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Psychoanalytisch begründete Verfahren (8) (Fach) / Grundbegriffe (24) (Lektion)
Grundbegriffe
Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.
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- topografisches Modell nach Freud unterscheidet 3 psychische Orte 1. das Unbewusste - besteht aus Inhalten, die einmal bewusst waren und verdrängt wurden, weil sie im Konflikt mit anderen Bewusstseinsinhalten standen 2. das Vorbewusste 3. das Bewusste
- Strukturmodell nach Freud (1923 eingeführt) unterscheidet 3 Instanzen 1. Es: der Triebpol der Persönlichkeit, Hauptreservoir der psychischen Energie 2. Über-Ich: jene innere Objekte, denen zuliebe wir moralisch handeln; der Richter und Zensor, der für Gewissen, Idealbildung und Selbstbeobachtung verantwortlich ist 3. Ich: der Abwehrpol der Persönlichkeit; der Prügelknabe, der zwischen den Triebwünschen des Es, den Geboten, Verboten und Idealen des Über-Ich und den Anforderungen der äußeren Realität vermitteln muss Das Es ist vollständig unbewusst Ich und Über-Ich haben unbewusste Anteile
- Selbst - eine Person in ihrer Totalität und Subjetivität, das Ganze der Psyche
- Trieb-Psychologie auch Trieb-Struktur-Modell Sigmund Freud u.a. denkt von dem im Subjekt lauernden Unbekannten (Es) her - betont vor allem die intrapsychische Perspektive ("Ein-Personen-Psychologie") - Objekt= Objekt der Triebe, nur von Bedeutung wenn es zur Befriedigung eines Triebes geeignet ist - im Menschenbild der Triebtheorie sind wir vor allem Lustsucher - im Zentrum der Erklärung von Entwicklung, psychischer Struktur und Psychopathologie steht entsprechend die Frage nach Triebschicksalen
- Ich-Psychologie Anna Freud, Heinz Hartmann u.a. Betonung der Autonomie des Ichs und seinen Anpassungsmöglichkeiten (In Abgrenzung von der ursprünglichen "Es-Psychologie") - besondere Aufmerksamkeit: Ich-Funktionen
- Selbstpsychologie Heinz Kohut u.a. Theorie der Entwicklung und Entfaltung des Selbst und seiner Talente und Fertigkeiten Selbst = Kern der Persönlichkeit; ist lebenslang angewiesen auf empathische Objekte und Spiegelung durch diese Aggression und Wut: sekundäre Reaktionen auf eine frustrierende und entwicklungshemmende Außenwelt (im triebtheoretischen Modell nach Freud: zerstörerische (Todes-)Triebe
- Objektbeziehungstheorie auch Beziehungs-Struktur-Modell Melanie Klein, William R.D. Fairbairn u.a. fundamentale Bedeutung von Beziehungen und von jenen (meist belebten) Obejkten, zu denen Beziehungen aufgenommen werden Kontrast zur klassischen Triebpsychologie: - betont interpersonelle bzw. relationale Perspektive ("Zwei-Personen-Psychologie") - Objekt = das Gegenüber; das Primäre - Wir sind Objektsucher statt Lustsucher - Zentrum: Bindungsschicksale statt Triebschicksale
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