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Soziologie (Fach) / Vergleich und Generalisierung (Lektion)
- Generalisierung Generalisierung:Also der Einzelfall interessiert auch bei uns nicht als einzelner Fall, sondern: interessiert, was was er für uns als theoretischen Ertrag bringt. -- Generalisierung durch Einzelfälle --- Das nennt man theoretische oder analytische Generalisierung Also: es gibt in den Wissenschaften und insbesondere in der Soziologie zwei Arten der Generalisierung. Zwei Arten dessen wie ein Fall für ein größeres Ganzes stehen kann. (1) empirische oder statistische Generalisierung zum Beispiel repräsentative Sample (2) theoretische oder analytische Generalisierung zum Beispiel Einzelfall Studie Zu (1): Also eine Population, aus der Population wird eine Zufallstisch Probe herausgezogen. Was wir dann aus dieser Publikation herausfinden, verallgemeinern wir dann auf empirische Grundlage, und denken, das was wir in der Stichprobe beobachten konnten, wohl auch in der Population gilt. Das ist die Form von Generalisierung die Sie kennen und auch Marcel Erlinghagen ihnen beigebracht hat. Zu (2) Hier fragt man sehr intensiv: welche Dimensionen hat dieser Fall? Was ist das Besondere an diesem Fall? In wie fern ähnelt dieser aber auch allgemein bekannten Strukturen? Im Extremfall: Krieg durch eine Einzelfall Studie zur Generalisierung bei. Mein befasst sich aber nicht nur mit Einzelfällen. Deshalb wird heute auf verschiedene Arten der Generation eingegangen. Was wir normalerweise im Blick haben: sind so genannte kausalBeziehungen, deswegen steht hier: Ursache Wirkung. Und die kausale Beziehungen, die sind eigentlich immer zwischen Konzepten. D.h. wenn sie mal nach rechts schauen, geht es uns in der Soziologie immer um Theorie Bildung, auch in den qualitativen Methoden. Meistens eine Theoriebildung mittlerer Reichweite, Über eine Kausalbeziehung. In diesem Fall wäre das: eine Kausalbeziehung nun in unserem Projekt, dass man sagt: wenn kulturelles Kapital, entweder nicht vorhanden ist oder wenn nicht klar ist wie Arbeitgebers nutzen können, dann wird es zu Problemen beim Arbeitsmarktzugang Führen. Und wenn man dann diese Theorie hat, dann macht man in der empirischen Generalisierung, mit Stichprobe im nächsten Schritt eine Operationalisierung, man sagt diese mangelnde unklare Funktionalität können wir zum Beispiel durch einen ausländischen Bildungsabschluss Operationalisieren, da weiß der Arbeitgeber nicht genau wie nützlich er ihm ist. Die Probleme beim Arbeitsmarktzugang könnten wir Operationalisieren durch Erwerbslosigkeit oder Beschäftigung Unter Qualifikation. Beides können wir als variablen abbilden und dann können wir eine Korrelation untersuchen, wenn wir feststellen, dass es hier eine Korrelation gibt. Sehen wir diese Kausaltheorie, die wir uns ausgedacht haben als vorläufig nicht widerlegt an. Wir können sie nicht bestätigen, das hat ihnen Herr schnell sicherlich erklärt, aber wenn man häufig solche Tests macht, dann wird man natürlich irgendwann sagen, diese Theorie ist empirisch ziemlich gut fundiert. Wir haben sie noch nie falsifizieren können. Das spricht also sehr für diese Theorie. Warum kann man mit der Korrelation nicht direkt diese Theorie belegen? Antwort: es kann immer intervenierende Variablen geben, deswegen wird in dieser Forschung auch immer nur eine Wahrscheinlichkeit entziffert. Sie sie gehen davon aus, dass das natürlich nicht mit dem Einzelfall zu lösen ist. Es werden hier nur Wahrscheinlichkeit Schlüsse untersucht, es wird gesagt: in der Tendenz führt beziehungsweise führen ausländische Bildungstitel zu Problemen. Gibt eine Reihe von anderen Intervenierenden variablen, so dass wir sowieso nur eine Wahrscheinlichkeit berechnen. Und völlig wichtig, was der Kommilitone über die Korrelation sagt: Das sagt nichts über die Kausalität aus. Das klappt besonders gut, wenn man einen linearen Zusammenhang hat. Dann kann man sagen, es gibt in der Welt ja auch Zusammenhänge, die sind nicht unbedingt nur kausal. Sondern die können auch funktional sein, also: Alles was eine Funktion sicherstellt, führt dann zu einem Effekt. Zum Beispiel: Alles was Eltern