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Methodische Grundlagen (Fach) / Psychotherapieforschung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Efficacy Wirksamkeit einer Therapiemethode unter standardisierten Idealbedingungen (Labor), also unter dem Gesichtspunkt interner Validität
  • Effectiveness Wirksamkeit einer Therapiemethode unter naturalitischen Realbedingungen (klinische Praxis) > unter dem Gesichtspunkt externer Validität
  • Efficiency Wirksamkeit unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen-Relation)
  • Allegiance > persönliche Präferenz eines Therapeuten für eine von ihm praktizierte und zu untersuchende Therapiemethode > stellt eine mögliche Verzerrung der Objektivität von Wirksamkeitsstudien dar
  • Treatment Integrity /Adherence > Grad der Übereinstimmung des in einer Untersuchung geplanten mit dem tatsächlich durchgeführten Treatment
  • Intent-to-treat-Analyse Analyseprinzip, bei dem auch die Daten jener Pat, die während der laufenden Studie ausscheiden, in die statischtische Auswertung einbezogen werden
  • Dismantling-Studie = Zerlegungs- oder Komponentenstudie > Vergleich einer mit allen zugehörigen Interventionen durchgeführten Therapieform mit einer Version derseleben Therapieform, bei der einige Interventionen weggelassen wurden
  • Effektstärke statistisches Maß, das die (relative) Größe eines Effektes angibt zentraler Vorteil > E stellt einen einheitlichen Maßstab zur Verfügung, mit dem Unterschiede oder Zusammenhänge aus versch. Untersuchungen mit heterogenen Stichproben und Messinstrumenten vergleichbar gemacht werden können
  • Effektstärken nach Cohen Maß: d 0,2 d = kleiner Effekt 0,5 d = mittlerer Effekt 0,8 d = starker Effekt
  • Metaanalyse Methode zur Zusammenfassung von Primäruntersuchungen, in denen quantitative Daten statistisch ausgewertet und Ergebnisse verschiedener Studien quantitativ (z.B. über die Berechnung von Effektstärken) vergleichbar gemacht werden > Güte ist abhängig von der Güte der eingeschlossenen Studien
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  • Evidenzbasierte Medizin > der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Pat. Studien der Klasse Ia haben die höchste Evidenz und liefern somit die stichhaltigste wissenschaftliche Grundlage für eine Therapieempfehlung
  • Leitlinien > von versch. Fachgesellchaften (z.B. AWMF) erarbeitete, wissenschaftlich fundierte, störungsspezifische Empfehlung für das hinsichtlich Diagnostik und Therapie Notwendige, Nützliche und Obsolete S1-S3 Leitlinien > je nach Qualität der zugrundeliegenden Entwicklungsmethodik S3 = höchste Qualität mit allen Elementen einer evidenzbasierten systematischen Entwicklung
  • Publikationsbias Metaanalysen und Leitlinien (i.d.R. auf publizierten Studien gestptzt) laufen Gefahr die Effekte von Interventionen systematisch zu überschätzen -> Studien mit positiven und signifikanten Effekten haben im Rahmen der gängigen Publikationspraxis eine signifikant größere Chance publiziert zu werden als Studien mit negativen und nicht-signifikanten Ergebnissen
  • Prozessanalysen untersuchen Abläufe zw. Th und Pat > Makroprozesse = gesamter Therapieverlauf > Mikroprozesse = einzelne Sequenzen innerhalb einer Sitzung
  • Wirkfaktoren Faktoren, die als ausschlaggebende Elemente für das Zustandekommen und Fortschreiten des th. Veränderungsprozesses angesehen werden > spezifische Wirkfatoren: Wirkfaktoren, die von den Therapietheorien der einzelnen Schulen als einzigartig und diese Schule von anderen Therapierichtungen unterscheidende Mechanismen angesehen werden z.B. psychodynamische Therapie -> Einsicht oder korrigierende emotioanle Erfahrung > unspezifische Wirkfaktoren: Wirkfaktoren, die allen Formen von Psychotherapie immanent sind z.B. die Induktion einer positiven Wirksamkeitserwartung
  • Therapeutische Allianz (working alliance) gilt als einer der zentralen unspezifischen Wirkfaktiren alles Psychotherapien liefert einen signifikanten Beitrag zum Therapieergebnis 3 Komponenten nach Edward Bordin (1979) 1. Therapeutische Aufgabe (tasks) = alle Aktivitäten, die der Pat in der jew. Therapieform ausführen muss, um von der Behandlung zu profitieren (freies Assoziieren in der PA) 2. Therapieziele (goals) = Zielvorstellungen, auf welche hin der th. Prozess ausgerichtet ist 3. Emotionale Bindung (bond) = Ausmaß, in welchem sich der Pat. in der Beziehung zum Th. verstanden, respektiert, gewertschätzt etc. fühlt Die Stärke der th. Allianz ist abhängig vom Grad der Übereinstimmung zwischen Pat und Th hinsichtlich der Aufgaben und Ziele der Therapie und von der Qualität der Bindung zwischen ihnen.