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Hördiagnostik (Fach) / Definitionen, Modelle etc (Lektion)

Seminar und Vorlesungsinhalte

Diese Lektion wurde von EinfachSchwimmen erstellt.

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  • Wofür steht das ICF-Modell? International classification of functioning, disability and health
  • Welche Wechselwirkungen gibt es im ICF-Modell? Gesundheitsproblem, Partizipation, Körperfunktionen und -strukturen, Aktivitäten, Umweltfaktoren, personenbezogene Faktoren
  • Definition von Körperfunktionen Physiologische Funktionen von Körpersystemen (einschließlich psychologischer Faktoren)
  • Körperstrukturen Anatomische Teile des Körpers wie Organe, Gliedmaßen + ihre Bestandteile
  • Definition von Aktivität Durchführung einer Aufgabe oder Handlung durch einen Menschen
  • Definition Partizipation Eibezogenein in eine Lebenssituation
  • Definition von Umweltbedingungen Materielle, soziale und einstellungsbezogene Umwelt, in der Menschen leben und ihr Darsein entfalten
  • Definiton von personenbezogenen Faktoren Der spezielle Hintergrund des Lebens und der Lebensführunge eines Menschen + Gegebenheiten eines Menschen, die nicht Teil seines Gesundheitsproblems sind
  • Definition primäre Prävention + Beispiel Behinderung von Anfang an vorbeugen (bezogen auf Körperfunktionen) HNO-Besuche (z.B. wegen Mittelohrentzündung), kein Alkohol + Drogen in der Schwangerschaft, Impfung gegen Röteln, Lärmschutz
  • Sekundäre Prävention: Beispiele Beeinträchtigungen in den Aktivitäten vermeiden, frühe Diagnostik + Konfirmationsdiagnostik + frühe Hörhilfen, Hörtaktik, Hörakustik, Hör-und Sprecherziehung
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  • Tertziäre Prävention + Beispiele Teilhabe gewährleisten, selber auf Höreinschränkungen aufmerksam machen (z.B. Wichtigkeit des Blickkontaktes nennen), Schulabschluss durch Förderschule, Inklusion
  • Entwicklung des Hörens Ganzheitlicher Prozess auf Grundlage von Reifung und Ausdifferenzierungdes auditiv-neuronalen Systems Wiederholung, nuancierte Variation, Ausweitung des Angebots an nonverbalen und verbalen Schalleinheiten führen zum Aufbau von Hör-Sprech und Sprachkompetenz
  • Definition Hörerziehung pädagogischenMaßnahmen, die das Ziel verfolgenprälingual hörgeschädigte Kinder zum Ausnutzen ihrervorhandenen Hörkapazitäten zu befähigen, damit sie zueiner umfassenden Lautsprachentwicklung und zu eineroptimalen Orientierung in der akustischen Umwelt in derLage sind. Dies geschieht unter Verwendung vontechnischen Hörhilfen und unter pädagogischer Anleitung.
  • Definition von Detektion nach Eber Akustische Ereignisse bemerken
  • Definition von Diskrimination nach Erber Geräusche, Instrumente, Tierlaute, Sprachlaute, Stimmen unterscheiden+ Prosodische Merkmale unterscheiden, z.B. Frage, Befehl, Aussage
  • Definition von Identifikation nach Erber Geräusche und Geräuschquellen sinnvoll verknüpfen+ in Hörsituationen unterschiedliche Qualitäten erkennen, z.B. laut/ leise,hoch/ tief, nah/ fern, langsam/ schnell
  • Definition von Verstehen nach Erber Die Bedeutung von Sprache erfassen+ Sprech- und Sprachkompetenz erwerben
  • Zusammenhänge zwischen Schallmerkmalen und Sprachverstehen - Schallmanagement in Gruppe - Sprachentwicklung in Abhängigkeit des Hörverlustes beurteilen und fördern - Funktion + Wirksamkeit von technischen Hörhilfen prüfen - Eigene Sprache steuern
  • Schallwellen - Verändern den Luftdruck - Erzeugt durch schwingende Körper - Kugelförmige Ausbreitung
  • Physikalische Schallmerkmale - Schallfrequenz - Schalldruck - Schalldauer
  • Frequenz - Anzahl der Schwingungen pro Sekunde - In Hertz angegeben - Langsame Schwingungen: tiefe Töne - Schnelle Schwingungen: hohe Töne - Hörbarer Bereich zwischen 20Hz und 20.000Hz
  • Schalldruck - Empfunden als Lautstärke - Stärke des Druckunterschiedes - Angegeben in Dezibel - Schallwellen = Druckwellen - Weitergabe des Drucks von einem Monekül an das nächste