Kindern beibringen, für zu deren Sozialisation und am Ende kommen sozialisierte Kinder raus. Das wäre ein funktionaler Zusammenhang. Motivational: man fragt sich: welchen Sinn mit einer Handlung verbindet. Und wenn der ein Akteur eine Handlung mit einer bestimmten sinn vollzieht -> mein vollzieht erst mal die Situation Logik nach.Auch Dinge, die für man sich wissenschaftlich interessieren kann. Man muss sich fragen, (1) wofür steht der Fall? ⁃ erinnern Sie sich an das Beispiel mit dem Anwalt; man könnte hier Anwälte untersuchen,; als jemanden untersuchen, der professionell handelt; man kann es aber auch als Beispiel für ein Vater von Kindern mit Frühgeburt untersuchen und welche Bedeutung es für seine Vaterrolle hatte⁃ Die selbe Person wird in einem ganz anderen Zusammenhang gestellt⁃ Das gleiche wie beim 30-jährigen Krieg: man kann diesen als Religionskrieg und versuchen; oder als Nationsbildungsprozess. ⁃ Je nachdem, wird man ihn anders anschauen⁃ D.h. bevor man sich überhaupt generalisieren kann, muss man sich erst mal fragen: wofür steht der Fall?⁃ Geht auch noch. Es wird schwierig wenn, man von einem Fall oder auch mehreren fallvergleichen auf den Gesamtzusammenhang schließt. (2) was am Fall ist auf andere Fälle (und den Gesamtzusammenhang) übertragbar? Formen der theoretischen Generalisierung Und dieses andere was rauskommen kann es je nach Theorie oder Methode unterschiedlich. Man versucht auch in den qualitativen Methoden einen Zusammenhang, eine Regel herausarbeiten. Man kann das im von der Einzelfallstudie machen, worauf ich gleich wiederholen eingehen werde.Man kann es aber auch anhand von Fallvergleichen zwischen 20 und 40 Fälle machen. So wie beim Gesellschafts Vergleich bei der qualitative comparative analysis. Man kann versuchen auf empirischer Grundlage einen Typus zu bilden. Das hatte ich das letzte Mal schon ein bisschen angefangen, aber dann ging mir die Zeit aus. Das wollte ich heute mal ausführlich behandeln. Man kann aber auch sagen wir gruppieren nicht Fälle, sondern man versucht ein Konzept herausarbeiten. So ein Konzept wird in der Grounded Theory: Schlüsselkategorie genannt. Sondern: was erreicht werden soll ist eine theoretische Generalisierung. D.h. ich kann zeigen, wie die Analyse der zehn Fälle einen allgemein Zusammenhang, eine Regel, eine Dimension, die mehr verrät über einen bestimmten Diskurs. Ich kann so arbeiten, dass ich mit wenigen Fällen etwas aus diesen fällen arbeite. Lerne.Ja das geht hatte ich Ihnen schon gezeigt. Ich bin da kein Fan von Einzelfall Studien. Aber Einzelfall Studien nämlich jetzt mal auf didtaktischen Gründen. Erinnerung: Objektive Hermeneutik: man hat gesagt: es sollen Strukturhypothesen nachgewiesen werden. Also: man muss klären was der Fall ist, muss klären die Reproduktionsgesetzlichkeit des Falles ist, Man soll in dem man die Gesetzlichkeit des Falles konstruiert allgemeine Regeln herausarbeiten. Denen der Fall folgt. Der Fall stellt ein allgemeines Handlungsproblem da. Erinnerung: Familienrechts Anwalt Bertram: wofür stand dieser Fall? Welches HandlungsProblem hat er geantwortet? :was haben wir auf den Fall gelernt? Antwort: (1) in wie weit seine Biografie in seinem Beruf mit einfließt d.h. war ein guter Rechtsanwalt, und man will halt zeigen beziehungsweise gucken wie weit seine persönliche Lebenserfahrung ihn zu einem noch besseren Anwalt gemacht hat. Dazu hat die Forscherin einzelne Textausschnitte ausgesucht und analysiert. (Hermeneutik) und hier hat man dann gesehen: Dinge die durch seine eigene Lebenserfahrungen beeinflusst worden beziehungsweise wo die gepasst hat hat er mit einfließen lassen. Frage: was wäre denn hier jetzt Von allgemeinem Interesse?Und: was ist das Besondere? Was ist das allgemeine an dem Fall? Die allgemeine Regel: wenn er was ist unprofessionell, dass sie unabhängig von ihren wir biografischen wissen agieren. Die Besonderheit (dieses einzelnen) Falles: Hier wird biografisches wissen eingesetzt um ein Handlungsproblem zu lösen. Ertrag: das ist der Ertrag dieser Fallstudie:. Man kann daran sehen, dass Professionals wissen auch manchmal von der allgemein Regel abweichen kann. Und die