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(Teil)Leistungsdiagnostik (Fach) / Seminar und Vorlseung (Lektion)
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- Interview Ein Gespräch zum Gewinnensystematischer Erkenntnissezur Überprüfung einerHypothese.
- Exporation Ein Gespräch, das daraufabzielt, den subjektivenLebensraum zu erkunden.
- Wichtig für die Auswertung eines diagnostischen Interviews sind... ... die vollständige Erhebung von Rahmenbedingungen (z.B. Ort,Zeit, Störvariablen)+ eine lückenlose Dokumentation
- Einsatz des diagnostischen Interviews: Erfassung von - biographischen Lebensdaten, Entwicklungspsychopathologien,Umfelddaten- Motiven, Verhalten, Eigenschaften- individuellen Persönlichkeitsmerkmalen
- Erstgespräch ein gelenktes Gespräch zwischenden auftraggebenden Personen (Eltern / Kind) und derdiagnostizierenden Person.
- Ziele des Erstgesprächs: - Kennenlernen- Vertrauensaufbau- Erste anamnestische Informationen sowie Informationen zumaktuellen Leben der Klientin / des Klienten einholen
- Weitere Ziele des Erstgesprächs - Erster Eindruck der Situation- Kontaktaufnahme, beidseitiges Kennenlernen, Aufbau einesVertrauensverhältnisses (Gespräch freiwillig oder angeordnet?!)- Konkretisierung (nicht Lösung!) und Eingrenzung des Problems- Einschätzung vorhandener Ressourcen- Klärung von Zuständigkeiten- Prüfung, ob und wie eine Zusammenarbeit in Frage kommt
- Anamnese - Erfassung der Biographie bei der es um den gesamten Entwicklungsverlauf geht
- Anamnese liefert/dient/erfasst - Informationen zum biografischen Hintergrund - Kennenlernen zwischendiagnostizierender Person und den KlientInnen (Eltern /Kind) - den aktuellenIst-Zustand.
- Im Rahmen der Anamnese werden bspw. Informationen gesammelt über... ... die Entstehungsgeschichte der Behinderung / Störung (u.a.medizinische Aussagen über Schwangerschaft, Geburt,Säuglingszeit etc.) ... die bisherige Entwicklung des Kindes (z.B. Kindergartenzeitetc.)... die aktuellen Lebensumstände bzw. ihre Veränderungen(Familie, Betreuungssituation etc.)
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- Exploration: Ziel - ein umfassenderesBild von den involvierten Personen und denKontextbedingungen zu machen - Aufschluss über die Sicht des Problems / über den„subjektiven Lebensraum“ erhalten
- Psychodiagnostisches Testverfahren - wissenschaftliches Routineverfahren - Untersuchung eines oder mehrerer empirischabgrenzbarer (Persönlichkeits-)Merkmale - möglichst quantitativen Aussage über den relativenGrad der individuellen Merkmalsausprägung
- Merkmale eines Tests 1. Ist eine Messmethode2. Soll ein oder mehrere (psychologische) Merkmale erfassen3. Geht standardisiert vor4. Schließt die Erhebung einer Verhaltensstichprobe ein5. Ruft mit spezifisch im Test realisierten Bedingungen dasVerhalten hervor6. Soll Variationen im Test auf Variationen im Merkmal zurückführen7. Wird mit Ziel durchgeführt, die quantitative Ausprägung desMerkmals darzustellen…8. …oder eine qualitative Aussage (Vorhandensein, Ausprägung)über das Merkmal zu treffen
- 3 Testbereiche von psychodiagnostischen Testverfahren - Persönlichkeitsentfaltungsverfahren (projektiveVerfahren)- Leistungstests- Persönlichkeitsfragebögen (psychometrische Verfahren)
- Beispiel Leistungstest - Intelligenztests - Entwicklungstests - Aufgaben entweder gelöst oder nicht gelöst
- Persönlichkeitsfragebögen - alle klinisch-psychologischen Tests: Z.B. zur Diagnostik von ADHS
- Fällung des diagnostischen Urteils - auf Basis bereitsvorhandener Daten bzw. eigens erhobener Daten(Befragung, Beobachtung etc.) unter Rückbezug auf dieFragestellung(en) gefällt - Zentrale Komponente ist hierbei die Datenintegration
- 2 Formen der Urteilsbildung (diagnostisches Urteil) - Klinische Urteilsbildung (menschlich/ informelle Form) -> beruht auf Erfahrungen der diagnostizierenden Person - statistische Urteilsbildung (mechanisch/ formelle Form) -> Daten werden mit vorab festgelegter Formel verrechnet
- Entscheidungsstrategien (verschiedene) - kompensatorisch (Kriterium A kann Kriterium B ausgleichen) vs. - konjunktiv (In Kriterium A und Kriterium B muss Mindestpunktzahl erreicht werden) - einstufig vs. mehrstufig
- Sensitivität der Zuordnungsregel Anzahl der richtig diagnostizierten Kranken
- Spezifität der Zuordnungsregel Anteil der richtig diagnostizierten Gesunden
- Positiver Prädiktionswert Anteil der richtig diagnostizierten Kranken
- Negativer Prädiktionswert Anteil der richtig diagnostizierten Gesunden in der Gruppe der Gesunden
- Pro Diagnostik - Hilfe für einheitliche + differenzierte Wahrnehmung - Begründung für Finazierung von Therapien - Vereinheitlichung der Begrifflichkeiten: Austausch und Forschung werden ermöglicht
- Contra Diagnostik - offene, akzeptierende Grundhaltung des/der Therapeut*in wird gefährdet - Gefahr der Etikettisierung (und ggf. Stigmatisierung) - Menschen werden versachtlicht und entpersönlicht - z. T. unvalide und für die Planung päd. und therapeutischer Interventionen ungeeignet
- (3) Allgemeine Ziele des ICD-10 1. Informationsreduktion / Vereinheitlichung2. Spezifische Bezeichnung und bessere Differenzierungvon Störungsbildern3. Wissenschaftliche Ebene: Sammlung von Daten(Anamnese, Symptome, etc.)
