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Organisationspsychologir (Fach) / 34 Thema 7 Arbeitsmotivation (Lektion)

2. Prozesstheorien I. Valenz-­‐Instrumentalitäts-­‐Erwartungstheorie (VIE)

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  • I. Valenz-­‐Instrumentalitäts-­‐Erwartungstheorie (VIE)  Erwartung: Wie gut kann ich etwas? Welches Ergebnis erwarte ich von meiner Handlung? Beispiel 1: Kann ich Neukunden akquirieren? Wenn ich mich anstrenge kann ich Neukunden gewinnen. Beispiel 2: Kann ich eine 1 schreiben?  Valenz:Wie positiv sind die Folgen? Beispiel 1: Mein Chef wäre begeistert, wenn ich viele Neukunden akquiriere (gute Valenz) / Meine Kollegen wären neidisch auf mich, wenn ich viele Neukunden akquiriere (schlechte Valenz) Beispiel 2: Meine Mutter wäre stolz auf mich, wenn ich eine 1 schreibe  Instrumentalität Wie wahrscheinlich ist eine Folge bei einem bestimmten Ergebnis? Beispiel 1: Wie wahrscheinlich ist es, dass wenn ich viele Neukunden akquiriere mein Chef auch begeistert ist? / Wie wahrscheinlich ist es, dass meine Kollegen neidisch sind? Beispiel 2: Wie wahrscheinlich ist es, dass meine Mama wirklich stolz auf mich ist, wenn ich eine 1 schreibe.
  • Motivierungspotenzial ( Motivational Force): Erwartung x Σ (Instrumentalität x Valenz)  Wie motivierend eine Handlung ist, ist abhängig von: Kann ich ein bestimmtes Ergebnis erreichen, welche Folge kann das Ergebnis haben & wie wahrscheinlich tritt die Folge ein? Summe, da es mehrere Folgen geben kann(Wenn positive wahrscheinlich & negative unwahrscheinlich => erhöhtes Motivierungspotenzial entscheide mich eher für eine bestimmte Handlung) Fokus auf bewusste Entscheidungen Rationales Menschenbild Mathematische Formulierung als „Modell“  Meta-­‐Analyse Kein Unterschied in Korrelation von Leistung, ob Komponenten additiv (V, I, E) oder multiplikativ (V x (IxE)) verknüpft sind Komponenten sind signifikant mit Leistung korreliert  Praktische Implikationen Komponenten zur Motivierung berücksichtigen!
  • Motivation im Mitarbeitergespräch: Wie kann ein Arbeitgeber die einzelnen Komponenten nutzen? 1. Muss gehandelt werden oder steht Ergebnis bereits fest? Fehlt im Modell z.B.: Muss gehandelt werden oder kommen Kunden von allein? 2. Kann Ergebnis selbst herbeigeführt werden?Erwartung (z.B. ich kann neue Kunden akquirieren) Abhängig von: 1. Eigene Fertigkeiten (Wenn schlecht: Schulung oder Selbstwirksamkeitstraining) und 2. situative Einschränkungen (Wenn groß: Mehr Arbeitsmittel / Zeit zur Verfügung stellen 3. Wichtigkeit der Folgen Valenz (Wenn ich neue Kunden akquiriere, dann ist mein Chef sehr begeistert & ich werde befördert  hohe Valenz / aber: interpersonell verschieden, was eine hohe Valenz hat  Inhaltsth.) 4. Treten Folgen wirklich ein? Instrumentalität (Werde ich auch wirklich befördert?  Herstellung v. klaren Regeln)