdrang z.B. bei der Therapie mit Antipsychotika
  • Akinese pathologische Bewegungsarmut mit einer Störung der Spontan- und Mitbewegung der Skelettmuskulatur aufgrund extrapyramidaler Schädigungen
  • Amnesie Gedächtnisstörung, die zu einer Beeinträchtigung zeitlicher und/oder inhaltlicher Erinnerungen führt hervorgerufen durch z.B. Unfälle, Infektionen anterograde A.: Gedächtnisverlust für eine Zeit nach einem schädigenden Ereignis (vorwärtswirkend) retrograde A.: für eine Zeit vor dem schädigenden Ereignis (rückwärtswirkend)
  • Aphasie Störung im kommunikativen Gebrauch der Sprache, also Störungen des Sprechvermögens und Sprachverständnisses (im Gegensatz zu motorischen Sprechstörungen)
  • Broca-Aphasie Sprachproduktion erheblich verlangsamt Sprachverstehen leicht gestört (Sprachanstrengung, zögernd, mühsam) Agrammatismus (auf einzelnde kommunikativ wichtige Worte beschränkt, Telegrammstil, bei relativ ungestörtem Sprachverständnis
  • Wernicke-Aphasie Sprachproduktion flüssig Sprachverstehen erheblich gestört (gut erhaltener Sprachfluss, meist überschießende Sprachproduktion mit reichlich Paraphasien > Fehlbenennungen und Neologismen; Sprachverständnis ist erheblich eingeschränkt)
  • Amnestische Aphasie Sprachproduktion meist flüssig Sprachverstehen leicht gestört (in erster Linie Wortfindungsstörungen, durch Ersatzstrategien kompensiert, deshalb v.a. Benennungsprobleme; Sprachverständnis nur gering gestört)
  • Globale Aphasie Alle rezeptiven und expressiven sprachlichen Funktionen sind etwa gleich schwer beeinträchtigt
  • Apraxie gestörte Fähigkeit zu gezielten Handlungsausführungen, komplexen Bewegungen oder der Zweckmäßigen Verwendung von Gegenständen bei Intaktheit der motorischen und sensorischen Werkzeuge Auftreten bei umschriebenen Läsionen der Hirnrinde oder allgemeinen Hirnabbauprozessen
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  • Ataxie Bewegungskoordinationsstörung, die Bewegungsabläufe in ihrer Harmonie und Glätte beeinträchtigt Rumpfataxie: freies Sitzen unmöglich Standataxie: der Erkrankte kommt im freien Stand aus dem Gleichgewicht Gangataxie: breitbeiniges, torkeliges Gangbild
  • Dysarthrie auch Dysarthrophonie Sammelbegriff für Sprechstörungen, bei denen die motorische Ausführung der Sprechbewegung aufgrund einer Beeinträchtigung der Sprechwerkzeuge (Nerven, Muskeln) gestört ist. Auftreten z.B. nach Hirnschädigungen
  • Delir reversible, akute, organische Psychose mit Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, ängstlicher psychomotorischer Unruhe, Übererregtheit, Desorientiertheit, Suggestibilität, Kreislaufstörungen, vegetative Entgleisungen es besteht potenziell eine vitale Bedrohung für den Betroffenen intensivmedizinische Betreuung ist nötig
  • Dyskinesie Verzerrung willkürlicher Bewegungen durch unwillkürliche Muskelaktivitäten  v.a. nach der Anwendung von Antipsychotika
  • Erregungszustand Unruhe, Agitiertheit, aggressive Durchbrüche aufgrund von Konflikten, schweren Kränkungen, aber auch Schizophrenien, Manien, Substanzmissbrauch, organischen Ursachen
  • Hemiparese Lähmung einer Körperseite (Halbseitenlähmung) oft nach zentralen Schädigungen und auf der kontralateralen Körperseite
  • Katalepsie Haltungsstereotypiemit längerem Verharren in einer aktiv oder passiv eingenommenen Körperhaltung bei meist erhöhtem Muskeltonus ("Starrsucht") oft im Zusammenhang mit Schizophrenien oder organischen Hirnerkrankungen
  • Kataplexie emotionsbedingt auftretender kurzzeitiger Verlust des Muskeltonus ohne Bewusstseinseintrübung  z.B. bei Narkolepsie
  • Katatonie Störung der Willkürmotorik als katatone Sperrung mit Erstarrung des Betroffenen unnatürliche, meist verkrampfte Haltung des gesamten Körpers oder katatoner Erregungszustand mit starker psychomotorischer Erregung
  • Klonisch krampfhaft zuckend
  • Miosis Pupillenverengung
  • Mydriasis Pupillenerweiterung
  • Myoklonien unwillkürliche Muskelzuckungen
  • Neglect halbseitige Vernachlässigung des eigenen Körpers oder der Umgebung nach Hirnschädigung in einer oder mehreren Sinnesqualitäten, oft kontralateral  z.B. Gesichtfeldausfall
  • Nystagmus "Augenzittern"unwillkürliches Zittern des Augapfels
  • Organisches Psychosyndrom psychische Veränderungen als Folge einer organischen Erkrankung des Gehirns z.B. bei Demenzen
  • Parästhesie anormale Körperempfindung z.B. Kribbeln
  • Parkinsonoid Parkinson-Syndrom aufgrund von Medikamentengabe
  • Prosopagnosie Unfähigkei, Gesichter zu erkennen
  • Ptosis Herabhängen des Augenlides
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  • Rigor Muskelstarre, die sich als eine gleichzeitige Aktivierung von Muskeln und ihrer Gegenspieler zeigt und einer passiven Bewegung einen anhaltenden, wachsartigen Widerstand entgegensetzt
  • Stupor Starrezustand des ganzen Körpers bei wachem Bewusstsein mit Fehlen der Spontanansprache (Mutismus), Sperrung der Motorik und Reglosigkeit
  • tonisch lang dauernde, schmerzhafte Muskelkontraktion
  • Tremor unwillkürliches Muskelzittern
  • Verwirrtheit akute, subakute oder chronisch progrediente Denkstörung, die von einer Bewusstseinsstörung begleitet sein kann > inadäquates Verhalten bei versch. Gelegenheiten > Gründe: meist organischer Natur, z.B. Demenz, Intoxikation, Hirninfarkt
  • Wachkoma Nach schweren Hinrschädigungen bleiben Funktionen von Zwischenhirnm Hirnstamm und Rückenmark erhalten, während der Kortex nicht zur Verfügung steht > Pat. wirken wach, sind aber ohne Bewusstsein
  • Wachkoma Nach schweren Hinrschädigungen bleiben Funktionen von Zwischenhirnm Hirnstamm und Rückenmark erhalten, während der Kortex nicht zur Verfügung steht > Pat. wirken wach, sind aber ohne Bewusstsein