- Klinische Ziele vom ICD-10 1. Klare Fachterminologie 2. Höhere Übereinstimmungen zwischenDiagnostiker*innen 3. Diagnose kann von Klient*in besser eingeordnet werden 4. Diagnose fungiert als Grundlage für denBehandlungsp
- ICD-10 - anerkanntesKlassifikationssystem für medizinischeDiagnosen- Herausgeberin: WHO- Verpflichtender Schlüssel fürvertragsärztliche & -psychotherapeutischeDiagnosen (enthält alle offiziellenKrankheitsbilder)
- ICF- CY - Abgeleitet vom ICF (Erweiterung des ICD-10)- Modell zum Verständnis und zur Erklärungvon Funktionsfähigkeit und Behinderung- Grundlage = bio-psycho-soziales Modell- Soll Rahmenkonzept bieten, umDokumentation der Charakteristika vonGesundheit und Funktionsfähigkeit zuermöglichen.- Soll gemeinsame Sprache und Terminologiegewährleisten
- Das ICF- CY ist (kein) - kein Diagnoseinstrument - kompelmentät zum ICD- 10 - versucht Kinder in ihrer Ganzheitlichkeit zu erfassen - soll die Interaktion des Kindes mit seinem Umfeld erfassen - keine BEwertung, sondern Codierung, was beobachtet werden kann
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- ICF- Klassifikationen - Körperfunktionen (Physiologisch sowie psychologisch) - Körperstrukturen (Strukturen des Nervensystems) - Aktivität/ Teilhabe ( - Umweltfaktoren - personenbezogene Faktoren
- MAS - KJ - Multiaxiales Klassifikationsschema für psychischeStörungen des Kinder- und Jugendalters - Diagnostik auf 6 Achsen (z.B. Intelligenzniveau o. körperliche Symptomatik erfassen - auch nicht Vorhandensein einer KAthegorie kann eingetragen werden)
- Gute Diagnostik nach Bruchmüller: Mischung aus: - diagnostisch-fachlichen Sachverstand & Einhaltung von diagnostischen Richtlinien
- Warum benötigt man in der Diagnostik statistische Kennwerte? - Normwerte geben an, was bei einem Kind in einer bestimmten Altersklasse im Schnitt erwartet werden kann
- Rohwert Erreichte Testergebnisse (Punkte im Test)
- Stanardwert Macht Ergebnisse unterschiedlicher TEstverfahren vergleichbar
- Berechnung des Mittelwerts/ arithmetischem Mittels Einzelwerte aufaddieren und durch den Stichprobenumfang dividieren
- Steuungsmaß Zeigt an, wie andere Werte um den Mittelwert verteilt sind
- Standardabweichung Gibt an, wie viel Personen im Durchschnitt vom Mittelwert abweichen
- z- Transformation/ z- Wert Standardisierter Wert, mit denen sich Auspärgungen von Personen aus unterschiedlichen Verteilungen vergleichen lassen
- Produkt-Moment-Korrelation Maßzahl dafür, wie stark zwei Merkmale miteinander zusammenhängen
- Ein Test ein wissenschaftliches Routineverfahren zurUntersuchung eines oder mehrerer empirischabgrenzbarer Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einermöglichst quantitativen Aussage über den relativen Gradder individuellen Merkmalsausprägung.“(Lienert, 1969 nach Bortz & Döring, 2002)
- Testbatterie Komination aus mehreren Tests -> Güte der Messung soll erhöht werden
- Eindimensionaler Test Test, der ein Konstrukt abprüft
- Mehrdimensionaler Test Mindestens 2 Konstrukte werden geprüft
- 4 bzw. 5 Konstrunktionsprinzipien - rational (Fragen aus Theorie ableiten) - External (Fragen an Expertengruppen Testen) - Induktiv (Viele Items an vielen Personen testen) - Prototypenansatz (Menschen in Prototypen austeilen und Fragen daran anpassen) - intuitive Konstruktionsstrategie
- Grundproblematik bei einmaligen Tests - Inkonsistente Umweltbedingungen (Wetter, Raum, etc.) - Individuelle Faktoren (Müdigkeit, Motivation, etc.)
- Mikoebene bei Tests Jedes Item wird einzeln für sich betrachtet
- Makroebene Die Güte des Tests wird insgesamt überprüft
- 3 Kennwerte der Itemanalyse - Schwierigkeit - Trennschärfe - Homogenität