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Psychoanalytisch begründete Verfahren (8) (Fach) / Behandlungstechnik (Lektion)

s.o.

Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Abstinenz - psychoanalytisches Grundprinzip der Enthaltsamkeit - Th. und Pat. sollen sich nicht gegenseitig zur Befriedigung ihrer Beziehungs- /Triebwünsche nutzen - Pat. soll frei assoziierend sprechen können (ohne Selbstzenszur) - geht über das in die Berufordnung gefordert Abstinenzpflicht hinaus
  • Freie Assoziation psychoanalytische Grundregel Prinzip der freien Selbstdarstellung des Pat "Sagen Sie hier alles, was Ihnen durch den Kopf geht"
  • Gleichschwebend Aufmerksamkeit Gegenüber der freien Assoziation -> Therapeutenseite kein Element des Gesagten wird bevorzugt Ergänzung: gleichschwebende Bereitschaft zur Rollenübernahme -> spielerische Reaktionsbereitschaft des Th., sich auf das Spiel des Pat einzulassen (vorübergehende Identifizierung mit Beziehungsobjekten)
  • Konfrontation Th macht Pat auf das Vorhandensein eines näher zu untersuchenden Phänomens aufmerksam z.B. wiederholtes Zuspätkommen, ein Schweigen...) wird in der Folge geklärt, gedeutet und durchgearbeitet -> zunächst dem bewussten Ich des Pat zur Verfügung gestellt
  • Klarifikation/Klärung Schritt nach Konfrontation nähere Untersuchung des Phänomens Was geht dem Pat beim Schweigen durch den Kopf? Wie fühlt er sich dabei? Was hat den Zuspätkommenden aufgehalten?
  • Deutung unbewusstes Phänomen bewusst machen -> Verbalisierung einer Hypothhese über einen unbewussten Sinnzusammenhang Ziel: dem Pat Zugang zu der latenten Bedeutung ("Tiefe") der von ihm gezeigten Verhaltensweise/Worte ("Oberfläche") zu verschaffen und somit Einsicht zu ermöglichen - geht über das Beobachtbare hinaus -> Verstehensmodus des szenischen Verstehens und Analyse der eigenen Gegenübertragung
  • Inhaltsdeutungen Ein Phänomen wird aus dem Kontext heraus, in dem es vom Pat berichtet wird, gedeutet -> entweder eingegrenzt auf die aktuelle Situation (Inhaltsdeutung im Hier und Jetzt) oder mit Bezug auf die Biografie des Pat (genetische Inhaltsdeutung)
  • Übertragungsdeutungen Ein Phänomen wird aus dem Kontext der aktuellen Übertragungs-Gegenübertragungsbeziehung gedeutet, d.h. das Material des Pat wird darauhin befragt, was er damit, dass er diesen Inhalt gerade jetzt berichtet, über die Beziehung zum Therapeuten sagen will "Was passiert hier eigentlich gerade zwischen uns?" "Zu wem macht mich der Pat?" Hier und Jetzt und genetische Übertragungsdeutungen
  • Widerstands- und Abwehrdeutungen Deutung des Bewältigungs- und Abwehrverhaltens innerhalb der Therapie thematisieren de Aspekt, DASS der Pat sich in einer bestimmten Weise verhält, um etwas zu vermeiden, ohne es bereits näher zu benennen
  • Durcharbeiten Einzelne Deutungen bewirken keine dauerhafte Veränderung Durcharbeiten= ausdauernde und geduldige Arbeit gegen den Wiederholungszwang, selbst nach einem Einsichtsgewinn durch eine wirksame Deutung
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  • Containing nach Wilfred Bion Konzept der Behälterfunktion des Therapeuten ->es ist die Aufgabe des Th, das für den Pat. Unverdauliche, Nicht-Symbolisierungsfähige und aus der Sprache Ausgeschlossene (z.B. unerträgliche Affekte) über projektive Identifizierung (Übertragung) in sich aufzunehmen, zu verdauen und dem Pat in Form einer Deutung zur Wiederaufnahme (Intrijekte Identifizierung) anzubieten
  • Holding Function/ Holding Environment (Donald Winnicott) Herstellung einer haltenden, nicht traumatisierenden, auch nicht beengenden und einschränkenden Umgebung, in der neue Erfahrungen möglich werden "good eniugh mother"- HAltung der Mutter ihrem Kind gegenüber -> soll der Th einnehmen, wenn er wirksam sein will Winnicott: mütterliche, haltend-stützende Funktion des Th (II "väterlich"= dagegenhalted-konfrontierend)
  • korrigierende emotionale Erfahrung Franz Alexander therapeutisches Substitut für vergangene Deprivation, durch welches entwicklungsbedingte Defizite im Sinne einer Nachreifung repariert werden sollen -> supportive Interventionen im Zentrum der therapeutischen Arbeit (Kritik an der psychoanalytischen Idealtechnik)