Schlussfolgerung, die Scheid sieht ist eigentlich ziemlich tief gehängt. Sie sagt: (am Ende), dass es doch sinnvoll ist genauer darauf zu schauen was professionell tun. Das ist jetzt nicht so gut, dass sie nicht so weitreichend schlussfolgert. Also kann man ja auch nicht viel widersprechen. Also es erweitert die Professionssoziologie nicht wirklich. Typenbildung: Idealtypen nach Max Weber: hat den Begriff des Idealtypus erfunden. Typus: theoretische Konzepte. Charismatische, bürokratische Herrschaft: das sind solche Idealtypen – da sag Max Weber: das sind begriffliche Zuspitzungen.Und an der empirischen Forschung, würde man bei Herrschern immer verschiedene Formen von Herrschaften finden. Zum Beispiel Merkel herrscht unter anderem aufgrund von legitimer Wahlprozeduren, auch mit Hilfe von einem bürokratischen Apparat. Aber hin und wieder ist sie vielleicht ein bisschen charismatisch. Das würde für Weber gar kein Problem darstellen, weil Weber sagt: Idealtypen sind eigentlich Begriffe. Typenbildung: qualitative Methoden: Typenbildung ist auch für uns eigentlich ganz gut. Man zum Beispiel viele Fälle vergleicht, jetzt zum Beispiel in der dokumentarische Methode (10-15 Fälle), dann kann man sagen, dass was weiß unterlegt ist, das passt irgendwie alles zu einem Muster. Zum Beispiel: dieses Muster: Bildung Orientierung bei der Einschulung. Man jetzt ganz viele Fälle denn dieses Muster passten hat, dann kann man einen Kontrast zu Kindern Führem, die die Einschulung eben eher ein Familienereignis ist. -Bezug zur dokumentarischen Methode: Dokumentarische Methode: nimmt an, dass sie forschenden selbst eine bestimmte Brille anhaben. Und einen bestimmten Ort in der sozialen Welt. Dass man alle Lebensweltliches und milieuspezifisches Wissen hat. So dass die Gefahr besteht, dass man Menschen die unter anderen Bedingungen leben zu sehr gemäß der Standards beurteilen, die uns selbst wichtig vorkommen. Durch diesen empirischen Vergleich ist gesichert, dass man nicht einfach frei händig interpretiert, sondern empirisch herausarbeiten, dass man mit einem Problem auf verschiedene Art und Weise umgehen kann. --------------- Nächster Schritt: sinngenetische Typenbildung:· Sinngenetische Typenbildung machen, und zeigen: was zeigt sich denn da als Muster? · Das ist dann der nächste Schritt · Soziogenetische Typenbildung: Frage: Wie kommt es prozesshaft dazu, dass wir genau diesen Typus beobachten können? Was sind genau die sozialen Voraussetzungen dafür, dass wir diesen Typus beobachten können? Zusammenfassung: · Was unterscheidet eine Typenbildung von dem was man durch eine Generalisierung herausfindet? · (1) Erstmal: · Es ist etwas andere, was Max Weber beim Idealtypus vorschwebte à das ist eine Typenbildung, die mithilfe der dokumentarischen Methode, durch sehr umfangreiche empirische Fallanalyse, durch Fallvergleiche über einen längeren Zeitraum von vielen Leuten auf empirischer Grundlage erstellt wird · Trotzdem: · Es handelt sich letztendlich um eine theoretische Generalisierung, · Das sieht man daran, dass man im Gegensatz zur repräsentativen Stichprobe nicht ausschließen können, dass es Typus gibt, auf die wir nicht gestoßen sind · Es kann ja sein, dass das Sampling (was ja kein echtes Zufallssampling ist), wichtige Typus übersehen haben · Der Vorteil: · Wir verstehen wirklich diesen Typus; wir könne genau sagen, wie es dazu kommt, dass bei einem bestimmten Typus Erfolg am Arbeitsmarkt unwahrscheinlich ist bzw. wie rechtliche Exklusion erlebt wird · Wie bei den Spätaussiedlern diese Orientierung, auf dauerhafte Auswanderung der ganzen Familie sich unglücklich mit der Aufforderung der Arbeitsagentur: „Wir fördern nur Berufe, kein Studium.“ Verknüpft hat, sodass sie letztendlich einen schlechten Arbeitsmarktzugangerfolg hatten ; · Obwohl: sie eigentlich rechtlich privilegiert und hochqualifiziert waren · Das können wir erklären! Wir können dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Merkmale, diese auch teilweise gegenläufig zusammenspielen erklären Die theoretische Generalisierung ist also so aufgebaut, dass man gezielt empirisches Material auch wählt, um Theoriebildung auch voran zu bringen.