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KLR (Fach) / KLR II (Lektion)

Relevante Fragen zur Kosten-Leistungsrechnung 3. Semester BWL

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  • Stellen Sie die Grenzplankostenrechnung dar. - In Grundform eine dem Direct Costing entspr. Weiterentwicklung der flexiblen Plankore auf Vollkostenbasis - Ermöglicht wirksame Kostenkontrolle + ist geeignet für die Lieferung notwendiger Infos über relevante Kosten für unternehmerische Entscheidungen - Grundlage: Konsequente Aufspaltung der Gesamtkosten in fixe & variable (proportionale) Kostenbestandteile - Auflösung durch a) Ermittlung des Sollkostenverlaufs, wie bei flexibler Plankore auf Vollkostenbasis &  b) Lediglich Zurechnung der proportionalen Kosten zu Kostenträgern, während Fixkosten en bloc ins Betriebsergebnis übernommen werden (entspr. dem D.C.) - Beschäftigungsabweichung entfällt, da bei jedem Beschäftigungsgrad die verrechneten (proportionalen) Plankosten = (proport.) Sollkosten sind - Vergleich der proportionalen Soll- & Istkosten liefert die Verbrauchsabweichung
  • Welche wesentlichen Vorteile bietet die Prozesskostenrechnung gegenüber traditionellen Kalkulationsmethoden? - Schaffung bzw. Erhöhung der Kostentransparenz v.a. in Gemeinkostenbereichen - GEwinnung von Transparenz in betrieblichen Aktivitäten/ Prozessen, v.a. in indirekten Bereichen, im Hinblick auf die Häufigkeit & Ressourceninanspruchnahme -> Ziel: Verursachungsgerechte Festellung der Kosten pro Prozess - Verbesserung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung & Produktkalkulation als Grundlage für produkt-, preis- & absatzpolitische Entscheidungen - Nutzung der Prozesskore als umfassendes & permanentes Kjonzept für Kostenmanagement & -controlling, d.h. zur erfolgsorientierten Kostenbeeinflussung
  • Vorgehensweise einer prozessorientierten Produktkalkulation - Definition & Abgrenzung von Prozessen mittels Tätigkeitsanalysen, ggf. Aufteilung von Haupt- in Teilprozesse -> Prozessabläufe kostenstellenbezogen oder kostenstellenübergreifend zu erfassen - Ermittlung der Bezugsgrößen, d.h. Aktivitäten bzw. Kostentreiber (Cost Driver) zur Quantifizierung der die Prozesskosten verursachenden Prozessmengen - Verrechnung der Kostenarten direkt auf Prozesse/ Teilprozesse, zum Teil als Einzelkosten, i.d.R. zu großem Anteil als Gemeinkosten gemäß geeigneter Maß-/ Verteilungsgrößen - Differenzierung der Gemeinkosten in leistungsmengeninduzierte (= abh. von Menge der in Anspruch genommenen Aktivitäten/ Kostentreiber) & leistungsmengenneutrale (= mengenunabhängige) Kosten -> Verrechnjung lmi-Prozesskosten auf die sie verursachenden Aktivitäts-/Kostentreibermenge (lmi-Prozesskostensatz), während lmn-Prozesskosten proportional verrechnet werden -> Zusammenfassung ergibt Prozesskostensatz - Erfassung geplanter/ tatsächlicher Prozessinanspruchnahme je Produkt + Verrechnung des PKS gesamt gemäß Inanspruchnahme - Produktkalkulation unter Beachtung der Prozesskosten 
  • Unterscheiden Sie das Ein- & Zweikreissystem als Organisationsformen des Rechnungswesens. - FIBU & Kostenrechnung lassen sich organisatorisch in einem einzigen (Einkreissystem) & in zwei voneinander unabhängigen, getrennten Buchungskreisen (Zweikreissystem) durchführen. - Das Zweikreissystem: a) erfordert buchungstechnisch mehr Aufwand, da alle Buchungen, welche die FIBU und die KR betreffen, doppelt auszuführen sind. b) bietet gegenüber dem EKS 3 Vorteile.
  • Welche Vorteile bietet das Zweikreissystem gegenüber dem Einkreissystem? 1) Möglichkeit, die FIBU & KR unabhängig voneinander abzuschließen. 2) Möglichkeit, jeden der beiden Rechnungskreise auf seine spezifischen Bedürfnisse auszurichten. 3) Möglichkeit, im Buchungskreis Kostenrechnung neben der Ermittlung des Betriebsergebnisses zusätzlich eine Kontrolle der Richtigkeit des finanzbuchhalterischen Gewinns (des Gesamtergebnisses) durchzuführen.
  • Erklären Sie den Begriff Kontenplan. Geordnetes Kostenverzeichnis der Buchführung einer Unternehmung -> stellt auf die individuelle Kontenorganisation einer Unternehmung ab
  • Erklären Sie den Begriff Kontenrahmen. - mehr oder weniger ausführliches Grundkonzept (einheitliches & allgemein verwendbares Ordnungsschema) für die Ausgestaltung der individuellen Kontenpläne einzelner U. (Modellcharakter) - In formaler Hinsicht ist ein Kontenrahmen nach dem dekadischen Prinzip gegliedert. - In funktionaler Hinscht unterscheidet man: a) Bilanzabschlussgliederungsprinzip b) Prozessablaufgliederungsprinzip c) Duales Gliederungsprinzip
  • Erklären Sie den Begriff Bilanzabschlussgliederungsprinzip. - Aufbau des Kontenrahmens unmittelbar aus Gliederung der Bilanz und GuV abgeleitet - Struktur & Bezeichnung der Konten entsprechen Positionen der Bilanz & GuV, sodass der Kontenabschluss direkt zum Jahresabschluss in gesetzlich vorgeschriebener Form führt (= Klassen 0-8 IKR) - Bilanzabschlussgliederungsprinzip wird den Bedürfnissen der schnellen JA-Erstellung aus der FIBU gerecht
  • Erklären Sie den Begriff Prozessablaufgliederungsprinzip. - Kontenrahmen ist nach den Ablaufphasen eines unternehmerischen Produktionsprozesses gegliedert (Gemeinkontenrahmen GKR der Industrie) - Entspricht mehr den Bedürfnissen der Kostenrechnung, als dem Teil des Rechnungswesens, das Leistungserstellungsprozesses erfassen soll
  • Erklären Sie den Begriff Duales Gliederungsprinzip. - IKR -> Duales Gliederungsprinzip -> Verbindet das Bilanzabschluss- und Prozessablaufgliederungsprinzip - Klassen 0-8 (Rechnungskreis FIBU) sind nach BGP aufgebaut (abgeleitet aus Gliederung der Bilanz und GuV) - Klasse 9 (RK Kostenrechnung) nach PGP aufgebaut -> Orientierung am Produktionsprozessablauf - Damit wird sowohl den Bedürfnissen des externen Rechnungswesens als auch denen der Kostenrechnung entsprochen
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