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Tierernährung & Futtermittelkunde (Fach) / Schweine (Lektion)

Schweine

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  • 1. Welche fütterungsrelevanten Leistungsstadien kennen Sie bei Ferkeln, Mastschweinen und Zuchtsauen?   à Ferkel: - Saugferkel (Anfütterung ab 5.-10. Tag, absetzen ab ca. 28. Tag) - Aufzuchtferkel (absetzen bis ca. 30kg LM bzw. 10.-11. Woche) à Mastschweine: - Börge (männl. Kastrat) - weibliche Tiere - Eber Phasen: Vormast: 25-35/40kg Anfangsmast: 35/40-60kg Mittelmast: 60-90kg Endmast: 90-120kg à Zuchtsauen: - Belegung - Gravidität - Laktation  
  • 2. Aus welchen Komponenten setzt sich der Gesamtenergiebedarf tragender und laktierender Sauen zusammen?   à Erhaltungsbedarf: Mem= 0,44MJ * kg LM0,75 bei 185-225 kg LM im thermoneutralen Bereich 19°C (Einzelhaltung) bzw 14°C (Gruppenhaltung) → je 1°C unter thermoneutralen Bereich zzgl. 0,6 MJ ME bzw 0,3 MJ ME → je 10kg > 225kg LM zzgl. 1,0 MJ ME/Tier/Tag   à Leistungsbedarf: ·        Gravidität: Wachstum, Konzeptionsprodukte, Ausgleich vorangegangener LMverluste ·        Konzeptionsprodukte: ~ 2-7 MJ ME / Tag ·        Laktation: - Sauenmilch: 5 MJ GE/l; Verwertung: 0,70 → 7,14 ME/l                → 1 kg Wurfzuwachs = 4,1 Liter Milch → 29,3 MJ ME je kg Wurfzuwachs     - Körpermasseverlust: 20 MJ GE /kg; Verwertung 0,87 → 17,4 MJ ME /kg Körpermasseverlust bzw. 2,4 l Sauenmilch je kg Verlust    - Kompensation von 1 kg Körpermasseverlust → Aufnahme von 25 MJ ME
  • 3. Was ist bei der Fütterung von Sauen im peripartalen Zeitraum zu beachten?   ·        Gemäß TierSchNutztV (§30) müssen gravide Jungsauen und sauen bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin im Alleinfutter mind. 8% Rfa in der TM (7% Rfa bei 88% TM) oder mindestens 200gRfa/Tier/Tag erhalten ·        Rohfaserkomponente: → quellfähige Rfa-reiche FM (Melasseschnitzel, Sojaschalen, Grünmehle) - Mischfutter für niedertragende und hochtragende Sauen aus ökonomischer Sicht sinnvoll, aus technischen Gründen jedoch häufig nicht umsetzbar → Universales Trächtigkeitsfutter mit Ausrichtung der Bedarfsansprüche der hochtragenden Sauen → Bedarfsanpassung über Futtermenge         Fütterungssysteme für Zuchtsauen Kombinierte Fütterung mit Grundfutter (Gravidität) ·        Mischfutter und betriebseigene Grundfuttermittel → bis 84. Graviditätstag Grundfutter zwischen 50-70% der Gesamtenergie → ab 85. Graviditätstag Grundfutter max. 30% der Gesamtenergie ·        Futtertrockenmasseaufnahmekapazität 2-2,5% der Lebendmasse ·        Vorteile gegenüber Alleinfütterung: - Beschäftigungsmaterial - Füllung des Magen-Darm-Konvolutes - höhere Aufnahmekapazität der Laktation - preisgünstige Rationsgestaltung ·        Risiko: - Überversorgung
  • 4. Welche Fütterungssysteme finden heute bei Mastschweinen Anwendung? Worin besteht der Vorteil gegenüber einer Universalmast?   à Früher: Universalmast d. h. eine Futtermischung à Heute: - Phasenfütterung (2 oder 3 Mischungen) - Multiphasenfütterung: kontinuierliche Anpassung der Nährstoffgehalte  -Getreide + Eiweißergänzung + Mineralfutter -oder 2 Mischfutter  (proteinreich, -arm) => Vorteil: Reduktion der Stickstoffverluste über Harn Stoffwechselentlastung (u. a. Leber)  
  • 5. Nennen Sie die möglichen Folgen einer Überkonditionierung (Verfettung) von Sauen vor der Geburt.   - Geburtskomplikationen (Schwergeburten) - Erdrücken der Ferkel (Schwerfälligkeit der Sauen) - Mastitis (Gesäugeentzündung) - Metritis (Gebärmutterentzündung) - Agalaktie (Milcharmut) - Verstopfungen nach der Geburt  
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