Diagnostische Grundlagen (Fach) / Gesundheit und Krankheit (Lektion)

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Grundbegriffe

Diese Lektion wurde von CarinaFlach erstellt.

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  • Aggravation übertriebene Darstellung des Schweregrades von tatsächlich vorhandenen Krankheitssymptomen
  • Compliance oder auch: Adhärenz Befolgung ärztlicher Anordnungen durch Pat. Gegenteil: noncompliantso tun als ob: pseudocompliant
  • Dissimulation Verbergen oder Herunterspielen von vorhandenen Symptomen mit dem Ziel, trotz Vorliegen einer Erkrankung für gesund befunden zu werden
  • Gesundheit fällt nicht auf, wird als psychische und somatische Grundlage menschlichen Erlebens und Verhaltens vorausgesetzt laut WHO: "ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens. Nicht nur Fehlen von Krankheit oder Gebrechen
  • Krankheit Störung der Funktion eines Organs,der Psyche oderdes Gesamtorganismus
  • Krankheitseinsicht Bereitschaft des Pat, die eigenen Bescherden als Bestandteil einer (psychischen) Störung mit Krankheitswert zu verstehen
  • Krankheitsphasen beim Auftreten von Erkrankungen 1. Prodromalphase: Vorläuferphase der ausgeprägten Erkrankung (z.B. bei Schizophrenie) 2. Erkrankungsphase: beinhaltet Schübe (= akute, zu dauerhafter Veränderung führende Prozesse, z.B. MS) und Episoden (= bei einer völlig rückbildungsfähigen Erkrankung, z.B. depressive Episode) 3. Remission: vorübergehendes Nachlassen der Krankheitssymptome ohne vollkommene Genesung 4. Rezidiv: Rückfall 5. Chronifizierung: lang anhaltende oder wiederkehrende Symptome
  • Merkmale von psychischen Störungen -Devianz-subjektiver Leidensdruck-Beeinträchtigung (z.B. in der Alltagsbewältigung oder der Liebes- oder Arbeitsfähigkeit)-Gefährdung (eigen u./o. fremd)
  • ontogenetische Entwicklungsphasen 1. pränatale Phase (pränatale Noxen sind z.B. genetische Schädigungen, Infektionen während der SS, wie Toxoplasmose, best. Medikamente, Drogen) 2. perinatale Phase (z.B. Nabelschnurumwicklung, Sauerstoffmangel während der Geburt) 3. postnatale Phase (z.B. medizinische, sozioökonomische und psychologische Faktoren)
  • problemorientiertes Coping Durch aktives Handeln wird versucht, sich der Situation anzupassen oder diese umzugestalten (ich erlebe die Abschlussklausur als potenziell bedrohlich, bin mir hinsichtlich meiner Ressourcen unsicher und entscheide mich deshalb zu systematischem Wissenserwerb)
  • Simulation absichtliches Hervorrufen oder Vortäuschung von Symptomen in Belastungssituationen oder aus äußeren Gründen
  • wichtige Chronifizierungsfaktoren - biologische Faktoren (z.B. Fehlhaltung bei Schmerzen) - psychologische Faktoren (z.B. Vermeidungsverhalten bei Angststörungen) - soziale Faktoren (niedriger sozialer Status, sekundärer Krankheitsgewinn)
  • emotionsorientiertes Coping Durch vorwiegend intrapsychisch ablaufende Prozesse wird versucht, den Bezug zur Situation zu ändern (ich klage über die Ungerechtigkeit und Praxisferne der Klausur, anstatt zu lernen)