  • Schalldauer - Empfunden als Tempo - Dauer eines Reizes (mehrere Schallwellen), nicht Länge einer Schallwelle
  • Binaurales Hören - Wichtig für Richtungshören (Ohren sind unterschiedlich weit von der Schallquelle entfernt)
  • Rezipokes Abstandsgesetz Verdopplung des Abstandes von Schallquelle = Verringerung des Schalldruckpegels um 6 dB
  • Signal to noise Ratio Verhältnis Nutzschall zu Störschall
  • Lombard Effekt Sprecher hebt seine eigene Stimme beim vorhandensein von Störgeräuschen an
  • Segmentale Ebene Merkmale der kleinsten (bedeutungsunterscheidenden) Segmente von Sprache -> Phoneme - Z.B. Vokale und Frikative (Geräusche, keine Töne) - Phonologische Auffälligkeiten führen oft zu Schweirigkeiten im Grammatikerwerb
  • Aufgabe des/der Ohrmuschel, Gehörgang, Trommelfell, Mittelohr Schallleitung
  • AUfgabe vom Innenohr (cochlea) Schallumwandlung
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  • Aufgabe vom Primärerem Hörnerv (primären Neuronen) Neurale Weiterleitung
  • Peripheres Hören Aufnahme, Verstärkung und Weiterleitung von Schallereignissen
  • zentrales Hören Speicherung, Verarbeitung, Identifikation und Interpretation
  • Aufgabe vom Hörnerv, Hirnstamm usw. Neurale (Vor)verarbeitung
  • Aufgabe von Hirnrinde, auditorischen Kortex Auditive Wahrnehmung
  • Zentrales Hören: Einfluss der top-down-Prozesse - Hörerfahrung auf dieser Ebene - Kontextwissen und sprachliches Wissen als zunehmend wichige Faktoren - Lücken im bottom-up Prozess können geschlossen werden
  • Ort der Störung gibt Auskunft über ___ oder ___ Einschränkung des Hörens Quantitative oder qualitative
  • Beschreibung einer Hörstörung Ort, Schweregrad und Dauer (temporär oder fortschreitend)
  • Schalleitung (Welche Teile im Ohr betrifft es?) Ohrmuschel, Gehörgang, Trommelfell, Mittelohr
  • Schallempfindung (Welche Orte betrifft es?) Innenohr (cochlea) + primerer Hörnerv
  • Mögliche Gründe für Schalleitungsstörung -verstopfter äußerer Gehörgang - eingeschränkte Schwingfähigkeit des Trommelfells (z.B. durch Fehlbildungen)
  • Mögliche Ursachen für Schallempfindungsstörung - ggf. sind aktive Verstärker kaputt - Analyse des eingehenden Frequenzspektrums ist eingeschränkt
  • auditorische Neuropathie/ Synaptophatie Defekte im Bereich zwischen Cochlea und Hörnerv
  • AVWS - Verlust der Qualität -> gestörte Wahrnehmung und Verarbeitung auf zentraler Ebene - Peripheres Hören bei isolierter AVWS in Ordnung - z.B. auffällig schlechtes Hören bei Störschall, Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen - tritt oft als sekundäre Symptomatik auf
  • Zentrale Hörstörungen betreffen die ___Prozesse top-down-Prozesse
  • periphere Hörstörungen betreffen die _____ Prozesse bottom-up-Prozesse
  • Tonaudiometrische Messung über die Knochenleitung Sinustöne werden über den Schädelknochen direkt zum Innenohr weitergeleitet -> unauffällige Messergebnisse bedeuten intaktes Hören im Innenohr
  • Reifung des Zentralen Nervensystems Postnatal Die Weiterentwicklung des zentralen Nervensystems zeigt sich in einer starkenZunahme des Hirngewichts, die infolge einer vermehrten Differenzierung derNervenzellen, ihrer Synaptogenese und Myelinisierung, stattfindet.Ø Im ersten Lebensjahr vergrößert sich die Hirnmasse um 50%.Ø Im dritten Lebensjahr ist die Gehirnmasse zu 80% entwickelt.Ø Das endgültige Hirngewicht erreicht der Mensch erst um das 20. Lebensjahr.Ø Die Optimierung der Verschaltungen ist erst in Wechselwirkungen mit der Umweltmöglich.Ø Die Auseinandersetzung mit Umweltreizen aktivieren und stabilisieren dieneuronalen Verbindungen.
  • Plastizität Die Fähigkeit des Gehirns, sich infolge seiner Aktivierungweiterzuentwickeln, wird als Plastizität bezeichnet.
  • Sensible Phase der Hirnentwicklung Da die Hirnentwicklung besonders in den ersten drei Lebensjahren stattfindet,ist in dieser Zeit die Plastizität am größten (sensible Phase).Ø Die Genese des Zentralen Nervensystems setzt also eine genügende Anzahl anUmweltreizen voraus, unabdingbar dafür sind intakte periphere Sinnesorgane zuroptimalen Innervation der kortikalen Zentren