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Aufbau und Funktion des Nervensystems (Fach) / Gehirnstrukturen (Lektion)
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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.
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- Hirnstamm phylogenetisch ältester Teil des Gehirns > Mittelhirn > Brücke > Medulla oblongata = Steuerzentrum für alle essenziellen Lebensfunktionen (Herz, Kreislauf, Atmung) = enthält die Kerngebiete der Hirnnerven, die den Hirnstmm als 12 Hirnnervenpaare verlassen und die Formation reticulares
- Formation reticularis Schaltzentrale aus verstreut liegenden Kerngebieten und auf/absteigenden Bahnen - verfügt über eine Vielzahl von afferenten Verbindungen zu praktisch allen Sinnesorganen - hat vielfältige/ z.T. noch unklare Aufgaben (u.a. Steuerung der Bewusstseinslage, Teilnahme an Steuerung des Schlaf-wach-Rhythmus)
- ARAS aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem Teil der Formatio reticularis = Fasersystem mit v.a. aktivierender Wirkung > verantwortlich für die lang anhaltende (tonische) Wachheit, die lang anhaltende Anspannung der Muskulatur und die Verstärkung oder Abschwächung der Aufnahme und Weiterleitung sensorischer und motorischer Signale
- Zirkadiane Periodik periodische Oszillationen (Schwankungen) etwa bei Schlaf-wach-Rhythmus, Körpertemperatur, Affekte z.B. zirkadianer Rhythmus um 24 Stunden infolge exogener Zeitgeber (z.B. Hell-Dunkel-Wechsel) oder endogener biologischer Schrittmacher (angeboren -> erzeugen den entsprechenden Rhythmus im ZNS) wichtigster periodischer Schrittmacher: Nucleus suprachiasmaticus des Hypothalamus > ist spontan im 24-25 Std-Rh. aktiv und drängt seinen Rhythmus endokrinen und zentralnervösen Strukturen auf
- Blut-Hirn-Schranke > physiologische Barriere, die das ZNS vom Blutkreislauf trennt > Schutz vor schädlichen Substanzen (selektive Durchlässigkeit) > erschwert die medikamentöse Behandlung vieler psychischer Störungen (Monoamine sind z.B. nicht liquorgängig) Stoffe, die diese überwinden können = Liquorgängig -> bei Morbus Parkinson kann nicht einfach Dopamin verabreicht werden, sondern es muss eine liquorgängige Vorstufe sein = L-Dopa
- Rückenmark Teil des ZNS Lage verläuft außerhalb des Schädels im knöchernen Wirbelkanal, schließt an das Nachhirn an und endet an den unteren Lendenwirbelkörpern > im RM verlaufen alle auf und absteigenden Nervenfaserbündel, über die das Gehirn mit dem peripheren NS kommuniziert Aufbau Vorderhörner: motorische Neurone, deren Efferenzen vom Rückenmark zur Muskulatur ziehen Hinterhörner: sensible Nervenzellen, an denen ein Teil der afferenten Nervenfasern aus der Peripherie synaptisch endet und umgeschaltet wird
- Reflexe unbewusste, stets gleichbleibende Reaktionen des Organismus auf Reize Eigenreflexe: Rezeptor und Effektor liegen im selben Organ; zwischen afferentem und efferentem Neuron liegt nur eine Synapse (monosynaptische Reflexe) z.B. Kniesehnenreflex Fremdreflexe: Rezeptor und Effektor liegen nicht im selben Organ (der auslösende Rezeptor liegt beispielsweise in der Haut); mehrere Synapsen sind in den Reflexbogen eingeschaltet (polysynaptische Reflexe) z.B. Blinzeln, Brechreiz Bei den versch. Reflexen werden Neurone des Rückenmarks aktiviert. Dadurch wird eine Reaktion ermöglicht, noch bevor der Reiz das Gehirn erreicht hat
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